Grundsätzlich erfüllen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung≡Wärmerückgewinnung≡
Mit Wärmerückgewinnung bezeichnet man einen Vorgang, bei dem Wärme, die ansonsten z.B. mit der Abluft oder dem Abwasser das Haus ungenutzt verlässt, zurückgewonnen wird. Die Wärmerückgewinnung macht energetisch Sinn, sofern die dafür aufgewendete Hilfsenergie (meist Strom für elektrische Antrieb) die zurückgewonnne Wärmemenge nicht erreicht oder gar übersteigt (primärenergetisch). ebenfalls den Zweck der Sicherung eines hygienischen Luftwechsels≡Luftwechsel≡
Luftwechsel sind erforderlich, damit die Raumluft zur Sicherung einer hygienische Luftqualität in bestimmten Abständen ausgetauscht bzw. erneuert wird. Abgebaut werden muss dabei der Gehalt an Wasserdampf, Kohlendioxid und von Luftschadstoffen. Wie oft die Luft pro Stunde ausgewechselt wird, gibt die Luftwechselrate bzw. Luftwechselzahl an..
Vorteile
- Verringerung unkontrollierter Wärmeverluste
- Wärme der Abluft≡Abluft≡
Die Abluft ist die aus einem Raum oder einer Wohnung abströmende bzw. über ein Abluftventil abgesaugte Luftmenge (verbrauchte Luft). Im Gegensatz zur Zuluft hat die Abluft im Winter eine erhöhte Temperatur, weshalb es energetisch interessant ist, die Wärmemenge von der Luft zu trennen und der kalten Zuluft oder einer Luft-Wasser-Wärmepumpe zur weiteren Nutzung zuführen. Auch die Luft, die mit einer Küchenabzugshaube abgesaugt wird stellt Abluft dar. Diese ist jedoch mit zahlreichen Fettpartikeln behaftet. wird genutzt, darin ist auch die Abwärme≡Abwärme≡
Abwärme entsteht bei der Umwandlung von Energie, z.B. durch den Stoffwechsel im Menschen, bei elektrischen Geräten oder bei der Stromerzeugung (Kühltürme). Um den Wirkungsgrad zu verbessern und Wärme nicht ungenutzt in die Umwelt abzugeben ist es möglich und ratsam Abwärme zu nutzen bzw. zurückzugewinnen (Wärmerückgewinnung). In sehr gut gedämmten Häusern spielt die Abwärme, z.B. von elektrischen Geräten, eine so große Rolle, dass sie einen erheblichen Beitrag zur Deckung der Heizlast leistet. von Personen, Kühlschränken, Herd, Fernseher usw. enthalten; auf diese Weise wird auch die Abwärme des Zuluftventilators vollständig zum Heizen genutzt. - Nachheizung der Zuluft≡Zuluft≡
Mit Zuluft bezeichnet man in der Lüftungstechnik die einem Raum oder einer Wohnung zuströmende Frischluft. Die gleiche Luftmenge muss zur selben Zeit abströmen (Abluft). Die erforderliche Zuluftmenge und ihre Eigenschaften ergeben sich aus den Anforderungen an eine hygienische Luftqualität. Durch den Luftwechsel entsteht in der kalten Jahreszeit ein Lüftungswärmeverlust. möglich (sowohl elektrisch als auch mit Heizkörpern) - Zuluft ist vorgewärmt, auch bei ungünstigen Verhältnissen ist Zugluftempfinden nahezu ausgeschlossen
- Pollenfilterung möglich
- Schalldämmung von außen verbessert (Straßenlärm)
- Wärmeaustausch von erwärmter Luft von der Südseite des Hauses zur Nordseite möglich (passive Solarenergienutzung≡passive Solarenergienutzung≡
Die passive Solarenergienutzung erfolgt überwiegend durch transparente Bauteile, also Fenster bzw. andere verglaste Flächen. Beim Durchtritt durch eine Glasfläche wird die Solarstrahlung "gefiltert". Nur die für unser Wärmeempfinden wichtige langwellige Strahlung (Infrarotstrahlung) dringt bis in den Raum vor und erwärmt Wände, Decken, Fußböden usw. (erwünschter Treibhauseffekt). Die mit der passiven Solarenergienutzung erfolgte Erwärmung im Haus erfolgt also ohne aktive technische Systeme, wie Solarkollektoren. Voraussetzung für eine optimale passive Solarenergienutzung ist die entsprechende Ausrichtung des Gebäudes, die Größe der transparenten Flächen, sehr gute wärmedämmende Eigenschaften und eine hervorrangende Wärmespeicherfähigkeit der Hüllflächenbauteile.) - erwärmte Luft eines mit Kachelofen oder Kamin beheizten Raumes wird durch Wärmeaustausch auch in den anderen Räumen nutzbar
Nachteile
- nicht so übersichtlich und komplizierter in der Bedienung
- Öffnung der Fenster macht die Anlage wirkungslos
- hohe Investitionskosten≡Investitionskosten≡
Bei den Investitionskosten (auch Anschaffungskosten genannt)
handelt es sich betriebswirtschaftlich gesehen um die Nettokosten der Anschaffung einer Maschine, einer Immobilie oder Teilen davon. Umsatzsteuer, Zinsen, Versicherungen sind nicht Bestandteil der Investitionskosten, während die Montagekosten oder Zulassungskosten dazu gehören.
- erhöhter Wartungsaufwand, Filterwechsel
- hohe Kosten für die Hilfsenergie≡Hilfsenergie≡
Hilfsenergie ist jene Energie, die benötigt wird, um einen Hauptprozess in Gang zu halten oder zu regeln. Der Strombedarf für die Regelung einer Heizungsanlage oder der Antriebsstrom für Pumpen entspricht dem Hilfsenergiebedarf. (Ausnahme Lüfterleistung kleiner 60W) - hoher Montageaufwand
- nachträgliche Installation im Altbau kaum möglich bzw. nur mit sehr hohem Aufwand
- Zuluftkanäle werden benötigt und können verschmutzen, Reinigungsprobleme
- Vereisungsgefahr des Luft-Luft-Wärmetauschers≡Luft-Luft-Wärmetauscher≡
Ein Luft-Luft-Wärmetauscher wird z.B. in Gerätekonzepten zur kontrollierten Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung eingesetzt. Die Abluft gibt im Luft-Luft-Wärmetauscher ihre gespeicherte Wärme an die noch kalte Zuluft ab, in dem beide Luftströme - durch ein wärmeleitendes Material getrennt - aneinander vorbeigeführt werden (Kreuzstromwärmetauscher, Kanalwärmetauscher). an der Abluftseite durch sehr kalte Zuluft - Schalldämmung von innen verschlechtert, Schallübertragungen von Raum zu Raum durch die Zuluftkanäle nicht ausgeschlossen
- hohe Anforderungen an die Bauausführung und Qualitätskontrolle, kaum realistisch













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