Sind robuste und langlebige Bauteile vorhanden, so bedeutet die Pflege der Anlage heutzutage nur noch das gelegentliche Inspizieren der Pumpe und des Speichers, und die Reinigung der Filtereinrichtungen. Hinweise für die notwendigen Reinigungsintervalle der verschiedenen Filter geben die Hersteller, sie sind vor allem bedingt durch die Bauart. Wartungsfreie Filter gibt es bisher nicht. Auch selbstreinigende Systeme müssen laut DIN 1989-1 mindestens einmal pro Jahr von feinen Belägen auf den Filtergeweben befreit werden. Daneben spielen jahreszeitliche Unterschiede eine Rolle: Der Herbst mit seinen Stürmen bringt mehr Laub und groben Schmutz durch das Dach herein als andere Jahreszeiten. Anstelle eines Frühjahrsputzes ist hier die Herbstreinigung von entscheidendem Nutzen!Wenn das Regenwasser im Vorratsspeicher aufgebraucht ist und der Trinkwassernachlauf für kurze Zeit abgestellt werden kann, bzw. Über einen Vorlagebehälter direkt das Leitungsnetz versorgt wird, ist die beste Zeit für eine Inspektion des Speicherbehälters. Größere
Zisternen≡Zisterne≡
Eine Zisterne ist ein größeres Sammelbecken für Regenwasser. Sie kann aus Betonringen hergestellt oder als Kunststoffkörper im Erdreich untergebracht werden. sind mit einer Leiter einfach zugänglich. Aus Sicherheitsgründen sollte die
Wartung≡Wartung≡
Eine Wartung umfasst die Überprüfung und ggf. Wiederherstellung der Betriebbereitschaft und Betriebssicherheit sowie die Einstellung der Regelung und anderen Werten einer technischen Anlage, wie z.B. einer Heizungs-, Lüftungs- oder Solaranlage. Neben allgemeinen Wartungstätigkeiten, wie die Überprüfung von Betriebsdrücken, oder der Funktionsfähigkeit von Sicherheitseinrichtungen gibt es für jede Anlage spezielle Wartungsaufgaben. Die für die Wartung entstehenden Wartungskosten dürfen im Rahmen der Heizkostenabrechnung keine Reparaturkosten, z.B. für das Auswechseln von Teilen oder Baugruppen, enthalten.
nur zusammen mit einer zweiten Person durchgeführt werden, die sich außerhalb des Speichers aufhält.
- Müssen abgesetzte Stoffe vom Zisternenboden entfernt werden?
Aus heutiger Sicht ist es ratsam, die Speicher nur in möglichst großen Zeitabständen zu reinigen. Dabei werden grundsätzlich keine Chemikalien verwendet. Es klingt paradox, doch im Interesse einer guten Wasserqualität sollten die Flächen im Behälter nicht gesäubert werden: „ ... Der nach kurzer Betriebszeit sich einstellende Biofilm auf allen Anlagenteilen, die mit Regenwasser benetzt wurden, hat eine deutliche Selbstreinigungskraft, wenn „ökosystemfremde“ Mikroorganismen eingetragen werden. In verschiedenen Versuchsreihen mit zwei Versuchszisternen (mit und ohne Biofilm) konnte gezeigt werden, dass die Eliminierung von experimentell den Zisternen zugefügten Salmonellen, die einerseits mit ausgeprägtem Biofilm, andererseits ohne Biofilm betrieben wurden, bei Zisternen mit Biofilm bereits nach ca. 8 Tagen vollständig war, im Gegensatz zu 26 Tagen ohne Biofilmbewuchs. ...“ Zitat Holländer 1988 in fbr-reader 1, Darmstadt 1999. Die Feinheit der heutigen Filter mit 0,4 mm Durchlassweite im Mittel bringt Sedimenteinträge von 1 - 5 mm pro Jahr, d.h. die übliche Restwasserhöhe von 10 - 15 cm wird frühestens in 20 Jahren angefüllt. Nach Bedarf kann das Sedimentrestwassergemisch per Tauchpumpe in den Kanalanschluss gefördert werden. Geht der Überlauf zur
Versickerung≡Versickerung≡
Versickerung ist das Einleiten von Oberflächenwasser in den Untergrund, wo es durch Sickervorgänge im Boden zur Grundwasser-Neubildung beiträgt oder in Form von Schichtenwasser an anderer Stelle wieder zu Tage tritt (z. B. Quellen). Oberflächenwasser kann gezielt versickert werden mit durchlässigen Flächenbefestigungen oder, wo mehr Niederschlagswasser anfällt, als die entsprechende Fläche aufnehmen kann, durch Sammeln und Einleiten in eine Versickerungsanlage (z. B. bewachsene Bodenmulde, unterirdische Rigole, Sickerschacht). Welche Art zur Ausführung kommt, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Dazu gehören die Wasserdurchlässigkeit des Bodens, die Vorschriften des Boden- und Grundwasserschutzes, die Kosten.
, so wird man das Sediment oberirdisch kompostieren, um zu verhindern, dass die Sickereinrichtung zugeschlämmt wird. Im Sediment sammeln sich allerdings auch Spuren von Schwermetallen an.
- Ist nach 20 Jahren dieser Feinschlamm als Sondermüll zu entsorgen?
Hierzu ein Zitat aus einer Stellungnahme der Stadtverwaltung Hannover 1994: „(...) Innerhalb des Untersuchungszeitraumes fiel in den Anlagen fast kein Schlamm an. In zwei Anlagen konnte eine Untersuchung des Schlammes vorgenommen werden. Bestimmt wurden Schwermetalle nach der Klärschlammverordnung. Hinsichtlich dieser Werte wäre ein Ausbringen der Landwirtschaft unbedenklich möglich.
- Geld sparen durch Wartungsverträge
Anlagen zur Regenwassernutzung sind preiswert und unkompliziert. Sie funktionieren zuverlässig, wenn Inspektion und Wartung regelmäßig durchgeführt werden. Bei neuerer Bauart entsprechend DIN 1989 genügt ein jährlicher Check. Gute Hersteller übernehmen das oder beauftragen dazu einen von ihnen autorisierten Fachbetrieb, der die durchgeführte Prüfung mit Protokoll bestätigt. Falls erforderlich, werden Mängel gegen Berechnung sofort behoben. Angebote für Wartungen in ganz Deutschland, auch für bereits vorhandene Anlagen, jeder Bauart werden u.a. hier --> Link unterbreitet.