Bei Öl-Feuerungsanlagen dürfen die Abgasverluste≡Abgasverlust≡
Mit dem Abgasverlust ist die Wärmemenge gemeint, die mit den warmen Abgasen ungenutzt aus dem Wärmeerzeuger entweicht. Die Höhe des Abgasverlustes wird maßgeblich von der Abgastemperatur beeinflusst. Je höher die Temperatur ausfällt, umso schlechter ist der Ausnutzungsgrad des zugeführten Brennstoffes. Ein Abgasverlust tritt nur auf, wenn der Brenner arbeitet, also Brennstoff verbrannt wird. Die maximal zulässige Höhe des Abgasverlustes ist in der Kleinfeuerungsanlagenverordnung festgelegt. Der Wert wird vom Schornsteinfeger im Rahmen der Abgasverlustmessung ermittelt (ausgenommen Brennwerttechnik) und im Abgasprotokoll (Schornsteinfegerprotokoll) vermerkt. Der Abgasverlust wird in % angegeben. folgende % -Sätze nicht überschreiten (§ 11, BImSchV):
Ausgenommen von der Überprüfungspflicht der Abgasverluste sind:
- Öl-Heizungsanlagen bis 11 kW, wenn sie der Beheizung eines Einzelraumes oder der Warmwasserbereitung dienen (sogenannte Öl-Öfen);
- Öl-Brennwertheizgeräte; das gilt sowohl für die erstmalige wie für die wiederholte Überwachung, die Rußzahl≡Rußzahl≡
Ruß ist die Folge unvollständiger Verbrennung. Die Rußzahl wird bei Öl-Heizkesseln nach der Kleinfeuerungsanlagenverordnung ermittelt und darf einen bestimmten Grenzwert nicht übersteigen. Dazu wird mit einer Rußpumpe eine bestimmte Menge Rauchgas abgesaugt und dabei durch Filterpapier geleitet. Der Schwärzegrad wird mit einer Skala verglichen. und das Vorhandensein von Öl-Derivaten ist jedoch auch bei Öl-Brennwertheizgeräten zu ermitteln; - bivalente≡bivalent≡
Im bivalenten Betrieb von Heizungsanlagen können gleiche oder verschiedene Energieträger in zwei unterschiedlichen Wärmeerzeugern zum Einsatz kommen. Meist deckt ein Wärmeerzeuger die Wärmegrundlast, ein zweiter Wärmeerzeuger ergänzt die Wärmeproduktion in der Bedarfsspitze. Ein Beispiel für diese Betriebsweise wäre ein Gsbrennwertkessel zur Deckung der Grundlast und ein Spitzenlastkessel mit Ölbrenner. Der Vorteil besteht u.U. darin, dass der Gasanschluß nicht für die Spitzenlast ausgelegt sein muss und dadurch auch ein niedriger Leistungspreis anfällt. Heizungen (sofern es sich um die wiederkehrende Überwachung handelt), die nach der Kleinfeuerungsanlagenverordnung≡Kleinfeuerungsanlagenverordnung≡
Die Kleinfeuerungsanlagenverordnung regelt die Verbrennung von Brennstoffen, den maximal zulässigen Schadstoffausstoß und die Höhe des maximal zulässigen Abgasverlustes von Heizkesseln, Thermen u. a. Wärmeerzeugern. Die Verordnung ist Bestandteil der BundesImmissionsSchutzVerordnung (BImSchVo). als Heizungen definiert sind, bei denen Öl- oder Gasfeuerungsanlagen in Verbindung mit einer Wärmepumpe≡Wärmepumpe≡
Die Wärmepumpe als Heizgerät nimmt auf der Eingangseite Wärme mit geringer Temperatur auf und gibt Wärme mit höherer Temperatur auf der Heizungsseite wieder ab. Ein Arbeitsmittel verdampft infolge der Aufnahme von Umweltwärme (Luft, Erdreich, Wasser). Das leicht erwärmte gasförmige Arbeitsmittel wird durch einen Kompressor komprimiert, wodurch es eine höhere Temperatur bekommt. Das in dieser Weise stark erwärmte Arbeitsmittel kann die Wärme an das Heizungswasser übertragen, kühlt sich dabei ab und wird erneut in den Kreislauf geschickt. oder einem Solarkollektor≡Solarkollektor≡
Der Solar- oder Sonnenkollektor ist wichtigster Bestandteil einer Solarwärmeanlage zur Warmwasserbereitung, Heizungsunterstützung oder Lufterwärmung. Der Solarkollektor nimmt direkte und diffuse Solarstrahlung auf und wandelt sie mit dem im Inneren des Kollektors befindlichen Absorber in nutzbare Wärme (Warmwasser, Warmluft) um. Man unterscheidet hauptsächlich den Flachkollektor und den Vakuumröhrenkollektor. betrieben werden, soweit die Wärmepumpe oder der Solarkollektor nicht ausschließlich der Warmwasserbereitung dient.
Bewertung der Messergebnisse
![]() | Bewertung der Abgasverluste in % für ein Öl-Heizgerät mit Gebläse- oder Verdampfungsbrenner≡Verdampfungsbrenner≡ Ein Verdampfungsbrenner ist ein spezieller Öl-Brenner mit atmosphärischer Verbrennung. Er wird z.B. im Öl-Ofen und seltener auch in Heizkesseln eingesetzt. Bei diesem Brennner wird das Heizöl durch die Flammenwärme aus einer Schale verdampft und in der umgebenden Luft verbrennt. zwischen 4 und 25 kW Wärmeleistung |
Der in der BundesImmissionsSchutzVerordnung≡BundesImmissionsSchutzVerordnung≡
Die BundesImmissionsSchutzVerordnung, kurz BImSchVo, regelt die maximal zulässigen Emissionen von Luftschadstoffen aus Prozessen aller Art. Teil der Verordnung ist die Kleinfeuerungsanlagenverordnung, die die Verbrennung von Brennstoffen, den maximal zulässigen Schadstoffausstoß und die Höhe des maximal zulässigen Abgasverlustes von Heizkesseln, Thermen u. a. Wärmeerzeugern regelt. festgelegte, maximal zulässige Abgasverlust wird von modernen Öl-Heizkesseln (etwa ab Baujahr 1990) mühelos unterschritten. Daher müssen die gemessenen Werte nicht nur mit den gesetzlichen Mindestvorgaben, sondern auch mit dem heute technisch Erreichbaren, also z. B. Brennwertheizgeräten≡Brennwertheizgerät≡
Ein Brennwertheizgerät ist ein Heizkessel bzw. eine Therme, das bzw. die in der Lage ist, den Brennwert, also den vollständigen Energieinhalt eines Brennstoffes zu nutzen. Die dazu erforderliche Rückgewinnung der Verdampfungswärme des bei der Verbrennung entstehenden Wasserdampfes wird durch besondere konstruktive Maßnahmen im Gerät realisiert. Diese haben eine maximale Kondensation des Wasserdampfes zum Ziel. Die Energieeinsparung liegt je nach Brennstoff gegenüber Niedertemperatur-Heizkesseln bei 10 % bis 15 %. verglichen werden.
Ermittelt wird auch die Rußzahl und die Abwesenheit von Öl-Derivaten, ebenfalls ein Maß für die Güte Verbrennung.
»› Rußzahl»› Öl-Derivate
siehe auch
»› Stickstoffoxidemissionen»› Welcher CO2-Wert ist günstig?
»› Was sagt die Höhe der Abgastemperatur?
»› Druckdifferenz, Schornsteinzug
»› Übergangsfristen
»› Abgasverluste älterer Heizkessel












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