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Belüftung?

 
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Zwischensparrendämmung, belüftet oder unbelüftet?

Die Frage, ob eine Zwischensparrendämmung belüftet oder unbelüftet sein soll, ist nicht einfach zu beantworten. Zu komplex sind die Zusammenhänge, denn es bestehen große Abhängigkeiten. Zunächst ist zu klären, wozu Belüftung dient und wo die BelüftungsebeneBelüftungsebene
Eine Belüftungsebene wird zwischen einer Unterdachkonstruktionen (z.B. Unterspannbahn, Holzfaserdämmplatte, Schalung mit Bitumenpappe) und der Unterseite der Dacheindeckung (z.B. Dachziegel) vorgesehen. Sie dient der sicheren Abfuhr von erwärmter Luft (Sonneneinstrahlung) im Sommer und von Luftfeuchtigkeit (Wasserdampfdiffusion) im Winter. Die Belüftungsebene beginnt an der Traufkante mit einem Insektenschutzgitter und endet am Firtsziegel. Eine weitere Belüftungsebene wird häufig unterhalb der Unterdachkonstruktion und oberhalb einer Wärmedämmung vorgesehen (Zwischensparrendämmung mit Belüftung). Diese Belüftung ist bei diffusionsoffenen Unterdächern und guter raumseitiger Luftdichtheit unnötig. Beide Belüftungsebenen müssen einen ausreichenden Querschnitt besitzen.
liegt
.

Belüftete und unbelüftete WärmedämmungWärmedämmung
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten.
im Steildach;

Abbildung: Energieagentur NRW

Modell / Schnitt einer unbelüfteten Dämmung (Vollsparrendämmung) mit Naturfasern

Belüftung am Dach hat das Ziel einen Luftstrom aufzubauen, um eine trockene Dachkonstruktion zu erhalten.  

  • Unter den Dachziegeln sind es die Dachlatten, die Konterlatten und die Sparren, die vor dauerhafter Durchfeuchtung zu schützen sind. 
  • Zwischen oder unter den Sparren sind es der Dämmstoff und die begrenzenden Hölzer, die vor Durchfeuchtung, dem Verlust der Dämmwirkung und vor Bauschäden zu schützen sind. 
  • Außerdem müssen frisch eingebaute Hölzer austrocknen können, da man mit einer recht hohen Einbaufeuchte von frisch angeliefertem Holz rechnen muss.

Ist ein UnterdachUnterdach
Als Unterdach bezeichnet man eine Ebene, die unterhalb der Dacheindeckung eine vollständig regensichere und wasserführende Eindeckung, z.B. aus Bitumenschindeln o.ä. darstellt. Der Begriff wird jedoch auch für die Ebene unterhalb der Dacheindeckung benutzt, die lediglich aus einer Unterspannbahn oder einer wasserabweisenden Holzfaserdämmplatte besteht. Das Unterdach hat bei gedämmten Dächern auch die Aufgabe der Winddichtheit zu erfüllen.
eingebaut (UnterspannbahnUnterspannbahn
Die Unterspannbahn ist eine wasserdampfdurchlässige, aber regen- und flugschneedichtende Kunststoff-Gewebebahn über den Sparren und unter den Dachziegeln. Die Unterspannbahn sollte so diffusionsoffen wie möglich sein, um einen eventuellen Wasserdampfaustritt nicht zu behindern (niedriger sd-Wert). Die Unterspannbahn dient außerdem der Herstellung der Winddichtheit.
, bituminierte Holfaserplatte(n) o.ä.), liegt die erste Belüftungsebene zwischen der Unterseite der Eindeckung (Dachziegel o.ä.) und der Oberseite des Unterdaches.

Schnitt durch einen Dachaufbau mit diffusionsoffenem Unterdach; die erste und unverzichtbare Belüftungsebene befindet sich zwischen der Oberseite des Unterdaches und der Unterseite der Dachziegel

Die erste Belüftungsebene ist bei allen Dächern mit Unterdach unverzichtbar und von der Art der Dämmung unabhängig. Funktionsfähig ist eine solche Belüftung, wenn der freie Querschnitt ausreichend dimensioniert ist. Als Faustregel gilt, dass die Höhe der Konterlatte, also etwa 24 bis 30 mm, einen ausreichenden Querschnitt sichert. Notwendig ist natürlich auch ein etwa gleich großer Einströmquerschnitt für die Außenluft an der Traufkante (Dachkasten). Kann dies nicht gesichert werden, sind Lüfterziegel einzusetzen. Ebenso muss am FirstFirst
FirstDer First ist die oberste Begrenzung bzw. Schnittpunkt der Dachflächen eines Satteldaches oder Walmdaches. Der First stellt eine Firstlinie dar, die z.B. mit Firstziegeln bzw. Firstkappen abgedeckt ist.
(Firstziegel) die Luft wieder ungehindert austreten können (exakte Dimensionierung nach DIN 4108DIN 4108
In dieser DIN finden sich die allgemein anerkannten Grundlagen zur Einhaltung der Mindestanforderungen an den baulichen Wärmeschutz.
). 

Eine zweite Belüftungsebene kann zwischen der Unterseite des Unterdaches und der Oberseite der Dämmschicht eingebaut werden. Wird eine solche Belüftungsebene eingebaut, spricht man von einem KaltdachKaltdach
Mit Kaltdach wird eine belüftete Dachkonstruktion bezeichnet, bei der die Dachhaut von der Wärmedämmung durch eine Belüftungsebene (Luftspalt bzw. Dachraum) getrennt ist. In der Regel sind Dächer mit Dachziegeln oder ähnlichen Bedeckungen Kaltdächer. Massive, begehbare Flachdächer sind dagegen meist Warmdächer.
, von einer Zwischensparrendämmung mit Belüftung. Die Belüftungsebene hat die Aufgabe eine Durchfeuchtung des Wärmedämmstoffes zu verhindern, indem eingedrungener Wasserdampf durch die Luftbewegung abgeführt wird. Voraussetzung für die zuverlässige Funktion sind ausreichend bemessene Lufteintritts- und Austrittsöffnungen, was in der Praxis nicht immer sichergestellt werden kann.

Schnitt durch einen Dachaufbau mit einem diffusionsoffenen Unterdach und belüfteter Dämmung. Der WärmedämmstoffWärmedämmstoff
Ein Wärmedämmstoff ist ein Material mit sehr geringer Wärmeleitfähigkeit. Die wärmedämmende Wirkung beruht auf der im Wärmedämmstoff eingeschlossenen ruhenden Luft (Hohlräume, Kammern). Als Wärmedämmstoffe werden Baustoffe mit einer Wärmeleitfähigkeit kleiner 0,1 W/mK bezeichnet (Zum Vergleich: Polystyrol 0,04 W/mK - Holz um 0,18 W/mK - Normalziegelstein 0,5 W/mK)
wird mit einem Abstand von 2-3 cm zum Unterdach mit Luftzwischenraum verlegt.

Von einer Vollsparrendämmung ohne Belüftung - einem WarmdachWarmdach
Das Warmdach ist eine einschalige, unbelüftete Dachkonstruktion unmittelbar über einem beheizten Raum. Beim Warmdach liegen alle Funktionsschichten (von unten nach oben: Luftdichtheitsschicht mit Dampfsperre oder Dampfbemse, Wärmedämmung, Dachabdichtung) übereinander auf der Tragkonstruktion  (Dachbalken, Betonplatten). Im Grunde führt jedes bis an die Dachbalken heran ausgebaute und beheizte Dachgeschoß zu einer Warmdachsituation.
- spricht man, wenn auf die 2. Belüftungsebene zwischen Unterdach und Wärmedämmstoff verzichtet wird. 

Schnitt durch einen Dachaufbau mit einem diffusionsoffenen Unterdach und unbelüfteter Dämmung. Der Wärmedämmstoff wird bis an das Unterdach ohne Luftzwischenraum verlegt. Diese Konstruktion wird auch als Vollsparren-Dämmung bezeichnet.

Voraussetzung für eine solche Konstruktion mit unbelüfteter Wärmedämmung ist die ausreichende Diffusionsfähigkeit des Unterdaches und die Herstellung einer luftdichten, Dampf bremsenden Ebene auf der warmen Innenseite der Wärmedämmung, also auf Raumseite. Werden diese beiden Voraussetzungen erfüllt, ist unbelüftete Wärmedämmung, die Vollsparrendämmung, vorteilhafter. 

  Vorteile, Einsatzmöglichkeiten Nachteile, Einsatzgrenzen
Wärmedämmung mit Belüftung, Kaltdach
  • Kaltluftdurchströmung lockerer Dämmschichten ist möglich, dadurch Verringerung der Dämmwirkung
  • bei Unterbrechungen der Belüftung durch Schornsteine, Dachflächenfenster, Gauben o.ä. kann man sich nicht auf die Belüftung verlassen
Wärmedämmung ohne Belüftung, Warmdach
  • nicht bei diffusionsdichteren Unterdächern (unbekannte Diffusionswiderstände von Unterspannbahnen, Schichten


© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 11.05.2005 | 96680 x gelesen


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