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Flachdachdämmung, Übersicht

 
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Wärmedämmung eines Flachdaches (Warmdach)

Das Flachdach ohne BelüftungsebeneBelüftungsebene
Eine Belüftungsebene wird zwischen einer Unterdachkonstruktionen (z.B. Unterspannbahn, Holzfaserdämmplatte, Schalung mit Bitumenpappe) und der Unterseite der Dacheindeckung (z.B. Dachziegel) vorgesehen. Sie dient der sicheren Abfuhr von erwärmter Luft (Sonneneinstrahlung) im Sommer und von Luftfeuchtigkeit (Wasserdampfdiffusion) im Winter. Die Belüftungsebene beginnt an der Traufkante mit einem Insektenschutzgitter und endet am Firtsziegel. Eine weitere Belüftungsebene wird häufig unterhalb der Unterdachkonstruktion und oberhalb einer Wärmedämmung vorgesehen (Zwischensparrendämmung mit Belüftung). Diese Belüftung ist bei diffusionsoffenen Unterdächern und guter raumseitiger Luftdichtheit unnötig. Beide Belüftungsebenen müssen einen ausreichenden Querschnitt besitzen.
(WarmdachWarmdach
Das Warmdach ist eine einschalige, unbelüftete Dachkonstruktion unmittelbar über einem beheizten Raum. Beim Warmdach liegen alle Funktionsschichten (von unten nach oben: Luftdichtheitsschicht mit Dampfsperre oder Dampfbemse, Wärmedämmung, Dachabdichtung) übereinander auf der Tragkonstruktion  (Dachbalken, Betonplatten). Im Grunde führt jedes bis an die Dachbalken heran ausgebaute und beheizte Dachgeschoß zu einer Warmdachsituation.
) stellt sehr hohe Anforderungen an die Dichtigkeit, die Dämmstoffe, die Ausführungsqualität und die WartungWartung
Eine Wartung umfasst die Überprüfung und ggf. Wiederherstellung der Betriebbereitschaft und Betriebssicherheit sowie die Einstellung der Regelung und anderen Werten einer technischen Anlage, wie z.B. einer Heizungs-, Lüftungs- oder Solaranlage. Neben allgemeinen Wartungstätigkeiten, wie die Überprüfung von Betriebsdrücken, oder der Funktionsfähigkeit von Sicherheitseinrichtungen gibt es für jede Anlage spezielle Wartungsaufgaben. Die für die Wartung entstehenden Wartungskosten dürfen im Rahmen der Heizkostenabrechnung keine Reparaturkosten, z.B. für das Auswechseln von Teilen oder Baugruppen, enthalten.
. Eine Inspektion des Daches sollte vor dem Wintereinbruch und nach dem Schnee vorgenommen werden.

Möglicher Aufbau eines gedämmten Warmdaches
  1. Innenputz
  2. Stahlbetondecke
  3. Dampfdruckausgleichsschicht
  4. DampfsperreDampfsperre
    Eine Dampfsperre ist eine praktisch wasserdampfundurchlässige Schicht aus Kunststoff- bzw. Aluminiumfolie o. ä. Materialien (Glas). Sie hat (wenn bewusst eingesetzt) die Aufgabe, sowohl die Diffusion von Wasserdampfmolekülen als auch den Lufttransport von der warmen Seite (Innenraum) zur kalten Seite der Konstruktion gänzlich zu verhindern. Eine Dampfsperre muss daher wie eine Dampfbremse auf der warmen Seite sorgfältig, d. h. lückenlos und luftdicht verlegt werden.
  5. Mineralfaserdämmung WLGWLG
    WLG ist die Abkürzung für Wärmeleitfähigkeitsgruppe bei Wärmedämmstoffen. 
    035 2x10 cm
  6. Gefälledämmung
  7. Dachdichtung (z.B. 2 Lagen Bitumenschweißbahn) und Ausgleichsschicht
  8. Waschkies zur Verringerung der Wärmelast
Bildquelle: Impulsprogramm Hessen

Grundsätzlich befindet sich bei einem funktionsfähigen Warmdach über der tragenden Decke (Stahlbeton, Stegdielen, Holzbalken o.ä.) eine Dampfdruckausgleichsschicht (Nr. 3. in der Abbildung) und darüber eine Dampfsperre. Die beiden Schichten haben die Aufgabe die WasserdampfdiffusionWasserdampfdiffusion
Die Wasserdampfdiffusion ist der Vorgang, bei dem ein Konzentrationsunterschied von Wasserdampfmolekülen in verschiedenen Schichten der Luft oder eines Bauteiles ausgeglichen wird. Je nach Größe des materialabhängigen Dampfdiffusionswiderstandes erfolgt der Konzentrationsausgleich langsamer oder schneller. Um die Diffusion zu bremsen oder gar zu unterdrücken, kann eine Dampfbremse bzw. Dampfsperre eingesetzt werden.
von der warmen Seite der Konstruktion in den Dämmstoff hinein zu verhindern. Funktioniert die Dampfsperre nicht, ist mittelfristig mit einer Durchfeuchtung der Dämmstoffe und einem Verlust ihrer Dämmwirkung zu rechnen. Außerdem kommt es zur Dampfblasenbildung oberhalb des Dämmstoffes in der Dachdichtungsbahn.

Abbildung: isofloc Fachbetrieb finden

Abbildung: isofloc Fachbetrieb finden

Abbildung: isofloc Fachbetrieb finden

Abbildung: isofloc Fachbetrieb finden

Gründe für eine Sanierung eines Warmdaches können sein:

  • ungenügende Wärmedämmung (hohe Energieverluste, zu erkennen am raschen Abtauen von gefallenem Schnee, hohe Wärmebelastung der Wohnräume im Sommer)
  • Wärmebrücken (ohne Regen feststellbare lokale Durchfeuchtungen im Winter; Schimmelpilzbefall)
  • Undichtigkeit, durchfeuchtete Wärmedämmschichten

Bei einer beabsichtigten Sanierung ist also zunächst zu prüfen, ob die Dampfsperre vorhanden ist und funktioniert. Bei einer Umnutzung des Gebäudes oder zweifelhaftem konstruktivem Aufbau ist das Aufbringen eine neuen Dampfsperre ratsam. Dazu sind vorhandene Dämmschichten bis auf die eigentliche Decke abzutragen. Die Dampfsperre sollte einen sd-Wert besitzen von mindestens 100 m. Zu erreichen ist dieser Wert z.B. mit einer 1mm starken PE-Folie. Nicht anzuwenden sind so genannte Unterspannbahnen oder einfache Teerpappen.

Mögliche Flachdachdämmung mit Dachbegrünung
  1. Mauerwerk
  2. Betondecke
  3. Schaumglas in Bitumen verlegt
  4. Schaumglas in Bitumen verlegt
  5. Wärmedämm-Verbundsystem (z.B., Styropor)
  6. Abdichtung mit integrierter Wurzelschutzbahn
  7. Trennlage
  8. bis 11. Gründachaufbau
Quelle: Verbraucherzentrale NRW
Flachdachdämmung, Randbereich
  1. Betondecke
  2. Dampfsperre
  3. Randbohle
  4. Dämmplatten
  5. Zusatzdämmung Randbereich
  6. Dämmstoffkeil
  7. Dachabdichtung
  8. Flachdachabschlussprofil
  9. Kiesschüttung
Quelle: Verbraucherzentrale NRW

Bei der Erneuerung des Daches bzw. der Dachhaut bewohnter (also beheizter) Gebäude ist die EnergieEinsparVerordnung zu beachten. Sie schreibt einen einzuhaltenden U-Wert von kleiner/gleich 0,3 W/m2K, bei Flachdächern kleiner/gleich 0,25 vor. Diesen Wert erreicht man mit einer zusätzlichen Wärmedämmschicht von mindestens 12 cm bzw. 14 cm eines Dämmstoffes der Wärmeleitfähigkeit 0,04 W/mK (z.B. Styropor). Soll das Dach eine zukunftssichere Dämmqualität aufweisen, sollte man sich an den Kriterien für gute Niedrigenergiehäuser orientieren. heiz-tipp.de empfiehlt deshalb 20 bis 24 cm Dämmstoff aufzubringen. Die zusätzliche Dachlast aus dem aufgelegten Dämmstoff ist im Allgemeinen vernachlässigbar.

Flachdachsanierung durch Aufsetzen einer leicht geneigten Dachkonstruktion, mit eingeblasenem Dämmstoff (Zellulose). Auch ein schüttfähiger Dämmstoff ist möglich.

Will man ein ebenfalls empfehlenswertes Gründach (siehe auch »› Grün am Haus...) aufbringen oder eine Bekiesung vornehmen, ist die zusätzliche Dachlast erheblich. Hier sind die statischen Veränderungen durch einen Fachmann (Architekt, Statiker) zu beurteilen.

Gründächer sind sinnvoll, weil sie

Gründächer ersetzen jedoch keine Wärmedämmung!

Bei allen wärmegedämmten Flachdächern (Warmdächer) sollte die Dachneigung mindest bei 3% Gefälle liegen (Überhöhung 3 cm auf einen Meter). Besondere Beachtung sollte den Anschlüssen an Schornsteine, Dunstrohre, Antennenrohre, Blitzableiter und an die Attika geschenkt werden. Werden zusätzliche Dämmstoffe und eine neue Dachhaut aufgebracht müssen alle diese Anschlüsse angepasst  und gegen eindringendes Wasser gesichert werden. Werden Flachdächer nach Innen entwässert (über im GebäudeGebäude
Gebäude im Sinne der Energieeinsparverordnung sind bauliche Objekte mit mindestens einem eigenen Aufgang und einer Begrenzung des Volumens durch die wärmübertragende Umfassungsfläche.
geführte Fallrohre) ist auf ausreichende WärmedämmungWärmedämmung
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten.
der Rohre zu achten. Bei niedrigen Temperaturen kommt es sonst an den Berührungspunkten zur Raumatmosphäre zur Kondenswasserbildung und Schimmelpilzgefahr. Die Wärmedämmung der Rohre muss diffusionsdicht sein. Besser ist es, die zusätzliche Wärmedämmung so zu konzipieren (durch Dämmkeile Gefälle einrichten), dass eine Dachentwässerung nach außen möglich wird (Geht nicht bei einem Umkehrdach!).

Vergessen Sie auch nicht die Wärmedämmung der Attika selbst. Die sonst verbleibende WärmebrückeWärmebrücke
Die Wärmebrücke ist eine Teilfläche oder ein Bauteil im Haus, die bzw. das mehr Wärme nach außen ableitet (Transmission) als angrenzende Flächen bzw. Bauteile. Eine Wärmebrücke entsteht bauartbedingt oder wegen Mängeln in der Planung und Bauausführung. Beispiele für Wärmebrücken sind eingebundene Wände, ungedämmte Betonsturzträger oder aufgelegte Deckenelemente, Betonpfeiler, Ringanker, Balkonplatten, fehlerhafte Baustoffwahl usw. Die Folge der höheren Wärmeverluste solcher Wärmebrücken ist eine niedrigere Oberflächentemperatur auf der Rauminnenseite. Sie begünstigt das Auftreten von Kondenswasserschäden und von Schimmelpilzen. Wärmebrückenarmes Planen und Bauen ist eine Grundvoraussetzung für energiesparende und hygienisch einwandfreie Gebäude.
kann raumseitig erheblichen Ärger bereiten (KondenswasserKondenswasser
Kondenswasser ist das Wasser (auch Kondensat, Tauwasser genannt), welches durch Erreichen der Sättigungsgrenze infolge Temperaturabsenkung von Wasserdampf entsteht. Kondenswasser entsteht auch in einem Brennwertheizkessel.
, SchimmelpilzSchimmelpilz
SchimmelpilzBeim Schimmelpilz handelt es sich um Mikroorganismen, die kein Chlorophyll besitzen und daher auch keine Substanzen durch Photosynthese bilden. Die Existenz der Schimmelpilze beruht auf dem Abbau toter organischer Materie. Schimmelpilze bilden eine riesige Gruppe verschiedener Arten mit sowohl "guten" (u. a. Camembert-Käse) als "schlechten" (u. a. Allergieauslöser) Eigenschaften. Die Schimmelpilze und ihre Sporen findet man überall (Erdboden, auf abgestorbenen Pflanzen, Lebensmitteln, Wohnbereich). Bei Vorlage bestimmter Bedingungen (Feuchtigkeit, Nahrungsgrundlage) kommt es auch auf Baustoffen zum Wachstum spezifischer Arten.
).



© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 18.10.2006 | 60892 x gelesen


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