Stabile Werte der Druckdifferenz zwischen 0,10 und 0,15 hPa sind bei Öl-Heizkesseln anzustreben. Die für Ihren Kessel optimale Druckdifferenz können Sie den Angaben zu den technischen Einsatzbedingungen des Kessels entnehmen. Die Druckdifferenz (Zug) ist abhängig vom Wetter (Temperaturdifferenz innen/außen, Wind). Ist der Zug zu hoch, erhöht sich der Abgasverlust≡Abgasverlust≡
Mit dem Abgasverlust ist die Wärmemenge gemeint, die mit den warmen Abgasen ungenutzt aus dem Wärmeerzeuger entweicht. Die Höhe des Abgasverlustes wird maßgeblich von der Abgastemperatur beeinflusst. Je höher die Temperatur ausfällt, umso schlechter ist der Ausnutzungsgrad des zugeführten Brennstoffes. Ein Abgasverlust tritt nur auf, wenn der Brenner arbeitet, also Brennstoff verbrannt wird. Die maximal zulässige Höhe des Abgasverlustes ist in der Kleinfeuerungsanlagenverordnung festgelegt. Der Wert wird vom Schornsteinfeger im Rahmen der Abgasverlustmessung ermittelt (ausgenommen Brennwerttechnik) und im Abgasprotokoll (Schornsteinfegerprotokoll) vermerkt. Der Abgasverlust wird in % angegeben.. Ist der Zug zu niedrig, wird die Verbrennung negativ beeinflusst (Rußbildung). Außerdem besteht die Gefahr der Rauchgaskondensation im Kamin (eventuell auch schon im Kessel oder Abgasrohr). Diese Kondensation ist nur bei Brennwertheizgeräten≡Brennwertheizgerät≡
Ein Brennwertheizgerät ist ein Heizkessel bzw. eine Therme, das bzw. die in der Lage ist, den Brennwert, also den vollständigen Energieinhalt eines Brennstoffes zu nutzen. Die dazu erforderliche Rückgewinnung der Verdampfungswärme des bei der Verbrennung entstehenden Wasserdampfes wird durch besondere konstruktive Maßnahmen im Gerät realisiert. Diese haben eine maximale Kondensation des Wasserdampfes zum Ziel. Die Energieeinsparung liegt je nach Brennstoff gegenüber Niedertemperatur-Heizkesseln bei 10 % bis 15 %. mit den entsprechenden feuchteunempfindlichen Kesselwerkstoffen und Abgassystemen unproblematisch und sogar erwünscht. Ist der Zug dauerhaft zu niedrig, kann sich die Nutzwärmeabgabe des Kessels etwas verbessern. Es besteht aber die Gefahr des Sauerstoffmangels bei der Verbrennung (Rußbildung) und zu niedriger Abgastemperatur≡Abgastemperatur≡
Die Abgastemperatur (tA) ist die Temperatur der heißen Verbrennungsgase (Abgase). Sie ist abhängig vom Brennstoff sowie von der Art der Verbrennung und des Wärmerzeugers. Um eine hohe Energieausnutzung zu erzielen, sollte die Abgastemperatur so niedrig wie möglich sein (konstruktionsabhängig). im Schornstein. Die Ursachen für zu niedrigen Zug sind vielfältig. Häufig ist
- die Leistungsabgabe des eingesetzten Brenners zu klein für den Kessel. Infolge dessen besitzt der Rauchgasstrom zu niedrige Abgastemperaturen. So kann die erforderliche Thermik≡Thermik≡
Da warme Luft eine geringere Dichte hat, ist sie leichter und steigt nach oben. Sie verdrängt dabei die kältere Luft, die schwerer ist und nach unten sinkt. Die natürliche Lüftung und die Schachtlüftung in Häusern beruht auf Thermik, ebenso die Ableitung heißer Abgase im Schornstein (Auftrieb≡Auftrieb≡
Ein Auftrieb bzw. eine Aufwärtsbewegung (konvektion) entsteht, weil z.B. warme Luft oder warmes Wasser leichter ist als das kühlere Medium. Die Auftriebsverhältnisse sind u.a. für die Funktion von Schornsteinen bedeutsam, da der Schornstein die gefahrlose Abfuhr von heißen, giftigen Abgasen sicherstellen muss. Ein Auftrieb ist aber auch über Heizkörpern feststellbar, wodurch eine mehr oder weniger spürbare, zirkulierende Luftbewegung im Raum entsteht (gewünschte Konvektion). In Warmwasserspeichern steigt warmes Wasser nach oben, weshalb die sich dabei einstellene Temperaturschichtung auch den Wirkungsgrad von Solarspeichern oder Brennwertanlagen beeinflusst.) nicht aufgebaut werden. - die wirksame Höhe des Schornsteines zu gering und/ oder
- der Querschnitt des Schornsteins zu groß.
- die Wärmedämmung≡Wärmedämmung≡
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten. des Schornsteins nicht ausreichend. - der Strömungswiderstand im System Abgasrohr/Schornstein zu hoch (lange horizontale Abgasführung, größere Anzahl von Bögen).
Ist der Zug dauerhaft zu hoch, steigt die durchschnittliche Abgastemperatur. Wegen der verminderten Wärmeübertragung≡Wärmeübertragung≡
Wärme wird von einem zum anderen Körper bzw. Medium übertragen durch Konvektion, Wärmeleitung und/oder Wärmestrahlung. zwischen dem Abgasstrom und der Kesselwandung vergrößert sich der Abgasverlust. Damit sinkt der Wirkungsgrad≡Wirkungsgrad≡
Der Wirkungsgrad stellt das Verhältnis von nutzbarer zu aufgewendeter Energie bzw. Arbeit oder Leistung dar. Bei Wärmeerzeugern, die Brennstoffe wie Öl, Gas, Holz oder Kohlen verbrennen, unterscheidet man: Feuerungswirkungsgrad, Normnutzungsgrad, Jahresnutzungsgrad. Bei Wärmepumpen wird der Wirkungsgrad mit der Leistungszahl ausgedrückt. des Kessels und es wird mehr Öl verbrannt. Abhilfe schafft der Einbau einer Nebenluftklappe (auch Zugbegrenzer genannt) im Schornstein oder im Abgasrohr.
siehe auch
»› Einbau einer Nebenluftklappe











Forum: 