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» Wärmedämmung » Bauteile » Außenwand » Innendämmung 

Systeme und Aufbau der innengedämmten Wand

Die von innen gedämmte Wand unterscheidet sich nicht prinzipiell von einer außen gedämmten Wand. Bezogen auf den Wärmestrom von innen nach außen, ist die wärmedämmende Wirkung eines gleichstark aufgebrachten Dämmstoffes mit einer Außendämmung identisch. Auch die grundsätzlichen Anforderungen an die Ausführungsqualität sind gleich. Dennoch sind unterschiedliche Systeme möglich bzw. notwendig, die spezielle Detailanforderungen nach sich ziehen. 
...das passt zum Thema  
 Ratgeber:
Dämmstoffe (A-Z), Kapitelübersicht
Innendämmung, Kapitelübersicht
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 Bücher: zum Thema
 Forum: Innendämmung

 

Systemwahl und prinzipieller Aufbau einer innengedämmten Außenwand

Den prinzipiellen Aufbau einer InnendämmungInnendämmung
Innendämmung der AußenwandBei einer Innendämmung werden Außenwände von der inneren Raumseite aus gedämmt. Diese Art der Wärmedämmung bietet sich u.A. an bei einer raumweisen energetischen Modernisierung und/oder falls eine Außendämmung aus gestalterischen oder baurechtlichen Gründen nicht in Frage kommt. Bei der Ausführung der Innendämmung kommt es auf eine wärmebrückenarme und lückenlose Montage an. An keiner Stelle darf der Dämmstoff durch Raumluft hinterströmt werden. Die Dämmstoffstärke sollte mindestens 3 cm bis etwa 8 cm betragen. Höhere Dämmstoffstärken machen wegen des steigenden Einflusses von Wärmebrücken und des Platzverlustes keinen wirtschaftlichen Sinn. Die dampfbremsende Wirkung der Konstruktion sollte einen Wert von 2m (Dampfdiffusionswiderstand) nicht übersteigen, damit eine sommerliche Austrocknung ggf. eingedrungener Feuchte möglich ist.
auf einer Außenwand zeigt die folgende Abbildung:

Wichtig ist - unabhängig vom verwendeten Dämmstoff und der Wahl der raumseitigen Oberfläche - dass der Dämmstoff nicht hinterlüftet, also von Raumluft hinterströmt werden kann.

Die wärmdämmende Wirkung wird erreicht durch das möglichst nahe Aufbringen von Wärmedämmmaterial auf der Innenseite der Außenwand. Dadurch verringert sich der U-WertU-Wert
Der U-Wert oder Wärmedurchgangs-Koeffizient ist ein Maß für die Güte der Wärmedämmung eines Bauteils (oder eines Solarkollektors). Der Wert gibt an, wie viel Wärme bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin pro Zeiteinheit und pro m² eines Bauteils von der wärmeren zur kälteren Seite transportiert wird. Der Wert wird angegeben in W/m²K (Watt pro m² und Kelvin). Es ist eine neue Bezeichnung für den früheren k-Wert. Je kleiner der Wert ist, um so besser ist die Wärme dämmende Wirkung.
und der Wärmedurchgang durch die Wand wird erschwert.

   

Schichtaufbau einer Innendämmung - eine DampfbremseDampfbremse
Die Dampfbremse kann durch eine spezielle Folie oder ein beschichtetes Papier gebildet werden. Die Dampfbremse hat in einer wärmegedämmten Konstruktion die Aufgabe, die Anzahl der in die Wärmedämmschicht durch Diffusion eindringenden Wasserdampfmoleküle zu begrenzen. Gleichzeitig hat sie den Luftaustausch von der warmen Seite (Wohnraum) zur kalten Seite zu unterbinden (Herstellung der Luftdichtheit). Ziel ist bei beiden Aufgaben, eine Kondensation von Wasserdampf in der Bauteilschicht mit nachfolgenden Feuchteschäden zu verhindern. Die Dampfbremse ist immer auf der warmen Seite einer wärmegedämmten Konstruktion (Raumseite) lückenlos und luftdicht zu verlegen. Die Dampfbremse darf weder mit den Materialien für das Unterdach (Unterspannbahn), noch mit einer so genannten Dampfsperre verwechselt werden.
als separates Bauteil ist nicht bei allen Systemen erforderlich. Hier wird eine Mineralwollematte zwischen aufgeschraubten Traghölzern eingesetzt, bei der auf eine zusätzliche Dampfbremsschicht jedoch nicht verzichtet werden darf.

Abbildung: Institut für Wohnen und Umwelt, Hessen

Man kann eine Innendämmung als

planen. Bei beiden Systeme kann die Dampfsperre bzw. die Dampfbremse durch den Dämmstoff selbst oder durch eine separate Schicht (spezielle Folie, spezielles Papier) gebildet werden, die immer auf der warmen, also dem Raum zugewandten Seite angebracht wird. Unabhängig davon muss entweder der Dämmstoff selbst und/oder die zusätzlich angebrachte Schicht immer auch die Aufgabe der LuftdichtheitLuftdichtheit
Ein Gebäude sollte zur Vermeidung von Energieverlusten, zur Verhinderung von Bauschäden und Behaglichkeitsdefiziten dauerhaft luftdicht errichtet sein. Diese Forderung bezieht sich vor allem auf die Luftdichtheit von wärmegedämmten Dächern, von Innendämmungen, den Einbau von Fenstern und Türen, sowie Durchdringungen aller Art.
erfüllen.

Der wichtigste zu beachtende Aspekt bei einer Innendämmung ist die Ausführung einer zum Raum hin luftdichten Konstruktion.

Ob man sich für das eine oder andere System entscheiden muss, ergibt sich aus den Eigenschaften der verwendeten Dämmstoffe, dem Anwendungsfall und dem Aufbau der zu dämmenden Wand. Welche Randbedingungen entscheiden, erfahren sie im Abschnitt »› Innendämmung mit oder ohne Dampfsperre?

Quelle: Energieagentur NRW

Es ist unbedingt darauf zu achten, dass an keiner Stelle warme Luft des Wohnraumes in den meist nicht gänzlich vermeidbaren Hohlraum zwischen Dämmstoff und Außenwand gelangen kann (Hinweis: Bei einem Innendämmsystem mit angeblasenen Zelluloseflocken gelingt die Hohlraumfreiheit hervorragend) Sämtliche Anschlüsse an einbindende Innenwände, die Decke, den Fußboden, Fenster- und Türrahmen, Fensterbänke, Durchdringungen aller Art usw. sind daher dauerhaft luftdicht zu verschließen, z.B. mit einer dauerelastischen Silikonfuge. Verspachteln mit Gips reicht nicht aus!

Eine Missachtung der Forderung nach hoher Luftdichtheit hätte böse Folgen. Gelangt warme Luft in unvermeidbare Hohlräume durch Ritzen oder gar bewusst eingebaute Belüftungsöffnungen, kommt es bei niedriger Außentemperatur und damit bei tief liegender Wandoberflächentemperatur zur Kondensation von Wasserdampf der warmen Raumluft an der kühlen Wand. Eine Durchfeuchtung wäre die Folge. Bei starker Feuchtigkeitsbelastung kommt es zu Bauschäden

Je nach verwendetem System der Innendämmung sind verschiedene Möglichen zum Erzielen der Luftdichtheit bekannt. Beachten Sie dazu die Hinweise im Abschnitt »› Luftdichtheit, Ausführung.

Die Verringerung des Wärmeverlustes ist abhängig von der aufgebrachten Dämmstoffstärke. Als Wärmedämmstoff kommen alle handelsüblichen und zugelassenen Dämmstoffe in Frage. Nicht eingesetzt werden sollten foliekaschierte Dämmstoffe wegen der Begünstigung von Ausführungsfehlern.

»› Verwendbare Dämmstoffe und sinnvolle Stärken

Folgende Möglichkeiten der Ausführung einer Innendämmung bestehen:

Art der InnendämmungVerarbeitung
Gipskarton- oder Gipsfaserplatten mit aufgeklebten Polystyrolschaum, mit und ohne integrierte Dampfbremse (Verbundplatten)
  • ankleben mit Anhydritbinder, umlaufende Kleberwulst und einzelne Punkte, nur in kritischen Fällen anschrauben (Achtung, Wärmebrücke Schraube), aber nicht auf eine Unterlattung
  • anschließend Stöße verspachteln, Fugen zu anderen Bauteilen (Innenwand, Decke, Fußboden, Fenster) mit dauerelastischen Dichtstoffen schließen
  • zum Abschluss am besten tapezieren
Gipskarton- oder Gipsfaserplatten mit aufgeklebter Mineralwolle und integrierter Dampfbremse (Verbundplatten)
  • ankleben mit Anhydritbinder, umlaufende Kleberwulst und einzelne Punkte, nur in kritischen Fällen anschrauben (Achtung, Wärmebrücke Schraube), aber nicht auf eine Unterlattung
  • anschließend Stöße verspachteln, Fugen zu anderen Bauteilen (Innenwand, Decke, Fußboden, Fenster) mit dauerelastischen Dichtstoffen schließen
  • zum Abschluss am besten tapezieren
putzträgerkaschierte Polystyrol- oder Mineralfasermatten
  • ankleben der Platten mit Anhydritbinder, umlaufende Kleberwulst und einzelne Punkte, nur in kritischen Fällen anschrauben (Achtung, Wärmebrücke Schraube), aber nicht auf eine Unterlattung
  • Stöße mit Armierungsgewebe überziehen
  • Putzen (Kalkputz, Gipskalkputz)
  • Fugen zu anderen Bauteilen (Innenwand, Decke, Fußboden, Fenster) mit dauerelastischen Dichtstoffen schließen
  • zum Abschluss am besten tapezieren
Holzwolleleichtbauplatten mit aufgeklebten Dämmstoffen (Polystyrolhartschaum, Mineralwolle) mit und ohne integrierte Dampfbremse
  • ankleben mit Anhydritbinder, umlaufende Kleberwulst und einzelne Punkte, nur in kritischen Fällen anschrauben (Achtung, Wärmebrücke Schraube), aber nicht auf eine Unterlattung
  • Stöße mit Armierungsgewebe überziehen
  • Putzen (Kalkputz, Gipskalkputz)
  • Fugen zu anderen Bauteilen (Innenwand, Decke, Fußboden, Fenster) mit dauerelastischen Dichtstoffen schließen
  • zum Abschluss am besten tapezieren
Styroporplatten, Styrodurplatten, Polyurethanschaumplatten, Zellulosedämmplatten, Holzfaserdämmplatten
  • ankleben mit Anhydritbinder, umlaufende Kleberwulst und einzelne Punkte, nur in kritischen Fällen anschrauben (Achtung, Wärmebrücke Schraube), aber nicht auf eine Unterlattung
  • mit Dampfbremse /Luftdichtheitsschicht überkleben und luftdicht herstellen (z.B. spezielle Kraftpapiere o.ä.)
  • Konterlattung aufschrauben
  • Verkleidung (Gipskarton o.ä.) anbringen
Zellulosedämmung im Anspritzverfahren (siehe »› einblasfähige Zelluloseflocken)
  • feuchte Zellulosefasern werden zwischen Montagelatten an die Wand gesprüht, plan abgezogen und mit einer Dampfbremse/ Luftdichtheitsschicht überzogen
  • Konterlattung aufschrauben
  • Anschrauben einer Innenverkleidung aus Gipskarton/Gipsfaserplatten
  • anschließend Stöße verspachteln, Fugen zu anderen Bauteilen (Innenwand, Decke, Fußboden, Fenster) mit dauerelastischen Dichtstoffen schließen
  • zum Abschluss am besten tapezieren
Schaumglasplatten
Traglattung mit zwischenliegender Dämmung (MineralwolleMineralwolle
Mineralwolle als ZwischensparrendämmungMineralfasern werden zu Matten verfilzt, die in unterschiedlicher Dicke und Ausführung für verschiedene Wärmedämmmaßnahmen zur Verfügung stehen. Je nach Anteil der Ausgangsprodukte (verschiedene Steine und Erden) spricht man auch von Steinwolle.
, StyroporStyropor

Styropor, Expandiertes SchaumpolystyrolStyropor ist die Markenbezeichnung für einen Dämmstoff aus Polystyrol-Partikelschaum (EPS = Expandierter Partikelschaum), bekannt vom Einsatz als Verpackungsmaterial. Styropor ist ein Massendämmstoff. Er eignet sich gut für die Außenwanddämmung im Wärmedämmverbundsystem, für die Innendämmung, die Dämmung von Heizkörpernischen sowie die Dämmung unter dem Estrich. Für die Dachdämmung  ist er weniger gut geeignet, da er nicht zusammendrückbar ist und sich daher schlecht in eine Zwischensparrendämmung ein passen lässt.

, StyrodurStyrodur
Styrodur ist eine Markenbezeichnung für einen geschlossenzelligen, extrudierten Polystyrolschaum (XPS) mit geringer Wärmeleitfähigkeit. Styrodur ist gut geeignet für die Kelleraußenwanddämmung (Perimeterdämmung) und die äußere Dämmung von Flachdächern (Umkehrdach).
, HolzfaserdämmplattenHolzfaserdämmplatte
Die Holzfaserdämmplatte wird aus Holzfasern der Sägewerksabfälle oder der Schwachholzzerspanung meist ohne fremde Bindemittel zu wärmedämmenden Platten gepresst. Unter Zusatz von Bitumenemulsionen oder Paraffinen wird die Holzfaserdämmplatte auch als Unterdachplatte als gute Alternative zur Unterspannbahn hergestellt. Eien zulassung besitzt eien Holzfaserdämmplatte auch für eine geputzte Außenwanddämmung im Wärmedämm-Verbundsystem.
, Hanfmatten, Flachsmatten, Wollematten o.a.) und Verkleidung

Achtung:

  • Sollen Paneele (Holz, Kunststoff) angebracht werden, erfolgt das Anschrauben auf einer Konterlattung.
  • Die Konterlattung wird auf die luftdicht ausgeführte Innenwandwärmedämmung geschraubt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Dampfbremse /Luftdichtheitsebene nur an den Durchdringungspunkten der Schrauben verletzt werden darf!


© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 18.09.2006 | 127427 x gelesen


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