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Dampfsperre, Dampfbremse

Bei einer Innendämmung scheint eine so genannte Dampfsperre unumgänglich. Neuere Erkenntnisse weisen jedoch daraufhin hin, dass dichte Dampfsperrschichten in der Praxis nicht nur schwer zu realisieren sind, sondern das Durchfeuchtungsrisiko eher erhöhen. Besser eignen sich Dampfbremsen mit moderater Sperrwirkung, die auch die Funktion einer Luftdichtheitsschicht übernehmen. Als besonders gut geeignet haben sich feuchtevariable Folien oder Papiere erwiesen, die sich den unterschiedlichen Feuchtebedingungen im Winter und im Sommer optimal anpassen können.

Lage der Dampfbremse vor der Innendämmung

Abbildung: IWU, Institut für Wohnen und Umwelt

 
...das passt zum Thema  
 Ratgeber:
Ausführung der Luftdichtheit, Übersicht, Wie wird die Luftdichtheit erreicht?
Feuchteschäden durch Luftundichtheiten, Hohe Luftdichtheit vermeidet Bauschäden?
Lückenlose und luftdichte Innendämmung, Lückenlosigkeit und Luftdichtheit ist wichtiger als eine Dampfsperre
Systeme und Aufbau der innengedämmten Wand, Systemwahl und prinzipieller Aufbau einer innengedämmten Außenwand
 News+Tipps:
-Innendämmung hilft Heizkosten sparen
-Neues Innendämmsystem mit hoher Leistung und geringem Risiko
-Qualitätssicherung beim Niedrigenergiehaus
 Links:
-Bauthermografie & Luftdichtheitsprüfung
-Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen
-Ingenieubüro für Energieberatung - Bauthermografie - Luftdichtheitsprüfung - Schimmelpilzgutachten
-RAL-Gütezeichen Niedrigenergiehäuser
 Service:
-Beratung per eMail
 Bücher: zum Thema
 Forum: Innendämmung

 

Innendämmung mit oder ohne Dampfsperre?

Eine DampfsperreDampfsperre
Eine Dampfsperre ist eine praktisch wasserdampfundurchlässige Schicht aus Kunststoff- bzw. Aluminiumfolie o. ä. Materialien (Glas). Sie hat (wenn bewusst eingesetzt) die Aufgabe, sowohl die Diffusion von Wasserdampfmolekülen als auch den Lufttransport von der warmen Seite (Innenraum) zur kalten Seite der Konstruktion gänzlich zu verhindern. Eine Dampfsperre muss daher wie eine Dampfbremse auf der warmen Seite sorgfältig, d. h. lückenlos und luftdicht verlegt werden.
hat die Aufgabe das Eindringen von Wasserdampf  in eine wärmegedämmte Konstruktion (z.B. im ausgebauten Dach) wirksam zu verhindern. Genau genommen ist diese Aufgabe nur mit einem lückenlos verlegten, absolut für Wasserdampf undurchlässigen Material zu erreichen. Dazu gehört stärkere Aluminiumfolie, Glas oder SchaumglasSchaumglas
SchaumglasplatteSchaumglas ist ein formstabiler, wasserunempfindlicher und als Platte wasserdampfdichter Dämmstoff, der für erdreichberührende Dämmungen (Perimeterdämmung) gut geeignet ist. Schaumglas wird auch für Flachdachdämmungen (Umkehrdach), Innendämmungen (Kellerbereich) und als Schotter für die Wärmedämmung unterhalb von Bodenpaltten verwendet. Die Herstellung erfolgt vorwiegend aus Altglas bzw. natürlichen, nahezu unbegrenzt vorkommenden Rohstoffen (Sand, Dolomit, Kalk). Rohglas wird gemahlen, mit Kohlenstoff vermischt, erhitzt und geschmolzen. Bei der  Verbrennung des Kohlenstoffes bilden sich Gasblasen, die das Glas aufschäumen. Dabei bilden sich völlig geschlossene Glaszellen, in denen neben CO2 auch H2S (Schwefelwasserstoff) enthalten ist, weshalb Schaumglas beim Brechen nach faulen Eiern riecht.
. Eine solche Dampfsperre darf dann auch an keiner Stelle Löcher, Risse o.ä. aufweisen. Doch schon diese Forderung macht deutlich, dass die Realisierung einer wirklich dampfdichten Sperrschicht in der Baupraxis nahezu unmöglich ist. Es sei denn, es geht um eine InnendämmungInnendämmung
Innendämmung der AußenwandBei einer Innendämmung werden Außenwände von der inneren Raumseite aus gedämmt. Diese Art der Wärmedämmung bietet sich u.A. an bei einer raumweisen energetischen Modernisierung und/oder falls eine Außendämmung aus gestalterischen oder baurechtlichen Gründen nicht in Frage kommt. Bei der Ausführung der Innendämmung kommt es auf eine wärmebrückenarme und lückenlose Montage an. An keiner Stelle darf der Dämmstoff durch Raumluft hinterströmt werden. Die Dämmstoffstärke sollte mindestens 3 cm bis etwa 8 cm betragen. Höhere Dämmstoffstärken machen wegen des steigenden Einflusses von Wärmebrücken und des Platzverlustes keinen wirtschaftlichen Sinn. Die dampfbremsende Wirkung der Konstruktion sollte einen Wert von 2m (Dampfdiffusionswiderstand) nicht übersteigen, damit eine sommerliche Austrocknung ggf. eingedrungener Feuchte möglich ist.
in einem Schwimmbad o.ä.. Dann kommt man um die Erfüllung dieser Forderungen nicht herum.

Die Überlegung, dass Innendämmungen nur dann zu akzeptieren seien, wenn eine Dampfsperre perfekt funktioniert, führt u.U. zu problematischen Situationen. Vor allem dann, wenn die quantitative Bedeutung der so genannten WasserdampfdiffusionWasserdampfdiffusion
Die Wasserdampfdiffusion ist der Vorgang, bei dem ein Konzentrationsunterschied von Wasserdampfmolekülen in verschiedenen Schichten der Luft oder eines Bauteiles ausgeglichen wird. Je nach Größe des materialabhängigen Dampfdiffusionswiderstandes erfolgt der Konzentrationsausgleich langsamer oder schneller. Um die Diffusion zu bremsen oder gar zu unterdrücken, kann eine Dampfbremse bzw. Dampfsperre eingesetzt werden.
überschätzt und die Rolle der LuftdichtheitLuftdichtheit
Ein Gebäude sollte zur Vermeidung von Energieverlusten, zur Verhinderung von Bauschäden und Behaglichkeitsdefiziten dauerhaft luftdicht errichtet sein. Diese Forderung bezieht sich vor allem auf die Luftdichtheit von wärmegedämmten Dächern, von Innendämmungen, den Einbau von Fenstern und Türen, sowie Durchdringungen aller Art.
unterschätzt wird. So werden auf dem Planungspapier Dampfsperren vorgesehen und mit Werten gerechnet, die dann in der Praxis infolge zahlreicher Verletzungen, fehlerhafter Anschlüsse des Materials oder wegen eines ungeeigneten Materials gar nicht richtig funktionieren können. Wasserdampf kann an Leckagen (z.B. Steckdosen, Haarrissen) eindringen, sich im WärmedämmstoffWärmedämmstoff
Ein Wärmedämmstoff ist ein Material mit sehr geringer Wärmeleitfähigkeit. Die wärmedämmende Wirkung beruht auf der im Wärmedämmstoff eingeschlossenen ruhenden Luft (Hohlräume, Kammern). Als Wärmedämmstoffe werden Baustoffe mit einer Wärmeleitfähigkeit kleiner 0,1 W/mK bezeichnet (Zum Vergleich: Polystyrol 0,04 W/mK - Holz um 0,18 W/mK - Normalziegelstein 0,5 W/mK)
anreichern und im schlimmsten Fall im Wärmedämmstoff auskondensieren. Für die Trocknung besteht nun nur noch der eine Weg - der Weg nach draußen.

Zweckmäßiger und in der Baupraxis sicherer sind im normalen Anwendungsfall (Wohnräume, auch häusliche Bäder) fehlertolerante Konstruktionen. Sie arbeitenArbeit
Arbeit im physikalischen Sinne stellt die in einem Vorgang verbrauchte Wärme- bzw. Energiemenge dar. Die physikalische Einheit ist die kiloWattstunde (kWh). Eine Energiemenge von einer kWh wird verbraucht, wenn z.B. ein Heizgerät mit einer Anschlussleistung von 1 kW eine Stunde ununterbrochen in Betrieb ist. 
nicht mit einer Sperrschicht, sondern setzten auf eine luftdichte Ebene mit nur dampfbremsender Wirkung. Eine DampfbremseDampfbremse
Die Dampfbremse kann durch eine spezielle Folie oder ein beschichtetes Papier gebildet werden. Die Dampfbremse hat in einer wärmegedämmten Konstruktion die Aufgabe, die Anzahl der in die Wärmedämmschicht durch Diffusion eindringenden Wasserdampfmoleküle zu begrenzen. Gleichzeitig hat sie den Luftaustausch von der warmen Seite (Wohnraum) zur kalten Seite zu unterbinden (Herstellung der Luftdichtheit). Ziel ist bei beiden Aufgaben, eine Kondensation von Wasserdampf in der Bauteilschicht mit nachfolgenden Feuchteschäden zu verhindern. Die Dampfbremse ist immer auf der warmen Seite einer wärmegedämmten Konstruktion (Raumseite) lückenlos und luftdicht zu verlegen. Die Dampfbremse darf weder mit den Materialien für das Unterdach (Unterspannbahn), noch mit einer so genannten Dampfsperre verwechselt werden.
soll die Menge des eindringenden Wasserdampfes auf ein für die Konstruktion ungefährliches Maß begrenzen, dass Eindringen aber nicht gänzlich verhindern. Die dampfbremsende Wirkung wird entweder durch den Dämmstoff selbst oder aber durch den Einbau einer speziellen Schicht, einer Dampfbremsfolie oder Dampfbremspappe hervorgerufen.

Eine wichtige Voraussetzung für eine funktionsfähige und bauschadensfreie Innendämmung mit Dampfbremse ist kapillar leitfähiges Material (KapillarleitungKapillarleitung
Unter Kapillarleitung versteht man den Transport von Flüssigkeiten, z. B. Wasser, in feinen Kanälen (den Kapillaren) eines saugfähigen Materials. Infolge der Oberflächenspannung der Flüssigkeit steigt die Flüssigkeit auch gegen die Schwerkraft nach oben. Der Vorgang ist gut zu beobachten, wenn ein Stück Würfelzucker mit der Spitze in Kaffee gehalten wird. Beim Feuchteschutz von Wohnhäusern wirkt sich der Kapillartranport nachteilig aus, sofern nichts gegen den Effekt, z.B. durch eine Horizontalsperrung, unternommen wird. Vorteilhaft dagegen ist die Kapillarleitung bei bestimmten Dämmstoffen in diffusionsoffenen Konstruktionen. Sie führt bei einer eventuell auftretenden Durchfeuchtung dazu, dass die Feuchtigkeit in alle Richtungen fortgeleitet und so der Dämmstoff getrocknet wird (von unten nass gewordener Papierstapel!). Voraussetzung ist allerdimngs, dass der Dämmstoff selbst kapillare Transporte zulässt. Mineralwolle, Styropor und PU-Schaum haben diese Eigenschaft nicht.
) der Außenwand. Diese Forderung ist bei normalen Ziegelsteinen, Lehm, Porenbeton o.ä. in der Regel gegeben. TauwasserTauwasser
Tauwasser (Kondenswasser, Kondensat) entsteht durch Kondensation von Wasserdampf bei Überschreitung der Sättigungsgrenze bzw. Unterschreitung der Taupunkttemperatur. Während bei Brennwertkesseln der Tauwasserausfall ausdrücklich erwünscht ist, macht ein Tauwasserausfall in Baukonstruktionen unerwünschte Probleme. Es besteht dann z.B. in Dämmstoffen die Gefahr der Durchfeuchtung, von Fäulnis angrenzender Holzbaustoffe oder der Schimmelbildung. Für die Schimmelbildung auf inneren Wandoberflächen ist die Bildung von Tauwasser nicht erforderlich. Hier reicht bereits eine hohe Luftfeuchtigkeit im Grenzbereich von 80%.
kann durch Kapillareffekte in alle Richtungen verteilt werden und schließlich über eine große Fläche wieder verdunsten. Ein langfristiges Anreichern von Baufeuchte im Bauteil ist dann nahezu ausgeschlossen. Ist auch noch der Dämmstoff kapillar leitfähig und dampfdiffusionsoffen - also ohne Dampfsperre - eingebaut, kann eine Entfeuchtung der Wand in beide Richtungen ablaufen. Gefährdet sind also nur innengedämmte Wände, bei denen sich auf Grund fehlender Kapillarleitung der Wandbaustoffe oder des Dämmstoffes Feuchtenester bilden können und/oder bei denen es infolge von Witterungseinflüssen zu starker Schlagregenbelastung kommen kann (Westseiten, Fachwerk).

Eine neuere Entwicklung imBereich der Dampfbremsen stellen feuchteadaptive Dampfbremsmaterialien dar. Diese "intelligenten" Bahnen aus speziellen Papieren oder Kunstoffgeweben zeichnen sich durch ein an die Wasserdampfmenge angepasstes Verhalten aus. Ist die zur DiffusionDiffusion
Die Diffusion ist das Bestreben von Ladungsträgern, Molekülen oder Teilchen sich gleichmäßig in einem Medium zu verteilen, um unterschiedliche Konzentrationen auszugleichen. Die Wasserdampfdiffusion spielt in der Bauphysik eine wichtige Rolle, die Sauerstoffdiffusion ist ein in der Heizungstechnik unerwünschter Vorgang.
bereite Wasserdampfmenge groß bzw. problematisch (Winter), erhöht sich der WiderstandWiderstand
- der dem Fluss der Ladungsträger (Strom) innerhalb eines Bauelementes oder eines Kabels entgegenwirkt: elektrischer Widerstand (der elektrische Widerstand von einem Ohm begrenzt den Stromfluss einer angelegten Spannungsquelle von einem Volt auf die Stromstärke von einem Ampere.
- der dem ungehinderten Wärmeabfluss entgegenwirkt (Transmissionswärmeverlust): Wärmedurchgangswiderstand
- der den Wärmeübergang von einem zum anderen Medium begrenzt: Wärmeübergangswiderstand
der dieser Materialien. Im Sommerhalbjahr, wenn keine Gefahr besteht, verringert sich der DiffusionswiderstandDiffusionswiderstand
Für Baustoffe wird der Diffusionswiderstand, genauer der Dampfdiffusionswiderstand, angegeben.
und eventuell vorhandene Wasserdampfmengen können auch nach innen abdampfen. Voraussetzung für den Einsatz dieses Materials ist der Einsatz von gut dampfdurchlässigen Dämmstoffen. Unabhängig vom eingesetzten Material aber gilt:

Dampfbremsen können nur optimal funktionieren, wenn

Innendämmungen ohne Dampfsperre, aber mit dampfbremsender Wirkung der Gesamtkonstruktion, wobei der Dämmstoff luftdicht eingebaut ist, sind also nicht nur möglich, sondern für die meisten Anwendungen bei denen eine AußendämmungAußendämmung
Wärmedämmung von außenMit Außendämmung wird kurz und treffend die Wärmedämmung der Außenwände von außen bezeichnet. Hierbei wird ein Wärmedämmstoff von außen aufgeklebt, gedübelt oder geschraubt und anschließend verputzt (WDVS) oder mit einer hinterlüfteten Fassade als Wetterschutz versehen. Die Außendämmung hat gegenüber der Innendämmung den Vorteil, dass Wärmebrücken weitgehend vemieden werden und die wirksame thermische Speichermasse des Gebäudes erhalten bleibt. Für eine optimale Funktion sind bei der Montage zahlreiche Ausführungsdetails zu beachten.
ausscheidet auch empfehlenswert.

Innendämmungen ohne Dampfsperre (aber mit Dampfbremse bzw. dampfbremsender Wirkung) können angewendet werden, wenn es sich

  • bei der zu dämmenden Wand um kapillarleitfähige Baustoffe wie Mauerwerk, Holz oder Fachwerk handelt und
  • die Dämmung absolut luftdicht eingebaut (z.B. geputzt) und
  • der Dämmstoff eine dampfbremsende Wirkung hat bzw. unterhalb der raumseitigen Verkleidung vor der Wärmedämmschicht eine dampfbremsende Luftdichtheitsebene mit einem sd-Wert von mehr als 0,5 m hat und lückenlos eingebaut und 
  • keine häufige Schlagregenbelastung mit starker Wanddurchfeuchtung verbunden ist.
Dämmstoffe mit dampfbremsender WirkungMindesteinbaudicke für einen minimalen sd-Wertsd-Wert

Der Wert ist ein Maß für den Diffusionswiderstand, den ein Material dem durchdringenden Wasserdampf entgegensetzt. Der Zahlenwert entspricht der äquivalente Luftschichtdicke, also dem Widerstand, den eine Luftschicht entsprechender Dicke dem Wasserdampf entgegensetzt. Er wird in m (Meter) angegeben. Beträgt der Wert z.B. 5 m, so lässt das Material 5 mal weniger Wasserdampfmoleküle in gleicher Zeit passieren, als ein Material mit dem Wert von einem Meter. Ein sehr hoher Wert lässt also kaum Wasserdampf passieren. Um Kondensation an einer Unterspannbahn zu vermeiden sollte für das Material ein sehr geringer Wert kleiner 0,05 m angestrebt werden. Für die Materialien der Luftdichtheitsebene / Dampfbremse vor einer Zwischensparrendämmung wählt man für eine fehlertolerante Konstruktion einen sd-Wert, der etwa dem 100 fachen des sd-Wertes der Unterspannbahn beträgt (Ausnahmen). 

von 0,5
Polyurethan-HartschaumPolyurethan-Hartschaum
Polyurethan-Hartschaum (PUR-Schaum) ist ein Schaumkunststoff, der aus Erdöl durch chemische Reaktion von Polyol und Polyisocyanat hergestellt wird. Polyurethan-Hartschaum wird unter Treibmittelzusatz (früher in Deutschland FCKW - heute Pentan)  aufgeschäumt zu Blöcken oder Formteilen. Für Importe ist die Art des Treibmittels nicht gesichert. Polyurethan-Hartschaum hat sehr interessante Eigenschaften. Es ist sehr leicht, hat eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit und eine sehr geringe Wasseraufnahme. Pur-Harschaum ist unverrottbar und beständig gegen die meisten im Bauwesen eingesetzten Lösemittel - allerdings, durch seine geschlossenzellige Struktur bedingt, auch nicht kapillar leit- und sorptionsfähig. PUR-Schaum ist nicht stabil gegen UV-Strahlung.
mindestens 1cm
PolystyrolPolystyrol
Polystyrol ist ein Kunststoff, der in einer langen Prozesskette mit einer Reihe giftiger Zwischenprodukteder aus Erdöl hergestellt wird . So genannte Monostyrole (stark giftig) polymerisieren zum ungiftigem Polystyrol. Geschäumt ist Polystyrol ein sehr guter Dämmstoff. 
-Hartschaum (Partikelschaum)
mindestens 2,5 cm

Eher nicht zu empfehlen sind Innendämmungen (ohne Dampfsperre) mit Dampfbremse bei sehr harten, nichtkapillarleitfähigen und diffusionsdichten Außenwandmaterialien, wie

  • sehr schweren Natursteinen,
  • wasserdichtem Beton und
  • glasierten bzw. gesinterten Klinkern. 
Hier sollte eine Dampfsperre (Pe-Folie, Alu-Folie)eingesetzt werden, die sehr sorgfältig verlegt werden muss (lückenlos dicht).

Handelt es sich bei Innendämmungen um Dämmstoffe, Wandbaustoffe, Luftdichtheitsmaterialien und Verkleidungen mit geringer dampfbremsender Wirkung, werden solche Systeme auch als diffusionsoffene Konstruktionen bezeichnet. Sie funktionieren, wenn die Dämmstoffe diffusionsoffen und kapillar leitfähig sind, wie z.B. Zellulosefasern, Kalziumsilikatplatten, HolzfaserdämmplattenHolzfaserdämmplatte
Die Holzfaserdämmplatte wird aus Holzfasern der Sägewerksabfälle oder der Schwachholzzerspanung meist ohne fremde Bindemittel zu wärmedämmenden Platten gepresst. Unter Zusatz von Bitumenemulsionen oder Paraffinen wird die Holzfaserdämmplatte auch als Unterdachplatte als gute Alternative zur Unterspannbahn hergestellt. Eien zulassung besitzt eien Holzfaserdämmplatte auch für eine geputzte Außenwanddämmung im Wärmedämm-Verbundsystem.
oder Leichtlehm. Voraussetzung ist natürlich auch hier eine trockene Wand und eine hohe Sicherheit der Außenhülle gegen Durchfeuchtungen, wie Schlagregen.

Für die Dampfbremse bzw. die Luftdichtheitsebene kommt eine Vielzahl von Materialien in Frage. Ausführliche Informationen zur Luftdichtheit, den möglichen Materialien und den beachtenswerten Konstruktionsdetails erhalten Sie im Kapitel Luftdichtheit auf dieser Webseite.

Bei einer Innendämmung von Kellerwänden mit außen angebrachter, dampfdiffusionsdichter Beschichtung (Bitumendickbeschichtung o.ä.) ist eine Konstruktion mit Dampfsperre erforderlich. Die Ausführung ist hinsichtlich der Leckagefreiheit und Luftdichtheit der Dampfsperre besonders sorgfältig durchzuführen. Schon kleinste Verletzungen können eine Durchfeuchtung nach sich ziehen. Als Dampfsperre kommt Aluminiumfolie oder Alu-Papier-Verbund (Al mindestens 30µm stark)in Frage.



© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 10.05.2009 | 239214 x gelesen


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