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Luftdichtheit, Übersicht

Aber jetzt lasst doch wenigstens etwas Luft durch die Ritzen eindringen, sonst erstickt man ja...

So wird häufig argumentiert, wenn die Notwendigkeit luftdichter Gebäude angesprochen wird. Doch Undichtheiten führen nicht zu bedarfsgerechter Lüftung. Undichte Häuser bieten überhaupt keinerlei Vorteile!

 
...das passt zum Thema  
 Ratgeber:
Vorschriften zur Luftdichtheit, Herstellung der Luftdichtheit, rechtlicher Rahmen
 Service:
-Beratung per eMail
 Bücher: zum Thema
 Film: 
-Luftdichtheit
-Dachdaemmung
 Forum: Luftdichtheit

 

Warum alles dicht sein muss...

Unterschied zwischen Winddichtung und LuftdichtheitLuftdichtheit
Ein Gebäude sollte zur Vermeidung von Energieverlusten, zur Verhinderung von Bauschäden und Behaglichkeitsdefiziten dauerhaft luftdicht errichtet sein. Diese Forderung bezieht sich vor allem auf die Luftdichtheit von wärmegedämmten Dächern, von Innendämmungen, den Einbau von Fenstern und Türen, sowie Durchdringungen aller Art.

Abbildung:Energieagentur NRW

Die möglichen negativen Folgen von Undichtheiten sind gravierend. Sie

Alle Bauteile eines Hauses sollen dauerhaft luftdicht ausgeführt werden.

Luftlecks (rote Pfeile) führen zu einem Verlust von Wärme und können gravierende Bauschäden nach sich ziehen.

Abbildung: isofloc

Nur bei sehr guter Dichtheit erreicht man bei entsprechend starker Dämmschicht, dass die sommerliche WärmebelastungWärmebelastung
Die Wärmebelastung ist die Energiemenge, die einem Heizkessel durch den Brennstoff zugeführt wird, bezogen auf den Heizwert des Brennstoffes. Sie wird angegeben in kW.
gering ausfällt

Abbildung: Moll pro clima

Fugen und Löcher in der Luftdichtheitsschicht führen zur Durchströmung des Wärmedämmstoffes - es erfolgt eine rasche Erwärmung des Inneraumes.

Abbildung: Moll pro clima

Die zahlreich vorhandenen Wasserdampfmoleküle in der warmen Innenraumluft kühlen sich beim Durchdringen der Dämmschicht ab und kondensieren. Die Folge ist eine Durchfeuchtung der Dämmschicht.

Abbildung: isofloc

Diffusionsoffener Einbau von Wärmedämmschichten ermöglicht den Ausgleich der Molekülkonzentration auch zum Raum hin. Dadurch wird die Gefahr einer dauerhaften Durchfeuchtung gemindert.

Abbildung: isofloc

Abbildung: Energieagentur NRW

Abbildung: isofloc

Bauschäden können durch hohe Feuchtebelastungen der Konstruktion hervorgerufen werden. Konstruktionen, die DampfsperrenDampfsperre
Eine Dampfsperre ist eine praktisch wasserdampfundurchlässige Schicht aus Kunststoff- bzw. Aluminiumfolie o. ä. Materialien (Glas). Sie hat (wenn bewusst eingesetzt) die Aufgabe, sowohl die Diffusion von Wasserdampfmolekülen als auch den Lufttransport von der warmen Seite (Innenraum) zur kalten Seite der Konstruktion gänzlich zu verhindern. Eine Dampfsperre muss daher wie eine Dampfbremse auf der warmen Seite sorgfältig, d. h. lückenlos und luftdicht verlegt werden.
mit hohen Diffusionswiderständen, also z.B. Aluminiumfolien oder PE-Folien, enthalten, werden schnell zu Feuchtigkeitsfallen. Besonders drastisch wirkt sich dies bei Vollsparrendämmungen mit diffusionsdichten Unterdächern aus. Kleinste Beschädigungen in der Luftdichtung führen zu einem massenhaften Eintrag von Wasserdampf - durch die dampfsperrende Wirkung innenseitig ist ein Rücktransport nahezu ausgeschlossen.

Abbildung: Moll pro clima

Bereits kleine, scheinbar unbedeutende Fugen können im Laufe der Zeit große Mengen an Wasserdampf in die Wärmedämmschicht eindringen lassen. Die Wärmedämmschicht verliert beträchtlich an Dämmvermögen - Bauschäden sind nahezu unvermeidlich.

Abbildung: isofloc

Die Herstellung der Luftdichtheit ist bei Neubauten daher auch gesetzlich vorgeschrieben (EnergieeinsparverordnungEnergieEinsparVerordnung
Die EnergieEinsparVerordnung (kurz EnEV) regelt seit dem 1.10.2007 die einzuhaltenden Mindestanforderungen für den baulichen Wärmeschutz und heizungstechnische Anlagen sowohl für Wohngebäude als auch für Nichtwohngebäude. Die Verordnung regelt auch die Ausstellung von Energieausweisen. Seit dem 18.03. 2009 ist eine Änderungsverordnung zur EneV von 2007 verabschiedet, die eine Reihe von verschärften Anforderungen enthält. Vorläufer der EnEV von 2007 war die EnEV aus dem Jahre 2002, die ihrerseits die Wärmeschutzverordnung von 1995 ersetzt hat.
).

Dachgeschossausbau mit AufsparrendämmungAufsparrendämmung
Die Aufsparrendämmung ist eine Wärmedämmung oberhalb der bzw. auf den Dachsparren. Der Vorteil besteht darin, dass eine lückenlose, geschlossene Dämmschicht ermöglicht wird. Nachteilig ist die meist konstruktiv bedingte geringere Dämmschichthöhe. Außerdem ist ohne den Einsatz von Hilfskonstruktion die Verwendung von druckbelastbaren Dämmstoffen erforderlich. Die Herstellung der Luftdichtheit (an der Unterseite) stellt hohe Anforderungen an die Ausführungsqualität.
- Luftundichtigkeiten sind nicht offensichtlich
Die Thermografie-Kamera verdeutlicht es; starker Kaltlufteinfall im Bereich des letzten Sparrens/Anschluss zur Giebelwand; wahrscheinlich wurde die Folie über den Sparren an der Giebelwand einfach mit dem Cutter abgeschnitten Bildquelle: Impulsprogramm Hessen
Die Thermografie-Kamera zeigt Luftundichtigkeiten  im Bereich der Terrassentür und der TrittschalldämmungTrittschalldämmung

Die Trittschaldämmung ist eine Maßnahme zur Verhinderung der Weiterleitung von Trittschall in den Baukörper. Dazu wird eine spezielle Trittschalldämmung, z.B. 35 mm starke Mineralwolleplatten, unter einen schwimmenden Estrich (Nassestrich oder Trockenestrich) verlegt. Randdämmstreifen sorgen für eine Verhinderung der Schallweiterleitung in horizontaler Richtung.

im Bereich des Wandanschlusses. Hier ist ein Feuchtigkeitsniederschlag durch den Wasserdampf in der Raumluft nicht ausgeschlossen Bildquelle: RWE
Prüfung der Luftdichtigkeit eines GebäudesGebäude
Gebäude im Sinne der Energieeinsparverordnung sind bauliche Objekte mit mindestens einem eigenen Aufgang und einer Begrenzung des Volumens durch die wärmübertragende Umfassungsfläche.
mit der blower-door-MethodeBlower-Door-Methode
Die Blower-Door-Methode ist eine standardisierte Methode zur Überprüfung der Ausführungsqualität der Luftdichtheit eines Gebäudes. Das Gebäude wird zu diesem Zweck mit einem bestimmten Luftüberdruck "aufgepumpt". Anschließend wird untersucht, wie viel Luft in einer bestimmten Zeit wieder wegströmt. Mit Hilfe der Blower-Door-Methode können also Leckagen geortet werden, die hohen Wärmeverbrauch, Bauschäden oder Behaglichkeitsstörungen verursachen können. Die Luftdichtheitsuntersuchung ist im Neubau als auch beim Aufspüren hoher Wärmeverluste im Altbau empfehlenswert. 
Quelle: Impulsprogramm Hessen

Die Herstellung luftdichter Konstruktionen stellt hohe Anforderungen an Planer und Ausführende (DIN V 4108, Teil 7). Besondere Bedeutung hat die Ausführungsqualität der Winddichtungsebene auf der kalten Seite (meist UnterspannbahnUnterspannbahn
Die Unterspannbahn ist eine wasserdampfdurchlässige, aber regen- und flugschneedichtende Kunststoff-Gewebebahn über den Sparren und unter den Dachziegeln. Die Unterspannbahn sollte so diffusionsoffen wie möglich sein, um einen eventuellen Wasserdampfaustritt nicht zu behindern (niedriger sd-Wert). Die Unterspannbahn dient außerdem der Herstellung der Winddichtheit.
) und der Luftdichtigkeitsebene auf der warmen Seite der Konstruktion (meist zugleich Dampfdiffusionsbremse oder Dampfsperre )

Von Winddichtigkeit spricht man, wenn dass Eindringen der Luft von außen gemeint ist. Die LuftdichtheitsebeneLuftdichtheitsebene
Die Luftdichtheitsebene ist eine den Lufttransport unterbrechende Ebene. Sie wird z.B. durch eine lückenlose Schicht aus beschichteten Papieren oder Folien gebildet. Die Luftdichtheitsebene ist auf der warmen Seite einer Wärmedämmung anzubringen. Bei der Verlegung ist auf Lückenlosigkeit und Unverletztlichkeit zu achten. Die Luftdichtheitsebene erfüllt immer auch die Aufgabe einer Wasserdampfbremse. Bei sorgfältiger und lückenloser Verlegung sichert die Luftdichtheitsebene eine bauschadensfreie Wärmedämmung im Dach oder, bei einer Innendämmung, die sichere Funktion einer Wärmedämmung an der Innenseite von Außenwänden.
dagegen verhindern das Abströmen warmer Raumluft durch Leckagen von innen nach außen.

Lüftung muss sein und sie muss besser sein, als wir sie heute oft noch vorfinden.

Lüftung hat nichts damit zu tun, dass warme Raumluft durch die Dämmstoffe nach außen dringt oder kalte Luft über allerlei Undichtigkeiten ins Haus strömt und die Räume auskühlt.

Wir brauchen Lüftung zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort, in der erforderlichen Menge und nicht unbeabsichtigten Luftaustausch infolge von Leckagen. Wir wollen einen hygienisch notwendigen LuftwechselLuftwechsel
Luftwechsel sind erforderlich, damit die Raumluft zur Sicherung einer hygienische Luftqualität in bestimmten Abständen ausgetauscht bzw. erneuert wird. Abgebaut werden muss dabei der Gehalt an Wasserdampf, Kohlendioxid und von Luftschadstoffen. Wie oft die Luft pro Stunde ausgewechselt wird, gibt die Luftwechselrate bzw. Luftwechselzahl an.
erreichen, der zur Abfuhr von KohlendioxidKohlendioxid
Eigentlich Kohlenstoffdioxid (CO2) ist ein farbloses, ungiftiges Gas. Es ist schwerer als Luft. Kohlendioxid entsteht bei der Verbrennung aller kohlenstoffhaltigen Brennstoffe unter Hinzufügung von Sauerstoff (O2) zu CO2, wobei Wärme freigesetzt wird. Kohlendioxid spielt eine zentrale Rolle beim Pflanzenwachstum (Photosynthese), ist aber in der Luft lediglich mit einem gegenwärtigen Anteil von knapp 0,04 Vol% vertreten. Die jährliche Zunahme durch menschliche Aktivitäten beträgt nach Wikipedia 2 ppm. Das Gas ist undurchlässig für langwellige Wärmestrahlung, wodurch erträgliche Temperaturen an der Erdoberfläche erreicht werden. Eine erhöhte Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre wird neben anderen Gasen für eine globale Erwärmung verantwortlich gemacht. Eine Reduzierung der CO2-Emissionen könnte u.a. durch verbesserte Wärmedämmung, durch kohlenstoffarme Brennstoffe, durch den Ausbau der Nutzung von Biomasse erreicht werden.
, zur Verringerung hoher Luftfeuchtigkeitswerte, zum Abtransport von Ausdünstungen aus Teppichen, Farben, Klebern und natürlich zur Sauerstoffversorgung führt.

Überwachung:

  • beauftragte Architekten bzw. Baubetreuer (unabhängig!!!)
  • freiberufliche Sachverständige mit Fachkenntnis und Baustellenerfahrung
  • Mitarbeiter von Überwachungsvereinen z.B. TÜV,
  • Bauherreninteressengemeinschaft

Gute Ergebnisse sind nur durch häufige Baustellenbesuche, aussagekräftige und detailgenaue Zeichnungen und intensive Kommunikation zu erzielen.

siehe auch

»› Welche Vorschriften gibt es?
»› Warum kommt es durch Undichtigkeiten zu Bauschäden?
»› Weshalb ist der Heizenergieverbrauch undichter Gebäude größer?
»› Wieso verschlechtern sich Behaglichkeit und Luftqualität in undichten Gebäuden?
»› Wie erreicht man eine hohe Luftdichtheit?
»› Welche Materialien eignen sich?
»› Wo treten Luftlecks in der Praxis auf?
»› Wie überprüft man die Luftdichtheit?

© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 15.02.2007 | 33540 x gelesen


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