Gut und richtig gedämmte Außenwände
- senken den Wärmeverbrauch
- verbessern die Behaglichkeit≡Behaglichkeit≡
Die Behaglichkeit ist ein sehr wichtiges Planungskriterium. Für die empfundene (thermische) Behaglichkeit sind mehrere Faktoren, u. a. die Oberflächentemperatur der Raumumschließungsflächen, die Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Luftbewegung (Strömungsgeschwindigkeit) ausschlaggebend. - senken das Schimmelpilzrisiko
Die Behaglichkeit in wärmegedämmten Wohnungen verbessert sich durch die Anhebung der Oberflächentemperatur≡Oberflächentemperatur≡
Die Oberflächentemperatur eines Bauteiles, z. B. eines Wandabschnittes oder einer Verglasung, ist vor allem abhängig von der innenseitigen Raumlufttemperatur, der Außentemperatur und dem Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) des Bauteils. Eine weitere Einflussgröße ist der Wärmeübergangswiderstand beider Oberflächen zum angrenzenden Medium. Die Höhe der Oberflächentemperatur auf der Innenseite des Bauteils ist von erheblicher Bedeutung - einerseits wegen des Einflusses auf die empfundene Behaglichkeit, andererseits wegen einer möglichen Tauwasserausscheidung. Für das Wachstum der Schimmelpilze ist sogar nur die Erhöhung der relativen Raumluftfeuchtigkeit durch das Absenken Lufttemperatur unmittelbar über kühleren Oberflächen maßgebend. Ziel jeder bautechnischen Planung muss das Erreichnen einer hohen, möglichst nahe der Raumlufttemperatur liegenden Oberflächentemperatur sein. Das Ziel wird erreicht durch sehr gute und wärmebrückenfreie Wärmedämmung der Außenbauteile. an der Innenseite der Außenwände, wie folgende Grafik anschaulich verdeutlicht:
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Bildquelle: Impulsprogramm Hessen Eine Vollziegelwand mit 30 cm Stärke hat bei -10°C Außentemperatur und 20 °C Raumtemperatur eine Oberflächentemperatur von lediglich 13,3 °C. Kein Wunder also, wenn man es vor einer solchen Außenwand kaum aushält. Eine Wärmedämmung mit 12,5 cm Polystyrol hebt die Temperatur auf 18,9 °C an. Es ist kaum noch ein Unterschied zur Raumlufttemperatur feststellbar (siehe auch »› Bauliche Voraussetzungen einer hohen Oberflächentemperatur). |
Das Risiko eines Schimmelpilzbefalls sinkt drastisch durch die Anhebung der Oberflächentemperatur. Es besteht nach richtig durchgeführter Dämmmaßnahme kaum noch die Gefahr einer Tauwasserbildung auf der Oberfläche der Wand. Die Tauwasserbildung im Mauerwerk wird stark reduziert oder ist überhaupt kein Problem mehr.
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Bildquelle: Impulsprogramm Hessen Bei einer ungedämmten Wand (blaue Balken) kommt es im Winter schon bei relativ niedriger Raumluftfeuchte zu einer Kondensation von Wasserdampf in kritischen Bereichen, z.B. in Raumecken - bei einer Vollziegelwand mit 30 cm Stärke schon bei 65 %. Durch eine Wärmedämmung erhöht sich die kritische Raumluftfeuchte auf 93 %. Eine oberflächliche Durchfeuchtung der Wand durch Kondenswasser≡Kondenswasser≡ |
Der Wasserdampfdurchgang (Dampfdiffusion) durch die Wand wird auch durch ein Wärmedämm-Verbundsystem nicht nennenswert behindert. Die oft befürchtete Einschränkung der Wandatmung findet nicht statt.
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Die Tauwassermenge die während der kalten Jahreszeit in eine Wand eingetragen wird ist bei einem ungedämmten bzw. gering gedämmten Haus wesentlich größer als bei einer gut gedämmten Konstruktion Quelle: Impulsprogramm Hessen |
Die wahren Ursachen für Durchfeuchtungen, die Zunahme von Raumluftschadstoffen und Schimmelpilzbelastungen bleiben dagegen oft unerkannt.
»› Luftschadstoffe in Innenräumen...
»› Schimmel, Ursachen und Vermeidung...
Für eine funktionierende Dämmung der Außenwände von außen ist die Wahl eines optimalen Systems, der richtige Aufbau und die Beachtung der Verarbeitungsvorschriften von Bedeutung. Gegenüber einer Innendämmung≡Innendämmung≡
Bei einer Innendämmung werden Außenwände von der inneren Raumseite aus gedämmt. Diese Art der Wärmedämmung bietet sich u.A. an bei einer raumweisen energetischen Modernisierung und/oder falls eine Außendämmung aus gestalterischen oder baurechtlichen Gründen nicht in Frage kommt. Bei der Ausführung der Innendämmung kommt es auf eine wärmebrückenarme und lückenlose Montage an. An keiner Stelle darf der Dämmstoff durch Raumluft hinterströmt werden. Die Dämmstoffstärke sollte mindestens 3 cm bis etwa 8 cm betragen. Höhere Dämmstoffstärken machen wegen des steigenden Einflusses von Wärmebrücken und des Platzverlustes keinen wirtschaftlichen Sinn. Die dampfbremsende Wirkung der Konstruktion sollte einen Wert von 2m (Dampfdiffusionswiderstand) nicht übersteigen, damit eine sommerliche Austrocknung ggf. eingedrungener Feuchte möglich ist. hat die Außendämmung≡Außendämmung≡
Mit Außendämmung wird kurz und treffend die Wärmedämmung der Außenwände von außen bezeichnet. Hierbei wird ein Wärmedämmstoff von außen aufgeklebt, gedübelt oder geschraubt und anschließend verputzt (WDVS) oder mit einer hinterlüfteten Fassade als Wetterschutz versehen. Die Außendämmung hat gegenüber der Innendämmung den Vorteil, dass Wärmebrücken weitgehend vemieden werden und die wirksame thermische Speichermasse des Gebäudes erhalten bleibt. Für eine optimale Funktion sind bei der Montage zahlreiche Ausführungsdetails zu beachten. eine Reihe von Vorteilen, aber auch einige Nachteile.
»› Vor- und Nachteile gegenüber einer Dämmung von Innen
Beim Anbringen von Dämmstoffen bzw. Dämmsystemen ist vor allem darauf zu achten, dass
- der Dämmstoff luftundurchlässig eingebaut wird
- an keiner Stelle eine Luftzirkulation zwischen Dämmstoff und dem zu dämmendem Bauteil auftritt und
- die Dämmung nicht feucht wird
Voraussetzung ist in der Regel eine trockene Wand.
Die äußere Wärmedämmung von Außenwänden kann erfolgen mit
- dem »› Wärmedämm-Verbundsystem
- einer »› Wärmdämmung mit hinterlüfteter Fassade oder
- einem »› Wärmedämmputz
Eine besondere Rolle nimmt die noch immer sehr kostenaufwendige transparente Wärmedämmung≡transparente Wärmedämmung≡
Die transparente Wärmedämmung (Abk.: TWD) ist eine lichtdurchlässige Konstruktion an der Fassade eines Gebäudes, die Energiegewinne durch Eintritt von Sonnenlicht (direkte Strahlung, diffuse Strahlung) zulässt, Wärmeverluste jedoch einschränkt. ein.
Wegen der relativ hohen Kosten einer Außendämmung wird man sich über die Wirtschaftlichkeit Gedanken machen müssen. Auch in einer Zeit hoher Energiekosten ist eine Investition nicht immer ratsam.
»› Wirtschaftlichkeit der Wärmedämmung
Eine gelungene Wärmedämmung muss auch ästhetischen Ansprüchen gerecht werden. Unschön und ärgerlich, wenn nach kurzer Zeit schon die Farbe Probleme macht.
Der Markt ist wie in vielen anderen Bereichen recht unübersichtlich. Um sich schon vor einer Auftragsvergabe mit dem einen oder anderen System vertraut zu machen, sind wichtige Hersteller notiert. Vor allem sollte man sich die Verarbeitungsrichtlinien kommen lassen.













Service:
Styropor ist die Markenbezeichnung für einen Dämmstoff aus Polystyrol-Partikelschaum (EPS = Expandierter Partikelschaum), bekannt vom Einsatz als Verpackungsmaterial. Styropor ist ein Massendämmstoff. Er eignet sich gut für die Außenwanddämmung im Wärmedämmverbundsystem, für die Innendämmung, die Dämmung von Heizkörpernischen sowie die Dämmung unter dem Estrich. Für die Dachdämmung ist er weniger gut geeignet, da er nicht zusammendrückbar ist und sich daher schlecht in eine Zwischensparrendämmung ein passen lässt.
Poroton ist eine Markenbezeichnung, die Steine gehören zu den Leichthochlochziegeln (LHZ). Die Hohlkammern der Steine werden, um eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit zu erzielen, heute z.B. mit Perliten verfüllt. Man erreicht so ein Lambda von ≤ 0,08 W/mK. Wände von knapp 50 cm Stärke erzielen einen U-Wert von 0,18 W/m²K, mit denen das Passivhausniveau erreicht werden kann.


