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Flachs

 
...das passt zum Thema  
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einheimisch, sorptionsfähig, mottensicher

HandelsnamenIso-Flachs /Steiner; Flachshaus; Heraflax
Herstellung, Herkunfteinheimischer Anbau, kurze Wege, biologisch angebaut ohne Insektizide/Pestizide; natürliche Zellulosefasern, die verfilzt  und mit Kartoffelstärke verklebt werden; Die Flachspflanze wird zunächst "gerauft", d.h. mit Teilen der Wurzel aus dem Boden gezogen und einige Wochen "geröstet", d.h. liegen gelassen. Danach lassen sich Holz und Faserteile besser von einander trennen und die Faser zu einem Flies verarbeiten.
stoffliche Eigenschaftensorptionsfähig, daher im offen eingebauten Zustand feuchteregulierend (überschüssige Feuchtigkeit wird aus der Raumluft aufgenommen und bei Reduzierung der Raumluftfeuchte wieder an die Luft abgegeben)
Angebot, Liefermöglichkeit
Flachs als Matte ohne Stützfasern aus Polyester
Wärmedämmmatten bis 220 mm Stärke, stärkere Matten mit Polyester-Stützfasern Trittschalldämmfilze, Rohrschalendämmung
Dämmstoffdichte in kg/m312 - 25 (40), Flachshaus, Heraflax: 30 kg/m3
WärmeleitfähigkeitWärmeleitfähigkeit
(auch Wärmeleitzahl) Zeichen λ (Lambda); Einheit W/mK, Watt/pro Meter und Kelvin; Die Wärmeleitfähigkeit ist ein Materialkennwert, der für den trockenen Baustoff (Praxiswert) angegeben wird. Je kleiner der Lambda-Wert ist, umso schlechter wird Wärme weitergeleitet und umso besser ist die Wärmedämmung daraus hergestellter Konstruktionen. Baustoffe werden in Abhängigkeit ihrer Wärmeleitfähigkeit in Wärmeleitfähigkeitsgruppen eingeteilt. Bei gleicher Schichtdicke ist der Baustoff mit kleinerem Lambda-Wert vorzuziehen. Da Feuchtigkeit die Wärme gut leitet, ist die Wärmeleitfähigkeit in hohem Maße vom Feuchtegehalt und dem Entfeuchtungsverhalten der Baustoffe abhängig. Die Rechenwerte der Wärmeleitfähigkeit verschiedener Stoffe sind der DIN 4108 zu entnehmen, ergänzende Werte dem Bundesanzeiger
in W/mK
0,04
DiffusionsDiffusion
Die Diffusion ist das Bestreben von Ladungsträgern, Molekülen oder Teilchen sich gleichmäßig in einem Medium zu verteilen, um unterschiedliche Konzentrationen auszugleichen. Die Wasserdampfdiffusion spielt in der Bauphysik eine wichtige Rolle, die Sauerstoffdiffusion ist ein in der Heizungstechnik unerwünschter Vorgang.
- widerstandszahl-µ
1-2
WärmekapazitätWärmekapazität
Die Wärmekapazität ist eine materialspezifische Größe. Sie zeigt an, wie viel Wärme durch den Baustoff aufgenommen werden kann. Sehr schwere dichte Stoffe (z.B. schwere Steine) haben eine hohe, leichte Stoffe, wie z.B. Wärmedämmstoffe haben eine geringe Wärmekapazität. Allerdings gibt es in der Gruppe der Wärmedämmstoffe auch beträchliche Unterschiede. So hat Mineralwolle eine geringe, eine Dämmschicht aus eingeblasenen Zelluloseflocken dagegen eine vergleichsweise hohe Wärmekapazität. Die Wärmekapazität sagt nicht direkt etwas über die wärmedämmenden Eigenschaften von Materialien aus. Wasser hat eine besonders hohe Wärmekapazität, weshalb es sich gut zum Speichern von Wärme eignet.
, spezifische in kJ/kgK
 1,64KJ/kgK (Heraflax)
BrandschutzklasseBrandschutzklasse
Vorwiegend beim Einsatz von Dämmstoffen spielt die Brennbarkeit des Stoffes eine Rolle. Bau- bzw. Dämmstoffe werden daher in Klassen eingeteilt.
  • Klasse A1 : nicht brennbar
  • Klasse A2 : nicht brennbar
  • Klasse B1 : schwerentflammbar
  • Klasse B2 : normalentflammbar
  • Klasse B3 : leichtentflammbar (darf im Bauwesen nicht verwendet werden
  • B 2 durch Zusatz von Borsalz (BoraxBorax
    Borax ist ein Salz der Borsäure mit der Formel Na2B4O7 (10 H2O). Das Salz bildet farblose, graue oder gelbe Kristalle. Borax gibt beim Erhitzen das gesamte Kristallwasser ab und dient daher unter anderem als Flammenschutzmittel, z.B. im Zellulosedämmstoff. Das Salz kommt u. a. in Boraxseen gelöst in Tibet, Nevada und Kalifornien vor. Es wird wegen der toxischen und konservierenden Wirkung auch als Holzschutzmittel gegen tierische Schädlinge und gegen Pilzwachstum eingesetzt. Borax ist grundwassergefährdend.
    ), Kartoffelstärke
    Herstellungs- energieaufwand70-80 kWh/m³ 
    Risikenbei der Verarbeitung/im eingebauten Zustand unbekannt
    Preis in EUR25 €/m² für U-WertU-Wert
    Der U-Wert oder Wärmedurchgangs-Koeffizient ist ein Maß für die Güte der Wärmedämmung eines Bauteils (oder eines Solarkollektors). Der Wert gibt an, wie viel Wärme bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin pro Zeiteinheit und pro m² eines Bauteils von der wärmeren zur kälteren Seite transportiert wird. Der Wert wird angegeben in W/m²K (Watt pro m² und Kelvin). Es ist eine neue Bezeichnung für den früheren k-Wert. Je kleiner der Wert ist, um so besser ist die Wärme dämmende Wirkung.
    0,2
    Beständigkeit
    • mottensicher, da kein tierisches Eiweiß
    • keine Nahrungsgrundlage für andere Tiere (ausgenommen Holzschädlinge),
    • Material wird zum Nestbau verwendet, daher gut gegen das Eindringen von Tieren schützen
    • längere Durchfeuchtung vermeiden, da fäulnisgefährdet
    • durch Borsalzzusatz Schimmelpilzbildung erschwert
    Entsorgung im Prinzip kompostierbar, aber Borsalzzusatz problematisch
    Zulassungs-Nr. Z-23.11.-239; Z-23.11-1010 (Flachshaus); Z-23.11-276 (Heraflax)
    Anwendung, Verarbeitung: Geschossdecke, InnendämmungInnendämmung
    Innendämmung der AußenwandBei einer Innendämmung werden Außenwände von der inneren Raumseite aus gedämmt. Diese Art der Wärmedämmung bietet sich u.A. an bei einer raumweisen energetischen Modernisierung und/oder falls eine Außendämmung aus gestalterischen oder baurechtlichen Gründen nicht in Frage kommt. Bei der Ausführung der Innendämmung kommt es auf eine wärmebrückenarme und lückenlose Montage an. An keiner Stelle darf der Dämmstoff durch Raumluft hinterströmt werden. Die Dämmstoffstärke sollte mindestens 3 cm bis etwa 8 cm betragen. Höhere Dämmstoffstärken machen wegen des steigenden Einflusses von Wärmebrücken und des Platzverlustes keinen wirtschaftlichen Sinn. Die dampfbremsende Wirkung der Konstruktion sollte einen Wert von 2m (Dampfdiffusionswiderstand) nicht übersteigen, damit eine sommerliche Austrocknung ggf. eingedrungener Feuchte möglich ist.
    , Trennwände, Zwischensparrendämmung, Außenwanddämmung mit hinterlüfteter Fassade Vorteile:
    • einheimischer Rohstoff
    • Mottensicher, da Pflanzenfaser
    Nachteile: Verarbeitung:
    • Zuschnitt mit Dämmstoffmesser oder Elektrofuchsschwanz (Wellenschliff)
    • Übermaß Sparrenabstand plus 2 bis 3 cm
    • armierte Konvektionsschutzpappe raumseitig luftdicht anbringen und verkleben


    © by f.nowotka | zuletzt geändert am: 13.07.2006 | 16923 x gelesen


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