Der Analyse der Schadensursachen kommt die entscheidende Bedeutung zu. Nicht selten werden kostspielige Aufträge für Arbeiten≡Arbeit≡
Arbeit im physikalischen Sinne stellt die in einem Vorgang verbrauchte Wärme- bzw. Energiemenge dar. Die physikalische Einheit ist die kiloWattstunde (kWh). Eine Energiemenge von einer kWh wird verbraucht, wenn z.B. ein Heizgerät mit einer Anschlussleistung von 1 kW eine Stunde ununterbrochen in Betrieb ist. vergeben, die nichts an den Ursachen ändern. Und nicht alle Durchfeuchtungen sind als "Schaden" zu betrachten und erfordern eine Sanierung. Bei alten Gemäuern richtet man mitunter größeren Schaden durch eine Trockenlegung an.
Eine Wand kann feucht sein
- infolge der Wasseraufnahme aus der Umgebungsluft z.B. durch Taupunktunterschreitung infolge kalter Wandoberflächen und/oder durch die hygroskopische Wirkung von in der Wand enthaltenen Salzen
- durch einem kapillaren Wassertransport (aufsaugen von Wasser durch poröse Baustoffe) einschließlich der gelösten Salze aus den Erdboden und/oder Spritzwasser
- wegen des Eindringens von Wasser an Fehlstellen, wie Fugen, mangelhaften Anstrichen, fehlenden Abdichtungen, defekten Fallrohren, undichten Einläufen, Leckagen an Wasser-, Abwasser- und Heizungsleitungen etc.
![]() | Feuchtigkeitseinflüsse auf das Kellermauerwerk von außen und Lage der Sperrschichten (gelb) Bildquelle: Hinweise zum Energiesparen, Verbraucherzentrale Bayern |
![]() | Die nebenstehende Skizze verdeutlicht die verschiedenen Belastungen einer Grundmauer durch Feuchtigkeit aus dem Erdreich bzw. dem direkten Einwirken (Spritzwasser). |
Die Ermittlung des Feuchtegehaltes von Baustoffen spielt bei der Ursachennalyse von durchfeuchtetem Mauerwerk, aber auch bei der Einschätzung der Gründe für einen Schimmelbefall eine gravierende Rolle.
Mit einem Leitfähigkeitsmessgerät bestimmt man die elektrische Leitfähigkeit in der Oberfläche des Baustoffes und erhält so einen ersten Hinweis über das Maß der Durchfeuchtung. Allerdings gibt diese Messung keine hinreichenden Anhaltspunkte für die Ursachen des Schadens und damit auch nicht für die Methode der Sanierung. Allein aus der Tatsache, dass Leitfähigkeitsmessungen in unterschiedlicher Wandhöhe nach oben hin abnehmende Werte zeigen, lässt sich keineswegs aufsteigende Nässe schlussfolgern. Ebenso kann dieses Verhalten durch einen hohen Luftfeuchtewert begründet sein, der wegen der Temperaturschichtung≡Temperaturschichtung≡
Die Temperaturschichtung ist eine Folge des Dichteunterschiedes von unterschiedlich warmem Wasser oder warmer Luft. Wärmeres Wasser bzw. wärmere Luft ist leichter als kälteres Wasser bzw. kältere Luft. Unterschiedlich temperiertes Wasser befindet sich z.B. in einem Speicher auf verschiedenen Ebenen (in Schichten), sofern es nicht auf mechanische Art und Weise vermischt wird. Um möglichst hohe Erträge einer Solaranlage zu erzielen, ist eine Schichtung im Solarspeicher anzustreben (spezielle Schichtenspeicher). im unteren Teil des Raumes eher zu Kondenswasserniederschlag führt.
Der tatsächliche Feuchtegehalt≡Feuchtegehalt≡
Der Feuchtegehalt (Wassergehalt) eines Baustoffes ist abhängig vom Material, der Struktur, der Temperatur und der den Baustoff umgebenden Luftfeuchtigkeit. Er kann auf das Trockengewicht (massebezogen) oder auf das Volumen (volumenbezogen, Vol%) des Baustoffes bezogen werden. In der Praxis stellt sich unter üblichen Umgebungsbedingungen die Bilanzfeuchte oder Gleichgewichtsfeuchte ein. von Baustoffen, wie z.B. Mauerwerk, kann an entnommenen Proben mittels gravimetrischer Feuchtebestimmung ermittelt werden. Dabei wird der exakte Gehalt an Wasser aus der Gewichtsdifferenz zwischen der entnommenen feuchten Probe und ihrem Trockengewicht bestimmt. Der so ermittelte Wert wird mit der Gleichgewichtsfeuchte≡Gleichgewichtsfeuchte≡
Die Gleichgewichtsfeuchte eines Baustoffes stellt sich unter den Umgebungsbedingungen ein. Eine höhere Luftfeuchtigkeit führt allmählich zu einem Anstieg der Gleichgewichtsfeuchte. Sinkt die Luftfeuchtigekeit, so sinkt in bestimmter Zeit auch wieder die Baustofffeuchte, weil Feuchtigkeit aus dem Baustoff an die Umgebung abgegeben wird. und der Maximalfeuchte des Baustoffes verglichen, so dass das Ausmaß der Durchfeuchtung und ihre mögliche Ursache beurteilt werden kann.
Der erfahrene Gutachter bedient sich verschiedener Methoden, um die Ursachen eines Feuchteschadens zu ermitteln. Er kann durch
- Prüfung des Feuchtebildes (Lage, Farben, Putzabplatzungen, Salzausblühungen),
- Feuchtemessungen≡Feuchtemessung≡
Der Feuchtegehalt von Baustoffen, wie z.B. Mauerwerk, kann im eingebauten Zustand mittels eines elektrischen Leitfähigkeitsmessgerätes oder an entnommenen Proben mittels gravimetrischer Feuchtemessung ermittelt werden. Mit einem Leitfähigkeitsmessgerät bestimmt man die elektrische Leitfähigkeit in der Oberfläche des Baustoffes und erhält so nur einen Hinweis über das ungefähre Maß der Durchfeuchtung. Bei der gravimetrischen Feuchtemessung wird der Feuchtegehalt exakt aus der Gewichtsdifferenz zwischen der entnommenen feuchten Probe und ihrem Trockengewicht bestimmt. Der so ermittelte Feuchtegehalt wird mit der Gleichgewichtsfeuchte und der Maximalfeuchte des Baustoffes verglichen, so dass das Ausmaß der Durchfeuchtung und ihre mögliche Ursache beurteilt werden kann. und der Ermittlung der Feuchtebilanz eines betroffenen Bereiches, - Salzanalysen,
- Schimmelbilder und
- eine thermografische Analyse der Oberflächentemperatur≡Oberflächentemperatur≡
Die Oberflächentemperatur eines Bauteiles, z. B. eines Wandabschnittes oder einer Verglasung, ist vor allem abhängig von der innenseitigen Raumlufttemperatur, der Außentemperatur und dem Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) des Bauteils. Eine weitere Einflussgröße ist der Wärmeübergangswiderstand beider Oberflächen zum angrenzenden Medium. Die Höhe der Oberflächentemperatur auf der Innenseite des Bauteils ist von erheblicher Bedeutung - einerseits wegen des Einflusses auf die empfundene Behaglichkeit, andererseits wegen einer möglichen Tauwasserausscheidung. Für das Wachstum der Schimmelpilze ist sogar nur die Erhöhung der relativen Raumluftfeuchtigkeit durch das Absenken Lufttemperatur unmittelbar über kühleren Oberflächen maßgebend. Ziel jeder bautechnischen Planung muss das Erreichnen einer hohen, möglichst nahe der Raumlufttemperatur liegenden Oberflächentemperatur sein. Das Ziel wird erreicht durch sehr gute und wärmebrückenfreie Wärmedämmung der Außenbauteile. (u.a.)
die Ursache einer Durchfeuchtung und die Lage der Quelle ermitteln. Er wird aus folgenden möglichen Ursachen eine genaue Auswahl und eine Erfolg versprechende Methode zur Beseitigung des Schadens treffen können:
- kapillar aufsteigende Nässe wegen fehlender bzw. defekter horizontaler Sperrschicht
- kapillar aufsteigende Nässe wegen fehlender bzw. defekter vertikaler Sperrschicht an der Außenseite
- defekte Rohrleitungen (Risse, Frostschäden, Belastungsbrüche)
- kapillar aufsteigendes Wasser aus dem Erdreich wegen fehlender oder defekter Sperrschicht unter der Bodenplatte oder dem Kellerfußboden
- Durchfeuchtung infolge von Wasserdampfkondensation≡Wasserdampfkondensation≡
Beim Erreichen und Überschreiten der Sättigungsgrenze kann Luft einen Teil des Wasserdampfes nicht mehr binden und es kommt zur Abscheidung von Wassertröpfchen (Taupunkt) an kühleren Flächen (Tauwasser, Kondensat). von der Rauminnenseite her
Der Verdacht auf Durchfeuchtung infolge kapillar transportierten Wassers von unten liegt nahe bei
- älteren Gebäuden≡Gebäude≡
Gebäude im Sinne der Energieeinsparverordnung sind bauliche Objekte mit mindestens einem eigenen Aufgang und einer Begrenzung des Volumens durch die wärmübertragende Umfassungsfläche. mit defekter oder gar nicht vorhandener Sperrschicht - Grundmauern aus porösen Baustoffen wie Ziegel, Sandsteine, Kalksandsteine≡Kalksandstein≡
Kalksandstein ist ein moderner Wandbaustoff, der eine hohe Rohdichte und Festigkeit aufweist. Die weißen Steine mit unterschiedliche Formaten besitzen eine gute Maßhaltigkeit. Die Wärmeleitfähigkeit von Kalksandstein ist hoch, weshalb Außenwandmauerwerk aus Kalksandstein im Wohnungsbau nur in Verbindung mit zusätzlicher Wärmedämmung eingesetzt werden kann. Die Steine werden aus Kalk (Bindemittel) und Feinsand unter Zugabe von Wasser hergestellt und unter Dampf gehärtet. Mit Kalksandstein können schlanke Wände mit sehr gutem Schallschutz erstellt werden., Porenbeton≡Porenbeton≡
Porenbeton ist ein moderner Wandbaustoff mit relativ geringer Wärmeleitfähigkeit (im Minimum bei etwa 0,10 W/mK). Der Baustoff erreicht bei niedriger Rohdichte eine relativ hohe Festigkeit. Porenbeton besteht aus Kalk und/oder Zement, sowie feinen Sanden. Der Ausgangsmasse wird ein gasbildender Zusatz, z.B. Aluminiumpulver (reagiert mit dem Wasser unter Abspaltung von Wasserstoff), beigemischt. Die geblähte Masse wird anschließend im Dampf gehärtet. - sichtbaren Salzausblühungen und damit verbundenen Putzabsprengungen
- bei zeitweise stärker werdenden Durchfeuchtungen nach starken Regenfällen, Tauwetter, Hochwasser
Kommt es dagegen zu Durchfeuchtungen im Winter oder Frühjahr in Gebäudeecken, an Auflagerpunkten von massiven Decken und ähnlichen Wärmebrücken≡Wärmebrücke≡
Die Wärmebrücke ist eine Teilfläche oder ein Bauteil im Haus, die bzw. das mehr Wärme nach außen ableitet (Transmission) als angrenzende Flächen bzw. Bauteile. Eine Wärmebrücke entsteht bauartbedingt oder wegen Mängeln in der Planung und Bauausführung. Beispiele für Wärmebrücken sind eingebundene Wände, ungedämmte Betonsturzträger oder aufgelegte Deckenelemente, Betonpfeiler, Ringanker, Balkonplatten, fehlerhafte Baustoffwahl usw. Die Folge der höheren Wärmeverluste solcher Wärmebrücken ist eine niedrigere Oberflächentemperatur auf der Rauminnenseite. Sie begünstigt das Auftreten von Kondenswasserschäden und von Schimmelpilzen. Wärmebrückenarmes Planen und Bauen ist eine Grundvoraussetzung für energiesparende und hygienisch einwandfreie Gebäude., ist meist Kondenswasser≡Kondenswasser≡
Kondenswasser ist das Wasser (auch Kondensat, Tauwasser genannt), welches durch Erreichen der Sättigungsgrenze infolge Temperaturabsenkung von Wasserdampf entsteht. Kondenswasser entsteht auch in einem Brennwertheizkessel. im Spiel.












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