Feuchte Kellerwände werden überwiegend verursacht durch eine fehlende oder defekte vertikale Abdichtung der Kelleraußenseite. Grundsätzlich ist daher immer zuerst die Möglichkeit einer Reparatur bzw. das Anbringen einer Vertikalabdichtung von außen in Erwägung zu ziehen. In diesem Zusammenhang ist auch gleich der Einbau einer Horizontalsperre und einer Kelleraußendämmung (Perimeterdämmung≡Perimeterdämmung≡
Mit Perimeterdämmung bezeichnet man die außenseitige Dämmung erdreichberührender Bauteile eines Gebäudes, z. B. der Kellerwand, mit speziellen, erdfeuchteresistenten Dämmstoffen, wie Polystyrol-Extruderschaum (XPS) oder Schaumglas. ) zu prüfen. Dazu sind folgende Arbeitsschritte erforderlich:
- abschnittsweises Freilegen des Kellermauerwerks bis zur Fundamentsohle (zwischen 90 und 200 EUR/m2)
- Abschlagen des schadhaften Putzes/Sandstrahlen der Wand und Salzbehandlung (ca. 20 bis 30 EUR/m2)
- Aufbringen eines neuen Sperrputzes, Vorsetzen einer Sperrbetonschicht (z.B. bei groben Natursteinwänden) ca. 25 bis 45 EUR/m2
- Auftragen einer Sperrschicht aus bituminösen Dickbeschichtungen, Kunststoffen o.ä. (ca. 20 bis 40 EUR/m2 )
- ggf. Einbau einer Kelleraußendämmung (Perimeterdämmung) mit zugelassenen Dämmstoffen
- Vorsetzen einer Drainage≡Drainage≡
Mit Drainage (Dränage) bezeichnet man die Anordnung von wasserdurchlässigen Schichten (Kies) und wasseraufnehmenden Rohren im Bereich der Kelleraußenwand zur Ableitung von Oberflächenwasser. Bei Gründächern wird ebenfalls ein System zur Drainage angewendet.- bzw. Schutzschicht - ggf. Einbau einer Drainage
- Verfüllen und Verdichten
Ohne wirksame Horizontalsperre stellen vertikale Abdichtungen in Form von wasserdampfundurchlässigen Beschichtungen ein Risiko dar. Da infolge der Abdichtung die Wasserverdunstung behindert wird oder gar unmöglich ist, steigt das Wasser u.U. kapillar weiter nach oben.
![]() | Sehr "schön" ist dieses Schadensbild. Es ist häufig zu beobachten, nach einer an der Außenwand angebrachten Verfliesung im Spritzwasserbereich. Durch die vertikale Versiegelung kann aufsteigendes Wasser nicht mehr verdunsten. So kommt es schon nach kurzer Zeit zu einem deutlich höher verlaufenden Wasserrand. |
Sanierputze (auch Salzspeicherputz genannt) stellen keine Sperrschicht dar. Sie werden eingesetzt, um sichtbare Salzausblühungen zu vermeiden. Die Mauerwerksfeuchte verdunstet im offenporigen Sanierputz weiter, wodurch die Salzkristalle in den Hohlräumen des Putzes verbleiben. Sanierputze müssen nach Erschöpfung der Aufnahmekapazität ersetzt werden (je nach Salzbelastung etwa nach 10 Jahren).












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