- Ohne klare Schadensanalyse sollte kein Auftrag vergeben werden. Nur unseriöse Firmen drängen auf eine Vertragsunterzeichnung, manchmal sogar ohne den Schaden begutachtet zu haben. Bevor Sie viel Geld ausgeben, ist die Konsultation eines ausgewiesenen, unabhängigen Experten angeraten - am besten eines zugelassenen und öffentlich bestellten Gutachters.
- Die Bauwerkstrockenlegung ist schwierig (sofern kein Kondensationsproblem vorliegt) und - bis auf Ausnahmen - daher kein Betätigungsfeld für den Heimwerker!
- Lassen Sie im Vertrag nur klare Aussagen zu Garantie- und Gewährleistungsansprüchen zu. Ist der angebotenen Vertrag ein Dienstvertrag≡Dienstvertrag≡
Beim Dienstvertrag steht das Bemühen, nicht der Erfolg (siehe Werkvertrag) im Vordergrund. So werden von Unternehmen zur Mauerwerkstrockenlegung häufig Dienstverträge abgeschlossen, die das Bemühen, nicht den Erfolg garantieren., dann schuldet die Fa. keine trockene Wand, sondern den Versuch der Trockenlegung (oft bei elektroosmotischen oder elektrophysikalischen Verfahren). Anders bei einem Werkvertrag≡Werkvertrag≡
Beim Werkvertrag wird ein Erfolg geschuldet, zum Beispiel die Erstellung eines Hauses oder eines Teiles davon (Fenster, Heizung, Elektroinstallation). Im Gegensatz dazu steht der Dienstvertrag.. Hierbei ist der Erfolg der Maßnahme geschuldet (bei traditionellen Verfahren normal). Immer nur einen Werkvertrag für Trockenlegungsmaßnahmen abschließen. - Als Fertigstellung zählt nicht die Abnahme der durchgeführten Sanierungsarbeiten, sondern der Nachweis des Erfolges. Da oft Jahre bis zum Erreichen des Zieles verstreichen, sollte vertraglich vereinbart werden, dass unabhängige Gutachter die Wirksamkeit der Maßnahme, d.h. den Verfahrensfortschritt beurteilen müssen.
- Versuchen Sie als Beweis für die erfolgreiche Trockenlegung die Darrmethode zu vereinbaren statt der elektrischen Leitfähigkeitsessungen. Bei der Darrmethode wird ein ca. 5 cm Bohrkern aus dem Kern des Mauerwerks gebohrt. Dieser wird dann im Labor getrocknet und so durch Gewichtsdifferenz der Feuchtegehalt≡Feuchtegehalt≡
Der Feuchtegehalt (Wassergehalt) eines Baustoffes ist abhängig vom Material, der Struktur, der Temperatur und der den Baustoff umgebenden Luftfeuchtigkeit. Er kann auf das Trockengewicht (massebezogen) oder auf das Volumen (volumenbezogen, Vol%) des Baustoffes bezogen werden. In der Praxis stellt sich unter üblichen Umgebungsbedingungen die Bilanzfeuchte oder Gleichgewichtsfeuchte ein. auch im Wandinnern gemessen. Diese Messung sollte einmal vor der Maßnahme erfolgen und dann genau 1 Jahr danach. Nicht zu irgendeinem anderen Zeitpunkt. - Lassen Sie sich nicht durch Prüfzertifikate von Ihnen unbekannten Stellen, Patente, Messeauszeichnungen oder Referenzen beeindrucken. Meist sind solche Aussagen an die Existenz bestimmter Prüfbedingungen gebunden, die in Ihrem Fall ganz anders gelagert sein können. Man kann solche Dinge auch kaufen oder schlicht erfinden.
- Durchfeuchtungen infolge von kurzzeitigen Einflüssen (Havarien, Rohrbrüche, Überschwemmungen, etc.) können durch ausreichende Belüftung, ggf. durch Einsatz von Trocknungsgeräten (Ausleihe), beseitigt werden. Hierbei sind die Hinweise und Forderungen Ihres Versicherers (Hausrat, Wohngebäude) nach Mitwirkung von Experten zu beachten.
- Oft sind Durchfeuchtungen auf Kondenswasser≡Kondenswasser≡
Kondenswasser ist das Wasser (auch Kondensat, Tauwasser genannt), welches durch Erreichen der Sättigungsgrenze infolge Temperaturabsenkung von Wasserdampf entsteht. Kondenswasser entsteht auch in einem Brennwertheizkessel. zurückzuführen. In einem solchen Fall hilft keine Mauerwerkstrockenlegung sondern Wärmedämmung≡Wärmedämmung≡
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten. und/oder ein anderes Lüftungsverhalten (siehe u.A. »› Kalte Luft trockener als warme Luft?, »› Wärmebrücken, Übersicht).












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