Auswahl des Luft-Luft-Wärmetauschers≡Luft-Luft-Wärmetauscher≡
Ein Luft-Luft-Wärmetauscher wird z.B. in Gerätekonzepten zur kontrollierten Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung eingesetzt. Die Abluft gibt im Luft-Luft-Wärmetauscher ihre gespeicherte Wärme an die noch kalte Zuluft ab, in dem beide Luftströme - durch ein wärmeleitendes Material getrennt - aneinander vorbeigeführt werden (Kreuzstromwärmetauscher, Kanalwärmetauscher).
- Auswahl nach höchsten Wärmerückgewinnungsraten≡Wärmerückgewinnungsrate≡
Die Wärmerückgewinnungsrate gibt an, wie viel Wärme aus einem abgehenden Medium, z. B. warmer Abluft oder Abwasser, zurückgewonnen wird und an ein zufließendes Medium, z. B. die kühle Zuluft, übertragen wird., möglich sind 90 % - Auswahl nach der geringsten elektrischen Leistungsaufnahme≡Leistungsaufnahme≡
Bei Stromanwendungen stellt die Leistungsaufnahme die vom elektrischen Versorgungsnetz aufgenommene Leistung in Watt (W) dar. Die elektrische Leistung ist das Produkt aus Spannung (Volt) und Stromstärke (Ampere). Wird ein Gerät, z.B. ein Tauchsieder, angeschlossen (230 Volt) wird bei einer Stromstärke von 4,35 Ampere eine Leistung von 1000 Watt = 1 kW (kiloWatt) aufgenommen. der Lüfter bei vergleichbarem Luftdurchsatz; vorteilhaft sind geregelte Gleichstromventilatoren mit einer Gesamtleistungsaufnahme kleiner 60 Watt≡Watt≡
Das Watt ist die physikalische Einheit der Leistung. Leistung ist die Arbeit, die pro Zeiteinheit verrichtet werden kann.- Ein Heizkessel hat eine thermische Leistung von z. B. 18 kW (also 18000 Watt), wenn er in einer Stunde eine Wärmearbeit von 18 kWh verrichten kann. Dazu muss er etwa 1,8 Liter Heizöl oder 1,8 m³ Erdgas verbrennen.
- Die elektrische Leistung ist das Produkt aus Spannung (Volt) und Stromstärke (Ampere). Ein Fotovoltaikmodul hat eine Leistung von 50 Watt, wenn es bei einer Spannung von 12 Volt eine Stromstärke von ca. 4,2 Ampere liefert.
- das Verhältnis zwischen der zurückgewonnenen Wärme zur aufgewendeten Elektroenergie sollte möglichst hoch liegen, Werte größer 12 sind möglich
- keine Varianten mit Umluftbetrieb auswählen; damit ist keine Verringerung der Luftfeuchte, des Kohlendioxids≡Kohlendioxid≡
Eigentlich Kohlenstoffdioxid (CO2) ist ein farbloses, ungiftiges Gas. Es ist schwerer als Luft. Kohlendioxid entsteht bei der Verbrennung aller kohlenstoffhaltigen Brennstoffe unter Hinzufügung von Sauerstoff (O2) zu CO2, wobei Wärme freigesetzt wird. Kohlendioxid spielt eine zentrale Rolle beim Pflanzenwachstum (Photosynthese), ist aber in der Luft lediglich mit einem gegenwärtigen Anteil von knapp 0,04 Vol% vertreten. Die jährliche Zunahme durch menschliche Aktivitäten beträgt nach Wikipedia 2 ppm. Das Gas ist undurchlässig für langwellige Wärmestrahlung, wodurch erträgliche Temperaturen an der Erdoberfläche erreicht werden. Eine erhöhte Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre wird neben anderen Gasen für eine globale Erwärmung verantwortlich gemacht. Eine Reduzierung der CO2-Emissionen könnte u.a. durch verbesserte Wärmedämmung, durch kohlenstoffarme Brennstoffe, durch den Ausbau der Nutzung von Biomasse erreicht werden. und der Schadstoffe möglich - Filter erhöhen den Strombedarf und verschlechtern den Wirkungsgrad≡Wirkungsgrad≡
Der Wirkungsgrad stellt das Verhältnis von nutzbarer zu aufgewendeter Energie bzw. Arbeit oder Leistung dar. Bei Wärmeerzeugern, die Brennstoffe wie Öl, Gas, Holz oder Kohlen verbrennen, unterscheidet man: Feuerungswirkungsgrad, Normnutzungsgrad, Jahresnutzungsgrad. Bei Wärmepumpen wird der Wirkungsgrad mit der Leistungszahl ausgedrückt.. Setzen Sie nur die Filterqualität ein, die sie wirklich brauchen.
Aufstellung des Luft-Luft-Wärmetauschers bzw. der Wärmepumpe≡Wärmepumpe≡
Die Wärmepumpe als Heizgerät nimmt auf der Eingangseite Wärme mit geringer Temperatur auf und gibt Wärme mit höherer Temperatur auf der Heizungsseite wieder ab. Ein Arbeitsmittel verdampft infolge der Aufnahme von Umweltwärme (Luft, Erdreich, Wasser). Das leicht erwärmte gasförmige Arbeitsmittel wird durch einen Kompressor komprimiert, wodurch es eine höhere Temperatur bekommt. Das in dieser Weise stark erwärmte Arbeitsmittel kann die Wärme an das Heizungswasser übertragen, kühlt sich dabei ab und wird erneut in den Kreislauf geschickt.
- Die Aufstellung der Zentral-Geräte ist im Keller, auf dem Dachboden, in der Küche, im Badezimmer oder der Diele möglich.
- Achten Sie bei der Wahl des Aufstellortes auf eine möglichst kurze Rohrführung, eine geringe Schallbelästigung und geringen Aufwand bei der Wartung≡Wartung≡
Eine Wartung umfasst die Überprüfung und ggf. Wiederherstellung der Betriebbereitschaft und Betriebssicherheit sowie die Einstellung der Regelung und anderen Werten einer technischen Anlage, wie z.B. einer Heizungs-, Lüftungs- oder Solaranlage. Neben allgemeinen Wartungstätigkeiten, wie die Überprüfung von Betriebsdrücken, oder der Funktionsfähigkeit von Sicherheitseinrichtungen gibt es für jede Anlage spezielle Wartungsaufgaben. Die für die Wartung entstehenden Wartungskosten dürfen im Rahmen der Heizkostenabrechnung keine Reparaturkosten, z.B. für das Auswechseln von Teilen oder Baugruppen, enthalten.
- Geräte, die im Dachgeschoss so eingebaut sind, dass man nur mit der Leiter und nach dem Wegräumen von Kisten zum Gerät gelangt, werden sträflich vernachlässigt. - Anlagen mit Wärmepumpen nur auf schwingungsdämpfende Platten aufstellen und nicht an Wänden zu Wohn- bzw. Schlafräumen aufstellen
- Wärmepumpen mit einer Anbindung an das Heizungssystem bzw. der Warmwasserbereitung nicht in frostgefährdeten Bereichen aufstellen
Anschluss des Luft-Luft-Wärmetauschers bzw. der Wärmepumpe
- separat abgesicherter Stromanschluss mit Notschalter
- Luftanschlüsse mit flexiblen Schläuchen (Schwingungen, Geräusche)
- Revisions- bzw. Reinigungsöffnungen in den kommenden und abgehenden Luftleitungen vorsehen
- Anschlüsse luftdicht herstellen (Fremdluft!)
- Wärmedämmung≡Wärmedämmung≡
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten. der Abluftleitungen vor dem Wärmetauscher≡Wärmetauscher≡
Ein Wärmetauscher (auch Wärmeübertrager) ist ein Gerät, das Wärme eines Mediums an ein anderes oder das gleiche Medium übertragen kann, ohne dass sich die Medien dabei vermischen. Wärmetauscher findet man u. a. in Warmwasserspeichern in Form von gewickelten Rohren oder Rohrbündeln zur Übertragung der Heizwasserwärme an das Trinkwasser. In Be- und Entlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung werden z. B. Kanalwärmetauscher zur Entwärmung der Abluft und Übertragung der Wärme an die kältere Zuluft eingesetzt. und der Zuluftleitungen nach dem Wärmetauscher bei Querung unbeheizter Räume - Wärmedämmung des Kondensatablaufes bei Querung unbeheizter Räume
- Kondensatablaufleitung mit Gefälle verlegen
Zuluftventile für vorgewärmte Frischluft in Anlagen mit Luft-Luft-Wärmetauscher
- bei der Dimensionierung auf geringe Ausströmgeschwindigkeit achten, maximal zulässige Ausströmgeschwindigkeit nicht überschreiten, ggf. mehrere Zuluftventile einsetzen
- auf leichte Reinigungsmöglichkeit der Zuluftventile achten
- Zuluftventile erzielen Ihre beste Wirkung, wenn sie so weit wie möglich von der Tür des Raumes entfernt eingebaut werden, z.B. in der Nähe der Fenster
- Bei bodenberührenden großen Fenstern oder Glastüren Zuluftventile von links und rechts der Fensterlaibung
- Kein Bodenauslass der Zuluft≡Zuluft≡
Mit Zuluft bezeichnet man in der Lüftungstechnik die einem Raum oder einer Wohnung zuströmende Frischluft. Die gleiche Luftmenge muss zur selben Zeit abströmen (Abluft). Die erforderliche Zuluftmenge und ihre Eigenschaften ergeben sich aus den Anforderungen an eine hygienische Luftqualität. Durch den Luftwechsel entsteht in der kalten Jahreszeit ein Lüftungswärmeverlust. vorsehen, zuviel Staubaufwirbelung, Schmutzfalle - Eine Anordnung der Zuluftventile über den Zimmertüren spart Rohrleitungen und elektrische Antriebsleistung, verschlechtert aber die Zuführung frischer Zuluft in der Tiefe des Raumes. Praktisch kommt es wegen des Unterdrucks an den Türfugen oder der Überströmöffnung≡Überströmöffnung≡
Mit Überströmöffnung bezeichnet man in der Lüftungstechnik die Öffnung, durch die Zuluft oder Abluft je nach Strömungsrichtung von einem Wohnraum in den anderen überströmt. Überströmöffnungen sind in der Regel bei Be- und Entlüftungsanlagen erforderlich. zu einem Strömungskurzschluss.
Zuluftventile für die Frischluft in Anlagen mit Wärmepumpe
- siehe auch »› Spaltlüftung und spezielle Zuluftventile
- Frische Außenluft muss über den Wohnbereich, Kinder- und Schlafräume nachströmen können.
- Eine Zugbeeinflussung durch kalte Luft ist nahezu ausgeschlossen, wenn die Ventile rechts oder links oben in Höhe des Sturzträgers bzw. des Rollladenkastens neben einem Fenster (über einem Heizkörper) eingebaut werden.
- Der Einbau im Rollladenkasten ist möglich.
- Einfache Spaltlüftungsventile (sehr preiswert) werden in den Fensterrahmen eingesetzt. Der Luftdurchsatz kann per Hand geregelt werden.
- Temperaturabhängige Ventile schließen bei tieferen Außentemperaturen etwas und berücksichtigen damit den stärkeren Auftrieb≡Auftrieb≡
Ein Auftrieb bzw. eine Aufwärtsbewegung (konvektion) entsteht, weil z.B. warme Luft oder warmes Wasser leichter ist als das kühlere Medium. Die Auftriebsverhältnisse sind u.a. für die Funktion von Schornsteinen bedeutsam, da der Schornstein die gefahrlose Abfuhr von heißen, giftigen Abgasen sicherstellen muss. Ein Auftrieb ist aber auch über Heizkörpern feststellbar, wodurch eine mehr oder weniger spürbare, zirkulierende Luftbewegung im Raum entsteht (gewünschte Konvektion). In Warmwasserspeichern steigt warmes Wasser nach oben, weshalb die sich dabei einstellene Temperaturschichtung auch den Wirkungsgrad von Solarspeichern oder Brennwertanlagen beeinflusst. bei größeren Temperaturdifferenzen. - Zweckmäßig ist es, wenn die Räume in Abhängigkeit ihrer Nutzung mehr oder weniger mit Frischluft versorgt werden. Dies ist mit Ventilen möglich, die in Abhängigkeit der Raumluftfeuchtigkeit mehr oder weniger Luft von außen nachströmen lassen (feuchteabhängiger Luftwechsel≡Luftwechsel≡
Luftwechsel sind erforderlich, damit die Raumluft zur Sicherung einer hygienische Luftqualität in bestimmten Abständen ausgetauscht bzw. erneuert wird. Abgebaut werden muss dabei der Gehalt an Wasserdampf, Kohlendioxid und von Luftschadstoffen. Wie oft die Luft pro Stunde ausgewechselt wird, gibt die Luftwechselrate bzw. Luftwechselzahl an.). - In schallexponierter Lage lassen sich Schall dämmende Zuluftventile einsetzen. Hier ist die Wandmontage angebracht. Die Schalldämmung der Ventile sollte die Schalldämmeigenschaften der Fenster nicht unterschreiten.
- Filter für Schmutz und Insekten lassen sich in die meisten Ventile ebenso einbauen wie Filter für Pollen und Feinststäube (bei letzteren höhere Abluftventilatorleistung, höherer Stromverbrauch).
- Freistehende Gebäude≡Gebäude≡
Gebäude im Sinne der Energieeinsparverordnung sind bauliche Objekte mit mindestens einem eigenen Aufgang und einer Begrenzung des Volumens durch die wärmübertragende Umfassungsfläche. in windexponierter Lage erhalten Zuluftventile mit Sturmsicherungen, die selbsttätig die Zuluftmenge begrenzen.
Luftkanäle
- Luftkanalquerschnitte sorgfältig für den Luftdurchsatz dimensionieren (Geräusche, Lüfterleistung). Der Luftdurchsatz der Luftleitungen sollte 3 m/s nicht überschreiten
- Die Zu-/Abluftkanäle sollten inspizierbar sein und eine Reinigungsmöglichkeit aufweisen. Eine Inspektionsöffnung ist bei jeder Abzweigung vorzusehen.
- Das Material für die Rohrleitungen sollte dicht verlegbar und glattwandig (Reinigung, Strömungswiderstand) sein, z.B. Wickelfalzrohre≡Wickelfalzrohr≡
Wickelfalzrohr ist ein in der Lüftungstechnik bevorzugt eingesetztes Rohrmaterial für die Luftkanäle in Be- und Entlüftungsanlagen. Es hat infolge der geringen Rohrreibung einen niedrigen Strömungswiderstand, weshalb im Rohnetz vergleichsweise geringe Druckverluste auftreten. Dies ist Vorraussetzung für einen leisen und energiearmen Betrieb von Be- und Entlüftungsanlagen. mit Lippendichtungen. - Vierkantprofile erhöhen den Strömungswiderstand beträchtlich und erfordern höhere Ventilatorleistungen.
- wenn Flachkanalprofile gewünscht werden (Estrichverlegung möglich, untergehängte flache Decken usw.), nur Systeme mit gerundeten Ecken verwenden
- bei Biegungen, Krümmungen keine Querschnittsverminderungen zulassen, möglichst große Radien, keine Einknickstellen!!!
- Die Kanäle werden auf kürzestem Weg verlegt - die kürzeste Entfernung ist eine Gerade - mit möglichst wenig Bögen und wenn, dann in großen Radien.
- Die Kanäle können u.a. im abgehängten Deckenbereich, innerhalb von Wänden oder Verkleidungen, innerhalb von Decken, oberhalb der Decke in einem nicht ausgebauten Dachraum oder hinter Verkleidungen von Dachschrägen verlegt werden.
- Die Kanäle bzw. deren Aufhängung/Befestigung müssen schalltechnisch entkoppelt werden - es dürfen keine Schwingungen vom Baukörper auf die Lüftungsrohre und umgekehrt übertragen werden (nicht ohne weiche Unterlagen auflegen usw.).
- Zur Vermeidung der Schallübertragung über die Kanalverbindungen von Raum zu Raum sind Telephonieschalldämpfer einzubauen.
- Abluft≡Abluft≡
Die Abluft ist die aus einem Raum oder einer Wohnung abströmende bzw. über ein Abluftventil abgesaugte Luftmenge (verbrauchte Luft). Im Gegensatz zur Zuluft hat die Abluft im Winter eine erhöhte Temperatur, weshalb es energetisch interessant ist, die Wärmemenge von der Luft zu trennen und der kalten Zuluft oder einer Luft-Wasser-Wärmepumpe zur weiteren Nutzung zuführen. Auch die Luft, die mit einer Küchenabzugshaube abgesaugt wird stellt Abluft dar. Diese ist jedoch mit zahlreichen Fettpartikeln behaftet.- und Fortluftleitungen, die durch kältere Räume verlegt werden, sind mit Wärmedämmstoffen≡Wärmedämmstoff≡
Ein Wärmedämmstoff ist ein Material mit sehr geringer Wärmeleitfähigkeit. Die wärmedämmende Wirkung beruht auf der im Wärmedämmstoff eingeschlossenen ruhenden Luft (Hohlräume, Kammern). Als Wärmedämmstoffe werden Baustoffe mit einer Wärmeleitfähigkeit kleiner 0,1 W/mK bezeichnet (Zum Vergleich: Polystyrol 0,04 W/mK - Holz um 0,18 W/mK - Normalziegelstein 0,5 W/mK) (80 bis 100 mm) zu umhüllen und anschließend mit einer diffusionsdichten Hülle zu versehen (Gefahr der Kondensatbildung an der Innenseite des Luftkanals). - Wird die Luftleitung von draußen zum Luft-Luft-Wärmetauscher durch wärmere Räume geführt, ist diese Leitung zu dämmen (30 mm) und mit einer diffusionsdichten Hülle zu versehen (Gefahr der Kondensatbildung an der Außenseite des Luftkanals).
Überströmöffnungen
- Alle Räume, die be- bzw. entlüftet werden, sind durch ausreichend bemessene Überströmöffnungen miteinander zu verbinden.
- Überströmöffnungen sind als unverschließbare, unverstellbare Öffnungen mit einer Fläche von mindestens 100 cm2 auszuführen.
- Eine einfache Möglichkeit besteht im Einkürzen des Türblattes, so dass ein Spalt von ca. 1cm entsteht.
- Im Badbereich ist zur Vermeidung von Zugerscheinungen am Boden die Überströmöffnung besser in der Wand unterzubringen.
- Luftein- bzw. Austrittsöffnungen sind zur optimalen Durchlüftung zweckmäßigerweise an gegenüber liegenden Wänden einzubauen.
Abluftventile≡Abluftventil≡
Durch ein Abluftventil wird in Anlagen zur maschinellen Be- und Entlüftung von Wohnungen die geruchs- und feuchtebelastete Abluft abgesaugt. Einige Abluftventile können durch bestimmte konstruktive Lösungen die Abluftmenge selbsttätig oder durch spezielle Antriebe regulieren. Verfügbar sind z.B. hygrometrisch geregelte Ventile, die die Luftmenge in Abhängigkeit der erfassten Luftfeuchtigkeit beeinflussen.
- Zur Minderung der Geräuschübertragung vom Ventilator bei kurzen Abluftkanälen sind Geräusch dämpfende Abluftventile und/oder Rohrschalldämpfer unmittelbar vor dem Ventilator einzubauen.
Regelung
- Der Regler der Lüftungsanlage soll an zentraler Stelle und für jeden gut zugänglich (z.B. neben dem Heizungsregler) angebracht werden.
- Die Luftmenge sollte vom Bewohner selbst beeinflusst werden können; eine einfache Bedienmöglichkeit ist vorteilhaft.
- Stellung 1: aus (Ausschalter, kein Stand-by!!!)
- Stellung 2: niemand zu Haus, Luftwechselrate≡Luftwechselrate≡
Die Luftwechselrate (oder Luftwechselzahl) beziffert, wie oft die Raumluft pro Stunde komplett gegen frische Außenluft ausgetauscht wird. Für eine hygienische Luftqualität ist eine Luftwechselrate von 0,5 bis 1 je nach Nutzung, Belastung und Raumgröße erforderlich. 0,3 (Mindestluftwechsel≡Mindestluftwechsel≡
Ein Mindestluftwechsel ist der notwendige Luftwchsel, um die Mindestanforderungen der Lufthygiene zu erzielen (Abbau von Luftschadstoffen, Verringerung der Luftfeuchtigkeit und des Kohlendioxid-Gehaltes der Raumluft). Zur Frage wieviel Lüftung erforderlich ist, heißt es in den Erläuterungen zur DIN 1946-6: "Bauphysikalische Schäden wie Schimmelpilzbefall infolge von Wohnungsfeuchte sind unter durchschnittlichen Bedingungen mit einem etwa 0,5 fachen Luftwechsel je Stunde vermeidbar, bei dem das Luftvolumen aller beheizten Räume innerhalb von 2 Stunden einmal komplett ausgetauscht wird." Personenbezogen ergibt sich Frischluftbedarf von ca. 30 m³ pro Stunde. Solche Luftwechselraten werden unter den Bedingungen dichter Fenster und dem Fehlen von Ofenfeuerungen heute kaum noch erreicht. ) - Stellung 3: zu Haus, Luftwechselrate 0,5
- Stellung 4: alle zu Haus und Gäste, Luftwechselrate 0,8 bis, die Maximalstellung kann mit einer zeitlichen Begrenzung versehen werden (automatisches Zurückschalten in eine leistungsschwächere Stufe)
- Wird dagegen ein automatisierter Luftwechsel gewünscht (beide Varianten lassen sich auch kombinieren), so hat sich bewährt, wenn sich die Luftwechselrate nach der Höhe der relativen Luftfeuchtigkeit≡Luftfeuchtigkeit≡
Außenluft bzw. Raumluft kann Wasserdampf aufnehmen, allerdings nur eine bestimmte Menge. Die maximal aufnehmbare Wasserdampfmenge hängt von der Temperatur der Umgebungsluft ab (Warme Raum- bzw. Außenluft nimmt mehr Wasserdampf auf) und wird durch die Sättigungsgrenze bestimmt. Man unterscheidet die relative Luftfeuchtigkeit in % und die absolute Luftfeuchtigkeit in g/m³. einstellt. Bekannte Möglichkeiten sind z.B.- eine nach der Höhe der Feuchtigkeit abhängige Drehzahlregelung des Abluftventilators≡Abluftventilator≡
Der Abluftventilator saugt Abluft über die Abluftventile aus einem Raum bzw. der Wohnung. Es sind zentrale Lösungen mit einem Ventilator und dezentrale Lösungen mit meheren Ventilatoren möglich. Der Abluftventilator sollte vor allem wenn es sich um Dauerbetrieb handelt, ein geräuscharmer Ventilator mit geringer elektrischer Leistungsaufnahme sein. Besonders effektiv ist eine Betriebsweise, bei der die aufgenommene Leistung bedarfsabhängig regelbar ist oder sich selbst regelt. Die Leistungsaufnahme von Ventilatoren in Lüftungsanlagen für Einfamilienhäuser sollte bei max. etwa 30 Watt liegen. - feuchteabhängige Zuluftventile, die die Zuluftmenge raumweise regulieren und/oder
- feuchteabhängige Abluftventile, die die Abluftmenge regulieren.
- eine nach der Höhe der Feuchtigkeit abhängige Drehzahlregelung des Abluftventilators≡Abluftventilator≡
- Die Regelung sollte einen eventuell notwendigen Filterwechsel signalisieren.
Brandschutz≡Brandschutz≡
Bei der Planung und Errichtung von Gebäuden spielt neben dem Wärmeschutz, Feuchteschutz und Schallschutz der Brandschutz eine wichtige Rolle. Mit der Einhaltung bestimmter Anforderungen soll die Entstehung und Ausbreitung von Bränden verhindert werden. Die Anforderungen zu Materialien, Konstruktionen, Abständen etc. ergeben sich u.a. aus der DIN 4102, den landesspezifischen Feuerungsverordnungen und den Bauordnungen.
- Der Einbau von Brandschutzklappen ist bei Ein- und Zweifamilienhäusern nicht erforderlich.
Abnahme
- Lassen Sie sich ein präzises Luftkanalschema aushändigen mit genauer Einzeichnung der Lage der Rohrleitungen.
- Ein Messprotokoll mit nachprüfbaren Angaben über die realisierten Luftwechsel- und Wärmerückgewinnungsraten gehört zur Abnahme.
- Eine Bedienungsanleitung mit Hinweisen zum Filterwechsel und sonstigen Wartungshinweisen sollten Sie ebenfalls verlangen.
Wartung
- eventuell Wartungsvertrag abschließen
- Am Lüftungsgerät ist kontinuierlich
- der Zuluft- und der Abluftfilter zu kontrollieren,
- der Kondenswasserablauf zu überprüfen (Wasserstand im Kondensatsiphon!)
- der Wärmetauscher auf Verschmutzung zu untersuchen, ggf. zu reinigen und
- der Ventilator / die Ventilatoren zu säubern.
- Fettfilter von Dunstabzugshauben regelmäßig auswechseln, auch wenn die Dunstabzugshaube nicht in die Lüftungsanlage einbezogen ist.
Die häufigsten Praxisprobleme
- Zuglufterscheinungen an Zuluftelementen
- fehlende Verschließbarkeit von Zuluftelementen
- Schallübertragung
- Bedien- und Regelprobleme
- fehlende Dämmung von Abluftleitungen und Armaturen, Kondensatprobleme












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