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Warum Fensterlüftung nicht zufriedenstellend funktioniert

Selbstentlüftung bei einer Wohnung mit fugenundichten Fenstern. Die Rote Kurve zeigt das im Winterhalbjahr die Luft viel häufiger ausgetauscht wird als notwendig. Im Sommer dagegen ist der Luftaustausch viel zu gering. Quelle: Impulsprogramm Hessen

Damit Luft in Bewegung kommt und ein Luftaustausch im Raum stattfindet, bedarf es eines Antriebes.

Der Antrieb für die Lüftung ist immer ein Luftdruckunterschied zwischen der Raumluft und der Außenluft bzw. der Luft zwischen verschiedenen Räumen.

Der Druckunterschied kann verschiedene Ursachen haben:

  1. Ist es im Inneren des Raumes wärmer als draußen entsteht ein Druckunterschied infolge des Dichteunterschieds. Warme Luft ist leichter als kalte Luft, sie strebt nach oben. Es entwickelt sich ein Unterdruck, wenn es der warmen Luft gelingt durch offene Fenster, Fugen oder Schächte zu verschwinden. Durch den Unterdruck wird Außenluft im unteren Teil des GebäudesGebäude
    Gebäude im Sinne der Energieeinsparverordnung sind bauliche Objekte mit mindestens einem eigenen Aufgang und einer Begrenzung des Volumens durch die wärmübertragende Umfassungsfläche.
    "eingesogen".
  2. Wenn der Wind geht (Wind entsteht in der Natur nach dem gleichen Prinzip, wie in 1. beschrieben), kommt es zu einem Druckunterschied zwischen der vom Wind angeströmten Seite und der dem Wind abgewandten Seite des Gebäudes.

Ob bzw. in welcher Größe in den beiden Fällen ein Luftaustausch im Raum, also ein LuftwechselLuftwechsel
Luftwechsel sind erforderlich, damit die Raumluft zur Sicherung einer hygienische Luftqualität in bestimmten Abständen ausgetauscht bzw. erneuert wird. Abgebaut werden muss dabei der Gehalt an Wasserdampf, Kohlendioxid und von Luftschadstoffen. Wie oft die Luft pro Stunde ausgewechselt wird, gibt die Luftwechselrate bzw. Luftwechselzahl an.
, stattfindet, hängt ab von

  • der Öffnungshäufigkeit, der Dauer und der Öffnungsstellung der Fenster und Türen (Lüftungsdisziplin!)

und bei geschlossenen Fenstern und Türen von

  • den Fugen des Gebäudes und der Türen und Fenster, also kurz der Dichtigkeit sowie
  • der Existenz vertikaler Schächte (z.B. Schornsteine).

Der Luftaustausch ist stark reduziert bei geschlossenen Fenstern und Türen selbst bei hohen Temperatur- bzw. Druckunterschieden, wenn

  • alle Fugen abgedichtet und/oder
  • Lüftungsschächte oder Schornsteine verschlossen sind.

Es kommt bei geschlossenen, dichten Fenstern rasch zu einem Anstieg des Kohlendioxidgehaltes der Raumluft, von LuftschadstoffenLuftschadstoffe
Luftschadstoffe sind Stoffe, die entweder durch menschliche Tätigkeit (z.B. gezielte Verbrennung zur Wärmeerzeugung) in die Umgebungsluft abgegeben werden oder durch natürliche Vorgänge entstehen und dabei zu einer Beeinträchtigung der Gesundheit des Menschen bzw. der Umwelt führen.
und der LuftfeuchtigkeitLuftfeuchtigkeit
Außenluft bzw. Raumluft kann Wasserdampf aufnehmen, allerdings nur eine bestimmte Menge. Die maximal aufnehmbare Wasserdampfmenge hängt von der Temperatur der Umgebungsluft ab (Warme Raum- bzw. Außenluft nimmt mehr Wasserdampf auf) und wird durch die Sättigungsgrenze bestimmt. Man unterscheidet die relative Luftfeuchtigkeit in % und die absolute Luftfeuchtigkeit in g/m³.
auf bedenklich hohe Werte.

Quelle: Impulsprogramm Hessen

Der Luftaustausch kommt zum Erliegen - und zwar unabhängig davon, ob die Fenster geschlossen, geöffnet oder fugenundicht sind - wenn keine Temperaturunterschiede vorhanden sind (Übergangszeit, Sommer) und kein Wind geht. In der Übergangszeit ist daher häufig eine gesunde Luftqualität kaum zu gewährleisten. Der Luftaustausch ist größenmäßig also kaum beeinflussbar (Luftwechsel), ist nicht exakt nach Bedarf dosierbar. Wenn es im Winter sehr kalt ist, wird der Luftaustausch wesentlich größer als bei milden Temperaturen.

Der Luftaustausch ist in der Richtung und der räumlichen Verteilung nicht bestimmt. Ob es z.B. von der Küche zum Wohnzimmer hin zieht oder umgekehrt, ob zuerst die Kinderzimmer mit frischer Luft versorgt werden oder das nicht benutzte Gästezimmer, ist kaum steuerbar.

Fazit: Mit der Fenster- bzw. FugenlüftungFugenlüftung
Die Fugenlüftung entsteht über baulich bedingte Fugen und Schächte, wie Fenster- und Türfugen und/oder Schornsteine sowie über Luftleckagen, die beabsichtigt oder unbeabsichtigt am Gebäude bestehen. Die Fugenlüftung kommt in Gang (Antrieb) durch Wind und/oder Temperaturunterschiede. Durch den Einbau dichter Fenster, Türen und Zentralheizungen (Wegfall der Einzelschornsteine) kommt die Fugenlüftung nahezu zum Erliegen. Ohne Ausgleich durch eine mechanische Lüftungsanlage wird diszipliniertes, richtiges Lüften mit dem Fenster notwendig.
ist der hygienisch notwendige Luftwechsel entweder zu groß (heute eher seltener) oder zu klein (bei dichten Fenstern und Zentralheizung), selten bedarfsgerecht und an manchen Tagen überhaupt nicht erreichbar.

Auch diffusionsoffene Konstruktionen (siehe "»› atmende Außenwände") leisten - entgegen einer weit verbreiteten Auffassung - nur einen winzigen Bruchteil zur Verbesserung der Raumluftqualität, nämlich nur etwa etwa 2 %!

Die Lufthygiene, also die Qualität der Luft, der mehr oder weniger zufälligen FensterlüftungFensterlüftung
Von Fensterlüftung wird gesprochen, wenn die Lüftung bei geöffneten Fenstern bzw. Türen erfolgt, wobei infolge von Temperatur- und Druckunterschieden (Wind) die Luft ausgetauscht wird. Durch Fensterlüftung eine akzeptablen Luftwechsel zur Schaffung einer hygienischen Luftqualität zu erzielen ist schwierig, und meist nicht unter allen Bedingungen zu gewährleisten.
und der Lüftung durch Fugen zu überlassen ist also riskant. Für die Be- und Entlüftung von Wohnräumen mit dichten Fenstern und Türen und ohne Schornsteinschächte muss ein anderer Antriebsmechanismus gefunden werden.

Hygienische Luftqualitäten erfordern eine mechanische Be- und Entlüftung.

»› Mechanische Be- und Entlüftung, ohne Waermerückgewinnung, Übersicht

Doch auch diejenigen, die auf Fensterlüftung angewiesen sind, haben eine Chance günstige Werte zu erreichen.

»› Tipps zum richtigen Lüften mit dem Fenster

siehe auch

»› Weshalb die Kippstellung vermieden werden sollte
»› Warum sich die Luftqualität verschlechtert hat
»› Luftqualität, Übersicht

© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 12.01.2006 | 28836 x gelesen


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