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Kalte Luft ist trocken!

 
...das passt zum Thema  

 

Kalte Luft trockener als warme Luft?

Aus Erfahrung weiß man, dass in kalter Luft die Wäsche schlechter trocknet als im Hochsommer. Klingt es da nicht paradox, wenn man behauptet, das kalte Luft trockener ist als warme? Die Wäsche müsste in kalter Luft auch gut trocknen! Tut sie aber nicht. Denn kalte Luft kann weniger Wasser aufnehmen, was aber nicht heißt, dass schon viel Wasser drin ist.
Wenn kein Wasserdampf mehr von der Luft aufgenommen werden kann, sagen die Physiker, ist die Luft mit Wasserdampf gesättigt. D.h., die relative Luftfeuchtigkeitrelative Luftfeuchtigkeit
Die relative Luftfeuchtigkeit gibt den Anteil der momentan vorhandenen Luftfeuchtigkeit bezogen auf den maximal möglichen Luftfeuchtigkeitsgehalt der Luft in Prozent an. Die relative Luftfeuchte ist eine temperaturabhängige Größe. Sie steigt bei gleich bleibendem Wasserdampfgehalt (absolute Luftfeuchte) wenn sich die Lufttemperatur verringert und umgekehrt. Der Wert der relative Luftfeuchte wird durch ein Hygrometer angezeigt.
beträgt in diesem Moment 100 %, mehr geht also nicht. Liegt die relative LuftfeuchtigkeitLuftfeuchtigkeit
Außenluft bzw. Raumluft kann Wasserdampf aufnehmen, allerdings nur eine bestimmte Menge. Die maximal aufnehmbare Wasserdampfmenge hängt von der Temperatur der Umgebungsluft ab (Warme Raum- bzw. Außenluft nimmt mehr Wasserdampf auf) und wird durch die Sättigungsgrenze bestimmt. Man unterscheidet die relative Luftfeuchtigkeit in % und die absolute Luftfeuchtigkeit in g/m³.
nur bei 50%, ist die Aufnahmekapazität der Luft noch nicht erschöpft. Die Luft kann noch Wasserdampf aufnehmen. Da die Aufnahmefähigkeit von der Temperatur der Luft abhängt, ist die Prozentangabe der Luftfeuchtigkeit eine relative Größe - d.h. also Die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf steigt mit höherer und fällt mit sinkender Lufttemperatur.

Ein m3 Luft von 5 °C kann bis zum Erreichen der SättigungsgrenzeSättigungsgrenze
Luft kann Wasserdampf bis zur Sättigung aufnehmen. Wird die Sättigungsgrenze überschritten, muss überschüssiger Wasserdampf als Kondensat ausgeschieden werden. Die Sättigungsgrenze ist temperaturabhängig.
von 100 % ganze 7 Gramm Wasser aufnehmen. Ist die Luft hingegen 20 °C warm, können maximal 17,5 Gramm Wasser aufgenommen werden. Kalte Luft ist also absolut gesehen trockener, da weniger Gramm Wasser enthalten sind. Trotzdem kann die Angabe der Feuchtigkeit in Prozent höher liegen als bei warmer Luft. Nehmen wir an, die uns umgebende Luft von 20 °C und 60 % Feuchte kühlt sich um 10 Grad ab. Da bei einer Temperatur von 10 °C selbst die maximal aufnehmbare Wassermenge nur noch 9,5 Gramm beträgt, muss also ein Gramm Wasser pro Kubikmeter Raumluft ausgeschieden werden. TauwasserTauwasser
Tauwasser (Kondenswasser, Kondensat) entsteht durch Kondensation von Wasserdampf bei Überschreitung der Sättigungsgrenze bzw. Unterschreitung der Taupunkttemperatur. Während bei Brennwertkesseln der Tauwasserausfall ausdrücklich erwünscht ist, macht ein Tauwasserausfall in Baukonstruktionen unerwünschte Probleme. Es besteht dann z.B. in Dämmstoffen die Gefahr der Durchfeuchtung, von Fäulnis angrenzender Holzbaustoffe oder der Schimmelbildung. Für die Schimmelbildung auf inneren Wandoberflächen ist die Bildung von Tauwasser nicht erforderlich. Hier reicht bereits eine hohe Luftfeuchtigkeit im Grenzbereich von 80%.
fällt aus und schlägt sich nieder.

Die Wasserdampfmenge, die pro Kubikmeter Luft aufgenommen werden kann, ist bei höheren Lufttemperaturen viel größer als bei kalter Luft. Also auch bei Regen ist es sinnvoll zu lüften. Bei nasskaltem Novemberwetter kann die relative Luftfeuchtigkeit draußen bei 90% liegen. In dieser kalten Luft befindet sich weniger Wasserdampf als in der warmen Raumluft, für die das HygrometerHygrometer
Haarhygrometer.jpgEin Hygrometer ist ein Messgerät zur Anzeige der relativen Luftfeuchtigkeit. Sie sollte im Winterhalbjahr 55 % nicht übersteigen. Hygrometer sind unverzichtbare Messgeräte im Wohnbereich, da wir keine Sensoren für zu niedrige, aber meist zu hohe Luftfeuchtigkeit besitzen. Elektronische Hygrometer sind heute preiswert zu haben und hinreichend genau, vor allem aber schnell in der Anzeige. Omas Haarhygrometer muss man nicht wegwerfen, es sollte jedoch, wie alle Zeigerhygrometer, 2-4 mal im Jahr nachgestellt werden.
60 % anzeigt.

  absoluter Wasserdampfgehalt in g/m³ bei einer relativen Luftfeuchte von
Lufttemperatur in °C
40 %
60 %
80 % 100 %
- 5 1,2 g 1,8 g 2,4 g 3,0 g
0 2,0 g 3,0 g 4,0 g 5,0 g
+5 2,8 g 4,2 g 5,6 g 7,0 g
+10 3,8 g 5,7 g 7,6 g 9,5 g
+15 5,2 g 7,8 g 10,4 g 13,0 g
+20 7,0 g 10,5 g 14,0 g 17,5 g

Alles klar? Also, fassen wir zusammen:

  • Die Aufnahmekapazität von Wasserdampf in kalter Luft ist geringer als bei warmer Luft.
  • Luft kann um so mehr Wasserdampf aufnehmen, je wärmer sie ist.
  • Die Sättigung ist der in der Luft bei einer bestimmten Temperatur höchstmögliche Wasserdampfgehalt. Sie wird 100 % gesetzt.
  • Der momentane Wasserdampfgehalt der Luft wird ebenfalls in Prozent angegeben. Man nennt diese Größe relative Luftfeuchte.
Um Kondenswasserfrieheit bei 20 °C und 60% relativer Feuchte zu sichern, darf es an keiner Oberfläche der Wohnung kälter als 12,6 °C sein. Dies ist bei winterlichen Außentemperaturen in Außenwandraumecken im Altbau normaler Bauweise (36 cm Normal-Ziegel oder ) kaum realisierbar.
Tauwasserausfall findet auch schon bei einer Luftfeuchtigkeit von 60% statt, wenn die Raumluft sich an kalten Oberflächen, wie Fensterscheiben oder Außenwandecken, auf unter 12°C abkühlt. Bildquelle: Impulsprogramm Hessen
blau: Temperatur an der Innenoberfläche von Scheiben bzw. Wänden verschiedener Baujahre, gelb: maximal zulässige Raumluftfeuchte, bei der noch kein Tauwasser ausfällt. Bildquelle: Impulsprogramm Hessen

siehe auch

»› Der Wasserdampfgehalt beeinflusst die Behaglichkeit
»› Kellertrocknung im Sommer?
»› Beispiele: Bierflasche, Brillenträger, Wäschetrockner

© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 24.08.2004 | 63387 x gelesen


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