Neben anderen Faktoren hat vor allem der Einbau moderner und praktisch dichter Fenster sowie der Wegfall von Einzelöfen, deren Schornsteine wie Absaugventilatoren wirken, die Qualität der Raumluft tendenziell verschlechtert.
Die 24-Stunden-Dauerlüftung - zu den Spalten und Ritzen hinein und über die Schornsteine wieder hinaus - funktioniert nicht mehr. Die Folge unserer gut gemeinten Abdichtung von Fugen und der Verschluss der Schornsteinanschlüsse oder Lüftungsschächte ist also ein Anstieg der Luftfeuchtigkeit≡Luftfeuchtigkeit≡
Außenluft bzw. Raumluft kann Wasserdampf aufnehmen, allerdings nur eine bestimmte Menge. Die maximal aufnehmbare Wasserdampfmenge hängt von der Temperatur der Umgebungsluft ab (Warme Raum- bzw. Außenluft nimmt mehr Wasserdampf auf) und wird durch die Sättigungsgrenze bestimmt. Man unterscheidet die relative Luftfeuchtigkeit in % und die absolute Luftfeuchtigkeit in g/m³. auf bedenkliche Werte von mehr als 65 %. Verbunden ist damit auch eine Zunahme der Konzentration von Kohlendioxid≡Kohlendioxid≡
Eigentlich Kohlenstoffdioxid (CO2) ist ein farbloses, ungiftiges Gas. Es ist schwerer als Luft. Kohlendioxid entsteht bei der Verbrennung aller kohlenstoffhaltigen Brennstoffe unter Hinzufügung von Sauerstoff (O2) zu CO2, wobei Wärme freigesetzt wird. Kohlendioxid spielt eine zentrale Rolle beim Pflanzenwachstum (Photosynthese), ist aber in der Luft lediglich mit einem gegenwärtigen Anteil von knapp 0,04 Vol% vertreten. Die jährliche Zunahme durch menschliche Aktivitäten beträgt nach Wikipedia 2 ppm. Das Gas ist undurchlässig für langwellige Wärmestrahlung, wodurch erträgliche Temperaturen an der Erdoberfläche erreicht werden. Eine erhöhte Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre wird neben anderen Gasen für eine globale Erwärmung verantwortlich gemacht. Eine Reduzierung der CO2-Emissionen könnte u.a. durch verbesserte Wärmedämmung, durch kohlenstoffarme Brennstoffe, durch den Ausbau der Nutzung von Biomasse erreicht werden. und der Schadstoffe (Wohngifte) in der Raumluft .
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Die natürliche Be- und Entlüftung über Fugen und Schächte hat den Nachteil, dass sie vom Wind bzw. dem Temperaturunterschied und damit den Auftriebsverhältnissen abhängig ist. Das gilt auch für den Schornstein, der in Verbindung mit dem Einzelofen zwar eine einfache "Lüftungsanlage" darstellt, aber nur bei entsprechenden Temperatur- und Druckverhältnissen funktioniert. Eine Dunstabzugshaube in der Küche leistet, sofern die Luft nach außen gefördert wird, schon bessere Dienste. Nur, wer lässt zum Lüften schon die nervige Abzugshaube laufen? Übrigens, Wärmedämmungen≡Wärmedämmung≡ Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten. an der Außenwand sollte man nicht für die kaum noch funktionierende Lüftung verantwortlich machen (siehe »› atmende Außenwände). |
Und der Verschluss der "großen" Öffnungen (Fensterspalt, Schornstein, Speisekammerluftloch, Wegfall der Gastherme usw. usf.) bringt noch ein weiteres Problem mit sich. Früher vernachlässigbar kleine Öffnungen treten bezüglich ihrer Wirkung in den Vordergrund. Schon kaum erkennbare Haarrisse in einer Gipskartonplatte im ausgebauten Dachgeschoss übernehmen jetzt - wenn auch nur teilweise - die Funktion des "Abluftschachtes". Sie lassen recht große Luftmengen und jede Menge Wasserdampf passieren. Doch was bisher richtig war, wird hier möglicherweise zu einem größeren Bauschaden. Die Luft und mit ihr der Wasserdampf kühlt sich ab, der Wasserdampf kondensiert... Wärmedämmung und die Holzkonstruktion werden nass. Um Schäden auszuschließen, müssen diese Konstruktionen luftdicht hergestellt werden (Forderung der EnergieEinsparVerordnung≡EnergieEinsparVerordnung≡
Die EnergieEinsparVerordnung (kurz EnEV) regelt seit dem 1.10.2007 die einzuhaltenden Mindestanforderungen für den baulichen Wärmeschutz und heizungstechnische Anlagen sowohl für Wohngebäude als auch für Nichtwohngebäude. Die Verordnung regelt auch die Ausstellung von Energieausweisen. Seit dem 18.03. 2009 ist eine Änderungsverordnung zur EneV von 2007 verabschiedet, die eine Reihe von verschärften Anforderungen enthält. Vorläufer der EnEV von 2007 war die EnEV aus dem Jahre 2002, die ihrerseits die Wärmeschutzverordnung von 1995 ersetzt hat., »› Luftdichtheit). Also alles noch dichter, noch weniger Lüftung?
Ja und nein! Dichtigkeit Ja, Null-Lüftung nein.
Diese Situation verlangt nach einer Art "Neuem Lüften". Die "neu erlernte, aktive Fensterlüftung" ist eine Möglichkeit, die aber nicht immer, selbst bei großer Disziplin, richtig funktioniert.
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Lösungsvorschläge die Dichtgummis von Fenstern ganz oder teilweise zu entfernen oder gar Löcher in Fensterrahmen zu bohren, können in diesem Zusammenhang kaum ernst gemeint sein. Und an Tagen, an denen die Temperaturunterschiede zur Außenluft sehr gering sind - an denen also keine Thermik≡Thermik≡ Da warme Luft eine geringere Dichte hat, ist sie leichter und steigt nach oben. Sie verdrängt dabei die kältere Luft, die schwerer ist und nach unten sinkt. Die natürliche Lüftung und die Schachtlüftung in Häusern beruht auf Thermik, ebenso die Ableitung heißer Abgase im Schornstein vorhanden ist -, kein Wind geht oder die Windrichtung ungünstig ist, hilft diese "Lösung" sowieso nicht. Ein Luftaustausch kann unter diesen Bedingungen nicht stattfinden (siehe »› Warum Fensterlüftung nicht zufriedenstellend funktioniert). |
Der Aufruf "Mehr Lüften!" ist allseits zu hören, doch dieser Ruf ist falsch! Es muss heißen: "Richtig lüften!" Lesen Sie dazu:
»› Richtiges Lüften mit dem Fenster, Tipps»› Vorteilhafte mechanische Be- und Entlüftung












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