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Ursachencheck

Nach der Renovierung oder Sanierung von Wohnräumen kommt es aus zunächst nicht nachvollziehbaren Gründen zum Auftreten eines muffigen, erdigen Geruches. Später zeigt sich hier und da Schimmelpilz.

Gebäude, die über Jahrzehnte ohne Probleme bewohnt wurden, zeigen plötzlich Feuchte- und Schimmelpilzschäden. Physikalische Größen, die sich vorher im Gleichgewicht befanden, wurden durch die Modernisierung stark verändert. Ein Schimmelpilzproblem ist aus der Sicht der Bauphysik folgerichtig.

 
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Schimmelpilzbefall nach baulichen oder gestalterischen Veränderungen

Wurden neue Fenster eingebaut?Wenn ja, dann funktioniert die natürliche Lüftungnatürliche Lüftung
Die natürliche Lüftung entsteht durch Temperatur- und/oder Druckunterschiede (Wind) der Luft zwischen innen und außen. Durch das Öffnen eines Fensters, wird die natürliche Lüftung beschleunigt, ebenso durch Undichtheiten in der Gebäudehülle. Die so genannte Wandatmung beeinflusst den Luftaustausch dagegen nur sehr geringfügig (vernachlässigbar). Bei sehr geringen Temperatur- bzw. Druckunterschieden, z.B. im Sommer, kann die natürliche Lüftung zum Erliegen kommen. Das gilt auch für sehr dichte Gebäude, wobei die Dichtheit kein Resultat besonders guter Wärmedämmung sein muss. Es gibt auch sehr dichte, aber schlecht gedämmte Gebäude. Optimale Luftqualität unter allen Bedingungen erzielt man mit einstellbaren bzw. sich selbst justierenden mechanischen Lüftungsanlagen bei hoher Luftdichtheit.
über die Fensterfugen im Winter nicht mehr. Sie müssen, wenn Sie daheim sind, öfter (mindestens alle 2 Stunden), stoßweise (Fenster voll geöffnet) und kurz (max. 3 min) lüften!
Hatten Sie vor dem Einbau einer Zentralheizung einzelne Öfen?Wenn ja, dann funktioniert die natürliche Lüftung infolge des Schornsteinzuges im Winter ebenfalls nicht mehr. Sie müssen öfter (mindestens alle 2 Stunden), stoßweise (Fenster voll geöffnet) und kurz (max. 3 min) lüften! Der Einbau eines Abluftventilators in Küche und Badezimmer ist empfehlenswert.
Haben Sie kunststoff- beschichtete Tapeten verwendet, das Bad raumhoch gefliest, PVC-Fußbodenbelag verlegt?Die kurzzeitige Wasserdampfaufnahme der oberen Putzschicht funktioniert nicht mehr. Die Raumluftfeuchtigkeit steigt jetzt schneller als vorher. Es kommt zur Kondensation von Wasserdampf an vorher unkritischen Flächen. Sie sollten nach dem Kochen, Duschen, Waschen öfter, aber nur kurz lüften. Jedes mal nach dem Einströmen der Kaltluft müssen sie die Luft aufheizen lassen. Der Einbau eines Abluftventilators in Küche und Badezimmer ist empfehlenswert.
Haben Sie jetzt niedrigere Temperaturen im Schlafzimmer?Die Wasserdampfaufnahme kälterer Luft ist geringer. Halten Sie deshalb die Türen zu kühlen Räumen dicht geschlossen. Leiten Sie keine wärmere Raumluft, z.B. am Abend, in das Schlafzimmer. Lüften Sie das Schlafzimmer am Morgen zunächst ausgiebig (15 min). Schließen Sie danach das Fenster und heizen Sie. Lüften Sie (5 min) nach dem Aufheizen erneut. Wiederholen Sie diesen Vorgang 3-4 mal. Schließen Sie Fenster und Türen und stellen Sie die Temperatur im Schlafzimmer auf 16 °C bis 18 °C ein (Thermostatventil Stufe 1,5 bis 2).
Nutzen Sie im Winter jetzt überwiegend die Kippstellung der Fenster?Bei der Kippstellung ist die Lüftungswirkung gering und der Energieverlust groß. Der fensternahe Bereich (Laibung, Sturz, Sohlbank) kühlt stark aus. Die Kondensation von Wasserdampf erfolgt nach dem Schließen des Fensters überwiegend dort. Vermeiden Sie im Winter unbedingt die Kippstellung.
Haben Sie neue Möbel angeschafft?Neue Möbel haben oft Kunststoffbeschichtungen. Die kurzzeitige Wasserdampfaufnahme ist behindert. Sie müssen daher öfter erwärmte Luft weg lüften (siehe 1., 2.) Neue Möbel stehen auf geschlossenen Borden. Die Zirkulation hinter den Schränken kann stark behindert sein. Stellen Sie die Möbel nicht an schlecht gedämmte, also kalte Außenwände. Ist dies unvermeidbar, stellen Sie die Möbel auf einzelne Füße. Lassen Sie einen Abstand zur Wand von wenigstens 10 cm.
Haben Sie Ihre Möbel umgestellt, lange Vorhänge angebracht?Wahrscheinlich haben Sie durch das Umstellen die Strömungsverhältnisse im Raum verändert. Auch in den Raumecken wird eine geringe Zirkulation benötigt.
Nutzen Sie Luftbefeuchter oder Verdunstungsgefäße am Heizkörper?Kontrollieren Sie Ihre Luftfeuchtigkeitswerte mit einem Hygrometer (optimal 30 % bis 60 %). Nehmen Sie Luftbefeuchter außer Betrieb. Auch Verdunster z.B. an Heizkörpern sind nicht notwendig. Die Luft ist nicht zu trocken, sie hat aber Staubpartikel, die durch die Konvektion der Heizkörper immer wieder verwirbelt und dadurch eingeatmet werden. So kann ein Gefühl der Trockenheit im Rachen entstehen. Trinken Sie lieber etwas mehr.
Sind neue Pflanzen, insbesondere feuchtigkeitsliebende, dazugekommen?Auch Pflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeitswerte. Wenn Sie einen Zusammenhang vermuten (Hygrometer beobachten!), müssen Sie sich leider von den guten Stücken trennen.
Haben Sie ein Aquarium angeschafft oder warmwasserliebende Fische eingesetzt?Aus größeren Aquarien mit warmwasserliebenden Fischen verdunsten pro Tag bis 1,5 Liter Wasser.
Bemerken Sie einen typischen Schimmelgeruch, z.b. wenn sie nach Hause kommen?Für einen erdigen, muffigen Geruch sind so genannte MVOCMVOC
MVOC sind ausschließlich mikrobiell erzeugte flüchtige organische Substanzen (volatile organic compounds), z. B. Alkohole, Ketone, Terpene, PAK. Diese Stoffe sind Stoffwechselprodukte (Metaboliten) z.B. eines aktiven Schimmelpilzbefalls. Im Rahmen der Innenraumdiagnostik werden MVOC zum Nachweis einer mikrobiellen Belastung herangezogen. Im Gegensatz dazu können VOC z.B. auch aus Lösunsgmitteln von Farben, Klebern usw. stammen.
verantwortlich. Das sind flüchtige organische Substanzen, die der SchimmelpilzSchimmelpilz
SchimmelpilzBeim Schimmelpilz handelt es sich um Mikroorganismen, die kein Chlorophyll besitzen und daher auch keine Substanzen durch Photosynthese bilden. Die Existenz der Schimmelpilze beruht auf dem Abbau toter organischer Materie. Schimmelpilze bilden eine riesige Gruppe verschiedener Arten mit sowohl "guten" (u. a. Camembert-Käse) als "schlechten" (u. a. Allergieauslöser) Eigenschaften. Die Schimmelpilze und ihre Sporen findet man überall (Erdboden, auf abgestorbenen Pflanzen, Lebensmitteln, Wohnbereich). Bei Vorlage bestimmter Bedingungen (Feuchtigkeit, Nahrungsgrundlage) kommt es auch auf Baustoffen zum Wachstum spezifischer Arten.
beim Wachstum produziert. MVOC's sind ein Frühindikator für verdecktes Schimmelwachstum hinter oder in Schränken, hinter Verkleidungen oder falsch angebrachten InnendämmungenInnendämmung
Innendämmung der AußenwandBei einer Innendämmung werden Außenwände von der inneren Raumseite aus gedämmt. Diese Art der Wärmedämmung bietet sich u.A. an bei einer raumweisen energetischen Modernisierung und/oder falls eine Außendämmung aus gestalterischen oder baurechtlichen Gründen nicht in Frage kommt. Bei der Ausführung der Innendämmung kommt es auf eine wärmebrückenarme und lückenlose Montage an. An keiner Stelle darf der Dämmstoff durch Raumluft hinterströmt werden. Die Dämmstoffstärke sollte mindestens 3 cm bis etwa 8 cm betragen. Höhere Dämmstoffstärken machen wegen des steigenden Einflusses von Wärmebrücken und des Platzverlustes keinen wirtschaftlichen Sinn. Die dampfbremsende Wirkung der Konstruktion sollte einen Wert von 2m (Dampfdiffusionswiderstand) nicht übersteigen, damit eine sommerliche Austrocknung ggf. eingedrungener Feuchte möglich ist.
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Eine Raumluftprobe kann mittels Gaschromatograph und Massenspektrometer untersucht werden, allerdings ist diese Methode als Standardleistung zu teuer. Alternative: trainierter Schimmelspürhund


© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 23.10.2006 | 17957 x gelesen


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