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» Heizung » Gasheizung » Brennstoff Flüssiggas ›FlüssiggasFlüssiggas, chemisch und physikalisch | Flüssiggas≡Flüssiggas≡ Zu den Flüssiggasen zählen Propan und Butan sowie ein Gemisch aus beiden. Flüssiggas fällt bei der Erdöl- und Erdgasgewinnung und in Raffinerien gasförmig als Nebenprodukt an. Durch Komprimierung wird das Gas verflüssigt und in diesem Zustand transportiert und gelagert. Flüssigas hat einen Heizwert von 6,8 bis 7,2 kWh/l je nach Zusammensetzung. als Brenngas ist ein Gemisch verschiedener Kohlenwasserstoffe≡Kohlenwasserstoffe≡ Kohlenwasserstoffe sind chemische Verbindungen aus den Elementen Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H). Kohlenwasserstoffe sind überwiegender Bestandteil fossiler und biogener Brennstoffe (z. B. von Erdgas bzw.Methan CH4).. Diese bestehen, wie der Name schon sagt, aus den chemischen Elementen Kohlenstoff und Wasserstoff≡Wasserstoff≡ Wasserstoff (chemisches Zeichen H) ist ein farb- und geruchloses, brennbares Gas mit hohem Energieinhalt. Es kommt u.a. in Kohlenwasserstoffen chemisch gebunden vor (Heizöl, Erdgas). Wasserstoff wird für die Stromerzeugung in Brennstoffzellen benötigt, wobei als Abgas Wasserdampf entsteht.. Handelsübliches Flüssiggas für die Verbrennung im Haushalt enthält höchstens 60 % der Kohlenwasserstoffe Butan≡Butan≡ Butan ist ein Kohlenwasserstoff, bestehend aus vier Kohlenstoff- und zehn Wasserstoffatomen C4H10. Butan ist neben Propan ein Hauptbestandteil von Flüssiggas in Tanks und Flaschen. und Buten, den Rest bilden Propan≡Propan≡ Propan ist ein geruchloser, gasförmiger Kohlenwasserstoff, der aus drei Kohlenstoff- und acht Wasserstoffatomen besteht (Strukturformel C3H8). Propan fällt bei der Destillation bzw. beim Cracken von Erdöl an. Propan ist neben Butan Hauptbestandteil von Flüssiggas und verbrennt rückstandsfrei zu Kohlendioxid und Wasserdampf. Propan ist schwerer als Luft, weshalb bei Kelleraufstellung von Heizkesseln, die mit Flüssiggas betrieben werden, Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen. und Propen sowie andere Kohlenwasserstoffe in geringen Mengen. Bei der vollständigen Verbrennung von Flüssiggas entsteht - bis auf Spuren, die aus Verunreinigungen stammen - Kohlendioxid≡Kohlendioxid≡ Eigentlich Kohlenstoffdioxid (CO2) ist ein farbloses, ungiftiges Gas. Es ist schwerer als Luft. Kohlendioxid entsteht bei der Verbrennung aller kohlenstoffhaltigen Brennstoffe unter Hinzufügung von Sauerstoff (O2) zu CO2, wobei Wärme freigesetzt wird. Kohlendioxid spielt eine zentrale Rolle beim Pflanzenwachstum (Photosynthese), ist aber in der Luft lediglich mit einem gegenwärtigen Anteil von knapp 0,04 Vol% vertreten. Die jährliche Zunahme durch menschliche Aktivitäten beträgt nach Wikipedia 2 ppm. Das Gas ist undurchlässig für langwellige Wärmestrahlung, wodurch erträgliche Temperaturen an der Erdoberfläche erreicht werden. Eine erhöhte Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre wird neben anderen Gasen für eine globale Erwärmung verantwortlich gemacht. Eine Reduzierung der CO2-Emissionen könnte u.a. durch verbesserte Wärmedämmung, durch kohlenstoffarme Brennstoffe, durch den Ausbau der Nutzung von Biomasse erreicht werden. und Wasserdampf. |
Da es sich bei Flüssiggas um ein Gas-Gemisch handelt, ist die Angabe verschiedener brenntechnischer Werte immer als Mittelwert zu verstehen. - Ein kg Flüssiggas (flüssig, Gemisch mit 60 % Butan) hat einen Wärmeinhalt von etwa 12,8 kWh≡kWh≡
Eine kiloWattstunde = 1000 Wh (Wattstunde) = 3,6 MJ (MegaJoule) = 860 kcal. die kWh ist eine gebräuchliche Einheit für die Energie- oder Wärmemenge. Eine kWh Wärme entspricht der gleichen Energiemenge wie eine kWh Strom, allerdings in einer anderen Energieform. Wird Strom in Wärme umgewandelt, z. B. in einem Tauchsieder, wird aus einer kWh Strom genau eine kWh Wärme. Aus einer kWh Wärme kann man jedoch technisch gesehen gerade 0,3 kWh Strom erzeugen. (Heizwert≡Heizwert≡ Der Heizwert ist die bei der Verbrennung eines Brennstoffes abgegebene Wärmemenge ohne Berücksichtigung der Verdampfungswärme des Wassers. Wasserdampf entsteht bei jeder Verbrennung von wasserstoffhaltigen Brennstoffen (Öl, Gas, Kohle, Holz) in unterschiedlicher Menge. Da der Heizwert immer geringer ist als der Gesamtwärmeinhalt (mit Wasserdampfwärme) wird er auch "unterer Heizwert" genannt. Die Angabe des Heizwertes in kWh (sprich kiloWattstunden) pro Mengeneinheit Brennstoff ist in der Heiztechnik üblich. Der Kesselwirkungsgrad wird auf den unteren Heizwert bezogen. Genauer wäre der Bezug auf den oberen Heizwert (unter Einbeziehung der mit dem Wasserdampf verbundenen Wärmemenge), den Brennwert.). Der Brennwert≡Brennwert≡ Der Brennwert umfasst die gesamte Wärmemenge, die bei Verbrennung eines Brennstoffes frei wird und schließt die Verdampfungswärme des Wassers ein. Die Höhe der Verdampfungswärme ist allerdings brennstoffspezifisch. Sie hängt von der Anzahl der chemisch gebundenen Wasserstoffatome im Verhältnis zu den Kohlenstoffatomen ab. Nutzbar ist die im Wasserdampf versteckte Wärme nur mit einem Brennwertheizgerät. Bei fossilen Brennstoffen unterscheidet man zwischen dem Heizwert und dem Brennwert, der auch "oberer Heizwert" genannt wird. Da in der Heizungstechnik der Wirkungsgrad auf den Heizwert (unterer Heizwert) bezogen und dieser gleich 100 % gesetzt wird, ist bei der Angabe des Wirkungsgrades von Brennwertheizgeräten ein Wirkungsgrad über 100 % möglich. liegt um 9 % höher. - Ein kg entspricht ca. 1,76 Liter flüssiges Gas bei 0 °C
- Ein Liter Flüssiggas (flüssig, Gemisch 60 % Butan) hat demnach einen Wärmeinhalt von rund 7,27 kWh (Heizwert). Der Brennwert liegt um 9 % höher (7,9 kWh). Ist der Propananteil höher sinken der Heizwert und der Brennwert.
- Aus einem kg Flüssiggas (flüssig) entwickeln sich bei 60 % Butananteil etwa 0,427 m³ gasförmiges Flüssiggas bei 0 °C (temperaturabhängig).
- 1 m³ Flüssiggas gasförmig hat einen Wärmeinhalt von knapp 30 kWh (Heizwert).
Achtung: Flüssiggas ist schwerer als Luft, weshalb es beim Ausströmen zu Boden sinkt und ggf. in tiefer liegende Räume abfließt. Deshalb sind für die Aufstellung von Heizgeräten unter Erdgleiche spezielle Sicherheitseinrichtungen erforderlich (siehe »› Aufstellvorschriften für Heizgeräte, Kessel und Thermen)  | Flüssiggas befindet sich im Tank unter hohem Druck in der flüssigen Phase und im oberen Teil des Tanks in der Gasphase. Vor dem Transport des Gases in Leitungen zum Heizkessel muss der Druck reduziert werden. Der Druckminderer (im Bild rot) unter der Abdeckhaube eines Flüssiggastanks dient zur Reduzierung des Tankinnendruckes auf den maximalen zulässigen Leitungsinnendruck. | siehe auch »› Heizwerte verschiedener Energieträger»› Wie vergleicht man Flüssiggaspreise?
© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 24.02.2003 | 20249 x gelesen
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