Die Speichergröße ist abhängig
- vom Warmwasserbedarf,
- der zur Verfügung stehenden Heizleistung≡Heizleistung≡
Die Heizleistung ist die von einem Wärmeerzeuger, Heizkörper oder einer Flächenheizung in einer bestimmten Zeit (z. B. einer Stunde) abgegebene nutzbare Heizwärme. Sie wird angegeben in Watt bzw. kW (kiloWatt). Die Heizleistung muss mindestens der Heizlast des Raumes, einer Gebäudezone bzw. des Gebäudes entsprechen. des Heizgerätes und - der möglichen Einbeziehung einer Solaranlage.
Die genaue Größenbestimmung von Warmwasserspeichern ist nicht ganz einfach. Wer sich für die genaue Ermittlung der Speichergröße interessiert, findet eine Berechnungsvorschrift in der DIN 4708, Zentrale Wassererwärmungsanlagen.
Für Ein- und Zweifamilienhäuser mit durchschnittlicher Ausstattung und sparsamen Bewohnern rechnet man vereinfachend und mit ausreichender Genauigkeit mit wenigen Faustformeln.
- Ohne Solarenergienutzung reichen etwa 30 bis 50 Liter Speichervolumen pro Person je nach Verbrauchsgewohnheiten.
- Wird überwiegend geduscht, reichen 25 Liter pro Person.
- 40 bis 50 Liter pro Person sollte man einplanen, wenn vorwiegend gebadet wird.
- Ist die für die Warmwasserbereitung zur Verfügung stehende Leistung≡Leistung≡
Die Leistung ist die pro Zeiteinheit umgesetzte oder verbrauchte Energiemenge (Wärme oder Strom). Die Einheit der Leistung ist das Watt (Kurzzeichen W, 1000 W = 1 kW - ein kiloWatt). Die in Anspruch genommene oder abgegebene Leistung ergibt sich, indem die verbrauchte Energiemenge (angegeben in kWh) durch die Zeit (in Stunden h) dividiert wird. Ein Heizgerät mit einer Leistung von 2 kW (Heizkörper, Elektrokonvektor o.ä.) verbraucht bei ununterbrochenem Betrieb in einer Stunde 2 kWh Wärme ab und verbraucht dabei auch 2 kWh Energie. des Heizgerätes relativ groß (oberhalb 20 kW), reichen 30 Liter. - Ist die Leistung des Wärmeerzeugers≡Wärmeerzeuger≡
Ein Wärmeerzeuger ist ein zentrales Element einer Heizungsanlage. Hier wird meist durch Verbrennung eines Energieträgers Wärme in der gewünschten bzw. benötigten Menge erzeugt und an das Wärmeverteilungssystem übergeben. Moderne Wärmeerzeuger wie z.B. Brennwertgeräte, Holzvergaserkessel oder Pelletskessel besietzen einem hohen Wirkungsgrad. Auch die Wärmepumpe, bei der mit Hilfe einer speziellen Kompressionsmaschine aus niedrig temperierter Umweltwärme höher temperierte Nutzwärme erzeugt wird, ist ein Wärmeerzeuger. wegen des geringen Wärmebedarf≡Wärmebedarf≡
Der Wärmebedarf ist jene Nettowärmemenge in kWh, die zur Beheizung eines Raumes bzw. eines Gebäudes oder/und zur Warmwasserbereitung benötigt wird. Der Wärmebedarf ergibt sich aus dem Produkt der Heizlast und der Zeitdauer der Beheizung. Der Wärmebedarf für die Raumheizung setzt sich aus dem Transmissionswärmebedarf und dem Lüftungswärmebedarf zusammen. des Hauses eher klein (Kessel mit 11 kW), sollte die Speicherkapazität bei 40 bis 50 Litern pro Person liegen. In diesem Fall muss auch dafür gesorgt werden, dass die Aufheizung des Warmwasserspeichers (Beladung) durch eine entsprechende Programmiermöglichkeit in eine heizungsschwache Zeit, z.B. zwischen 15 und 16 Uhr gelegt werden kann. So wird die Beladung in der übrigen Zeit unterbunden (siehe auch »› Muss ein Zuschlag zur Heizleistung des Kessels gegeben werden?)
Auswirkungen auf die Auswahl der Speichergröße hat auch die Temperatur des Speicherwassers. Zur Verringerung der Wärmeverluste kann die Temperatur des Speicherwassers abgesenkt werden, was jedoch ein größeres Volumen erfordert.
Größere Warmwasserspeicher sind dann sinnvoll und notwendig, wenn
- nur kleine Wärmeleistungen der Heizgeräte zur Verfügung stehen,
- niedrige Speichertemperaturen die Wärmeverluste der Speicher klein halten sollen
- durch eine niedrige Speichertemperatur die Verkalkungsneigung reduziert werden soll,
- eine solare Unterstützung der Warmwasserbereitung gewünscht wird
- ein höherer Warmwasserbedarf vorhanden ist
Gegen größere Warmwasserspeicher sprechen jedoch auch folgende Tatsachen:
- eine hohe hygienische Warmwasserqualität ist durch eine mögliche Verlängerung der Verweildauer des Wassers im Speicher schwerer zu sichern (Legionellen≡Legionellen≡
Die legionella pneumophila ist ein Bakterium, welches fast in jedem Wasser in kleinen Konzentrationen vorkommt. Es gilt als Verursacher der sogenannten Legionärskrankheit. Legionellen vermehren sich bei Temperaturen um 30 °C bis 40 °C in stehendem Wasser (z.B. im Warmwasserspeicher). Oberhalb von 55 °C stirbt der Erreger jedoch schnell ab. Legionellenhaltiges Wasser kann nach heutigem Erkenntnisstand unbedenklich getrunken werden. Wird der Erreger jedoch über feinste Wassertröpfchen (Aerosole, z. B. durch feinverstäubende Duschköpfe) eingeatmet, können fiebrige Atemwegserkrankungen auftreten, die im schlimmsten Fall bis zum Tod führen. Vorsicht ist deshalb auch bei Zimmerspringbrunnen geboten.) - höhere Investitionskosten≡Investitionskosten≡
Bei den Investitionskosten (auch Anschaffungskosten genannt)
handelt es sich betriebswirtschaftlich gesehen um die Nettokosten der Anschaffung einer Maschine, einer Immobilie oder Teilen davon. Umsatzsteuer, Zinsen, Versicherungen sind nicht Bestandteil der Investitionskosten, während die Montagekosten oder Zulassungskosten dazu gehören.
größerer Speicher - größerer Platzbedarf
Zur bestmöglichen Nutzung der Speicherkapazität und zur Verhinderung einer frühzeitigen Durchmischung von kaltem mit warmen Wasser können Sie die Durchflussmenge≡Durchflussmenge≡
Die Durchflussmenge in einer Solaranlage ist die Menge des im Solarkreislauf zirkulierenden Gemisches aus Wasser und Frostschutzmittel in einer bestimmten Zeit. Die Durchflussmenge muss hoch genug sein, damit in den Rohrleitungen eventuell vorhandene Luft zum Entlüftungspunkt mitgerissen wird, andererseits muss die Durchflussmenge niedrig gewählt werden, sodass die Wärmeübertragung im Solarkollektor optimal erfolgt.
In Heizkesseln mit geringem Wasserinhalt und Thermen muss eine bestimmte Durchflussmenge gegeben sein, damit die erzeugte Wärme auch abgeführt werden kann (Wassermangelsicherung).
Im Heizkreis muss eine bestimmte Durchflussmenge gegeben sein, damit Thermostventile richtig regeln können. Ebenso wichtig ist die Einhaltung einer bestimmten Durchflussmenge (durch einen Heizstrang, bzw. einen Heizkörper, hydraulischer Abgleich) für eine fehlerfreie Heizkostenabrechnung. im Kaltwasserzulauf soweit wie möglich drosseln.












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