Wie die Bezeichnung des Systems andeutet, wird die wärme- und lastverteilende Estrichschicht trocken verlegt. Der Trockenestrich kann aus Gipsfaserplatten, Holzspanplatten, Dielung, Parkett oder Blech bestehen.
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Die wärmeführenden Heizungsrohre werden zuvor auf oder in wärmdämmende Schichten eingebracht, die mit Vertiefungen, Kanälen oder Rillen versehen sind. Zur besseren Wärmeleitung≡Wärmeleitung≡ Jeder Stoff leitet Wärme mehr oder weniger gut in Abhängigkeit von der Struktur und der Dichte. Die Weiterleitung beruht darauf, das Wärme die atomare Struktur eines Stoffes in Schwingungen versetzt, die von Atom zu Atom weitergegeben werden. sind die Vertiefungen z. B. mit Wärmeleitblechen aus Aluminium ausgekleidet (JUPITER). Bei anderen Verfahren werden Wärmeleitbleche von oben auf die verlegten Rohre gesteckt (DERIA). Wichtig ist vor allem eine gute Wärmeübertragung≡Wärmeübertragung≡ Wärme wird von einem zum anderen Körper bzw. Medium übertragen durch Konvektion, Wärmeleitung und/oder Wärmestrahlung. zwischen Rohr, Wärmeleitblech und Estrich. Trotz der geringen Masse der Trockensysteme ist wegen der schlechteren Wärmeübertragung die Aufheizgeschwindigkeit oft unbefriedigend. Eine Ausnahme bilden Trockenestrich mit Blech. |
Bei der Fußbodenheizung im Trockenestrichsystem muss die Temperatur des Heizungswassers wegen der schlechteren Wärmeübertragung meist etwas höher (bis etwa 50 °C) gewählt werden. Fußbodenoberflächentemperaturen von mehr als 27 °C entstehen dennoch nicht. Mit einer höheren Heizwasser-Vorlauftemperatur wird der Wirkungsgrad≡Wirkungsgrad≡
Der Wirkungsgrad stellt das Verhältnis von nutzbarer zu aufgewendeter Energie bzw. Arbeit oder Leistung dar. Bei Wärmeerzeugern, die Brennstoffe wie Öl, Gas, Holz oder Kohlen verbrennen, unterscheidet man: Feuerungswirkungsgrad, Normnutzungsgrad, Jahresnutzungsgrad. Bei Wärmepumpen wird der Wirkungsgrad mit der Leistungszahl ausgedrückt. energiesparender Heizsysteme verschlechtert. Für einen wirtschaftlichen Betrieb von Wärmepumpen≡Wärmepumpe≡
Die Wärmepumpe als Heizgerät nimmt auf der Eingangseite Wärme mit geringer Temperatur auf und gibt Wärme mit höherer Temperatur auf der Heizungsseite wieder ab. Ein Arbeitsmittel verdampft infolge der Aufnahme von Umweltwärme (Luft, Erdreich, Wasser). Das leicht erwärmte gasförmige Arbeitsmittel wird durch einen Kompressor komprimiert, wodurch es eine höhere Temperatur bekommt. Das in dieser Weise stark erwärmte Arbeitsmittel kann die Wärme an das Heizungswasser übertragen, kühlt sich dabei ab und wird erneut in den Kreislauf geschickt. und solarunterstützten Heizsystemen sind Trockenestrichsysteme mit ihren höheren Vorlauftemperaturen≡Vorlauftemperatur≡
Mit Vorlauftemperatur bezeichnet man die Temperatur des zum Heizkörper hinfließenden Heizungswasser. Sie liegt je nach Außentemperatur bei außentemperaturgeführten Heizungsregelungen zwischen 35 und 70°C. Anlagen mit reinen Flächenheizungen (Fußboden-, Wandheizungen) kommen mit 25 bis 40°C aus. Bei Heizungsanlagen ohne Heizungsmischer ist die Vorlauftemperatur gleich der Temperatur des Kesselwassers. ungeeignet.
Die Vorteile der Trockenverlegung liegen vor allem in einem niedrigeren Fußbodenaufbau, dem geringeren Gewicht und der schnelleren Fertigstellung. Eine Aushärtezeit von bis zu 30 Tagen wie bei Nassverfahren fällt nicht an, das problematische langsame Anheizen fällt ebenfalls weg. Außerdem wird keine zusätzliche Baufeuchte eingebracht. Reparaturen sind weniger schwierig. Bei Systemen, die mit höherer Heizsystemtemperatur arbeiten≡Arbeit≡
Arbeit im physikalischen Sinne stellt die in einem Vorgang verbrauchte Wärme- bzw. Energiemenge dar. Die physikalische Einheit ist die kiloWattstunde (kWh). Eine Energiemenge von einer kWh wird verbraucht, wenn z.B. ein Heizgerät mit einer Anschlussleistung von 1 kW eine Stunde ununterbrochen in Betrieb ist. , können Mischheizungen (Kombinationen mit Radiatoren) unkompliziert, d. h. ohne zusätzliche Mischeinrichtungen bzw. Regelungstechnik realisiert werden.
Der Hauptnachteil gegenüber Nasssystemen ist die wegen der schlechteren Wärmeübertragung notwendige höhere Heizwassertemperatur. Es entstehen höhere Verluste bei der Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung≡Wärmeverteilung≡
Benötigte Raumwärme muss nicht nur erzeugt, sondern auch bedarfsgerecht verteilt werden. Am Einfachsten lässt sich diese Aufgabe mittels Plattenheizkörper erfüllen. Man kann ebenso Flächenheizungen, wie eine Fußbodenheizung, eine Wandheizung oder eine Deckenheizung einsetzen oder auch die Randheizleiste nutzen. Je nach System wird für die Wärmeverteilung Heizungswasser als Wärmeträger unterschiedlicher Temperatur benötigt. Niedrigtemperierte Verteilungsysteme haben Vorteile bei der Nutzung von Wärmeerzeugern, die bei tiefen Temperaturen höchste Nutzungsgrade erzielen (Wärmepumpe, Solar, Brennwerttechnik). Ein weiterer Nachteil von Trockensystemen ist der meist höhere Preis. Das gilt natürlich nicht, wenn ohnehin notwendige Erneuerungen von Fußböden mit Trockenestrichsystemen vorgenommen werden.
Geklebte Fliesen auf Spanplatten haben sich nicht bewährt.
siehe auch
»› Flachsysteme/Klimaböden











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