Eine Einzelraumheizung≡Einzelraumheizung≡
Mit Einzelraumheizung bezeichnet man eine Heizart, bei der ein Heizgerät Wärme für einen einzelnen Raum erzeugt. Zu den Einzelraumheizungen gehören u.a. Gasaußenwandheizgeräte, Ölöfen, Kohle- und Holzöfen, Nachtstromspeicherheizgeräte, Elektrokonvektoren, Ölradiatoren usw. Der Vorteil der Einzelraumheizung liegt in der verlustlosen und meist flinken Wärmeverteilung. Ein Nachteil liegt in dem meist hohen Energiekosten (Strom). mit elektrischem Strom≡Strom≡
Strom ist der Fluss von Ladungsträgern in einem elektrischen Leiter. Durch einen eingeschalteten elektrischen Verbraucher, z.B. eine Glühlampe, fließt ein Strom. Der Strom wird angetrieben von der Spannung, die an den beiden Polen bzw. Kontakten des Verbrauchers anliegt. Die Höhe des Stromes (Stromstärke) ist abhängig von der Höhe der Spannung und des elektrischen Widerstandes des Leitungsnetzes und des elektrischen Verbrauchers. lässt sich mittels Speicherheizung (für Nachtstromnutzung) oder Direktheizung (für Tagstromnutzung) realisieren. Bei der elektrischen Direktheizung wird wie bei der Speicherheizung elektrischer Strom in Wärme umgewandelt. Die Wärme wird jedoch unmittelbar (Heizlüfter, Infrarotstrahler, Wandkonvektoren, elektrische Wandstrahlungsheizung oder Frostwächter) und sofort bzw. nur mit kurzer Verzögerung (Ölradiator, Marmorheizung) an den Raum abgegeben.
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| Verschiedene elektrische Direktheizsysteme, Quelle: Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) |
Zu den Direktheizungen zählen auch die so genannten Öl-Radiatoren und die
»› Elektro-Flächen-Speicherheizungen (auch Elektrokachelöfen).Bei allen Direktheizungen ist für Leistungen ab 2 kW für das Einzelgerät eine Genehmigungspflicht beim zuständigen Elektroversorgungsunternehmen zu beachten. Unabhängig davon müssen die elektrischen Leitungen in der Wohnung für einen Anschluss geeignet sein.
Da bei einer elektrischen Direktheizung die Wärme sofort bzw. mit kurzer Verzögerung in den Raum abgegeben wird, kann nur der Strom zum Normaltarif, also Tagstrom genutzt werden. Die Nutzung des weitaus preiswerteren Nachtstromes bleibt den völlig anders aufgebauten Nachtstrom≡Nachtstrom≡
Mit Nachtstrom bezeichnet man Strom für spezielle Anwendungen, wie Nachtstromspeicherheizgeräte bzw. die Warmwasserbereitung, der vertragsabhängig, z.B. in einer Zeit zwischen 22.00 und 6.00 zu günstigerem Preis bezogen werden kann. In einigen Gebieten Deutschlands wird ein Nachtstromtarif (Schwachlast) z.B. ab 22.00 Uhr auch für alle anderen Anwendungen angeboten, womit jedoch meist auch eine geringfügige Erhöhung des Strompreises im Normalzeitraum verbunden ist (Mengengrenze beachten!).-Speicherheizgeräten (siehe »› Dezentrale Nachtstromheizungen, Übersicht) vorbehalten. Das sollte man bei einer eventuell in Erwägung gezogenen Beheizung mit Strom unbedingt berücksichtigen.
Gesagtes gilt auch für elektrische Heizmatten zur Temperierung≡Temperierung≡
Die Temperierung, also die Anhebung der Oberflächentemperatur einer Fläche, z.B. einer kühlen Fußbodenfläche, kann die Behaglichkeit erheblich beeinflussen. Dazu kann eine im Estrich mäanderförmig verlegte Rohrleitung, ähnlich einer Fußbodenheizung, die Oberflächentemperatur anheben. Im Gegensatz zu einer echten Fußbodenheizung kann die Rohrleitung aus einem normalen Heizungssystem ohne Mischer ausgekoppelt werden. Ein Rücklauftemperaturbegrenzer sorgt für die Temperaturkonstanz. des Fußbodens. Im Badezimmer kann in besonderen Fällen eine solche Lösung zumindest die Behaglichkeit≡Behaglichkeit≡
Die Behaglichkeit ist ein sehr wichtiges Planungskriterium. Für die empfundene (thermische) Behaglichkeit sind mehrere Faktoren, u. a. die Oberflächentemperatur der Raumumschließungsflächen, die Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Luftbewegung (Strömungsgeschwindigkeit) ausschlaggebend. verbessern.
Fragwürdig ist der Hinweis auf die Umweltfreundlichkeit und Sauberkeit von elektrischen Heizungen, wenn man bedenkt, mit welch schlechtem Gesamtwirkungsgrad Strom in Deutschland hergestellt wird.
Dieser Hinweis gilt allerdings gleichermaßen für alle Stromheizungen. Für die Vollbeheizung (ganzjährig) von Wohnräumen, vor allem von Räumen mit geringer Wärmedämmung≡Wärmedämmung≡
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten., sind elektrische Direktheizungen - gleich welcher Art - also nicht empfehlenswert. Für eine kurzzeitige und lokale Erwärmung sind sie jedoch manchmal die einzige Möglichkeit.











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