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Kondensat=Sondermüll?

 
...das passt zum Thema  

 

Muss das anfallende Kondensat wie Sondermüll entsorgt werden?

Nein. Aber es ist zu unterscheiden zwischen KondensatenKondensat
Kondensat entsteht, wenn ein zuvor gasförmiges Medium durch Temperaturabsenkung Tröpfchen bildet. Das Kondensat von Wasserdampf wird Tauwasser, Kondenswasser oder Schwitzwasser genannt. Beim Erreichen der Sättigungsgrenze durch Temperaturrückang kann Luft den Wasserdampf nicht mehr binden und es kommt zur Abscheidung von Wassertröpfchen. Dies geschieht zuerst an kühleren Oberflächen (z.B. Fensterscheibe, Spiegel) bzw. kühleren Bereichen im Bauteil. Bei Brennwertheizgeräten entsteht Kondensat bei der Abkühlung des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes und führt zur Verbesserung des Nutzungsgrades. Das Kondensat aus Öl-Brennwertheizgeräten muss vor der Einleitung in die Kanalisation neutralisiert werden, wenn nicht schwefelarmes Heizöl genutzt wird.
aus Gas-Brennwert- und Öl-Brennwert-Feuerstätten. Kondensat aus Gas-Brennwertheizgeräten hat einen pH-WertpH-Wert
Der Wert gibt an, wie sauer bzw. basisch eine Substanz, z.B. eine Flüssigkeit reagiert. pH-Werte über 7 zeigen eine basische Reaktion an, unter 7 ist die Lösung sauer. Kondensat aus Brennwertfeuerstätten ist immer sauer, weshalb in einigen Fällen eine Neutralisation gefordert wird. Oberflächen, auf denen Schimmelpilze wachsen, haben in der Regel einen ph-Wert unter 9. Schimmel lässt sich durch einen hohen ph-Wert des Putzes und des Anstriches über 10 (Kalkputz, Kalkanstrich) vermeiden.
zwischen 3,7 und 4,5, ist also chemisch gesehen sauer. Es hat damit etwa den Säuregehalt von Zitronensaft. Im Gegensatz zu den Kondensaten aus Öl-Brennwertheizgeräten enthält es aber nur sehr geringe Säuremengen. Sie werden durch die im Haushalt vorkommenden Abwässer stark verdünnt. Durch den basischen Charakter der Haushaltabwässer wird das saure Kondensat ebenso rasch neutralisiert.

Nach den derzeitigen Empfehlungen der Abwassertechnischen Vereinigungen (ATV) kann Kondensat von Gas-Brennwertheizgeräten bis 25 kW ohne NeutralisationseinrichtungenNeutralisationseinrichtung
Mit einer Neutralisationseinrichtung wird in der Heiztechnik Kondensat aus Brennwertgeräten neutralisiert. Das Kondensat ist je nach Brennstoff mehr oder weniger stark sauer (ph-Wert kleiner 7) und muss in bestimmten Fällen neutralisiert werden. Es wird dazu durch eine Neutralisationseinrichtung geleitet, die z. B. mit Kalkgranulat gefüllt ist. Eine regelmäßige Kontrolle und Austausch verbrauchten Granulates ist erforderlich.
über einen Siphon in die Hausentwässerung eingeleitet werden. Man geht in diesem Fall von einer ausreichenden Vermischung des sauren Kondensat mit basischen Abwässern aus.

Bei Kesseln zwischen 25 und 200 kW ist die Zahl der Wohnungen bzw. die Zahl der Beschäftigten im Betrieb von Bedeutung. Pro 25 KW LeistungLeistung
Die Leistung ist die pro Zeiteinheit umgesetzte oder verbrauchte Energiemenge (Wärme oder Strom). Die Einheit der Leistung ist das Watt (Kurzzeichen W, 1000 W = 1 kW - ein kiloWatt). Die in Anspruch genommene oder abgegebene Leistung ergibt sich, indem die verbrauchte Energiemenge (angegeben in kWh) durch die Zeit (in Stunden h) dividiert wird. Ein Heizgerät mit einer Leistung von 2 kW (Heizkörper, Elektrokonvektor o.ä.) verbraucht bei ununterbrochenem Betrieb in einer Stunde 2 kWh Wärme ab und verbraucht dabei auch 2 kWh Energie.
sollte mindestens eine Wohnung versorgt bzw. 10 Beschäftigte tätig sein. Wird dieses Kriterium eingehalten, muss das Kondensat ebenfalls nicht neutralisiert werden. Eine Ausnahme besteht für Kessel bis 200 kW, wenn deren Kondensat in eine Kleinkläranlage nach DIN 4261 eingeleitet wird oder wenn die Entwässerungsleitungen aus Werkstoffen bestehen, die nicht für die Ableitung saurer Kondensate geeignet sind. Dann ist eine NeutralisationNeutralisation
Säuren oder Laugen (Basen) werden neutralisiert, um ihre ätzende oder korrodierende Wirkung zu beseitigen. Dazu bindet man die chemisch aktiven Substanzen durch Zugabe von Stoffen, die sich dabei "opfern". Schwefelsäure neutralisiert man z. B. durch Einleitung in Kalkstein (Kalziumkarbonat), wodurch problemloser Gips, Wasser und Kohlendioxid entsteht. Die Neutralisation spielt bei Brennwertgeräten eine Rolle, da bei der Entstehung von Kondensat immer auch ein Säurebildner mit von der Partie eist. Bei Erdagsbrennwertkesseln ist der Anteil von schwefliger Säuere allerdings verschwindent gering.
erforderlich.

Die Neutralisation erfolgt mit Granulaten auf Kalkbasis, deren Wirksamkeit bei der jährlichen WartungWartung
Eine Wartung umfasst die Überprüfung und ggf. Wiederherstellung der Betriebbereitschaft und Betriebssicherheit sowie die Einstellung der Regelung und anderen Werten einer technischen Anlage, wie z.B. einer Heizungs-, Lüftungs- oder Solaranlage. Neben allgemeinen Wartungstätigkeiten, wie die Überprüfung von Betriebsdrücken, oder der Funktionsfähigkeit von Sicherheitseinrichtungen gibt es für jede Anlage spezielle Wartungsaufgaben. Die für die Wartung entstehenden Wartungskosten dürfen im Rahmen der Heizkostenabrechnung keine Reparaturkosten, z.B. für das Auswechseln von Teilen oder Baugruppen, enthalten.
überprüft werden sollte.

Nachzulesen ist dies alles im Arbeitsblatt ATV-A251 der ATV. Hier werden auch die zulässigen Grenzwerte für bestimmte Inhaltsstoffe, z. B. Schwermetalle angegeben. Das Blatt kann zum Preis von ca. 24,- Euro bei der Abwassertechnischen Vereinigung, Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef, Telefon 0 22 42/8 72-120, Fax 0 22 42/8 72-100, bezogen werden.

Immer noch sind es allerdings Empfehlungen und keine einheitliche Verfahrensregelung, so dass eine Anzeige bei der Kommune über die Einleitung von KondenswasserKondenswasser
Kondenswasser ist das Wasser (auch Kondensat, Tauwasser genannt), welches durch Erreichen der Sättigungsgrenze infolge Temperaturabsenkung von Wasserdampf entsteht. Kondenswasser entsteht auch in einem Brennwertheizkessel.
theoretisch notwendig ist. Fragen Sie Ihren Heizungsbauer, er wird Ihnen sagen können, wie das Verfahren konkret in Ihrer Gemeinde läuft. Unabhängig davon ist bei der Einleitung von Kondensaten auf die Säurefestigkeit der Rohrleitungen zu achten. Bis auf zementgebundene Rohre halten die normalerweise vorkommenden Rohre dem Kondensat aus Gas-Brennwertheizgeräten stand. Und Kondensate aus Öl-Brennwertheizkesseln sind ja generell zu neutralisieren.

siehe auch

»› Wie viel Kondenswasser entsteht?

© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 24.02.2003 | 45733 x gelesen


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