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Fussboden- Direktheizung

 
...das passt zum Thema  
 Forum: Stromheizung

 

Elektro-Fußbodendirektheizung

Im Fußboden verlegte Heizkabel, Heizmatten oder Heizfolien wandeln elektrischen StromStrom
Strom ist der Fluss von Ladungsträgern in einem elektrischen Leiter. Durch einen eingeschalteten elektrischen Verbraucher, z.B. eine Glühlampe, fließt ein Strom. Der Strom wird angetrieben von der Spannung, die an den beiden Polen bzw. Kontakten des Verbrauchers anliegt. Die Höhe des Stromes (Stromstärke) ist abhängig von der Höhe der Spannung und des elektrischen Widerstandes des Leitungsnetzes und des elektrischen Verbrauchers.
in Wärme um und heizen so den Fußboden auf (Elektro-Fußbodenheizung DIN 44576 und DIN 4725). Je nach Masse des Fußbodenaufbaus wird die Wärme zeitversetzt an den Raum über WärmestrahlungWärmestrahlung
Die Wärmestrahlung ist eine Form der Wärmeübertragung, die nicht an ein Transportmedium wie Luft oder Wasser gebunden ist. Die Energie der Wärmestrahlung ist abhängig von der Oberflächentemperatur, wobei immer der höher temperierte den kälteren Körper "anstrahlt". Die Wärmestrahlung wird durch undurchsichtige (opake) Bauteile und Gegenstände unterbrochen und absorbiert. Strahlungswärme ist bei der Beheizung von Wohn- und Arbeisträumen unbedingt anzubieten, da sie wesentlich zur Behaglichkeit beiträgt.
und KonvektionKonvektion
Mit Konvektion bezeichnet man den Transport von Wärme in einer Luftströmung oder im Wasser. Eine Luftbewegung nach oben entsteht infolge einer Erwärmung der Luft, da warme Luft (geringere Dichte) leichter ist als kalte Luft. Eine fallende Luftbewegung (Kaltluftfall) entsteht infolge der Abkühlung der Luft, z. B. an einem Fenster oder an einer kalten Außenwand. Normale Plattenheizkörper übertragen Wärme an die Raumluft etwa zu 50% durch Konvektion und zu 50% durch Strahlung.
abgegeben. Für die Auslegung der Heizung ist eine Wärmebedarfsrechnung (Wärmebedarfsrechnung nach DIN EN 12831DIN EN 12831
In dieser DIN finden sich die Berechnungsgrundlagen für die Ermittlung der Heizlast von Wohngebäuden. Bis 30.09.2004 durfte nach der alten Vorschrift, der DIN 4701, gerechnet werden.
) durchzuführen.

Im Aufbau unterscheidet sich die Elektro-Fußbodendirektheizung von einer Speicherheizung nur durch die geringere Estrichdicke. Es genügt bei den einfachen Systemen eine normale Estrichhöhe von 4 bis 5 cm als Lastverteilungsschicht. Selbstverständlich muss auch bei der Direktheizung die WärmedämmungWärmedämmung
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten.
nach unten stimmen. Sie muss den gleichen Anforderungen genügen wie bei einer Elektro-Fußbodenspeicherheizung (Richtwert 10 cm StyroporStyropor

Styropor, Expandiertes SchaumpolystyrolStyropor ist die Markenbezeichnung für einen Dämmstoff aus Polystyrol-Partikelschaum (EPS = Expandierter Partikelschaum), bekannt vom Einsatz als Verpackungsmaterial. Styropor ist ein Massendämmstoff. Er eignet sich gut für die Außenwanddämmung im Wärmedämmverbundsystem, für die Innendämmung, die Dämmung von Heizkörpernischen sowie die Dämmung unter dem Estrich. Für die Dachdämmung  ist er weniger gut geeignet, da er nicht zusammendrückbar ist und sich daher schlecht in eine Zwischensparrendämmung ein passen lässt.

). Bei einer Sonderform der Direktheizung werden spezielle Heizmatten oder Folien auf den bereits vorhandenen Fußbodenaufbau verlegt und anschließend z. B. nur mit Fliesen überklebt. Der Vorteil dieser Verlegeart (Dünnbettverlegung) besteht darin, dass ein Teil der Heizwärme schnell und direkt in den Raum abgegeben wird.

Beim nachträglichen Aufbringen von Heizmatten fehlt aber meist die entsprechende Wärmedämmung im Fußboden. Da die Wärme auch nach unten fließt, ist die Lösung damit keineswegs sparsamer als die Speichervariante auf Dämmstoff. Wird die flache Lösung auf Fußböden gegen Außenluft oder gegen Erdreich gewählt, wird der Energieverbrauch sogar steigen, auch wenn Sie wegen der anfänglich schnellen Wärme etwas anderes vermuten.

Wenn der Fußbodenaufbau dies zulässt, sollte immer eine Variante mit ausreichender Wärmedämmung gewählt werden. Eine sehr flinke Variante stellen Heizfolien dar, die in Trockenestrichelemente eingelassen und lediglich 20 mm hoch sind. Die Aufheizgeschwindigkeit des Fußbodens ist bei dieser Art so günstig, dass sie praktisch mit dem Lichtschalter gekoppelt werden kann. Für Räume, in denen ein rasches Wärmeempfinden gewünscht wird, ist diese Eigenschaft ein unbestrittener Vorteil gegenüber der Speichervariante. In Verbindung mit Raumthermostaten und Zeitschaltuhren lässt sich der Heizungsbetrieb dann auch recht exakt in Temperatur und Zeit bestimmen. Auch bezüglich des Einflusses von "Störgrößen" bietet die Direktheizung mit geringen Fußbodenaufbauhöhen Vorteile. Die Raumthermostate erkennen die "störenden" Einflüsse und stoppen die Energiezufuhr. Wegen der geringeren Speichermasse und der gleichmäßigeren Übertemperatur kommt es nur selten zu einem Heizenergieüberschuss. Leider muss bei dieser technisch an sich sehr eleganten Heizart mit deutlich höheren BetriebskostenBetriebskosten
Die Betriebskosten einer Anlage, z. B. einer Zentralheizung, sind die Kosten, die neben den Verbrauchskosten (Brennstoffe) und den Kapitalkosten (Anschaffung) entstehen. Sie werden daher auch betriebsgebundene Kosten genannt. Zu den Betriebskosten gehören die Kosten für den Betriebsstrom (Hilfsenergie), Aufwendungen für Bedienung, Überwachung (z. Betriebskosten Schornsteinfegergebühren), Pflege, Reinigung, Wartung sowie für eventuell notwendige Versicherungen.
gerechnet werden. Für die Direktheizung können Sie den preiswerten NachtstromNachtstrom
Mit Nachtstrom bezeichnet man Strom für spezielle Anwendungen, wie Nachtstromspeicherheizgeräte bzw. die Warmwasserbereitung, der vertragsabhängig, z.B. in einer Zeit zwischen 22.00 und 6.00 zu günstigerem Preis bezogen werden kann. In einigen Gebieten Deutschlands wird ein Nachtstromtarif (Schwachlast) z.B. ab 22.00 Uhr auch für alle anderen Anwendungen angeboten, womit jedoch meist auch eine geringfügige Erhöhung des Strompreises im Normalzeitraum verbunden ist (Mengengrenze beachten!).
nicht nutzen
und sind auf den Normaltarif angewiesen. Es sei denn Ihr Energieversorger bietet einen speziellen Tarif an. Das Energieversorgungsunternehmen muss einen speziellen Heizstromtarif für mindestens 16 Stunden anbieten, was sehr selten ist.

Strom zu verheizen ist eine sehr problematische Art der Wärmeerzeugung. Abgesehen von den hohen Betriebskosten wird Wärme aus einer Energieform erzeugt, die viel mehr kann als nur wärmen. Außerdem wird Strom, bevor er an der Steckdose anliegt, in Deutschland überwiegend aus Wärme erzeugt. Der Gesamtwirkungsgrad über allem ist dabei sehr schlecht und es ist daher nicht falsch, Stromheizungen als Energievernichtungsmaschinen zu bezeichnen.

Als Vollheizung ist die elektrische Fußbodendirektheizung also grundsätzlich nicht zu empfehlen. Sie kann eine Alternative sein, wenn ohnehin keine andere Möglichkeit gegeben ist, als mit Strom zu heizen.

In Häusern mit sehr geringem spezifischem WärmebedarfWärmebedarf
Der Wärmebedarf ist jene Nettowärmemenge in kWh, die zur Beheizung eines Raumes bzw. eines Gebäudes oder/und zur Warmwasserbereitung benötigt wird. Der Wärmebedarf ergibt sich aus dem Produkt der Heizlast und der Zeitdauer der Beheizung. Der Wärmebedarf für die Raumheizung setzt sich aus dem Transmissionswärmebedarf und dem Lüftungswärmebedarf zusammen.
von weniger als 50 W/m² (Niedrigenergiehäuser) führen elektrische Direktheizungen bei entsprechenden Stromtarifen und bei niedrigen AnschaffungskostenAnschaffungskosten
Betriebswirtschaftlich gesehen handelt es sich bei den Anschaffungskosten um die Nettokosten der Anschaffung einer Maschine, einer Immobilie oder Teilen davon. Umsatzsteuer, Zinsen, Versicherungen sind nicht Bestandteil der Anschaffungskosten, während die Montagekosten oder Zulassungskosten dazu gehören. Umgangssprachlich ist im Privatbereich mit Anschaffungskosten der Kaufpreis einer Sache unter Einbeziehung der Umsatzsteuer gemeint. Aber auch hier gehören z.B. die Kosten für einen Kredit nicht dazu.
zu JahresheizkostenJahresheizkosten
Mit Jahresheizkosten bezeichnet man die Summe aller während eines Jahres anfallenden Kosten einer Heizungsanlage. Dazu zählen die Brennstoffkosten, die betriebsksoten, also Kosten für Strom, Schornsteinfeger, Wartung u. a. Nebenkosten sowie die anteiligen Kosten für Instandhaltung, Kapitaldienst und Abschreibung.
, die in der Nähe anderer Heizsysteme liegen. Wegen des geringen Wärmebedarfes in Niedrigenergiehäusern liegen die Fußbodenoberflächentemperaturen nur geringfügig über der Raumlufttemperatur, so dass hygienische Problem nicht zu erwarten sind.

Handelsnamen: Thermo-Boden, Thermofloor, deviheat

Vorteile:

Nachteile

  • Wärme nur von unten
  • sehr hohe spezifische Betriebskosten
  • kaum flexibel bei Raumnutzungsänderungen oder Umbauten
  • keine Einspeisemöglichkeit für Niedertemperaturwärme aus Solaranlagen
  • Heizen mit Strom
  • Der Energiebezug größer 2 kW ist bei allen Energieversorgern anzumelden


© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 12.03.2003 | 18784 x gelesen


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