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Übersicht: Elektro-Fussbodenspeicherheizung (Nachtstrom)

 
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 Forum: Stromheizung

 

Kommt bei der Elektro-Fussbodenspeicherheizung Behaglichkeit auf?

Bei einer Elektro-Fußbodenspeicherheizung wird die Speichermasse des Fußbodens in den Nachtstunden durch preiswerten NachtstromNachtstrom
Mit Nachtstrom bezeichnet man Strom für spezielle Anwendungen, wie Nachtstromspeicherheizgeräte bzw. die Warmwasserbereitung, der vertragsabhängig, z.B. in einer Zeit zwischen 22.00 und 6.00 zu günstigerem Preis bezogen werden kann. In einigen Gebieten Deutschlands wird ein Nachtstromtarif (Schwachlast) z.B. ab 22.00 Uhr auch für alle anderen Anwendungen angeboten, womit jedoch meist auch eine geringfügige Erhöhung des Strompreises im Normalzeitraum verbunden ist (Mengengrenze beachten!).
aufgeheizt. Voraussetzung ist ein spezieller Fußbodenaufbau mit Estrichhöhen um 10 cm. Im Fußboden verlegte Heizkabel, Heizmatten oder Heizfolien wandeln elektrischen StromStrom
Strom ist der Fluss von Ladungsträgern in einem elektrischen Leiter. Durch einen eingeschalteten elektrischen Verbraucher, z.B. eine Glühlampe, fließt ein Strom. Der Strom wird angetrieben von der Spannung, die an den beiden Polen bzw. Kontakten des Verbrauchers anliegt. Die Höhe des Stromes (Stromstärke) ist abhängig von der Höhe der Spannung und des elektrischen Widerstandes des Leitungsnetzes und des elektrischen Verbrauchers.
in Wärme um und heizen so den Fußboden auf (Elektro-Fußbodenheizung DIN 44576 und DIN 4725). Je nach Masse des Fußbodenaufbaus wird die Wärme zeitversetzt an den Raum über WärmestrahlungWärmestrahlung
Die Wärmestrahlung ist eine Form der Wärmeübertragung, die nicht an ein Transportmedium wie Luft oder Wasser gebunden ist. Die Energie der Wärmestrahlung ist abhängig von der Oberflächentemperatur, wobei immer der höher temperierte den kälteren Körper "anstrahlt". Die Wärmestrahlung wird durch undurchsichtige (opake) Bauteile und Gegenstände unterbrochen und absorbiert. Strahlungswärme ist bei der Beheizung von Wohn- und Arbeisträumen unbedingt anzubieten, da sie wesentlich zur Behaglichkeit beiträgt.
und KonvektionKonvektion
Mit Konvektion bezeichnet man den Transport von Wärme in einer Luftströmung oder im Wasser. Eine Luftbewegung nach oben entsteht infolge einer Erwärmung der Luft, da warme Luft (geringere Dichte) leichter ist als kalte Luft. Eine fallende Luftbewegung (Kaltluftfall) entsteht infolge der Abkühlung der Luft, z. B. an einem Fenster oder an einer kalten Außenwand. Normale Plattenheizkörper übertragen Wärme an die Raumluft etwa zu 50% durch Konvektion und zu 50% durch Strahlung.
abgegeben.

Problematisch ist die hohe OberflächentemperaturOberflächentemperatur
Die Oberflächentemperatur eines Bauteiles, z. B. eines Wandabschnittes oder einer Verglasung, ist vor allem abhängig von der innenseitigen Raumlufttemperatur, der Außentemperatur und dem Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) des Bauteils. Eine weitere Einflussgröße ist der Wärmeübergangswiderstand beider Oberflächen zum angrenzenden Medium. Die Höhe der Oberflächentemperatur auf der Innenseite des Bauteils ist von erheblicher Bedeutung - einerseits wegen des Einflusses auf die empfundene Behaglichkeit, andererseits wegen einer möglichen Tauwasserausscheidung. Für das Wachstum der Schimmelpilze ist sogar nur die Erhöhung der relativen Raumluftfeuchtigkeit durch das Absenken Lufttemperatur unmittelbar über kühleren Oberflächen maßgebend. Ziel jeder bautechnischen Planung muss das Erreichnen einer hohen, möglichst nahe der Raumlufttemperatur liegenden Oberflächentemperatur sein. Das Ziel wird erreicht durch sehr gute und wärmebrückenfreie Wärmedämmung der Außenbauteile.
am Ende der Aufheizzeit
, meist also in den Morgenstunden. Die Fußbodentemperatur kann Werte um 30 °C erreichen, was bei Daueraufenthalt zu Fußschweiß und Krampfadern führen kann.

Grundsätzliches Problem einer Elektro-Fußbodenspeicherheizung ist die ungleichmäßige Wärmeabgabe. Am Morgen, wenn die Temperatur des Fußbodens am höchsten ist, wird auch die größte Wärmemenge an den Raum abgegeben, um bis zum Nachmittag auf das niedrigste Niveau abzusinken. Im Anschluss an die nachmittägliche Aufheizphase steht mit einer Verzögerung wieder eine größere Wärmemenge zur Verfügung. Am Abend, wenn im Allgemeinen der Bedarf am höchsten ist, sinkt die Wärmeabgabe erneut, so dass man meist auf eine Zusatzheizung (elektrische Direktheizung) nicht verzichten kann. Das Gesamtsystem wird unter diesen Bedingungen auch als Teilspeicherheizung bezeichnet.

Eine intelligente Elektronik steuert die erforderliche Aufladung. Der Aufladeregler ist mit einem RestwärmefühlerRestwärmefühler
Mit Restwärmefühler bezeichnet man einen Temperaturfühler in elektrischen Speicherheizgeräten oder elektrischen Fußbodenspeicherheizungen. Der Restwärmefühler ist ein temperaturabhängiger elektrischer Widerstand (PTC). Die vor einer erneuten Aufheizung des Speichers gemessene Temperatur gibt der Regelung einen Hinweis zur Tiefe der Entladung (Wärmeentnahme). Verglichen mit der erforderlichen Aufladung für den nächsten Tag (aus der Ist-Außentemperatur) ergibt sich die notwendige Aufheizdauer.
und einem AußentemperaturfühlerAußentemperaturfühler
Der Außentemperaturfühler ist ein Messfühler für die Außentemperatur in Heizungsregelungen.  Die Funktion übernimmt meist ein temperaturabhängiger elektrischer Widerstand, dessen momentaner Widerstand die Außentemperatur wiederspiegelt. Die so ermittelte Außentemperatur dient als Maß für die erforderliche Heizwassertemperatur (Vorlauftemperatur). Bei Anlagen mit Niedertemperatur- bzw- Brennwertkesseln ist diese meist mit der Kesselwassertemperatur identisch. Bei Anlagen mit Heizungsmischer dient die ermittelte Außentemperatur als Führungsgröße zur Mischung der Heizwassertemperatur. Außentemperaturfühler müssen so am Gebäude angebracht werden, dass eine Verfälschung des Messwertes durch Sonneneinstrahlung oder andere Wärmequellen ausgeschlossen ist.
gekoppelt. Entsprechend dem Bedarf wird der Heizestrich nur so weit aufgeheizt, wie Wärme am Tag benötigt wird. Während die Außentemperatur die maximal erforderliche Beladung bestimmt, ermittelt der Restwärmefühler vor der Aufheizung, wie viel Wärme im Speicher noch vorhanden ist, also nicht verbraucht wurde.

Fußbodenspeicherheizungen sind bezüglich der Wärmeabgabe nicht aktiv regelbar. Am Nachmittag ist eine Nachheizphase erforderlich. In den meisten Fällen müssen zum Abend hin elektrische Direktheizungen zugeschaltet werden, wodurch sich die BetriebskostenBetriebskosten
Die Betriebskosten einer Anlage, z. B. einer Zentralheizung, sind die Kosten, die neben den Verbrauchskosten (Brennstoffe) und den Kapitalkosten (Anschaffung) entstehen. Sie werden daher auch betriebsgebundene Kosten genannt. Zu den Betriebskosten gehören die Kosten für den Betriebsstrom (Hilfsenergie), Aufwendungen für Bedienung, Überwachung (z. Betriebskosten Schornsteinfegergebühren), Pflege, Reinigung, Wartung sowie für eventuell notwendige Versicherungen.
erhöhen.

Eine neue Art stellt eine elektrische Fußbodenspeicherheizung auf Basis von wärmespeichernden Paraffinen dar. Man nutzt hierbei den sogenannten Phasenübergang fest-flüssig-fest aus, um bei vergleichsweise geringem Volumen die Wärme-Speicherkapazität zu erhöhen. Dieses System kommt mit geringen Estrichhöhen von 2 cm aus. Die Speicherkapazität liegt nach Herstellerangaben bei 1 kWhkWh
Eine kiloWattstunde = 1000 Wh (Wattstunde) = 3,6 MJ (MegaJoule) = 860 kcal. die kWh ist eine gebräuchliche Einheit für die Energie- oder Wärmemenge. Eine kWh Wärme entspricht der gleichen Energiemenge wie eine kWh Strom, allerdings in einer anderen Energieform. Wird Strom in Wärme umgewandelt, z. B. in einem Tauchsieder, wird aus einer kWh Strom genau eine kWh Wärme. Aus einer kWh Wärme kann man jedoch technisch gesehen gerade 0,3 kWh Strom erzeugen.
pro m2 Fläche. Damit bleibt das System sehr gut gedämmten Häusern mit spezifischen HeizlastenHeizlast
Die Heizlast ist jene Heizleistung, die einem Raum ständig zugeführt werden muss, um eine Temperatur im Raum von z. B. 20 °C konstant zu halten. Sie muss demnach genauso groß sein, wie die Summe der Wärmeverluste aus Wärmeleitung (Transmissionswärmebedarf) und Lüftung(Lüftungswärmebedarf). Die rechnerische Grundlage ist die DIN EN 12831.
um 50 W/m2 vorbehalten.



© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 28.08.2004 | 8684 x gelesen


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