Der Anteil der Rohrwärme an der Gesamtwärmeabgabe von Heizkörpern und Rohrleitungen wird von vielen Mietern und Hausbesitzern häufig unterschätzt. Besonders
- in nachträglich gedämmten Häusern,
- bei Einrohrheizungen≡Einrohrheizung≡
Bei einer Einrohrheizung sind die einzelnen Heizkörper in Reihe miteinander verbunden. Der Rücklauf des ersten Heizkörpers wird dabei zum Vorlauf des zweiten Heizkörpers, dessen Rücklauf wiederum zum Vorlauf des dritten wird, usw. usf.. Die Vorlauftemperatur ist demnach bei jedem folgenden Heizkörper geringer, was eine entsprechende Dimensionierung der Heizkörpergröße erfordert. Damit ein abgesperrter Heizkörper nicht zu einem Durchlussstopp führt, müssen spezielle Kurzschlussstrecken (Bypass) und Zweiwegeventile eingesetzt werden. Wegen der stetigen Abnahme der Temperatur in einem Strang, kann nur ein begrenzte Zahl von Heizkörpern in einem Heizkreis angeordnet werden., - bei großen Rohrdurchmessern,
- in innenliegenden Räumen bzw. Wohnungen und/oder
- hohen Vorlauftemperaturen≡Vorlauftemperatur≡
Mit Vorlauftemperatur bezeichnet man die Temperatur des zum Heizkörper hinfließenden Heizungswasser. Sie liegt je nach Außentemperatur bei außentemperaturgeführten Heizungsregelungen zwischen 35 und 70°C. Anlagen mit reinen Flächenheizungen (Fußboden-, Wandheizungen) kommen mit 25 bis 40°C aus. Bei Heizungsanlagen ohne Heizungsmischer ist die Vorlauftemperatur gleich der Temperatur des Kesselwassers.
ist der Anteil der Rohrwärmeabgabe≡Rohrwärmeabgabe≡
Die Wärmeabgabe von ungedämmten Rohrleitungen kann beträchtlich sein und hängt vor allem von deren Oberflächentemperatur ab. Bei 80°C Oberflächentemperatur (etwa 60 Grad Übertemperatur gegenüber der Raumtemperatur) ergibt sich bei einem 3/4" Rohr eine Wärmeabgabe von etwa 70W/m. Eine wichtige Energiesparmaßnahme besteht daher in einer alle Rohrleitungen und Armaturen einschließenden Rohrwärmedämmung. an der Beheizung der Räume hoch. So hoch, dass z. B. die Heizkostenabrechnung≡Heizkostenabrechnung≡
Eine Heizkostenabrechnung erhalten Mieter bzw. Wohnungseigentümer auf der Grundlage der Heizkostenverordnung, wenn die Wohnanlage mit einer zentralen Heizungsanlage ausgestattet ist. Nach der Heizkostenverordnung ist der Vermieter bzw. Betreiber der Heizanlage verpflichtet, dem Mieter bzw. Eigentümer spätestens ein Jahr nach dem Ende der Abrechnungsperiode eine nachvollziehbare Abrechnung der umlagefähigen Betriebskosten vorzulegen. verfälscht wird. Innenliegende Wohnungen brauchen eigentlich nur die Heizungsrohre zur Deckung des Wärmebedarfes. Bleibt die Rohrwärmeabgabe in gewissen Grenzen, wird eine Grunderwärmung ermöglicht, die Komforttemperaturen oberhalb 20 °C. Würde die Rohrwärmeabgabe fehlen, wäre der Mieter gezwungen die Thermostatventile≡Thermostatventil≡
Das Thermostatventil ist ein Heizkörperventil zur automatischen Konstanthaltung einer am Ventil voreinstellbaren Raumtemperatur. Im Inneren der Ventilkappe befindet sich ein Dehnstoff, der sich abhängig von der Umgebungstemperatur (Raumtemperatur) ausdeht oder zusammenzieht und dabei den Ventilstößel bewegt. Der sich bewegende Stößel führt zum Öffnen oder Verschließen des Spaltes, der eine mehr oder weniger große Menge Heizwasser für den Heizkörper freigibt. Thermostatventile gehören zur Pflichtausstattung von Heizungsanlagen. am Heizkörper aufzudrehen - es läuft auf die gleiche Wärmebilanz hinaus. Gut beobachten kann man diesen Effekt, wenn ein größeres Wohngebäude nachträglich wärmegedämmt wird oder wenn wegen recht hoher Heizkosten≡Heizkosten≡
Zu den Heizkosten im Sinne der Heizkostenabrechnung gehören die Kosten der verbrauchten Brennstoffe und ihrer Lieferung, die Kosten für den Betriebsstrom, die Kosten für Bedienung, Überwachung und Pflege der Anlage, der regelmäßigen Wartung (Prüfung der Betriebbereitschaft, Einstellungen), die Kosten für den Schornsteinfeger sowie die Kosten für die Verbrauchserfassung sowie für die dafür erforderlichen Gerate.
Zu den Heizkosten im Sinne der Betrachtung der entstehenden Kostenbelastung für den Eigentümer einer Heizungsanlage im eigenen Haus gehören neben den Verbrauchskosten (verbrauchsgebundene Kosten) und den Betriebskosten (betriebsgebundene Kosten) auch die Kapitalkosten (kapitalgebundene Kosten) für die Anschaffung und Instandhaltung der Technik dazu. ein entsprechender Anreiz zum Sparen vorhanden ist - die Thermostatventile werden zurückgedreht, man meint zu sparen. Aber die geringer werdende aktive Wärmeabnahme wird zu einem erheblichen Teil durch die ansteigende Wärmeabgabe der nun wärmeren Rohrleitungen kompensiert. Die in solchen Häusern verbrauchte Gesamtenergiemenge sinkt nicht oder nur geringfügig.
Rohrwärmeabgabe bei 60 Grad Übertemperatur gegenüber der Raumtemperatur:
| Nenndurchmesser der Rohrleitung | Heizleistung≡Heizleistung≡ Die Heizleistung ist die von einem Wärmeerzeuger, Heizkörper oder einer Flächenheizung in einer bestimmten Zeit (z. B. einer Stunde) abgegebene nutzbare Heizwärme. Sie wird angegeben in Watt bzw. kW (kiloWatt). Die Heizleistung muss mindestens der Heizlast des Raumes, einer Gebäudezone bzw. des Gebäudes entsprechen. pro lfd. Meter Rohr |
| DN 10 | 42 W/m |
| DN 15 | 55 W/m |
| DN 20 | 70 W/m |
| DN 25 | 88 W/m |












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