Wenn man heizen will, muss die Heizquelle wärmer sein als die Umgebung. Die Flamme eines Feuerzeuges erreicht Temperaturen um 1000 °C. Heizen kann man aber damit bestenfalls ein Vogelhaus. Neben der Temperatur spielt die Größe der wärmeabgebenden Oberfläche eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich wird mehr Wärme an die Umgebungsluft und durch Strahlung auf Wand, Mobiliar und Körper übertragen, je größer die wärmeabgebende Fläche ist. Man nennt diesen Prozess daher auch Wärme tauschen - die Heizquelle hat eine wärmetauschende Fläche.
Man erreicht eine entsprechende Heizleistung≡Heizleistung≡
Die Heizleistung ist die von einem Wärmeerzeuger, Heizkörper oder einer Flächenheizung in einer bestimmten Zeit (z. B. einer Stunde) abgegebene nutzbare Heizwärme. Sie wird angegeben in Watt bzw. kW (kiloWatt). Die Heizleistung muss mindestens der Heizlast des Raumes, einer Gebäudezone bzw. des Gebäudes entsprechen. entweder mit großer Fläche und niedriger Temperatur oder mit hoher Temperatur und kleiner Fläche.
| | Vorteile | Nachteile |
| große Heizfläche und niedrige Temperatur | - Niedrigere Heizkosten≡Heizkosten≡
Zu den Heizkosten im Sinne der Heizkostenabrechnung gehören die Kosten der verbrauchten Brennstoffe und ihrer Lieferung, die Kosten für den Betriebsstrom, die Kosten für Bedienung, Überwachung und Pflege der Anlage, der regelmäßigen Wartung (Prüfung der Betriebbereitschaft, Einstellungen), die Kosten für den Schornsteinfeger sowie die Kosten für die Verbrauchserfassung sowie für die dafür erforderlichen Gerate. Zu den Heizkosten im Sinne der Betrachtung der entstehenden Kostenbelastung für den Eigentümer einer Heizungsanlage im eigenen Haus gehören neben den Verbrauchskosten (verbrauchsgebundene Kosten) und den Betriebskosten (betriebsgebundene Kosten) auch die Kapitalkosten (kapitalgebundene Kosten) für die Anschaffung und Instandhaltung der Technik dazu. wegen geringerer Verluste - gute Behaglichkeit≡Behaglichkeit≡
Die Behaglichkeit ist ein sehr wichtiges Planungskriterium. Für die empfundene (thermische) Behaglichkeit sind mehrere Faktoren, u. a. die Oberflächentemperatur der Raumumschließungsflächen, die Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Luftbewegung (Strömungsgeschwindigkeit) ausschlaggebend. - hoher Anteil Strahlungsleistung≡Strahlungsleistung≡
Die Strahlungsleistung ist ein Begriff aus der Heiztechnik. Die Wärmeabgabe eines Heizkörpers erfolgt über Wärmestrahlung und über Konvektion (Lufterwärmung). Die Wärmestrahlung hat ihre Ursache in der emittierten elektromagnetischen Starhlung relativ langer Wellenlänge. Ein hoher Anteil der Wärmestrahlung von Heizquellen kann dem Entzug von Wärmestrahlung durch kältere Oberflächen entgegenwirken. - geringe Konvektion≡Konvektion≡
Mit Konvektion bezeichnet man den Transport von Wärme in einer Luftströmung oder im Wasser. Eine Luftbewegung nach oben entsteht infolge einer Erwärmung der Luft, da warme Luft (geringere Dichte) leichter ist als kalte Luft. Eine fallende Luftbewegung (Kaltluftfall) entsteht infolge der Abkühlung der Luft, z. B. an einem Fenster oder an einer kalten Außenwand. Normale Plattenheizkörper übertragen Wärme an die Raumluft etwa zu 50% durch Konvektion und zu 50% durch Strahlung. - kalte Außenwandflächen können einbezogen werden
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| kleine Fläche und hohe Temperatur | - geringere Investitionskosten wegen kleinerer Heizflächen
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Aber: Entscheidend werden die Heizkosten nicht durch die Heiztechnik sondern nur durch die erreichte Wärmedämmung≡Wärmedämmung≡
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten. beeinflusst.