Brennwert≡Brennwert≡
Der Brennwert umfasst die gesamte Wärmemenge, die bei Verbrennung eines Brennstoffes frei wird und schließt die Verdampfungswärme des Wassers ein. Die Höhe der Verdampfungswärme ist allerdings brennstoffspezifisch. Sie hängt von der Anzahl der chemisch gebundenen Wasserstoffatome im Verhältnis zu den Kohlenstoffatomen ab. Nutzbar ist die im Wasserdampf versteckte Wärme nur mit einem Brennwertheizgerät. Bei fossilen Brennstoffen unterscheidet man zwischen dem Heizwert und dem Brennwert, der auch "oberer Heizwert" genannt wird. Da in der Heizungstechnik der Wirkungsgrad auf den Heizwert (unterer Heizwert) bezogen und dieser gleich 100 % gesetzt wird, ist bei der Angabe des Wirkungsgrades von Brennwertheizgeräten ein Wirkungsgrad über 100 % möglich.-Heizgeräte sind wie herkömmliche Heizkessel oder Thermen≡Therme≡
Die Therme ist ein Heizgerät, bei der das Heizungswasser umhüllt von einem führenden Rohr direkt durch die Brennerflamme geführt und dabei erhitzt wird. Thermen werden daher auch als Durchlaufwasserheizer bzw. Umlaufwasserheizer bezeichnet. Im Gegensatz zu einem Heizkessel, in dem eine vergleichsweise große Menge Heizungswasser relativ langsam erwärmt wird, ist der Wasserinhalt einer Therme sehr gering. Der geringe Wasserinhalt verlangt eine Mindestwassermenge bzw. eine Modulation der Brennerleistung. in einen Heizwasserkreislauf eingebunden. Da sich der besonders hohe Wirkungsgrad≡Wirkungsgrad≡
Der Wirkungsgrad stellt das Verhältnis von nutzbarer zu aufgewendeter Energie bzw. Arbeit oder Leistung dar. Bei Wärmeerzeugern, die Brennstoffe wie Öl, Gas, Holz oder Kohlen verbrennen, unterscheidet man: Feuerungswirkungsgrad, Normnutzungsgrad, Jahresnutzungsgrad. Bei Wärmepumpen wird der Wirkungsgrad mit der Leistungszahl ausgedrückt. des Brennwert-Heizgerätes aus der Kondensation des Wasserdampfes der Abgase ergibt, gilt es Betriebsbedingungen zu sichern, die zur optimalen Kondensation führen. Bei den meisten Brennwert-Heizgeräten wird die Abkühlung der Abgase und damit die Kondensation des Wasserdampfes durch den intensiven Wärmetausch mit dem Rücklaufwasser herbeigeführt. Demnach spielt die Höhe der Temperatur des Rücklaufwassers eine besondere Rolle.
- Je niedriger die Temperatur des Rücklaufwassers ist, umso günstiger sind die Voraussetzungen der Wasserdampfkondensation≡Wasserdampfkondensation≡
Beim Erreichen und Überschreiten der Sättigungsgrenze kann Luft einen Teil des Wasserdampfes nicht mehr binden und es kommt zur Abscheidung von Wassertröpfchen (Taupunkt) an kühleren Flächen (Tauwasser, Kondensat).. - Eine Ausnahme bilden Brennwertheizgeräte≡Brennwertheizgerät≡
Ein Brennwertheizgerät ist ein Heizkessel bzw. eine Therme, das bzw. die in der Lage ist, den Brennwert, also den vollständigen Energieinhalt eines Brennstoffes zu nutzen. Die dazu erforderliche Rückgewinnung der Verdampfungswärme des bei der Verbrennung entstehenden Wasserdampfes wird durch besondere konstruktive Maßnahmen im Gerät realisiert. Diese haben eine maximale Kondensation des Wasserdampfes zum Ziel. Die Energieeinsparung liegt je nach Brennstoff gegenüber Niedertemperatur-Heizkesseln bei 10 % bis 15 %., die mit einer Abkühlung des Abgases durch Vorwärmung der Verbrennungsluft≡Verbrennungsluft≡
Verbrennungsluft muss zum Ingangsetzen und Aufrechterhalten einer wärmeerzeugenden Verbrennung von Brennstoffen an die Feuerstätte bzw. den Brenner herangeführt werden. Die Verbrennungsluft muss frei von korrosiven Bestandteilen und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen (vollständige Verbrennung). Man unterscheidet eine raumluftabhängige und eine raumluftunabhängige Betriebsweise. Die Sicherung ausreichender Verbrennungsluftversorgung ist Bestandteil der Kontrollpflichten des Schornsteinfegers. arbeiten≡Arbeit≡
Arbeit im physikalischen Sinne stellt die in einem Vorgang verbrauchte Wärme- bzw. Energiemenge dar. Die physikalische Einheit ist die kiloWattstunde (kWh). Eine Energiemenge von einer kWh wird verbraucht, wenn z.B. ein Heizgerät mit einer Anschlussleistung von 1 kW eine Stunde ununterbrochen in Betrieb ist. .
Ob der Einsatz eines Brennwert-Heizgerätes überhaupt sinnvoll ist, hängt von einigen, den Wirkungsgrad beeinflussenden Bedingungen ab. Einen besonders hohen Wirkungsgrad erreichen Brennwertheizgeräte in Heizungsanlagen, die
- raumluftunabhängig≡raumluftunabhängig≡
Mit raumluftunabhängig bezeichnet man die Betriebsweise einer Feuerstätte für die Raumheizung, bei der die Versorgung mit Verbrennungsluft von außerhalb des Aufstellraumes der Feuerstätte erfolgt, z.B. durch einen Zuluftkanal oder ein Luft-Abgas-System. Die Abgase werden in diesem Fall durch ein Rohr fortgeleitet, welches sich im Zuluftkanal befindet. betrieben werden (»› Ist die raumluftunabhängige Betriebsweise empfehlenswert?) - ohne Pufferspeicher arbeiten (sofern es keine Schichtenspeicher sind)
- mit sehr niedrigen Heizwassertemperaturen auskommen, so z. B. Fußboden- bzw. Wandheizungssysteme
- große, überdimensionierte Heizkörper besitzen (das ist auch der Fall, wenn nach Wärmedämmmaßnahmen die notwendige Heizleistung reduziert ist; siehe »› Sind größere Heizkörper notwendig?)
- trotz recht hoher Vorlauftemperatur (z. B. 70 °C) eine einstellungsbedingte niedrige Rücklauftemperatur haben (z. B. 40 °C), Voraussetzung hydraulischer Abgleich
- eine große Wassermenge besitzen, was in der Regel kühle Rücklauftemperaturen begünstigt (z. B. bei einer modernisierten Schwerkraftanlage).
Eine gute Brennstoffausnutzung erzielen Sie mit Brennwertheizgeräten aber auch dann, wenn die Bedingungen nicht ganz so ideal sind. Selbst wenn z. B. an sehr kalten Tagen die Heizwassertemperatur und damit auch die Rücklauftemperatur so hoch liegen würde, dass keine Kondensation eintritt, sollte man nicht auf ein Brennwertheizgerät verzichten. Die meiste Zeit des Jahres ist heiztechnisch gesehen Übergangszeit (85 %). Das führt praktisch dazu, dass eine gute Kondensation überwiegend möglich ist und der Wirkungsgrad übers Jahr gesehen immer noch deutlich über konventionellen Heizgeräten liegt.
Insbesondere beim Austausch von alten Konstanttemperaturkesseln durch Brennwertheizgeräte wird ein schwerwiegender Fehler gemacht, wenn eine Rücklauftemperaturanhebung beibehalten oder ein 4-Wegemischer eingebaut bleibt. Maßnahmen der Art, bei denen dem kühlen Rücklaufwasser wärmeres Vorlaufwasser zugemischt wird, können und sollten unterbleiben.
siehe auch
»› Kann man Brennwerttechnik auch in älteren Heizungsanlagen einsetzen?»› Modernisierung von Heizungsanlagen, Übersicht












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