Eine einfache, preiswerte und variable Heizungsart ist auch im Niedrigenergiehaus≡Niedrigenergiehaus≡
Ein Niedrigenergiehaus ist ein Gebäude mit einem vergleichsweise niedrigen Energiebedarf (kleiner 100 kWh/m²) für Raumwärme und Warmwasserbereitung gegenüber dem Durchschnitt (etwa 200 kWh/m²) der Hausbestandes bei gleicher Nutzung. Dies wird vor allem duch eine besonders gut geplante und sorgfältig ausgeführte Wärmedämmung aller Bauteile erreicht. Ein Niedrigenergiehaus ist an keine bestimmte Bauweise gebunden, wohl aber an die Berücksichtigung verschiedener Planungsprinzipien. Auch Altbauten konventioneller Bauweise eigen sich bei entsprechender Planung zur Umgestaltung in ein Niedrigenergiehaus. Bei Neubauten ist das Erreichen des Niedrienergiehausstandards Pflicht, jedoch ist durch geringe Mehraufwendungen auch ein Verbrauch von weniger als 50 kWh/m² schon möglich. die Warmwasserpumpenheizung mit Radiatoren. Sie bietet wie kein anderes System die Möglichkeit einer
- unkomplizierten Erweiterbarkeit/Veränderung bei An- und Umbauten
- schnellen Regelfähigkeit (rasche Aufheizvorgänge)
- Einbindung regenerativer Energien≡Energie≡
Energie ist die Fähigkeit eines Energieträgers eine physikalische Arbeit zu verrichten. Sie kann die Wohnung oder Wasser erwärmen, Licht erzeugen, einen Motor drehen, einen Zug bewegen usw.. Angegeben wird die Energiemenge in kWh oder Joule., Solartechnik, Holzheizung≡Holzheizung≡Eine Holzheizung kann man nach der Bundesimmissionsschutzverordnung mit trockenem naturbelassenen, stückigen Holz oder mit aus entsprechenden Spänen durch Pressung hergestellten Holzbriketts, Pellets o.ä. betreiben. Für die Pelletsverbrennung werden spezielle Brenner benötigt.
Eine Luftheizung≡Luftheizung≡
Eine Luftheizung überträgt die Wärme ausschließlich mit Hilfe erwärmter Luft. Um die Heizlast eines Raumes zu decken, muss eine ausreichende Menge erwärmter Zuluft in den Raum transportiert bzw. im Raum selbst erzeugt werden. Notwendig ist dazu bei Zentralheizungen ein entsprechendes Kanalsystem. Eine Kombination mit Systemen zur Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung ist möglich. Luftheizungen sind schwierig regelbar. Ist der Wärmebedarf durchschnittlich (Gebäudebestand) sind vergleichsweise große Luftmengen erforderlich. Im sehr gut gedämmten Niedrigenergiehaus können Luftheizungen interessant sein. hat den Vorteil, dass Undichtigkeiten im Verteilungssystem nicht zu Bauschäden führen und der Wärmeträger≡Wärmeträger≡
Der Wärmeträger ist ein flüssiges oder gasförmiges Medium (z. B. Luft, Wasser), mit dem Wärme transportiert wird. Der Wärmeträger in Solarwärmeanlagen ist Wasser, versetzt mit einem Frostschutzmittel. Der Wärmträger in Heizungsanlagen ist in der Regel normales Wasser. In einer Wärmepumpenanlage kann der Wärmeträger auch ein Arbeitsmittel sein (Direktverdampfer). nicht einfrieren kann. Dem stehen folgende Nachteile gegenüber:
- Zur Erwärmung eines Raumes bis zum Erreichen behaglicher Werte wird eine recht große Warmluftmenge benötigt. Sie liegt meist weit über dem für eine hygienische Luftqualität erforderlichen Maß.
- Die zum erzielen optimaler Behaglichkeit≡Behaglichkeit≡
Die Behaglichkeit ist ein sehr wichtiges Planungskriterium. Für die empfundene (thermische) Behaglichkeit sind mehrere Faktoren, u. a. die Oberflächentemperatur der Raumumschließungsflächen, die Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Luftbewegung (Strömungsgeschwindigkeit) ausschlaggebend. erforderliche Wandoberflächentemperatur (siehe »› Behaglichkeit, Luft- und Wandtemperatur) ist konstruktiv mit einer Luftheizung nur schwer zu erzielen. - Bei einer Luftheizung ist die Raumlufttemperatur relativ schlecht regelbar.
- Wärmephysiologisch kann sie nicht befriedigen (fehlender Wärmestrahlungsanteil).
- Die Luftgeschwindigkeit ist häufig recht groß.
- Die Staubverwirbelung ist vergleichsweise hoch.
- Luftkanäle verursachen immer schalltechnische Probleme (Telephonieschall)
- Eine Luftheizung ist kostenintensiver und funktionell komplizierter als die Kombination eines konventionelles Heizungssystem mit einer einfachen Abluftanlage.
Die Kritik der Luftheizung gilt jedoch prinzipiell nur für den heutigen Gebäudestandard. Im sehr gut gedämmten Niedrigenergiehaus (mindestens 30 % unter der gültigen Norm, EnergieEinsparVerordnung) wird eine Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Nachheizung der Zuluft interessant, da sich hier die Luftmengen für Beheizung und Lüftung angleichen. Auch die anderen Nachteile verschwinden. Im Passivhaus wird eine solche Anlage sogar unverzichtbar. Die noch notwendige, wenn auch sehr geringe Wärmezufuhr kann im Passivhaus im Zuluftweg durch raumweise angeordnete Nachheizregister realisiert werden.
siehe auch
»› Lüftungsanlagen ohne Wärmerückgewinnung, Übersicht»› Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Übersicht













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