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Übersicht: Heizen im Niedrigenergiehaus

Heizen im Niedrigenergiehaus scheint auf den ersten Blick den gleichen Regeln zu folgen und die gleichen Aufwendungen nach sich zu ziehen wie das Heizen in einem althergebrachten Gebäude. Doch es gibt bedeutende Unterschiede. 
...das passt zum Thema  
 Service:
-Beratung per eMail
 Forum: Heizung im Niedrigenergiehaus

 

Warum setzt man bei der Beheizung eines Niedrigenergiehauses andere Schwerpunkte?

Der Energiebedarf für Heizung ist im Niedrigenergie-Einfamilienhaus im Vergleich zum Gebäudebestand wesentlich geringer. Quelle: Impulsprogramm Hessen
Unterschiede Konsequenzen
Die HeizlastHeizlast
Die Heizlast ist jene Heizleistung, die einem Raum ständig zugeführt werden muss, um eine Temperatur im Raum von z. B. 20 °C konstant zu halten. Sie muss demnach genauso groß sein, wie die Summe der Wärmeverluste aus Wärmeleitung (Transmissionswärmebedarf) und Lüftung(Lüftungswärmebedarf). Die rechnerische Grundlage ist die DIN EN 12831.
eines Niedrigenergiehauses ist auf Grund der guten WärmedämmungWärmedämmung
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten.
gegenüber einem älteren oder konventionellen Standardhaus deutlich geringer. Während die Heizlast für 130 m2 eines älteren Hauses bei 16 bis 20 kW liegen kann, errechnet man für ein NiedrigenergiehausNiedrigenergiehaus
Ein Niedrigenergiehaus ist ein Gebäude mit einem vergleichsweise niedrigen Energiebedarf (kleiner 100 kWh/m²) für Raumwärme und Warmwasserbereitung gegenüber dem Durchschnitt (etwa 200 kWh/m²) der Hausbestandes bei gleicher Nutzung. Dies wird vor allem duch eine besonders gut geplante und sorgfältig ausgeführte Wärmedämmung aller Bauteile erreicht. Ein Niedrigenergiehaus ist an keine bestimmte Bauweise gebunden, wohl aber an die Berücksichtigung verschiedener Planungsprinzipien. Auch Altbauten konventioneller Bauweise eigen sich bei entsprechender Planung zur Umgestaltung in ein Niedrigenergiehaus. Bei Neubauten ist das Erreichen des Niedrienergiehausstandards Pflicht, jedoch ist durch geringe Mehraufwendungen auch ein Verbrauch von weniger als 50 kWh/m² schon möglich.
eine Heizlast von 8 kW und darunter.
Eine verhältnismäßig kleine HeizleistungHeizleistung
Die Heizleistung ist die von einem Wärmeerzeuger, Heizkörper oder einer Flächenheizung in einer bestimmten Zeit (z. B. einer Stunde) abgegebene nutzbare Heizwärme. Sie wird angegeben in Watt bzw. kW (kiloWatt). Die Heizleistung muss mindestens der Heizlast des Raumes, einer Gebäudezone bzw. des Gebäudes entsprechen. 
des WärmeerzeugersWärmeerzeuger
Ein Wärmeerzeuger ist ein zentrales Element einer Heizungsanlage. Hier wird meist durch Verbrennung eines Energieträgers Wärme in der gewünschten bzw. benötigten Menge erzeugt und an das Wärmeverteilungssystem übergeben. Moderne Wärmeerzeuger wie z.B. Brennwertgeräte, Holzvergaserkessel oder Pelletskessel besietzen einem hohen Wirkungsgrad. Auch die Wärmepumpe, bei der mit Hilfe einer speziellen Kompressionsmaschine aus niedrig temperierter Umweltwärme höher temperierte Nutzwärme erzeugt wird, ist ein Wärmeerzeuger.
ist für die kontinuierliche Raumheizung ausreichend. Eine Heizleistungsreserve (Erhöhung der errechneten Heizlast um 30 bis 50 %) ist für Aufheizvorgänge nach Auskühlphasen jedoch empfehlenswert. Dies gilt insbesondere für Häuser massiver Bauart mit großer WärmespeicherkapazitätWärmespeicherkapazität
(auch Wärmespeicherzahl, Wärmekapazität); Die spezifische Wärmekapazität (c) ist eine Stoffkonstante und gibt die Wärmemenge in J (Joule) an, die benötigt wird, um einen Stoff von 1 kg um ein Grad Kelvin zu erwärmen. Die Maßeinheit ist J/kgK. Stoffe bzw. Konstruktionen können Wärme speichern. Die einspeicherbare Energiemenge ist abhängig von ihrer Struktur und Dichte. Die Höhe der Wärmespeicherkapazität zeigt, wie lange es dauert, bis sich ein Bauteil erwärmt oder abgekühlt hat. Bedeutung hat die Wärmespeicherkapazität bei allen Speicherfragen (Warmwasserspeicher, Heizungswärmespeicher) aber auch bei der Frage wie man ein möglichst gleichbleibendes Inneraumklima sichert (Dachausbauten, sommerlicher Wärmeschutz usw.). Ein Stoff mit einer hohen Rohdichte und gleichfalls hoher spezifischer Wärmekapazität nimmt die eingetretene Wärmemenge auf und erreicht damit eine hohe Wärmespeicherung. Er bewirkt so die zeitliche Verschiebung (Phasenverschiebung) des Wärmedurchgangs in das Gebäudeinnere.
. Heiztechnik mit Leistungsmodulation, also Wärmeerzeuger mit variabler LeistungLeistung
Die Leistung ist die pro Zeiteinheit umgesetzte oder verbrauchte Energiemenge (Wärme oder Strom). Die Einheit der Leistung ist das Watt (Kurzzeichen W, 1000 W = 1 kW - ein kiloWatt). Die in Anspruch genommene oder abgegebene Leistung ergibt sich, indem die verbrauchte Energiemenge (angegeben in kWh) durch die Zeit (in Stunden h) dividiert wird. Ein Heizgerät mit einer Leistung von 2 kW (Heizkörper, Elektrokonvektor o.ä.) verbraucht bei ununterbrochenem Betrieb in einer Stunde 2 kWh Wärme ab und verbraucht dabei auch 2 kWh Energie.
, z. B. von 5 bis 18 kW sind für alle Bedarfsfälle gut geeignet; siehe »› Wie erzeugt man Wärme?
Der Anteil des Wärmebedarfes für die Warmwasserbereitung ist im Niedrigenergiehaus verhältnismäßig hoch. Während er bei einem älteren, ungedämmten Haus bei 5 bis 15 % liegen kann, wird der WärmebedarfWärmebedarf
Der Wärmebedarf ist jene Nettowärmemenge in kWh, die zur Beheizung eines Raumes bzw. eines Gebäudes oder/und zur Warmwasserbereitung benötigt wird. Der Wärmebedarf ergibt sich aus dem Produkt der Heizlast und der Zeitdauer der Beheizung. Der Wärmebedarf für die Raumheizung setzt sich aus dem Transmissionswärmebedarf und dem Lüftungswärmebedarf zusammen.
für die Warmwasserbereitung im Niedrigenergiehaus im Verhältnis zur Raumheizung auf 20 bis 40 % steigen. Die Wärmeabgabe von ZirkulationseinrichtungenZirkulationseinrichtung
Die Zirkulationseinrichtung sorgt in einer zentralen Warmwasserversorgung dafür, dass an den Zapfstellen auch wirklich warmes Wasser austritt, wenn der Zapfhahn geöffnet wird. Dazu führt die Zirkulationseinrichtung dass sich in der Warmwasserleitung abgekühlte Wasser über die separate Zirkulationsleitung wieder dem Speicher zu. Mittels einer Zirkulationspumpe wird so ausreichend temperiertes Speicherwasser zu den Zapfstellen transportiert. Die Zirkulation des Wassers muss temperatur-, zeit- oder anforderungsabhängig gesteuert werden, damit in Zeiten mit geringem Warmwasserbedarf die Zirkulation nicht zu unnötigen Wärmeverlusten und entsprechendem Stromverbrauch führt.
, die im älteren Haus kaum bemerkt wird, kann im Niedrigenergiehaus eine bedeutende Größe annehmen.
Wirtschaftlich ist im Allgemeinen eine zentrale Warmwasserbereitung (ausführlich in »› Zentrale Warmwasserversorgung....), die umweltfreundlich durch eine Solaranlage (»› Solaranlagen, Übersicht) unterstützt wird. Geschirrspüler und Waschmaschine sollten mit an die solarunterstützte Warmwasserversorgung angeschlossen werden. Durch sternförmige Zufuhr des warmen Wassers - in zu den Zapfstellen getrennt geführten, dünnen Rohrleitungen - kann auf eine Zirkulationsleitung verzichtet werden. Die für die Warmwasserbereitung vorzuhaltende Heizleistung des Wärmeerzeugers muss wegen der sonnenarmen Tage des Jahres etwa genauso groß sein wie für ein Haus ohne Solaranlage. Im konkreten Fall hängt die benötigte Minimalleistung des Kessels für die Warmwasserbereitung von der Speichergröße, dem Zapfvolumen und dem Beladezeitpunkt des Speichers ab (siehe auch »› Muss ein Zuschlag zur Heizleistung des Kessels gegeben werden?).
Gegenüber weniger gut wärmegedämmten Häusern (z. B. 36 cm Ziegelwand) Häusern sinkt im Niedrigenergiehaus die erforderliche Wärmezufuhr aus der Heizung. Deshalb gewinnt die anfallende Wärme durch Sonneneinstrahlung sowie die Wärmeabgabe von Personen und Geräten an Bedeutung. Ihr Anteil steigt im Verhältnis zum Gesamtwärmebedarf (siehe »› Abwärmepotenziale). Die Wärmezufuhr muss dem tatsächlichen Wärmebedarf bzw. der Temperaturentwicklung im Raum schnell angepasst werden können. Das erfordert siehe »› Wie verteilt man behagliche Wärme?
Der Anteil der BrennstoffkostenBrennstoffkosten
Die Brennstoffkosten sind die jährlich anfallenden Kosten für den Kauf von Brennstoffen (Brennstoffbedarf, Energieträger), wie Gas, Öl, Kohlen, Holz, Strom oder Fernwärme. Brennstoffkosten sind in einer Heizkostenabrechnung voll umlagefähig. Unabhängig davon ist der Vermieter gehalten, wirtschaftliche Gesichtspunkte beim Kauf von Brennstoffen bzw. Wärme zu beachten (§ 556 Abs.3 BGB).
ist im Niedrigenergiehaus bedeutend kleiner als im konventionellen Haus. Die Anschaffungs- und WartungskostenWartungskosten
Wartungskosten sind Betriebskosten und entstehen bei Anlagen, z.B.  für Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung, Solarenergie- und Regenwassernutzung im Zusammenhang mit der Kontrolle der Betriebsbereitschaft und -sicherheit sowie der Einstellung der Anlage. Reparaturkosten sind keine Wartungskosten! Für die regelmäßig entstehenden Wartungskosten sollte der Vermieter eine Rechnung des Wartungsbetriebes vorlegen können.
sowie die Reparaturaufwendungen bleiben jedoch nahezu gleich.
Für eine kostengünstige Heizung und Warmwasserbereitung gewinnen an Bedeutung. Ein möglicher und vielleicht auch nur kurzfristiger Brennstoffpreisvorteil ist als alleiniges Entscheidungskriterium ungeeignet; siehe »› Wie dämpft man die Kosten für Wärme und warmes Wasser im Niedrigenergiehaus?


© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 28.08.2004 | 42296 x gelesen


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