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» Heizung » Gasheizung » Gas-Brennwerttechnik 

Auswahlkriterien: Gas-Brennwerttechnik

 
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Nach welchen Kriterien wählt man ein Brennwertheizgerät aus?

  1. Wichtigstes Auswahlkriterium ist eine hohe Energieausnutzung. Ein feuerungstechnischer WirkungsgradWirkungsgrad
    Der Wirkungsgrad stellt das Verhältnis von nutzbarer zu aufgewendeter Energie bzw. Arbeit oder Leistung dar. Bei Wärmeerzeugern, die Brennstoffe wie Öl, Gas, Holz oder Kohlen verbrennen, unterscheidet man: Feuerungswirkungsgrad, Normnutzungsgrad, Jahresnutzungsgrad. Bei Wärmepumpen wird der Wirkungsgrad mit der Leistungszahl ausgedrückt.
    gibt zwar einen wichtigen Anhaltspunkt, aussagefähiger ist allerdings der NormnutzungsgradNormnutzungsgrad
    Der Normnutzungsgrad ist ein nach einheitlichen Prüfbedingungen (DIN 4702) ermittelter Wirkungsgrad eines Heizkessels, der die unterschiedlichen Nutzungsbedingungen innerhalb eines Jahres berücksichtigt (Winterbetrieb, sommerliche Warmwasserbereitung). Der Normnutzungsgrad ist bedeutsam für die vergleichende Bewertung von Heizkesseln bzw. Thermen.
    bei Heizbetrieb und bei Warmwasserbereitung. Er sollte möglichst hoch sein (Stiftung Warentest). Verglichen werden können nur die Werte, die nach der DIN-Norm 4702 unter einheitlichen Prüfbedingungen ermittelt wurden (»› 105 % Wirkungsgrad - Ist das nicht Unsinn?).
  2. Der ermittelte Wirkungsgrad (Stiftung Warentest) bei Warmwasserbereitung sollte ebenfalls möglichst hoch liegen.
  3. Es sollte generell ein modulierendes Gas-Brennwertheizgerät mit möglichst großer Modulationsbreite zum Einsatz kommen (»› Was bedeutet "modulierendes Gas-Brennwertheizgerät und ist diese Betriebsart vorteilhaft?"). Bei Anwendung von PufferspeichernPufferspeicher
    Ein Pufferspeicher dient in Heizungsanlagen der Speicherung von Heizungswasser (nicht Trinkwasser!). Pufferspeicher werden eingesetzt zur Verbesserung des Wirkungsgrades und der Verbrennung (Festbrennstoffe), zur Überbrückung von Stromsperrzeiten bei Wärmepumpen und zur Zwischenspeicherung von Anfallwärme (Holzheizungen, Solaranlagen). Pufferspeicher können drucklos (Material auch Kunststoff) oder (überwiegend) mit Heizungsanlagenvordruck (Stahl) betrieben werden.
    zur solaren Heizungsunterstützung ist ein einstufiges Gerät ausreichend.
  4. Die untere Leistungsgrenze des Gas-Brennwertheizgerätes sollte bezogen auf den Leistungsbedarf (HeizlastHeizlast
    Die Heizlast ist jene Heizleistung, die einem Raum ständig zugeführt werden muss, um eine Temperatur im Raum von z. B. 20 °C konstant zu halten. Sie muss demnach genauso groß sein, wie die Summe der Wärmeverluste aus Wärmeleitung (Transmissionswärmebedarf) und Lüftung(Lüftungswärmebedarf). Die rechnerische Grundlage ist die DIN EN 12831.
    des Hauses) möglichst tief liegen. Wenn z. B. der Leistungsbedarf bei 8 kW liegt, ist die untere Grenze unter 5 kW zu wählen.
  5. Die obere Leistungsgrenze ist bei einem Gerät mit integrierter Warmwasserbereitung für ein Einfamilienhaus möglichst hoch zu wählen (ca. 25 kW), damit viel warmes Wasser in kurzer Zeit entnommen werden kann. Doch Achtung: einige Gasversorger berechnen ihren GrundpreisGrundpreis
    Der Grundpreis ist ein Entgelt für einen Energiebezug leitungsgebundener Energie (Strom, Gas, Fernwärme), dessen Höhe konstant ist, also unabhängig vom Verbrauch. Mit dem Grundpreis werden Aufwendungen gedeckt, ob nun Energie tatsächlich bezogen wird oder nicht.
    nach der maximalen WärmebelastungWärmebelastung
    Die Wärmebelastung ist die Energiemenge, die einem Heizkessel durch den Brennstoff zugeführt wird, bezogen auf den Heizwert des Brennstoffes. Sie wird angegeben in kW.
    . Hier ist es besser einen Kessel mit geringer LeistungLeistung
    Die Leistung ist die pro Zeiteinheit umgesetzte oder verbrauchte Energiemenge (Wärme oder Strom). Die Einheit der Leistung ist das Watt (Kurzzeichen W, 1000 W = 1 kW - ein kiloWatt). Die in Anspruch genommene oder abgegebene Leistung ergibt sich, indem die verbrauchte Energiemenge (angegeben in kWh) durch die Zeit (in Stunden h) dividiert wird. Ein Heizgerät mit einer Leistung von 2 kW (Heizkörper, Elektrokonvektor o.ä.) verbraucht bei ununterbrochenem Betrieb in einer Stunde 2 kWh Wärme ab und verbraucht dabei auch 2 kWh Energie.
    und dafür einen großvolumigen Warmwasserspeicher zu wählen.
  6. Das BrennwertheizgerätBrennwertheizgerät
    Ein Brennwertheizgerät ist ein Heizkessel bzw. eine Therme, das bzw. die in der Lage ist, den Brennwert, also den vollständigen Energieinhalt eines Brennstoffes zu nutzen. Die dazu erforderliche Rückgewinnung der Verdampfungswärme des bei der Verbrennung entstehenden Wasserdampfes wird durch besondere konstruktive Maßnahmen im Gerät realisiert. Diese haben eine maximale Kondensation des Wasserdampfes zum Ziel. Die Energieeinsparung liegt je nach Brennstoff gegenüber Niedertemperatur-Heizkesseln bei 10 % bis 15 %.
    sollte im konkreten Fall raumluftunabhängigraumluftunabhängig
    Mit raumluftunabhängig bezeichnet man die Betriebsweise einer Feuerstätte für die Raumheizung, bei der die Versorgung mit Verbrennungsluft von außerhalb des Aufstellraumes der Feuerstätte erfolgt, z.B. durch einen Zuluftkanal oder ein Luft-Abgas-System. Die Abgase werden in diesem Fall durch ein Rohr fortgeleitet, welches sich im Zuluftkanal befindet.
    betrieben werden können (»› Ist die raumluftunabhängige Betriebsweise empfehlenswert?).
  7. Die Umweltbelastung durch Abgase sollte nicht nur den Anforderungen entsprechen, sondern deutlich geringer sein. Kriterien sind ein möglichst hoher KohlendioxidKohlendioxid
    Eigentlich Kohlenstoffdioxid (CO2) ist ein farbloses, ungiftiges Gas. Es ist schwerer als Luft. Kohlendioxid entsteht bei der Verbrennung aller kohlenstoffhaltigen Brennstoffe unter Hinzufügung von Sauerstoff (O2) zu CO2, wobei Wärme freigesetzt wird. Kohlendioxid spielt eine zentrale Rolle beim Pflanzenwachstum (Photosynthese), ist aber in der Luft lediglich mit einem gegenwärtigen Anteil von knapp 0,04 Vol% vertreten. Die jährliche Zunahme durch menschliche Aktivitäten beträgt nach Wikipedia 2 ppm. Das Gas ist undurchlässig für langwellige Wärmestrahlung, wodurch erträgliche Temperaturen an der Erdoberfläche erreicht werden. Eine erhöhte Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre wird neben anderen Gasen für eine globale Erwärmung verantwortlich gemacht. Eine Reduzierung der CO2-Emissionen könnte u.a. durch verbesserte Wärmedämmung, durch kohlenstoffarme Brennstoffe, durch den Ausbau der Nutzung von Biomasse erreicht werden.
    -Anteil (CO2CO2
    chemisches Kurzzeichen für Kohlendioxid
    -Wert) - ein Indikator für optimale Verbrennung - sowie niedrigste COCO
    chemisches Kurzzeichen für Kohlenmonoxid
    - und NOx-Werte. Hilfreich ist der "Blaue Engel" als Gütesiegel des Umweltbundesamtes für Produkte mit einer geringen Umweltbelastung.
  8. Die Regelungstechnik unterscheidet sich prinzipiell nicht von der Technik, die man von den herkömmlichen Heizgeräten kennt. Empfehlenswert sind bei konventionellen GebäudenGebäude
    Gebäude im Sinne der Energieeinsparverordnung sind bauliche Objekte mit mindestens einem eigenen Aufgang und einer Begrenzung des Volumens durch die wärmübertragende Umfassungsfläche.
    selbstoptimierende Regelungen, die nach der Außentemperatur geführt sind (»› Vorlauftemperaturregelung nach der Außentemperatur, Prinzip). In Niedrigenergiehäusern sind bedarfsgeführte Regelungen (fuzzy-Logik) empfehlenswert (»› Vorlauftemperaturregelung nach dem Wärmebedarf, Prinzip).
  9. Fragen Sie den Heizungsbauer nach der Geräuschentwicklung des in Betracht gezogenen Gerätes. Leider werden die Schallemissionen weder angegeben noch von unabhängiger Stelle ermittelt.
  10. Die elektrische LeistungsaufnahmeLeistungsaufnahme
    Bei Stromanwendungen stellt die Leistungsaufnahme die vom elektrischen Versorgungsnetz aufgenommene Leistung in Watt (W) dar. Die elektrische Leistung ist das Produkt aus Spannung (Volt) und Stromstärke (Ampere). Wird ein Gerät, z.B. ein Tauchsieder, angeschlossen (230 Volt) wird bei einer Stromstärke von 4,35 Ampere eine Leistung von 1000 Watt = 1 kW (kiloWatt) aufgenommen.
    des Gerätes sollte möglichst klein sein. Gut ist eine drehzahlgeregelte UmwälzpumpeUmwälzpumpe
    Die Umwälzpumpe ist eine elektrisch angetriebene Pumpe zum Transport von Heizungswasser, Sole- oder Solarflüssigkeit. Der Elektroenergieverbrauch einer Umwälzpumpe ist vor allem deshalb nicht zu unterschätzen, weil sie oft zu groß (Anschlussleistung) dimensioniert wird. Bei modernen Umwälzpumpen (Hocheffizienzpumpen) passt sich das Fördervolumen und damit die elektrische Leistung dem Wärmebedarf an. Voraussetzung für den Einsatz solcher optimierterPumpen ist ein hydraulischer Abgleich.
    .
  11. Die Mindestumlaufwassermenge sollte möglichst klein sein bzw. es sollte kein Mindestumlauf gefordert sein. (Einige Gas-Brennwertheizgeräte benötigen noch eine sehr hohe Mindestumlaufmenge an Heizwasser. Das sind meist Geräte ohne Modulationsfähigkeit der Brennerleistung. Um die Leistung des Brenners, z. B. 18 kW, auch abzuführen, muss eine bestimmte Wassermenge durch den WärmetauscherWärmetauscher
    Ein Wärmetauscher (auch Wärmeübertrager) ist ein Gerät, das Wärme eines Mediums an ein anderes oder das gleiche Medium übertragen kann, ohne dass sich die Medien dabei vermischen. Wärmetauscher findet man u. a. in Warmwasserspeichern in Form von gewickelten Rohren oder Rohrbündeln zur Übertragung der Heizwasserwärme an das Trinkwasser. In Be- und Entlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung werden z. B. Kanalwärmetauscher zur Entwärmung der Abluft und Übertragung der Wärme an die kältere Zuluft eingesetzt.
    zirkulieren. Um eine Überhitzung des Heizgerätes zu vermeiden, sind zur Sicherheit ÜberströmventileÜberströmventil
    Das Überströmventil ist eine Einrichtung in Heizungsanlagen zur Anpassung des Förderdruckes der Umwälzpumpe an den Bedarf. Durch das Schließen der Thermostatventile steigt bei ungeregelten Pumpen der Förderdruck im Vorlauf, was zu Geräuschen und Schäden an der Pumpe führen kann. Das zwischen Vorlauf und Rücklauf eingebaute Überströmventil öffnet bei Überschreiten eines bestimmten Druckes (einstellbar) und baut so den Druck ab. Ein Überströmventil ist in der Regel nicht sinnvoll in Brennwertgeräten und in Systemen mit differenzdruckgeregelten Umwälzpumpen.
    eingebaut. Diese öffnen und mischen dem kühleren Rücklaufwasser warmes Vorlaufwasser zu, wodurch die Kondensation von Wasserdampf reduziert wird. Solche Modelle sollten Sie besser nicht auswählen.)
  12. Hohe Verarbeitungsqualität und Betriebssicherheit sollten selbstverständlich sein. Die Bewertung der Angebote ist jedoch gerade bei diesem Kriterium besonders schwierig. Hilfreich können Testberichte der Stiftung Warentest sein.
  13. Die Bedienung des Gerätes sollte möglichst einfach, die Anleitung verständlich sein (Stiftung Warentest).
  14. Die Geräte haben sehr unterschiedliche Abmessungen und Gewichte.
  15. Der Heizungsbauer sollte möglichst schon Erfahrungen mit der BrennwerttechnikBrennwerttechnik
    Mit Brennwerttechnik bezeichnet man Heiztechnik (Heizkessel, Heizthermen), die in der Lage ist, auch die Verdampfungswärme des Wasserdampfes durch Wärmerückgewinnung aus dem Abgas zu nutzen. Dieser Vorgang bewirkt gegenüber konventioneller Heiztechnik einen zusätzlichen Wärmegewinn. Er beträgt 10 % bis 15 %. Da in der Heizungstechnik der Wirkungsgrad auf den Heizwert (unterer Heizwert) bezogen und dieser gleich 100 % gesetzt wird, ist bei der Angabe des Wirkungsgrades von Brennwerttechnik ein Wirkungsgrad über 100 % möglich. Die Menge der Verdampfungswärme ist brennstoffspezifisch und hängt von der Anzahl der chemisch gebundenen Wasserstoffatome ab. Bei der Verbrennung von Erdgas mit 4 Wasserstoffatomen pro Molekül bei einem Kohlenstoffatom entsteht der größte Zugewinn (11%).
    haben.

siehe auch

»› Wir brauchen eine neue Heizung! - Fragen und Hilfen


© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 15.03.2005 | 47783 x gelesen


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