- Bei Direktverdampfung≡Direktverdampfung≡
Die Direktverdampfung ist ein Verfahren zur Aufnahme von Umweltwärme zur Nutzung in Wärmepumpen. Ein schon bei sehr niedrigen Temperaturen siedendes Kältemittel (Arbeitsmedium, Arbeitsmittel) zirkuliert im Absorber und verdampft durch Wärmeaufnahme. Nach dem Wärmeentzug in der Wärmepumpe ist das Kältemittel wieder verflüssigt. (DIN 8901) werden für den Erdkollektor≡Erdkollektor≡
Erdkollektoren sind Rohrleitungen, die von einer Soleflüssigkeit oder einem Kältemittel durchflossen werden. Sie dienen dem Entzug von Wärme aus dem Erdreich für Heizzwecke. Sie werden je nach Prinzip in einer Tiefe ab 1,20 bis 1,80 Metern in möglichst feuchtem Erdreich verlegt. Um die geringe Temperaturdifferenz ausnutzen zu können, ist eine Wärmepumpe zur Temperaturerhöhung erforderlich. HDPE≡HDPE≡
HDPE ist die Abkürzung für Hochdruck-Polyethylen. Das Material wird für Rohrleitungen in der Heizungstechnik eingesetzt.-ummantelte Kupferrohre in einer Tiefe von 1,20 m bis max. 1,50 m verlegt. Die kältemittelführenden Rohrleitungen sind mir Gefälle zu verlegen, so dass sich das flüssige Kältemittel≡Kältemittel≡
Kältemittel ist eine andere Bezeichnung für das Arbeitsmittel in Wärmepumpen. Kältemittel bzw. Arbeistmittel nehmen bei niedriger Temperatur und niedrigem Druck Wärme auf und können die Wärme dann durch Druckerhöhung mit höheren Temperaturen wieder abgeben. in Richtung des Kollektors≡Kollektor≡
Ein Kollektor ist ein Wärmesammler, z.B. ein Solarkollektor der die Wärme der Solarstrahlung aufnimmt und an die Solarflüssigkeit übergibt, ein Erdreichkollektor, der dem Erdreich Wärme entzieht und an die Sole übergibt oder ein Luftkollektor, der solare Wärme an vorbeiströmende Luft übergibt. sammeln kann. An der tiefsten Stelle ist ein zugängliches Serviceventil anzubringen (Schacht). Im Erdreich sind keine Rohr-Verbindungen zulässig. Bei notwendigen Reparaturen sind Verbindungen durch einen Kälteanlagenbauer auszuführen und fachgerecht gegen Korrosion zu schützen. Die Verlegung der Rohre ist in einem Verlegeplan mit eingetragenen Sperrflächen zu dokumentieren. - Für soleführende Systeme werden in der Regel Kunststoffrohre in einer Tiefe von 1,50 mit einem Abstand von 0,5 m parallel zueinander in das Erdreich eingebracht. Je m² Boden werden so etwa 2 m Rohr verlegt. Ein Rohrstrang sollte bei einem Rohrdurchmesser von ca. 25 mm eine Länge von 100 m nicht überschreiten, damit die Antriebsleistung der Umwälzpumpe≡Umwälzpumpe≡
Die Umwälzpumpe ist eine elektrisch angetriebene Pumpe zum Transport von Heizungswasser, Sole- oder Solarflüssigkeit. Der Elektroenergieverbrauch einer Umwälzpumpe ist vor allem deshalb nicht zu unterschätzen, weil sie oft zu groß (Anschlussleistung) dimensioniert wird. Bei modernen Umwälzpumpen (Hocheffizienzpumpen) passt sich das Fördervolumen und damit die elektrische Leistung dem Wärmebedarf an. Voraussetzung für den Einsatz solcher optimierterPumpen ist ein hydraulischer Abgleich. klein bleiben kann. Bei einem feuchten, sandigen Boden mit 15 W/m² Entzugsleistung kann mit einem solchen Rohrstrang etwa eine Wärmeleistung von 750 W entnommen werden. Wird eine Leistung≡Leistung≡
Die Leistung ist die pro Zeiteinheit umgesetzte oder verbrauchte Energiemenge (Wärme oder Strom). Die Einheit der Leistung ist das Watt (Kurzzeichen W, 1000 W = 1 kW - ein kiloWatt). Die in Anspruch genommene oder abgegebene Leistung ergibt sich, indem die verbrauchte Energiemenge (angegeben in kWh) durch die Zeit (in Stunden h) dividiert wird. Ein Heizgerät mit einer Leistung von 2 kW (Heizkörper, Elektrokonvektor o.ä.) verbraucht bei ununterbrochenem Betrieb in einer Stunde 2 kWh Wärme ab und verbraucht dabei auch 2 kWh Energie. von 6,5 kW benötigt, muss bei diesem Boden mit einer Rohrlänge von 900 m gerechnet werden. Das wären 9 Kreise zu je 100 m Rohrlänge. Die notwendige Bodenfläche von 450 m² zeigt die Grenzen eines Wärmepumpensystems mit Erdreichkollektoren bei nicht optimalen Bodenverhältnissen.
Die Auslegung eines Erdkollektors hängt stark von der Bodenbeschaffenheit ab. Deshalb ist eine genaue Planung erst nach Kenntnis der örtlichen Verhältnisse möglich. Die Entzugsleistung verschiedener Böden zeigt folgende Tabelle:
| Bodebeschaffenheit | Wärmeentzugsleistung in Watt/m² Erdfläche |
| trocken, sandig | 10 - 15 |
| feucht, sandig | 15 - 20 |
| trocken, lehmig | 20 - 25 |
| feucht, lehmig | 25 - 30 |
| grundwasserführend | 30 - 35 |
Quelle: Viessmann, Planungsanleitung Wärmepumpensysteme
Bei gut wärmegedämmten Häusern, errichtet nach der Energieeinspar-Verordnung kann als Faustformel dienen: beheizte Wohnfläche≡Wohnfläche≡
Die Wohnfläche kann nach § 44 Abs. 1 der für den preisgebundenen Wohnraum geltenden II. Berechnungsverordnung ermittelt werden. Sie bezieht nur die wirklich innerhalb der Wohnung genutzten Flächen ein und ist in der Regel kleiner als die nach physikalischen Gesichtspunkten ausgerechnete Gebäudenutzfläche im Sinne der EnergieEinsparVerordnung. mal 2 gleich Kollektorfläche im Garten.
Bei kleinen Grundstücken ist die Einbringung einer Erdsonde≡Erdsonde≡
Als Erdsonden bezeichnet man 30 bis 99 m tiefe senkrechte Bohrungen von 10 bis 14 cm Durchmesser im Erdreich, in die gewendelte Kunststoffrohre eingebracht sind. Die Bohrung ist mit einem gut wärmeleitenden, betonähnlichen Material verfüllt. Diese "Pfähle" nehmen die Erdwärme des umgebenden Erdreiches auf, die dann von einer Wärmepumpe auf eine höhere Nutztemperatur gebracht werden muss. günstiger.












Service: