Die ungenutzte Abgaswärme herkömmlicher Heizkessel addiert sich zusammen mit der im Wasserdampf gebundenen Verdampfungs- bzw. Kondensationswärme auf einem Verlust von 10 % bis 15 %, bezogen auf die im Öl enthaltene Energie≡Energie≡
Energie ist die Fähigkeit eines Energieträgers eine physikalische Arbeit zu verrichten. Sie kann die Wohnung oder Wasser erwärmen, Licht erzeugen, einen Motor drehen, einen Zug bewegen usw.. Angegeben wird die Energiemenge in kWh oder Joule..
| Mit der Öl-Brennwerttechnik kann dieser Verlust auf etwa 5 % reduziert werden. Im Vergleich zu Altanlagen mit Konstanttemperaturkesseln können bis zu 30 % Heizöl eingespart werden. Im Vergleich zu heute üblichen Niedertemperaturkesseln liegen die Einsparungen etwa bei 10 %. In der Abbildung rechts erkennt man die Kondensatbildung am Edelstahlwärmetauscher eines Öl-Brennwertheizkessels Quelle:Viessmann |
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| Quelle: Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) |
| Der massenhafte Einsatz der Öl-Brennwerttechnik würde einen bedeutenden Beitrag zur Senkung der Schadstoffemissionen leisten. Insbesondere der Schwefeldioxidanteil des Abgases wird durch die Kondensatbildung mit der vorgeschriebene Neutralisation≡Neutralisation≡ Säuren oder Laugen (Basen) werden neutralisiert, um ihre ätzende oder korrodierende Wirkung zu beseitigen. Dazu bindet man die chemisch aktiven Substanzen durch Zugabe von Stoffen, die sich dabei "opfern". Schwefelsäure neutralisiert man z. B. durch Einleitung in Kalkstein (Kalziumkarbonat), wodurch problemloser Gips, Wasser und Kohlendioxid entsteht. Die Neutralisation spielt bei Brennwertgeräten eine Rolle, da bei der Entstehung von Kondensat immer auch ein Säurebildner mit von der Partie eist. Bei Erdagsbrennwertkesseln ist der Anteil von schwefliger Säuere allerdings verschwindent gering. drastisch verringert. |
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Wie die Öl-Brennwerttechnik funktioniert erfahren Sie im Abschnitt
»› Aufbau und FunktionDie Kondensation des Wasserdampfes führt in Verbindung mit dem Schwefeldioxid≡Schwefeldioxid≡
SO2 ist ein farbloses Gas mit stechendem, stark reizendem Geruch. Schwefeldioxid entsteht bei der Verbrennung von schwefelhaltigen Brennstoffen, wie Kohle, Heizöl, Diesel. Es reagiert mit Wasser zu Schwefelsäure, die zur Schornsteinversottung sowie in Verbindung mit Stickstoffoxiden zu Umweltschäden (Saurer Regen) und gesundheitlichen Beeinträchtigungen (Smog, Atemwegserkrankungen) führen kann. Das Kondensat von Brennwertkesseln für normales Heizöl muss neutralisiert werden, was durch Einsatz von schwefelarmen Heizöl verhindert werden kann. des Abgases zur Entstehung eines sauren Kondensates.
In einen gewöhnlichen Hausschornstein kann man das Abgas nicht einleiten. Sanierungen aus Edelstahl oder Keramik sind zwar möglich, aber nicht erforderlich und auch nicht sinnvoll. Zweckmäßig sind kondensat≡Kondensat≡
Kondensat entsteht, wenn ein zuvor gasförmiges Medium durch Temperaturabsenkung Tröpfchen bildet. Das Kondensat von Wasserdampf wird Tauwasser, Kondenswasser oder Schwitzwasser genannt. Beim Erreichen der Sättigungsgrenze durch Temperaturrückang kann Luft den Wasserdampf nicht mehr binden und es kommt zur Abscheidung von Wassertröpfchen. Dies geschieht zuerst an kühleren Oberflächen (z.B. Fensterscheibe, Spiegel) bzw. kühleren Bereichen im Bauteil. Bei Brennwertheizgeräten entsteht Kondensat bei der Abkühlung des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes und führt zur Verbesserung des Nutzungsgrades. Das Kondensat aus Öl-Brennwertheizgeräten muss vor der Einleitung in die Kanalisation neutralisiert werden, wenn nicht schwefelarmes Heizöl genutzt wird.- und temperaturbeständige Kunststoffrohrsysteme, z. B. aus Polypropylen≡Polypropylen≡
Polypropylen ist ein umweltfreundlicher Kunststoff aus Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen. Polypropylen wird für kondensatbeständige Abgassysteme, Abwasserleitungen, Fußbodenheizungsrohre, Öl-Tanks u. a. verwendet, dafür meist in der schwerentflammbaren Qualität (PPS). (PPS≡PPS≡
Abk. für Polypropylen, schwerentflammbar). Die meist deutlich höheren Anschaffungskosten≡Anschaffungskosten≡
Betriebswirtschaftlich gesehen handelt es sich bei den Anschaffungskosten um die Nettokosten der Anschaffung einer Maschine, einer Immobilie oder Teilen davon. Umsatzsteuer, Zinsen, Versicherungen sind nicht Bestandteil der Anschaffungskosten, während die Montagekosten oder Zulassungskosten dazu gehören. Umgangssprachlich ist im Privatbereich mit Anschaffungskosten der Kaufpreis einer Sache unter Einbeziehung der Umsatzsteuer gemeint. Aber auch hier gehören z.B. die Kosten für einen Kredit nicht dazu. für den Kessel werden durch Einsparungen beim Abgassystem etwas gedämpft (»› Abgasleitung, Übersicht).
Bei einer Modernisierung muss man prüfen, ob die Heizflächendimensionierung für den Einsatz der Öl-Brennwerttechnik geeignet ist. In den meisten Fällen wird dies der Fall sein, da früher die Heizkörper überdimensioniert bzw. zwischenzeitlich Wärmedämmmaßnahmen ergriffen wurden (»› Heizkörpergröße in Brennwertanlagen)
»› Umrüstung eines Niedertemperatur- zum Brennwert-KesselDer Marktanteil von ÖlBrennwertheizgeräten ist noch gering. Es ist aber mit einem deutlichen Anstieg der Verkaufszahlen durch verbesserte Geräte und der verstärkten Verfügbarkeit von schwefelarmen Heizöl zu rechnen. Durch schwefelärmeres Heizöl reduziert sich die säurebedingte Korrosionsgefahr, die Wartungsintervalle (Neutralisationsgranulat auswechseln) verlängern sich.
- Erfolgversprechend und mittlerweile auch praxiserprobt sind wandhängende Brennwertheizgeräte≡Brennwertheizgerät≡
Ein Brennwertheizgerät ist ein Heizkessel bzw. eine Therme, das bzw. die in der Lage ist, den Brennwert, also den vollständigen Energieinhalt eines Brennstoffes zu nutzen. Die dazu erforderliche Rückgewinnung der Verdampfungswärme des bei der Verbrennung entstehenden Wasserdampfes wird durch besondere konstruktive Maßnahmen im Gerät realisiert. Diese haben eine maximale Kondensation des Wasserdampfes zum Ziel. Die Energieeinsparung liegt je nach Brennstoff gegenüber Niedertemperatur-Heizkesseln bei 10 % bis 15 %. mit raumluftunabhängiger Betriebsweise aus der Schweiz. Bei geringem Ölverbrauch im Niedrigenergiehaus≡Niedrigenergiehaus≡
Ein Niedrigenergiehaus ist ein Gebäude mit einem vergleichsweise niedrigen Energiebedarf (kleiner 100 kWh/m²) für Raumwärme und Warmwasserbereitung gegenüber dem Durchschnitt (etwa 200 kWh/m²) der Hausbestandes bei gleicher Nutzung. Dies wird vor allem duch eine besonders gut geplante und sorgfältig ausgeführte Wärmedämmung aller Bauteile erreicht. Ein Niedrigenergiehaus ist an keine bestimmte Bauweise gebunden, wohl aber an die Berücksichtigung verschiedener Planungsprinzipien. Auch Altbauten konventioneller Bauweise eigen sich bei entsprechender Planung zur Umgestaltung in ein Niedrigenergiehaus. Bei Neubauten ist das Erreichen des Niedrienergiehausstandards Pflicht, jedoch ist durch geringe Mehraufwendungen auch ein Verbrauch von weniger als 50 kWh/m² schon möglich. wird damit die Öl-Heizung preiswert auch als Dachheizzentrale≡Dachheizzentrale≡
Bei einer Dachheizzentrale wird das Heizgerät (Kessel, Therme) nicht im Keller, sondern im Dachgeschoss aufgestellt. Die Anbringung bzw. Aufstellung des Wärmeerzeugers im ausgebauten und damit beheizten Dachgeschoss ist energetisch sinnvoll, weil Abstrahlungsverluste in der beheizten Hülle verbleiben. Eine Dachheizzentrale kann an eine Abgasanlage mit Abgasleitung angeschlossen werden und reduziert so die Investitionskosten infolge Wegfall von Neubau oder Sanierung eines Schornsteines. Voraussetzung ist ein gebläseunterstütztes Heizgerät mit raumluftunabhängiger Betriebsweise, z. B. ein Brennwertgerät. möglich - Ein Öl-Brennwertheizgerät mit einem integrierten Edelstahl-Spiralwärmetauscher wird von Thümmler angeboten.
- Eine erfolgversprechende Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule stellt eine Öl-Brennwerttherme mit Abgaswäsche dar. Einem kleinen Kesselkörper mit 4,7 Liter schließt sich ein Abgaswärmetauscher an. Die Abgase werden anschließend in einem Wasserbad gereinigt und zugleich neutralisiert.
- Viessmann bietet den neuen Vitoplus 300, einen Öl-Brennwert-Wandkessel mit zweistufigem (12/18 kW) Kompakt-Blaubrenner an. Eine raumluftunabhängige Betriebsweise≡raumluftunabhängige Betriebsweise≡
Bei der raumluftunabhängige Betriebsweise eines Wärmeerzeugers erfolgt die notwendige Verbrennungsluftzufuhr über einen separaten Kanal von außen, also nicht aus dem Aufstellraum des Wärmerzeugers. Die raumluftunabhängige Betriebsweise besitzt eine Reihe von Vorteilen gegenüber der raumluftabhängigen Betriebsweise.
ist möglich. Das Gerät besitzt einen Ansauggeräuschdämpfer und ein stromsparendes Gleichstromgebläse. Nach Firmenangaben wird ein Norm-Nutzungsgrad von 104 % erreicht. Preis ca. 4500,- EURO
Quelle: ASEW - Buderus kombiniert die Gusskessel der Reihe G 115 mit korrosionsresistenten Keramikwärmetauschern.
- Rotex stellt einen kugelförmigen Öl-Brennwertheizkessel aus dem patentierten TWINTEC Material her.
- Hoval bietet den Öl-Brennwertheizkessel MultiJet an.











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