Bei der Verbrennung von Heizöl in Brennwertheizgeräten≡Brennwertheizgerät≡
Ein Brennwertheizgerät ist ein Heizkessel bzw. eine Therme, das bzw. die in der Lage ist, den Brennwert, also den vollständigen Energieinhalt eines Brennstoffes zu nutzen. Die dazu erforderliche Rückgewinnung der Verdampfungswärme des bei der Verbrennung entstehenden Wasserdampfes wird durch besondere konstruktive Maßnahmen im Gerät realisiert. Diese haben eine maximale Kondensation des Wasserdampfes zum Ziel. Die Energieeinsparung liegt je nach Brennstoff gegenüber Niedertemperatur-Heizkesseln bei 10 % bis 15 %. entstehen in der Praxis etwa 0,03 bis 0,05 Liter Kondensat≡Kondensat≡
Kondensat entsteht, wenn ein zuvor gasförmiges Medium durch Temperaturabsenkung Tröpfchen bildet. Das Kondensat von Wasserdampf wird Tauwasser, Kondenswasser oder Schwitzwasser genannt. Beim Erreichen der Sättigungsgrenze durch Temperaturrückang kann Luft den Wasserdampf nicht mehr binden und es kommt zur Abscheidung von Wassertröpfchen. Dies geschieht zuerst an kühleren Oberflächen (z.B. Fensterscheibe, Spiegel) bzw. kühleren Bereichen im Bauteil. Bei Brennwertheizgeräten entsteht Kondensat bei der Abkühlung des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes und führt zur Verbesserung des Nutzungsgrades. Das Kondensat aus Öl-Brennwertheizgeräten muss vor der Einleitung in die Kanalisation neutralisiert werden, wenn nicht schwefelarmes Heizöl genutzt wird. pro kWh≡kWh≡
Eine kiloWattstunde = 1000 Wh (Wattstunde) = 3,6 MJ (MegaJoule) = 860 kcal. die kWh ist eine gebräuchliche Einheit für die Energie- oder Wärmemenge. Eine kWh Wärme entspricht der gleichen Energiemenge wie eine kWh Strom, allerdings in einer anderen Energieform. Wird Strom in Wärme umgewandelt, z. B. in einem Tauchsieder, wird aus einer kWh Strom genau eine kWh Wärme. Aus einer kWh Wärme kann man jedoch technisch gesehen gerade 0,3 kWh Strom erzeugen. (»› Heizwerte verschiedener Energieträger). Pro Liter verbranntem Heizöl ist demnach mit einer sauren Kondenswassermenge von 0,3 bis 0,5 Litern zu rechnen.
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| Kondensatmenge einer Heizungsanlage mit Öl-Brennwertheizkessel in Abhängigkeit von der Außentemperatur, Quelle: Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) |
Bei Öl-Brennwert-Heizgeräten wird eine Neutralisation≡Neutralisation≡
Säuren oder Laugen (Basen) werden neutralisiert, um ihre ätzende oder korrodierende Wirkung zu beseitigen. Dazu bindet man die chemisch aktiven Substanzen durch Zugabe von Stoffen, die sich dabei "opfern". Schwefelsäure neutralisiert man z. B. durch Einleitung in Kalkstein (Kalziumkarbonat), wodurch problemloser Gips, Wasser und Kohlendioxid entsteht. Die Neutralisation spielt bei Brennwertgeräten eine Rolle, da bei der Entstehung von Kondensat immer auch ein Säurebildner mit von der Partie eist. Bei Erdagsbrennwertkesseln ist der Anteil von schwefliger Säuere allerdings verschwindent gering. immer dann notwendig, wenn nicht schwefelarmes Heizöl zur Anwendung kommt. Bei normalem Heizöl ist das Kondensat chemisch stark sauer und die Säuremenge recht hoch ist. Der pH-Wert≡pH-Wert≡
Der Wert gibt an, wie sauer bzw. basisch eine Substanz, z.B. eine Flüssigkeit reagiert. pH-Werte über 7 zeigen eine basische Reaktion an, unter 7 ist die Lösung sauer. Kondensat aus Brennwertfeuerstätten ist immer sauer, weshalb in einigen Fällen eine Neutralisation gefordert wird. Oberflächen, auf denen Schimmelpilze wachsen, haben in der Regel einen ph-Wert unter 9. Schimmel lässt sich durch einen hohen ph-Wert des Putzes und des Anstriches über 10 (Kalkputz, Kalkanstrich) vermeiden. liegt zwischen 1,8 und 3,7. Als Ursache ist vor allem der im Heizöl (siehe »› chemische Zusammensetzung) enthaltene Schwefel zu nennen, der zu Schwefeldioxid verbrennt. Schwefeldioxid und Wasserdampf bilden die aggressive Schwefelsäure. Nach der Neutralisation mit Kalksteingranulat kann das Kondensat in den häuslichen Abwasserkanal eingeleitet werden. Die Wirksamkeit der Neutralisationseinrichtung ist bei der jährlichen Wartung zu überprüfen (siehe »› Spezielle Wartungsarbeiten an einer Öl-Brennwertheizung).
Die Empfehlungen zur Behandlung von Kondensaten aus Öl-Brennwertheizgeräten sind den Anforderungen der Abwassertechnischen Vereinigungen (ATV-Arbeitsblatt A 251) zu entnehmen. Danach kann bei Anlagen unter 200 kW auf eine Neutralisation verzichtet werden, wenn die Heizungsanlage mit Heizöl EL schwefelarm (max. 50g/kg) betrieben wird. Sicherzustellen ist, das Anlagen ohne Neutralisation ausschließlich mit schwefelarmen Heizöl befüllt werde. Das ATV-Arbeitsblatt nennt auch die zulässigen Grenzwerte für andere Inhaltsstoffe, z. B. Schwermetalle. Das Blatt kann bei der Abwassertechnischen Vereinigung, Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef, Telefon 0 22 42/8 72-120, Fax 0 22 42/8 72-100, bezogen werden. Immer noch sind es allerdings Empfehlungen und keine einheitliche Verfahrensregelung, so dass eine Anzeige bei der Kommune über die Einleitung von Kondenswasser≡Kondenswasser≡
Kondenswasser ist das Wasser (auch Kondensat, Tauwasser genannt), welches durch Erreichen der Sättigungsgrenze infolge Temperaturabsenkung von Wasserdampf entsteht. Kondenswasser entsteht auch in einem Brennwertheizkessel. theoretisch notwendig ist. Fragen Sie Ihren Heizungsbauer, er wird Ihnen sagen können, wie das Verfahren konkret in Ihrer Gemeinde läuft.
Trotz der Neutralisation des Kondensates sollte auf die Säurefestigkeit der Rohrleitungen geachtet werden.












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