In Öl-Zentralheizungsanlagen werden heute überwiegend Niedertemperaturheizkessel verwendet, die speziell für die Verbrennung von Heizöl konstruiert sind. Ein wesentlicher Bestandteil eines solchen Kompakt-Kessels, auch "Unit" genannt, ist der Öl-Brenner. Er hat die Aufgabe, den Brennstoff Heizöl so aufzubereiten und zu verbrennen, dass eine möglichst
- vollständige und
- schadstoffarme
Verbrennung erfolgt. Heute werden dazu fast ausschließlich Öl-Druck-Zerstäubungsbrenner eingesetzt. Sie sichern bei optimaler Einstellung einen guten Ausbrand bei geringen Schadstoffemissionen. Öl-Druck-Zerstäubungsbrenner stehen ab einer Nennwärmeleistung≡Nennwärmeleistung≡
Die Nennwärmeleistung ist die vom Hersteller festgelegte und im Dauerbetrieb unter Beachtung des vom Hersteller angegebenen Wirkungsgrades als einhaltbar garantierte größte Wärmeleistung (bei Heizgeräten in Kilowatt). Für die Angabe der Nennwärmeleistung im Schornsteinfegerprotokoll bzw. Abgasprotokoll spielt noch ein vom Hersteller angegebener Nennwärmeleistungsbereich eine Rolle, z.B. bei modulierenen Kesseln. Dann gilt als Nennwärmeleistung die in den Grenzen des Nennwärmeleistungsbereichs fest eingestellte höchste und auf einem (vom Heizungsinstallateur ausgefüllten und unterzeichneten) Zusatzschild angegebene höchste nutzbare Wärmeleistung. Ohne Zusatzschild gilt als Nennwärmeleistung der höchste Wert des Nennwärmeleistungsbereichs. Von Bedeutung kann die Einstellung und Bescheinigung einer geringer eingestellten Nennwärmeleistung sein, wenn z.B. der Gas-Preis eine leistungsabhängige Komponente besitzt. von etwa 16 kW zur Verfügung. Geringere Leistungen≡Leistung≡
Die Leistung ist die pro Zeiteinheit umgesetzte oder verbrauchte Energiemenge (Wärme oder Strom). Die Einheit der Leistung ist das Watt (Kurzzeichen W, 1000 W = 1 kW - ein kiloWatt). Die in Anspruch genommene oder abgegebene Leistung ergibt sich, indem die verbrauchte Energiemenge (angegeben in kWh) durch die Zeit (in Stunden h) dividiert wird. Ein Heizgerät mit einer Leistung von 2 kW (Heizkörper, Elektrokonvektor o.ä.) verbraucht bei ununterbrochenem Betrieb in einer Stunde 2 kWh Wärme ab und verbraucht dabei auch 2 kWh Energie. wären insbesondere für das Niedrigenergiehaus≡Niedrigenergiehaus≡
Ein Niedrigenergiehaus ist ein Gebäude mit einem vergleichsweise niedrigen Energiebedarf (kleiner 100 kWh/m²) für Raumwärme und Warmwasserbereitung gegenüber dem Durchschnitt (etwa 200 kWh/m²) der Hausbestandes bei gleicher Nutzung. Dies wird vor allem duch eine besonders gut geplante und sorgfältig ausgeführte Wärmedämmung aller Bauteile erreicht. Ein Niedrigenergiehaus ist an keine bestimmte Bauweise gebunden, wohl aber an die Berücksichtigung verschiedener Planungsprinzipien. Auch Altbauten konventioneller Bauweise eigen sich bei entsprechender Planung zur Umgestaltung in ein Niedrigenergiehaus. Bei Neubauten ist das Erreichen des Niedrienergiehausstandards Pflicht, jedoch ist durch geringe Mehraufwendungen auch ein Verbrauch von weniger als 50 kWh/m² schon möglich. wünschenswert, können aber wegen technischer Schwierigkeiten (Viskosität≡Viskosität≡
Mit Viskosität bezeichnet man die Kraft des inneren Widerstandes, den eine Flüssigkeit einer Verschiebung ihrer Moleküle entgegensetzt. Die Viskosität ist eine temperaturabhängige Größe, deren Angabe in mm²/s erfolgt. Die Viskosität oder Zähigkeit spielt bei der Heiztechnik insbesondere in der Öl-Verbrennung (Zerstäuberdüse) eine Rolle. (Zähigkeit) des Heizöles) noch nicht stabil erreicht werden.
Ebenso sind bisher keine Brenner im Kleinleistungsbereich (Ein- und Zweifamilienhäuser) mit Leistungsmodulation auf dem Markt. Mehr zur Konstruktion und Funktion
»› Aufbau und Funktion»› Düsen für Öl-Druck- Zerstäubungsbrenner
Man unterscheidet die preiswerteren Gelbbrenner und die um 30 % teureren, aber verbrennungsoptimierten Blaubrenner.
![]() | Prinzipielle Wirkungsweise eines Blaubrenners, Quelle: Verbraucherzentrale NRW |
Im Haushalt spielt der Strombedarf von Öl-Brennern eine nicht zu unterschätzende Rolle. Schon manch einer war überrascht über die Steigerung der Haushaltstromrechnung nach Einbau einer Ölheizungsanlage mit Gebläsebrenner.
»› Nicht zu unterschätzen: Der Stromverbrauch von Öl-BrennernUm eine gleichbleibende Güte und Stabilität der Verbrennung zu sichern, ist bei Öl-Heizungsanlagen eine regelmäßige Wartung wichtig, wobei es insbesondere auf die sorgfältige Einstellung des Brenners ankommt. Hinweise auf die Qualität der Verbrennung gibt Ihnen das jährliche Abgasprotokoll Ihres Schornsteinfegers.
»› Allgemeine Leistungsmerkmale der Wartung einer Ölheizung»› Jedes Jahr Düsen und Filter wechseln?
»› Abgasprotokolle allgemein...
Seltener macht man in Zentralheizungskesseln auch von Verdampfungsbrennern Gebrauch. Typische Vertreter für Heizkessel mit diesem Brennertyp sind die sogenannten Küchenkleinkessel. Der Vorteil von Verdampfungsbrennern besteht in der Geräuschlosigkeit, dem sehr geringen Stromverbrauch und dem geringeren gerätetechnischen Aufwand. Der Nachteil besteht in dem schlechteren Ausbrand und den bei reinen Naturzugkesseln instabileren Verbrennungsverhältnissen (siehe auch »› Küchen-Kleinkessel für Öl mit Verdampfungsbrenner).
Bei der Entwicklung moderner Öl-Brenner ist die angestrebte Reduzierung der Schadstoffemission durch vormischende Brenner erreicht worden. Diese können jedoch auch zu einer Erhöhung des Lärmpegels und zu Störungen infolge der Anregung von Verbrennungsschwingungen führen. Diese Pulsation (starke Druckschwingungen im Brennraum) verursacht unangenehme Geräusche und kann zum Verlöschen der Flamme führen ("Auspusten").
siehe auch













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