Der Einbau eines neuen Öl-Niedertemperaturkessels ist empfehlenswert, wenn Sie einen Kessel im Keller haben, der mit konstant hohen Temperaturen das ganze Jahr über läuft (etwa vor 1980). Sie sparen durch den Austausch etwa 30 % Heizöl, in Einzelfällen auch mehr. Mit der Absicht den Kesseltausch zu beschleunigen, wurde 1996 in einer Veränderung der »› Kleinfeuerungsanlagen-Verordnung ein neuer Abgasverlustgrenzwert festgelegt. Dazu fanden Einstufungsmessungen der Schornsteinfeger in den Jahren 1997 und 1998 statt. Ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens 1998 bis zum Ende der Übergangsfrist müssen alle Heizkessel in Deutschland die Grenzwerte einhalten. Aber es handelt sich nur um Grenzwerte für den Abgasverlust, also jenen Verlust, der auftritt, wenn der Brenner läuft. Ältere Heizkessel mit konstanten Kesselwassertemperaturen verursachen jedoch die meisten Verluste, wenn der Brenner nicht läuft! Verlustursache ist die Betriebsweise der Kessel mit konstant hoher Temperatur. Sie zieht einen hohen Abstrahlungsverlust und Betriebsbereitschaftsverlust nach sich (ausführlich in »› Abgasverlust älterer Heizkessel).
Wenn es im Heizungskeller also sehr warm ist, der Brenner Tag und Nacht anspringt, auch wenn keine Wärme benötigt wird, Ihr Kessel vor mehr als 20 Jahren eingebaut wurde und die Kesselwassertemperatur ständig um 70 bis 80 °C liegt ist ein Kesseltausch auch dann ratsam, wenn die Abgasverlustgrenzwerte eingehalten werden. Wird selbst der Abgasverlust nicht eingehalten, sind Sie zu einem Kesseltausch sogar gesetzlich verpflichtet.
Der Austausch ist in den meisten Fällen technisch problemlos möglich. Allerdings wird eine Schornsteinsanierung meist nicht zu umgehen sein (siehe »› Anforderungen an die Abgasführung).
siehe auch
»› Abgasprotokolle Heizungsanlagen, Überwachungspflicht»› Abgasprotokolle von Öl-Heizungsanlagen, Abgasverlustgrenzwerte
»› Modernisierung von Heizungsanlagen, Übersicht












heiz-tipp.de gibt Ihnen auch gern individuelle Tipps und beantwortet konkrete Fragen. Nutzen Sie dazu unseren ◊