Auch im Zeitalter der Öl- und Gasheizungen werden noch einige hunderttausend Wohnungen mit Kachelöfen beheizt. Bei richtiger Bedienung sind Kachelöfen eine preiswerte, gesunde und umweltschonende Heizung. Schlechter Zustand und falsche Heiztechnik machen den Ofen aber auch schnell zu einem öffentlichen Ärgernis. Sie können dies vermeiden, wenn Sie folgende Hinweise beachten:
- Säubern Sie Feuerraum und Rost vor jedem Einheizen mit dem Schürhaken. Achten Sie darauf, dass sich der Rost etwas bewegen lässt. Wenn nicht, sollten Sie den Rost herausnehmen und die Rostauflage reinigen.
- Entnehmen Sie unbedingt die Asche aus dem Aschenraum.
- Für ein schnelles, gutes Feuer legen Sie am besten 2-3 Blatt geknülltes, trockenes Zeitungspapier (auf keinen Fall mehr!) und anschließend eine Hand voll kleingespaltenes Holz auf den Rost. Anschließend kommen darauf ein paar Scheite gröberes Holz und dann die benötigten Brikett≡Brikett≡
Briketts sind aus feinkörnigem Material mit und ohne Bindemittel gepresste Brennstoffe in Quader- oder Eierform. Rohbraunkohle und Braunkohlenstaub wird zu Briketts verpresst, um den Wassergehalt zu verringern und somit den Heizwert zu erhöhen. So genannte Holzbriketts werden aus Säge-, Hobel-, und Schrederspänen in der Regel ohne Bindemittel unter hohem Druck verpresst.. - Sofern vorhanden, müssen Sie die Drosselklappe öffnen. Jetzt zünden Sie das Papier an und schließen sofort die innere Feuerraumtür. Die äußere Feuerraumtür bleibt nur einen Spalt, die Aschetür voll geöffnet.
- Nach 30 bis 60 Minuten sind die Brikett durchgebrannt. Im Feuerraum befindet sich die rote Glut mit den sehr kleinen blauen Flämmchen. Sie können jetzt die beiden Ofentüren und die Drosselklappe schließen.
Der Kachelofen muss mit dem richtigen Brennstoff, dem Braunkohlebrikett, beheizt werden. In Öfen mit gemauertem Brennraum gehören keine Eierkohlen, Nusskohlen oder Koks! Es kann vorkommen, dass bei einer bestimmten Wetterlage der Ofen besonders gut „zieht". An solchen Tagen schließen Sie die Drosselklappe halb. Auch die Ascheraumtür sollte dann nicht ganz geöffnet bleiben. Bei sehr schlechtem Zug - vor allem auch in den oberen Etagen der Häuser - muss man den Zugaufbau im Schornstein etwas unterstützen, in dem mehr Holz aufgelegt wird. Ganz falsch wäre in einem solchen Fall der Einsatz von Kohlenanzünder. Mit dem Einbau neuer, dichter Fenster wird der Schornsteinzug verschlechtert. Sie müssen immer darauf achten, dass beim Anheizen die Fenster geöffnet werden. Übrigens: Lassen Sie Ihre Kachelöfen regelmäßig (alle 2-3 Jahre) reinigen. Flugasche und starker Rußansatz verschlechtern die Energieausnutzung erheblich. Kontrollieren Sie den Ofen auch auf Dichtheit der Türen und Risse. Wegen des „Durchzuges" kann es sonst passieren, dass Ihr Ofen schon nach wenigen Stunden wieder kalt ist.












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