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Wärmewand

 
...das passt zum Thema  
 Forum: Behaglichkeit

 

Kachelofenwärme durch die Wärmwand

Aus der Energieberatung ist bekannt, dass viele Menschen nach dem Einbau einer Zentralheizung das Gefühl haben, mit dem Wegfall des Kachelofens sei auch ein Stück Wärmequalität verloren gegangen. Man bedauert, dass von den meist kleinen Heizkörpern nicht die gleiche anheimelnde AtmosphäreAtmosphäre
Die Atmosphäre ist die im Schwerefeld der Erde festgehaltene Lufthülle, bestehend zu etwa 78 % aus Stickstoff, zu 21 %  aus Sauerstoff und mit steigender Tendenz zu 0,04 % aus Kohlendioxid. Einen geringen Restanteil haben Edelgase. Luft ist ein Grundstoff des Lebens. Luft wird benötigt für jede Art der Verbrennung, woran aber nur der Sauerstoff teilnimmt (Oxidation). Luft ist außerdem wie Wasser ein Wärmträger in der Heizungs- und Lüftungstechnik. Die Luftqualität trägt wesentlich zum Behaglichkeitsempfinden bei (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Schadstoffe).
ausgeht wie vom Kachelofen. Wie ist das zu erklären? Unser Wärmeempfinden reduziert sich eben nicht nur auf die am ThermometerThermometer
Thermometer sind Messgeräte zur Bestimmung der fühlbaren Temperatur eines Mediums. Für die Erfassung der Oberflächentemperatur eines Baustoffes benötigt man ein Infrarotthermometer, welches die vom Baustoff abgegebene Strahlungswärme erfasst.
ablesbare Raumlufttemperatur. Ähnlich wie die Sonnenstrahlung wirkt der körperhohe Kachelofen mit einer etwa senkrecht auf den Körper treffenden WärmestrahlungWärmestrahlung
Die Wärmestrahlung ist eine Form der Wärmeübertragung, die nicht an ein Transportmedium wie Luft oder Wasser gebunden ist. Die Energie der Wärmestrahlung ist abhängig von der Oberflächentemperatur, wobei immer der höher temperierte den kälteren Körper "anstrahlt". Die Wärmestrahlung wird durch undurchsichtige (opake) Bauteile und Gegenstände unterbrochen und absorbiert. Strahlungswärme ist bei der Beheizung von Wohn- und Arbeisträumen unbedingt anzubieten, da sie wesentlich zur Behaglichkeit beiträgt.
als wohltuender Reizauslöser. Auch die kuschelige Anlehnfläche, an kalten Wintertagen oder bei Krankheit gern benutzt, wird im Zeitalter der Kompaktheizkörper von vielen vermisst.

Stellen Sie sich vor, ein Stück Ihrer Wohnzimmerwand von 1 m Breite und 2 m Höhe wäre warm wie ein Kachelofen. Man kann sich daran anlehnen, kuscheln, Schmerzen lindern, Hände wärmen ... Nennen wir dieses Stück BehaglichkeitBehaglichkeit
Die Behaglichkeit ist ein sehr wichtiges Planungskriterium. Für die empfundene (thermische) Behaglichkeit sind mehrere Faktoren, u. a. die Oberflächentemperatur der Raumumschließungsflächen, die Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Luftbewegung (Strömungsgeschwindigkeit) ausschlaggebend.
eine „Wärmwand" (Abb. links)

Eine WärmwandWärmwand
Die Wärmwand ist eine kleinformatige Heizfläche von ein bis zwei m² Größe, ähnlich einer Wandheizung. Die Wärmwand sorgt für erforderliche Strahlungswärme, die optimale Behaglichkeit verlangt und bietet eine warme Anlehnfläche wie ein Kachelofen.
wirkt wie ein in die Wand eingelassener flacher Kachelofen, der eine wohltuende, langwellige Wärmestrahlung in den Raum abgibt. Diese Wärmwand muss jedoch nicht gefeuert und entascht werden, hat also die Nachteile des konventionellen Kachelofens nicht. Diese Wärmwand muss sich auch nicht in der Nähe eines Schornsteines befinden, also nahe der Mitte des Hauses und so dem Fenster gegenüber. Und lästige Rauchschwaden, die ja zumindest in der Startphase eines Kachelofens unvermeidbar sind, produziert sie auch nicht. Übrigens: Zusätzliche Gebühren für den Schornsteinfeger fallen auch nicht an.

Der Aufbau einer Wärmwand ähnelt dem einer Wandheizung (»› Wandheizung, Übersicht). Im Gegensatz dazu wird jedoch nur eine kleine Fläche von 1 bis 2 m2 auf eine deutlich höhere Temperatur zwischen 35 und 50 °C gebracht. Diese Wärmestrahlungsquelle wirkt gegen die Wärmemonotonie und bringt den Kreislauf in Schwung.

Die Fläche sollte einzeln, wie ein normaler Heizkörper mit einem einfachen Thermostatventil regelbar sein. Möglich ist auch eine Regelung nach der maximalen Oberflächentemperatur mit einer thermostatischen Rücklauftemperaturbegrenzung wie bei einer Fußbodentemperierung (siehe »› Aufbau und Funktion der Fußbodentemperierung).

Will man solche Wärmwände in die Außenwand integrieren, muss auf eine rückseitige WärmedämmungWärmedämmung
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten.
geachtet werden. Bei ungedämmten Altbauten sollte man den WärmedämmstoffWärmedämmstoff
Ein Wärmedämmstoff ist ein Material mit sehr geringer Wärmeleitfähigkeit. Die wärmedämmende Wirkung beruht auf der im Wärmedämmstoff eingeschlossenen ruhenden Luft (Hohlräume, Kammern). Als Wärmedämmstoffe werden Baustoffe mit einer Wärmeleitfähigkeit kleiner 0,1 W/mK bezeichnet (Zum Vergleich: Polystyrol 0,04 W/mK - Holz um 0,18 W/mK - Normalziegelstein 0,5 W/mK)
nicht zu knapp dimensionieren. Gut eignen sich HolzfaserdämmplattenHolzfaserdämmplatte
Die Holzfaserdämmplatte wird aus Holzfasern der Sägewerksabfälle oder der Schwachholzzerspanung meist ohne fremde Bindemittel zu wärmedämmenden Platten gepresst. Unter Zusatz von Bitumenemulsionen oder Paraffinen wird die Holzfaserdämmplatte auch als Unterdachplatte als gute Alternative zur Unterspannbahn hergestellt. Eien zulassung besitzt eien Holzfaserdämmplatte auch für eine geputzte Außenwanddämmung im Wärmedämm-Verbundsystem.
mit einer Gesamtstärke von 10 cm. Durch die rückseitige Dämmschicht und wegen der geringen Überdeckung zum Raum hin, z. B. durch keramische Platten, ist dieser Heizkörper auch relativ trägheitsarm. Schon kurz nach dem Einschalten beginnt die Wärmeabgabe. Eine Wärmwand stellt eine ideale Ergänzung für ein bestehendes Heizungssystem mit Heizkörpern dar. Schon nach kurzer Aufheizzeit wird eine spürbar wohltuende Wärmestrahlung abgegeben.

Rohre - am besten aus Kupfer - werden auf einer Innenwand oder einer gedämmten Außenwand angebracht und an das Heizungssystem mit Vor- und RücklaufRücklauf
Mit Rücklauf bezeichnet man die Rohrleitung in einem Heizkreis, in dem das abgekühlte Heizungswasser vom Heizkörper weggehend zum Heizkessel zurück fließt. In Solaranlagen ist der Rücklauf die Rohrleitung vom Wärmetauscher des Speichers zum Solarkollektor in Strömungsrichtung der Solarflüssigkeit.
angeschlossen. Die Rohre werden dünn eingeputzt und anschließend mit einer strapazierfähigen Oberfläche z. B. Keramik-Platten versehen. Der Effekt ist verblüffend. Die Wärmwand wird beim Betreten des Zimmers, sofort als Strahlungsquelle „geortet" und „in Besitz genommen".

Auch als Vollbeheizung, d. h. ohne weitere Plattenheizkörper sind einzelne Wärmwand-Elemente einsetzbar, allerdings nur bei entsprechend geringer HeizlastHeizlast
Die Heizlast ist jene Heizleistung, die einem Raum ständig zugeführt werden muss, um eine Temperatur im Raum von z. B. 20 °C konstant zu halten. Sie muss demnach genauso groß sein, wie die Summe der Wärmeverluste aus Wärmeleitung (Transmissionswärmebedarf) und Lüftung(Lüftungswärmebedarf). Die rechnerische Grundlage ist die DIN EN 12831.
des Raumes.

In Deutschland gibt es leider nur wenige Anbieter von wärmwandähnlichen Heizkörpern, die wegen ihrer geringen Stückzahlen recht teuer sind. Eine einfache und preiswerte Variante ist, wenn Ihnen der Heizungsbauer einen 1,80 m langen, flachen Heizkörper senkrecht an die Wand anbringt. Das geht problemlos, wird aber fast nie von den Heizungsbauern vorgeschlagen. Man braucht dazu nur einen einlagigen Heizkörper ohne KonvektionsblecheKonvektionsblech
Ein Konvektionsblech ist ein an der Rückseite der mit Heizwasser durchströmten Platte eines Heizkörpers angebrachtes Blechprofil mit rechteckigem oder trapezförmigen Querschnitt. Durch den dadurch entstehenden senkrechten Strömungskanal vergrößert sich die wärmetauschende Oberfläche und die Strömungsgeschwindigkeit der aufsteigenden Warmluft. Ein Konvektionsblech am Heizkörper erhöht die Konvektionsleistung.
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© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 07.03.2003 | 24469 x gelesen


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