Der Anteil der einzelnen Arten an der Wärmeabgabe (siehe »› Die Regelung der Körpertemperatur) ist selbstverständlich bei jedem Menschen etwas unterschiedlich. Aber auch die Wärmeempfindungen eines einzelnen Menschen sind nicht immer gleich. Man wird älter. Andere Berufe werden ausgeübt. Der Gesundheitszustand ist Schwankungen unterworfen. Deshalb werden die Ursachen der Behaglichkeitsstörungen vom Betroffenen immer subjektiv bewertet.
Die Verschiebung der Anteile und deren Bedeutung für die Behaglichkeit≡Behaglichkeit≡
Die Behaglichkeit ist ein sehr wichtiges Planungskriterium. Für die empfundene (thermische) Behaglichkeit sind mehrere Faktoren, u. a. die Oberflächentemperatur der Raumumschließungsflächen, die Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Luftbewegung (Strömungsgeschwindigkeit) ausschlaggebend. des Einzelnen hängt u. a. von der
- Aktivität
- der Bekleidung und
- dem Gesundheitszustand ab.
Vor allem Menschen mit niedrigem Blutdruck berichten über lokale Kälteempfindungen, wie kalte Füße oder Zugerscheinungen. Offenbar reagiert diese Gruppe besonders sensibel auf Störungen thermischer Behaglichkeit.
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Wenn Sie nicht lesen, sondern ein Gewicht heben würden, wäre erstens natürlich Ihre Gesamtwärmeabgabe größer, zweitens würden Sie auch schon bei 17 °C Lufttemperatur tüchtig ins Schwitzen kommen und drittens haben Sie nach Beendigung Ihrer sportlichen Betätigung für eine gewisse Zeit ein deutlich niedrigeres Wärmebedürfnis. Auch die sorgfältigste Behaglichkeitsplanung kann an dieser Situation nichts ändern. Der Gewichtheber wird im allgemeinen trotz der scheinbar widrigen Umstände keine Behaglichkeitsstörung empfinden. |
Es kommt recht oft vor, dass Ehepartner in der Energieberatung ganz unterschiedliche Temperaturen nennen, bei denen sie sich wohlfühlen. Wenn es keine gesundheitlich bedingten Ursachen gibt, sind diese Unterschiedlichkeiten meist aktivitätsbedingt und verschwinden, wenn beide am Abend fernsehen. Dann aber treten nicht selten - gemeinsam erlebte - Behaglichkeitsstörungen auf. Sie resultieren nun wirklich aus ungünstigen Umgebungsbedingungen und führen - bedingt durch die unterschiedlichen Wärmeabgabe und Empfindlichkeit einzelner Körperteile - zu kalten Füßen, Zugerscheinungen im Nacken... kurz gesagt zum Wunsch nach mehr Wärme. Die Heizung wird aufgedreht.
Wäre es nicht besser die Ursachen der Störungen zu beseitigen?
siehe auch
»› Welche Umgebungsfaktoren beeinflussen die Behaglichkeit?»› Welche Wärmeumgebung braucht man?
»› Kalte Füße?












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