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KÜO Meckl.-Vorp.

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KÜGO MV, Kehr- und Überprüfungsgebührenordnung
Mecklenb.-Vorp., Feuerungsverordnung
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Kehr- und Überprüfungsordnung des landes Mecklenburg-Vorpommern

Verordnung über die Ausführung von Schornsteinfegerarbeiten (KÜO M-V)

Vom 14. Dezember 1999, (GVOBl. M-V S. 657), in Kraft am 1. Januar 2000, GS Meckl.-Vorp. Gl. Nr. B 7111-1-4

Aufgrund des § 1 Abs. 2 des Schornsteinfegergesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. August 1998 (BGBl. I S. 2071) in Verbindung mit § 1 der Landesverordnung über Zuständigkeiten im Schornsteinfegerwesen vom 30. Dezember 1991 (GVOBl. M-V 1992
S. 9) verordnet das Wirtschaftsministerium:

§ 1 Geltungsbereich

Diese Verordnung gilt für

1. Abgasanlagen,
2. Feuerstätten,
3. Luftabgasschornsteine,
4. Lüftungsanlagen,
5. gewerbliche Dunstabzugsanlagen,
6. Sonderfeuerstätten.

§ 2 Begriffsbestimmungen

1. Abgasanlagen sind Anlagen zur Ableitung der Abgase ins Freie, bestehend aus Schornstein oder AbgasleitungAbgasleitung
Eine Abgasleitung ist ein starres oder flexibles Rohr (z.B. aus Edelstahl, Aluminium, Keramik, Glas oder Kunststoff) zur Ableitung von Abgasen aus Öl- bzw. Gasfeuerstätten. Eine Abgasleitung muss im Gegensatz zu einer Abgasanlage für feste Brennstoffe nicht rußbrandbeständig sein. Eine Abgasleitung benötigt immer eine Zulassung für die speziellen Einsatzbedingungen eines Brennstoffes bzw. einer Feuerstätte und kann innerhalb und außerhalb von Gebäuden angeordnet sein.
und Verbindungsstücken.

2. Abgasweg ist die Strömungsstrecke der Abgase der Gasfeuerstätte vom Brenner bis zum Eintritt in den Schornstein oder die Abgasleitung.

3. Abgasleitungen sind Leitungen, die dazu bestimmt sind, Abgase von Feuerstätten ins Freie zu leiten.

4. Abgasschornsteine sind Schornsteine, die dazu bestimmt sind, Abgase von Gasfeuerstätten ins Freie zu leiten.

5. Feuerstätten sind Einrichtungen, die zur Verbrennung von Brennstoffen oder anderen Stoffen an Schornsteine oder Abgasleitungen angeschlossen sind.

6. Ein Schornstein ist ein aufwärtsführender Schacht oder ein Rohr innerhalb oder außerhalb eines GebäudesGebäude
Gebäude im Sinne der Energieeinsparverordnung sind bauliche Objekte mit mindestens einem eigenen Aufgang und einer Begrenzung des Volumens durch die wärmübertragende Umfassungsfläche.
, aus dem Abgase ins Freie geleitet werden.

7. Besteigbare Schornsteine sind Schornsteine mit einem lichtenLicht
Licht ist der sichtbare Teil der Sonnenstrahlung und der künstlichen Beleuchtung. Weißes Licht setzt sich aus einem Gemisch von Strahlen verschiedener Wellenlängen zwischen 380 bis 780 nm (Nanometer) zusammen. Eine Lampe, die nicht alle Wellenlängen aussendet, gibt farbige Dinge verzerrt wieder. So fehlt dem Licht einer Leuchtstoffröhre bzw. einer Energiesparlampe häufig der gelb-rote Anteil.
Querschnitt ab 1.400 Quadratzentimetern oder mehr.

8. Gewerbliche Schornsteine sind Schornsteine, an die gewerbliche Feuerstätten angeschlossen sind.

9. Freistehende Schornsteine sind Schornsteine mit einem lichten Querschnitt von mehr als 10.000 Quadratzentimetern in Massivbauart oder aus Stahl entsprechend den Normen DIN 1056 (Ausgabe vom Oktober 1984) und DIN 4133 (Ausgabe vom November 1991).

10. Nichtbenutzte Schornsteine sind Schornsteine, an die keine Feuerstätten angeschlossen sind und deren Anschlussöffnungen bauartgerecht verschlossen sind.

11. Rauchschornsteine sind Schornsteine, an die Feuerstätten angeschlossen sind, in denen feste oder flüssige Stoffe verbrannt werden.

12. Luft-Abgas-SystemeLuft-Abgas-System
Das Luft-Abgas-System (LAS) ist eine Einrichtung zum Abführen der Abgase bei gleichzeitiger Heranführung von Verbrennungsluft für raumluftunabhängig betriebene Feuerstätten. In einem Rohr von 70 bis 80 mm Durchmesser wird das Abgas vom Heizgerät (Kessel, Therme) abgeführt. Dieses Rohr wird bei einem konzentrischen Luft-Abgas-System von einem weiteren Rohr mit 100 bis 130 mm Durchmesser umschlossen, welches die Verbrennungsluft in umgekehrter Richtung zum Abgas an die Feuerstätte heranführt. Durch den Gegenstrom von heißem Abgas und kalter Verbrennungsluft wird Wärme vom Abgas auf die Verbrennungsluft übertragen, was den Feuerungswirkungsgrad verbessert.
(LASLAS
LAS ist die Abkürzung für Luft-Abgas-System. Bei einem LAS werden das Abgas (warm) und die Verbrennungsluft (kalt) durch zwei voneinander getrennte, aber funktionell zusammengehörige Kanäle (Rohrleitungen) an den Heizkessel heran- bzw. weggeführt. Bei einem konzentrischen LAS sitzt im Zentrum eines dickeren Rohres (Durchmesser z.B. 110 mm) für die Verbrennungsluftversorgung ein dünneres Rohr (z.b. 80mm) für die Abgasabführung. LAS sind Vorraussetzung für eine raumluftunabhängige Betriebsweise von Heizkesseln.
) sind Anlagen mit zwei nebeneinander oder ineinander angeordneten Schächten, die raumluftunabhängigenraumluftunabhängig
Mit raumluftunabhängig bezeichnet man die Betriebsweise einer Feuerstätte für die Raumheizung, bei der die Versorgung mit Verbrennungsluft von außerhalb des Aufstellraumes der Feuerstätte erfolgt, z.B. durch einen Zuluftkanal oder ein Luft-Abgas-System. Die Abgase werden in diesem Fall durch ein Rohr fortgeleitet, welches sich im Zuluftkanal befindet.
Gasfeuerstätten VerbrennungsluftVerbrennungsluft
Verbrennungsluft muss zum Ingangsetzen und Aufrechterhalten einer wärmeerzeugenden Verbrennung von Brennstoffen an die Feuerstätte bzw. den Brenner herangeführt werden. Die Verbrennungsluft muss frei von korrosiven Bestandteilen und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen (vollständige Verbrennung). Man unterscheidet eine raumluftabhängige und eine raumluftunabhängige Betriebsweise. Die Sicherung ausreichender Verbrennungsluftversorgung ist Bestandteil der Kontrollpflichten des Schornsteinfegers.
zuführen und deren Abgas ins Freie abführen.

13. Verbundabgasanlagen sind Anlagen, die dazu bestimmt sind, die AbluftAbluft
Die Abluft ist die aus einem Raum oder einer Wohnung abströmende  bzw. über ein Abluftventil abgesaugte Luftmenge (verbrauchte Luft). Im Gegensatz zur Zuluft hat die Abluft im Winter eine erhöhte Temperatur, weshalb es energetisch interessant ist, die Wärmemenge von der Luft zu trennen und der kalten Zuluft oder einer Luft-Wasser-Wärmepumpe zur weiteren Nutzung zuführen. Auch die Luft, die mit einer Küchenabzugshaube abgesaugt wird stellt Abluft dar. Diese ist jedoch mit zahlreichen Fettpartikeln behaftet.
gemeinsam mit den Abgasen von Gasfeuerstätten über einen Neben- und Hauptschacht ins Freie zu leiten. Hierbei wird die Abluft über gesonderte Abluftöffnungen in den Nebenschacht geführt.

14. Verbund-Abluft-Abgasanlagen sind Anlagen im Doppelverbundsystem, die über einen Nebenschacht Abluft und über den anderen Nebenschacht Abgas von Gasfeuerstätten über einen gemeinsamen Hauptschacht ins Freie führen.

15. Verbund-Abluftanlagen sind Anlagen, die dazu bestimmt sind, die Abluft aus Räumen über Neben- und Hauptschacht über Dach ins Freie zu leiten.

16. Der Oberbegriff der in Nummer 13 bis 15 genannten Anlagen ist Verbundanlage.

17. COCO
chemisches Kurzzeichen für Kohlenmonoxid
-Messung ist die Bestimmung des KohlenmonoxidKohlenmonoxid
Kohlenmonoxid ist ein farbloses, sehr giftiges Gas. Das Molekül besitzt ein Kohlenstoff- und ein Sauerstoffatom (Strukturformel CO) und entsteht durch unvollständige Verbrennung kohlenstoffhaltiger Brennstoffe. Kohlenmonoxid ist messpflichtig bei der Überprüfung von Heizungsanlagen (Kehr- und Überprüfungsverordnung). Seine Giftigkeit wird verursacht durch eine Blockierung der Sauerstoffaufnahme im Blut, indem es sich anstelle des Sauerstoffes mit den roten Blutkörperchen verbindet. Bereits geringe Mengen wirken gesundheitsschädigend bis zum Tod. CO war früher ein Bestandteil des Stadtgases.
-Anteils im unverdünnten trockenen Abgas.

18. Verbindungsstücke sind alle Verbindungen zwischen einer Feuerstätte und einem Schornstein oder einer sonstigen Abgasanlage.

19. Rauchrohre sind Verbindungen zwischen einer Feuerstätte für feste oder flüssige Brennstoffe und einem Schornstein.

20. Abgasrohre sind Verbindungen zwischen einer Gasfeuerstätte und einem Schornstein oder einer sonstigen Abgasanlage.

21. Rauchkanäle sind aus Mauerwerk, Beton oder anderen nicht brennbaren Baustoffen hergestellte Verbindungen zwischen einer Feuerstätte für feste oder flüssige Brennstoffe und einem Schornstein.

22. Abgaskanäle sind aus Mauerwerk, Beton oder anderen nicht brennbaren Baustoffen hergestellte Verbindungen zwischen einer Gasfeuerstätte und einem Schornstein oder einer sonstigen Abgasanlage.

23. Ofenrohre sind Verbindungsstücke von Feuerstätten zu Schornsteinen, wobei die Feuerstätten nicht der Zentralbeheizung oder der Warmwassererzeugung dienen (wie z. B. ortsfeste Kachelöfen).

24. Offene Kamine sind Feuerstätten mit Flachfeuerung zum Betrieb mit offenem Feuerraum zum Aufstellraum oder zum Freien.

25. Zusatzfeuerstätten sind Feuerstätten, die neben Zentral- oder Etagenheizungen gelegentlich benutzt werden und nicht der Wasseraufbereitung dienen.

26. Selten benutzte Feuerstätten sind Feuerstätten in von Personen nur gelegentlich genutzten Räumen.

27. Lüftungsanlagen sind Anlagen, die zur Be- und Entlüftung von Räumen mit Feuerstätten dienen, Anlagen nach § 38 Abs. 1 bis 7 der Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommern einschließlich Schornsteinen, Schächten und Kanälen sowie deren Öffnungen (mit oder ohne motorische Lüfter).
Sind mehrere Lüftungsschächte vorhanden, gilt jeder Schacht mit den dazu gehörenden Lüftungseinrichtungen als eigenständige Lüftungsanlage.

28. Dunstabzugsanlagen sind Einrichtungen, mit denen Dünste von gewerblichen Koch-, Grill-, Brat- oder Röstanlagen gesammelt ins Freie geleitet werden.

29. Sonderfeuerstätten sind Räucheranlagen, Räucherkammern, Rauchkappen, Räuchertürme, Räucheröfen, Räucherschränke, Vorgelege, Darren, Schwibbögen und Trockeneinrichtungen.

30. Ein Verkehrsbereich von Menschen gemäß § 4 Abs. 3 dieser Verordnung liegt vor, wenn folgende Abstände von der Ausmündung der raumluftunabhängigen Gasfeuerstätten nicht überschritten werden:

a) über Erdgleiche drei Meter
b) unter Erdgleiche unbegrenzt
c) zu Lüftungsöffnungen oder Fenstern oberhalb oder daneben oder gegenüber ein Meter.

§ 3 Kehrpflicht

(1) Abgasanlagen für Abgase von festen und flüssigen Brennstoffen sind wie folgt jährlich zu kehren:

1. zu überwachende Anlagen nach § 15 sowie bivalentebivalent
Im bivalenten Betrieb von Heizungsanlagen können gleiche oder verschiedene Energieträger in zwei unterschiedlichen Wärmeerzeugern zum Einsatz kommen. Meist deckt ein Wärmeerzeuger die Wärmegrundlast, ein zweiter Wärmeerzeuger ergänzt die Wärmeproduktion in der Bedarfsspitze. Ein Beispiel für diese Betriebsweise wäre ein Gsbrennwertkessel zur Deckung der Grundlast und ein Spitzenlastkessel mit Ölbrenner. Der Vorteil besteht u.U. darin, dass der Gasanschluß nicht für die Spitzenlast ausgelegt sein muss und dadurch auch ein niedriger Leistungspreis anfällt.
Anlagen
im Sinne von § *2 Nr. 2 der Verordnung über
Kleinfeuerungsanlagen in der Fassung der Bekanntmachung
vom 14. März 1997 (BGBl. I S. 490) bei der Verbrennung von

a) flüssigen Brennstoffen einmal
b) Kohlen und Koks zweimal
c) anderen festen Brennstoffen viermal

2. Zusatzfeuerstätten einmal

3. selten benutzte Feuerstätten einmal

4. offene und geschlossene Kamine, soweit sie nicht unter
Nummer 3. fallen zweimal

5. Abgasanlagen, an die Ölfeuerstätten angeschlossen sind einmal

6. Sonderfeuerstätten

a) gewerbliche Heißräucherkammern sechsmal
b) gewerbliche Kalträucheranlagen einmal
c) Schwibbögen, Darren, Vorgelege und Trockeneinrichtungen einmal

7. alle übrigen Rauchschornsteine, an die Feuerstätten angeschlossen
sind viermal

(2) Die Kehrung soll in gleichen Abständen durchgeführt werden.

(3) In den Monaten Juli und August finden keine Kehrungen statt.

§ 4  Überprüfungspflicht

(1) Abgasanlagen, Abgaswege und Lüftungsanlagen sind wie folgt jährlich auf ihre Gebrauchsfähigkeit zu überprüfen:

1. Verbundanlagen einmal

2. Lüftungsanlagen einmal

3. Abgasanlagen, an die Gasfeuerstätten angeschlossen sind einmal

4. gewerbliche Dunstabzugsanlagen zweimal

5. Abgasleitungen von GasBrennwertheizgeräten und C 3 Anlagen nach den Technischen Regeln für Gasinstallation (TRGITRGI
TRGI ist die Abkürzung für Technische Regeln der Gas-Installation. Die Regeln gelten für die Planung, Erstellung, Änderung und Instandhaltung von Gasanlagen (außer Flüssiggas, eigene Regeln TRFG). Die Regeln werden bearbeitet und herausgegeben vom (Deutscher Verband des Gas- und Wasserfaches) DVGW.
86/96) bis zum 31. Dezember 2001
einmal, ab dem 1. Januar 2002 alle zwei Jahre

6. Abgaswege der Anlagen nach 5. sowie von C 1.1 Anlagen nach TRGI überprüft bis zum 31. Dezember 2001 einmal, ab dem 1. Januar 2002
alle zwei Jahre

7. Abgaswege von Gasfeuerstätten einmal

(2) Die Überprüfungen sind wie folgt durchzuführen:

1. Falls erforderlich, umfasst die Überprüfung eine Reinigung mit Ausnahme der Heizgaswege.

2. Jede Abgaswegeüberprüfung schließt eine Kohlenmonoxidmessung ein. Der Kohlenmonoxidanteil darf - bezogen auf unverdünntes Abgas - nicht mehr als 1.000 parts per million (ppmppm
Abk. für parts per million, also Teilchen pro Million. ppm wird genutzt für die Konzentrationsangabe von Molekülen, z. B. im Abgas. So darf die Konzentration von Kohlenmonoxid in Abgasen von Heizkesseln 1000 ppm nicht übersteigen, was von den Bezirksschornsteinfegermeistern im Rahmen der Pflichten der Kehr- und Überprüfungsordnung überwacht wird.
) betragen. Über das Ergebnis der Abgaswegeüberprüfung ist eine Bescheinigung auszustellen. Die Überprüfung auf Kohlenmonoxid ist mit einem eignungsgeprüften Messgerät durchzuführen, welches zweimal jährlich bei der technischen Prüfstelle der Schornsteinfegerinnung auf Funktionstüchtigkeit zu prüfen ist.

3. Die Abgaswegeüberprüfung wird zugleich mit der Emissionsmessung an Gasfeuerstätten nach der Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen durchgeführt.

(3) Die Überprüfung soll in gleichen Abständen durchgeführt werden.

(4) Ausgenommen von der Überprüfungspflicht sind Außenwand-Gasfeuerstätten - Einzelfeuerstätten -, die nicht der zentralen Beheizung dienen und deren Ausmündung sich nicht im Verkehrsbereich von Menschen befindet.

§ 5 Ausnahmen von der Kehr- und Überprüfungspflicht

Von der Kehr- und Überprüfungspflicht sind ausgenommen:

1. freistehende oder in Kesselhäuser eingebaute Schornsteine mit einem lichten Querschnitt von mehr als 10.000 Quadratzentimeter an der Sohle sowie zu ihnen gehörende Verbindungsstücke,

2. nicht benutzte Schornsteine, deren Feuerstättenanschlussöffnungen bauarten-gerecht dauerhaft verschlossen sind,

3. Ofenrohre,

4. Räucherkammern, wenn die Raucherzeugung außerhalb der Räucherkammer erfolgt und durch besondere technische Einrichtungen gewährleistet ist, dass kein RußRuß
Ruß ist ein schwarzer, pulverförmiger Stoff, der nahezu vollständig aus Kohlenstoff besteht. Die Größe der Partikel liegt im Nanobereich. Ruß tritt bei unvollständiger Verbrennung als unerwünschtes Nebenprodukt auf und zeigt an, dass entweder Sauerstoffmangel herrschte oder die Temperatur zu niedrig war. An- und eingelagert sein können adsorbierte Pyrolyseprodukte, z.B. ölige Bestandteile aus unvollständiger Verbrennung von Heizöl (Derivate). Die rasche Abkühlung, heißer Abgase mit noch nicht vollständig verbrannten Inhaltstoffen führt zur Versottung von Schornsteinen (vor allem bei der Verbrennung von Festbrennstoffen, weshalb dafür genutzte Schornsteine eine Rußbrandbeständigkeit haben müssen).
- oder Fettansatz in der Räucherkammer entsteht. Dies gilt auch für Räucherkammern und Verbindungsstücke, bei denen die Raucherzeugung außerhalb oder in der Tür erfolgt.

§ 6 Zusätzliche Kehrungen und Überprüfungen

(1) Aus besonderen Gründen der Betriebs- und Brandsicherheit kann der Bezirksschornsteinfegermeister zusätzliche Kehrungen oder Überprüfungen festsetzen. Die Festsetzung ist schriftlich zu begründen. Wird über die Zahl der Kehrungen oder Überprüfungen zwischen dem Grundstücks- oder Gebäudeeigentümer und dem Bezirksschornsteinfegermeister keine Verständigung erzielt, so entscheidet die zuständige Ordnungsbehörde der Landkreise oder kreisfreien Städte auf Antrag.

(2) Absatz 1 gilt auch für Anlagen gemäß § 5 Nr. 1 und 4 entsprechend.

§ 7 Reinigen von Feuerungsanlagen durch Ausbrennen und Austrocknen

(1) Feuerungsanlagen dürfen, wenn sie nicht mit normalen Werkzeugen einwandfrei gereinigt werden können, nur vom Bezirksschornsteinfegermeister oder im Verhinderungsfalle von seinem Vertreter ausgebrannt oder ausgetrocknet werden.

(2) Die Notwendigkeit des Ausbrennens oder Austrocknens ist vom Bezirksschornsteinfegermeister festzustellen.

(3) Das Ausbrennen ist der für die Liegenschaft zuständigen Ordnungsbehörde drei Tage vorher anzuzeigen. Das Ausbrennen soll nur bei Tageslicht und bei geeignetem, die Brandgefahr verminderndem Wetter erfolgen. In Zweifelsfällen entscheidet die zuständige Ordnungsbehörde der Landkreise oder kreisfreien Städte. Die Feuerwehr ist in Kenntnis zu setzen.

§ 8 Sonstige Pflichten des Bezirksschornsteinfegermeisters

(1) Der Bezirksschornsteinfegermeister hat die Kehrung oder Überprüfung rechtzeitig vor der Kehrung oder Überprüfung in ortsüblicher Weise bekannt zu machen oder bekannt machen zu lassen.

1. Kehrungen, Überprüfungen und Messungen finden in der Regel an Arbeitstagen statt. Als Arbeitstage gelten die Tage von Montag bis Freitag.

2. Ausnahmsweise können die Tätigkeiten nach Nummer 1. auch an einem Samstag, einem Sonn- oder Feiertag erfolgen. Die damit verbundenen erhöhten Gebühren sind in der Verordnung über die Gebühren und Auslagen der Bezirksschornsteinfegermeister geregelt.

(2) Der bei der Kehrung der Rauchschornsteine anfallende Ruß und andere Verbrennungsrückstände sind von dem Bezirksschornsteinfegermeister oder seinem Beauftragten von der Schornsteinsohle zu entfernen und in einen geeigneten Behälter zu füllen. Das Gleiche gilt für Fremdkörper und andere Materialien bei der Überprüfung, Kehrung oder Reinigung von Abgasschornsteinen, anderen Abgasanlagen und Lüftungsschächten.

§ 9 Pflichten der Eigentümer, Besitzer und Betreiber

(1) Die Eigentümer, Besitzer und Betreiber von Feuerstätten und Lüftungsanlagen haben sich zur Sicherstellung der in dieser Verordnung geregelten Maßnahmen auf die Kehrung, Überwachung, Überprüfung und Messung einzurichten. Sie haben dafür Sorge zu tragen, dass alle kehr-, überprüfungs- und messpflichtigen Anlagen einschließlich der Reinigungsverschlüsse und Messöffnungen am Tage der Kehrung, Überprüfung oder Messung ungehindert und unfallsicher zugänglich sind; dies schließt die Gestellung erforderlicher Leitern und Tritte ein.

(2) Feuerstätten sind auf Verlangen des Bezirksschornsteinfegermeisters oder seines Beauftragten in Betrieb zu setzen.

(3) Zur Aufnahme von Ruß, Flugasche, Fremdkörpern und ähnlichem Material sind vom Grundstückseigentümer geeignete Behälter in ausreichender Zahl und Größe bereitzustellen.

(4) Eigentümer, Besitzer und Betreiber von Feuerstätten sind verpflichtet, vor der Errichtung oder Änderung von Feuerstätten die dazu erforderliche Genehmigung einzuholen und den zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister zu unterrichten. Dies gilt auch, wenn Änderungen an Abgasanlagen, Schornsteinen oder Lüftungsanlagen durchgeführt oder selbige neu errichtet werden.

§ 10 In-Kraft-Treten, Außer-Kraft-Treten

(1) Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2000 in Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt die Kehr- und ÜberprüfungsordnungKehr- und Überprüfungsordnung
Die Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) regelt die Pflichtleistungen des Schornsteinfegers an den verschiedenen Feuerstätten und Lüftungsanlagen. Die Kehr- und Überprüfungsordnung ist in den Bundesländern unterschiedlich. Die in Rechnung gestellten Gebühren sind in den Kehr- und Überprüfungsgebührenordnungen (KÜGO) der Bundesländer geregelt.
vom 2. Januar 1992 (GVOBl. M-V S. 44), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 27. Dezember 1996 (GVOBl. M-V 1997 S. 13), außer Kraft.

Schwerin, den 14. Dezember 1999

Der Wirtschaftsminister
Prof. Dr. Rolf Eggert



© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 05.06.2008 | 23639 x gelesen


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