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KÜO Sachsen

Die Wiedergabe von Rechtsvorschriften in heiz-tipp.de dient der Orientierung. Die Benutzung des Textes erfolgt auf eigene Gefahr. Bitte beachten Sie, dass der Text fehlerhaft oder veraltet sein kann. Eine Garantie für den Wortlaut und die Aktualität wird daher nicht übernommen.
 
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Landesbauordnung Sachsen, Sächsische Bauordnung (SächsBO)
Sachsen, Feuerungsanlagenverordnung
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Kehr- und Überprüfungsordnung

Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die Ausführung von Schornsteinfegerarbeiten
(Kehr- und ÜberprüfungsordnungKehr- und Überprüfungsordnung
Die Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) regelt die Pflichtleistungen des Schornsteinfegers an den verschiedenen Feuerstätten und Lüftungsanlagen. Die Kehr- und Überprüfungsordnung ist in den Bundesländern unterschiedlich. Die in Rechnung gestellten Gebühren sind in den Kehr- und Überprüfungsgebührenordnungen (KÜGO) der Bundesländer geregelt.
- KÜO)

Vom 11. Dezember 1991 in der Fassung vom 19. Oktober 1995

Es wird verordnet auf Grund von: 1. §1 Abs. 2 des Schornsteinfegergesetzes (Schfg) vom 15. September 1969 (BGBl. S. 1634, 2432), zuletzt geändert durch Artikel 76 des Gesetzes vom 18. Dezember 1989 (BGBl. I, S. 2261), modifiziert für das Beitrittsgebiet durch Gesetz vom 23. September 1990 in Verbindung mit Anlage 1, Kapitel V. Sachgebiet B, Abschnitt III Nr. 3 des Einigungsvertrages (BGBl. II, S. 885) und 2. §1 Abs. 1 der Verordnung der Sächsischen Staatsregierung über die Zuständigkeit zum Erlaß von Rechtsverordnungen nach dem Schornsteinfegergesetz vom 9. April 1991 (SächsGVBI. S. 59):

Inhalt

§1 Kehrpflicht

(1) Rauchgasschornsteine und zu ihnen gehörende Verbindungsstücke sind wie folgt zu kehren:

Art der angeschlossenen Feuerstätten Kehrhäufigkeit (jährlich)

1. Zusatzfeuerstätten in GebäudenGebäude
Gebäude im Sinne der Energieeinsparverordnung sind bauliche Objekte mit mindestens einem eigenen Aufgang und einer Begrenzung des Volumens durch die wärmübertragende Umfassungsfläche.
, die mit Zentralheizung oder vollständig mit Etagenheizung ausgestattet sind, sofern sie nicht unter Nr. 2 fallen zweimal

2. Selten benutzte Feuerstätten einmal

3. Feuerstätten in Wochenendhäusern und Lauben einmal

4. nach der Verordnung über Kleinfeuerungs- anlagen (1. BImSchV) vom 15. Juli 1988 (BGBl. I S.1059), modifiziert für das Beitrittsgebiet durch Gesetz vom 23. Sep- tember 1990 in Verbindung mit Anlage 1,Kapitel VII. Sachgebiet A, Abschnitt III Nr. 1 des Einigungsvertrages (BGBl. II, S. 885) wiederkehrend zu überwachende Anlagen sowie bivalentebivalent
Im bivalenten Betrieb von Heizungsanlagen können gleiche oder verschiedene Energieträger in zwei unterschiedlichen Wärmeerzeugern zum Einsatz kommen. Meist deckt ein Wärmeerzeuger die Wärmegrundlast, ein zweiter Wärmeerzeuger ergänzt die Wärmeproduktion in der Bedarfsspitze. Ein Beispiel für diese Betriebsweise wäre ein Gsbrennwertkessel zur Deckung der Grundlast und ein Spitzenlastkessel mit Ölbrenner. Der Vorteil besteht u.U. darin, dass der Gasanschluß nicht für die Spitzenlast ausgelegt sein muss und dadurch auch ein niedriger Leistungspreis anfällt.
Feuerstätten im Sinne des §2 Nr. 2(1. BImSchV) bei Verbrennung von

a) flüssigen Brennstoffen einmal

b) Kohlen und Koksen zweimal

c) andere festen Brennstoffen dreimal (1. BImSchV, §3 Abs. 1 Nr. 3-8)

5. alle anderen Feuerstätten, soweit sie

a) nur in der üblichen Heizperiode viermal benutzt werden

b) ganzjährig benutzt werden fünfmal

(2) Gewerbliche Räucherkammern und ihre Schornsteine sind wie folgt zu kehren:

1. Kalträucherkammern einmal

2. Heißräucherkammern sechsmal sofern nicht Abs. 1 Nr.1 zutrifft

(3) Bei Mehrfach- und Gemischtbelegung kehrpflichtiger Schornsteine nach Abs. 1 richtet sich die Anzahl der jährlichen Kehrungen nach der Feuerstätte, für die die höhere Anzahl von Kehrungen festgelegt ist.

(4) Die Kehrungen sind in möglichst gleichen Abständen durchzuführen. Kehrungen nach Absatz 1 Nr. 4b und c sowie 5a sollen nicht in den Monaten Juni, Juli und August ausgeführt werden.

§2 Überprüfungspflicht

(1) Abgasschornsteine, Abgasleitungen und Abgaswege von Gasfeuerstätten sind wie folgt auf ihre Gebrauchsfähigkeit zu überprüfen:

1. bei raumluftabhängigenraumluftabhängig
Mit raumluftabhängig bezeichnet man die Betriebsweise einer Feuerstätte für die Raumheizung, bei der die Versorgung mit Verbrennungsluft direkt (abhängig) aus dem Aufstellraum der Feuerstätte erfolgt. Folglich ist bei dieser Betriebweise ein Nachströmen frischer Verbrennungsluft zu sichern. Dies geschieht über einen ausreichenden Raumluftverbund bzw. entsprechend diemensionierte Zuluftöffnungen (z.B. in der Kelleraußenwand).
Gasfeuerstätten einmal jährlich

2. bei raumluftunabhängigen Gasfeuerstätten einmal alle zwei Jahre

(2) Die Überprüfung der Abgasschornsteine uns Abgasleitungenim Sinne von Absatz 1 soll von der Schornstein- oder Leitungsmündung aus erfolgen. Die Überprüfung bei raumluftabhängigen Gasfeuerstätten schließt eine Reinigung der Abgasanlagen ein, wenn dies zur ordnungsgemäßen Überprüfung erforderlich ist, oder wenn Querschnittsverengungen festgestellt werden, die die Funktion der Gasfeuerungsanlagen beeinträchtigen.

(3) AbgasleitungenAbgasleitung
Eine Abgasleitung ist ein starres oder flexibles Rohr (z.B. aus Edelstahl, Aluminium, Keramik, Glas oder Kunststoff) zur Ableitung von Abgasen aus Öl- bzw. Gasfeuerstätten. Eine Abgasleitung muss im Gegensatz zu einer Abgasanlage für feste Brennstoffe nicht rußbrandbeständig sein. Eine Abgasleitung benötigt immer eine Zulassung für die speziellen Einsatzbedingungen eines Brennstoffes bzw. einer Feuerstätte und kann innerhalb und außerhalb von Gebäuden angeordnet sein.
von Ölbrennwertfeuerstätten sind einmal jährlich auf ihre Gebrauchsfähigkeit zu überprüfen. Absatz 2 gilt entsprechend.

(4) Bei Gasfeuerstätten im Sinne von Absatz 1 Nr. 1 und 2 ist eine KohlenmonoxidKohlenmonoxid
Kohlenmonoxid ist ein farbloses, sehr giftiges Gas. Das Molekül besitzt ein Kohlenstoff- und ein Sauerstoffatom (Strukturformel CO) und entsteht durch unvollständige Verbrennung kohlenstoffhaltiger Brennstoffe. Kohlenmonoxid ist messpflichtig bei der Überprüfung von Heizungsanlagen (Kehr- und Überprüfungsverordnung). Seine Giftigkeit wird verursacht durch eine Blockierung der Sauerstoffaufnahme im Blut, indem es sich anstelle des Sauerstoffes mit den roten Blutkörperchen verbindet. Bereits geringe Mengen wirken gesundheitsschädigend bis zum Tod. CO war früher ein Bestandteil des Stadtgases.
-(COCO
chemisches Kurzzeichen für Kohlenmonoxid
)-Messung im Abgas durchzuführen. Der Kohlenmonoxidanteil darf - bezogen auf unverdünntes Abgas - nicht mehr als 1000 ppmppm
Abk. für parts per million, also Teilchen pro Million. ppm wird genutzt für die Konzentrationsangabe von Molekülen, z. B. im Abgas. So darf die Konzentration von Kohlenmonoxid in Abgasen von Heizkesseln 1000 ppm nicht übersteigen, was von den Bezirksschornsteinfegermeistern im Rahmen der Pflichten der Kehr- und Überprüfungsordnung überwacht wird.
betragen. Wird dieser Wert überschritten, ist die Messung nach WartungWartung
Eine Wartung umfasst die Überprüfung und ggf. Wiederherstellung der Betriebbereitschaft und Betriebssicherheit sowie die Einstellung der Regelung und anderen Werten einer technischen Anlage, wie z.B. einer Heizungs-, Lüftungs- oder Solaranlage. Neben allgemeinen Wartungstätigkeiten, wie die Überprüfung von Betriebsdrücken, oder der Funktionsfähigkeit von Sicherheitseinrichtungen gibt es für jede Anlage spezielle Wartungsaufgaben. Die für die Wartung entstehenden Wartungskosten dürfen im Rahmen der Heizkostenabrechnung keine Reparaturkosten, z.B. für das Auswechseln von Teilen oder Baugruppen, enthalten.
durch eine Fachfirma spätestens nach sechs Wochen zu wiederholen. Für das Ergebnis der Abgaswegüberprüfung und der Kohlenmonoxidmessung ist bei festgestellten Mängeln, im übrigen auf Antrag, eine Bescheinigung auszustellen. Die Überprüfung auf Kohlenmonoxid ist mit einem eignungsgeprüften Meßgerät durchzuführen, das zweimal jährlich bei der Technischen Prüfstelle der Schornsteinfegerinnung auf seine Funktionsfähigkeit zu prüfen ist. Ausgenommen von der Kohlenmonoxid-Messung sind Außenwand-Raumheizer und Außenwand- Wasserheizer, deren Abgasausmündung sich nicht im Zugangsbereich von Menschen befindet.

(5) An Gasfeuerstätten, die nach der Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen wiederkehrend zu übewachen sind, ist die Abgaswegüberprüfung zugleich mit der Emissionsmessung sowie mit der Überprüfung der übrigen Abgasanlagen im Gebäude durchzuführen. In Gebäuden mit kehrpflichtigen Anlagen soll die Überprüfung der übrigen Abgasanlagen gleichzeitig mit der Kehrung erfolgen.

(6) Für den Betrieb von Feuerstätten erforderliche Lüftungsanlagen sind wie folgt auf ihre Gebrauchsfähigkeit zu überprüfen:

1. bei raumluftunabhängigenraumluftunabhängig
Mit raumluftunabhängig bezeichnet man die Betriebsweise einer Feuerstätte für die Raumheizung, bei der die Versorgung mit Verbrennungsluft von außerhalb des Aufstellraumes der Feuerstätte erfolgt, z.B. durch einen Zuluftkanal oder ein Luft-Abgas-System. Die Abgase werden in diesem Fall durch ein Rohr fortgeleitet, welches sich im Zuluftkanal befindet.
Gasfeuerstätten einmal alle zwei Jahre

2. bei allen anderen Feuerstätten einmal jährlich

Die Überprüfung schließt eine Reinigung der Abgasanlagen ein, wenn dies zur ordnungsgemäßen Überprüfung erforderlich ist, oder wenn Querschnittsverengungen festgestellt werden, die die Funktion der Anlage beeinträchtigen.

(7) Zur Be- und Entlüftung von Räumen dienende Lüftungsanlagen in wohngebäuden mit mehr als zwei Vollgeschossen, die bis zum 31. Dezember 1990 errichtet wurden, sind jährlich einmal auf ihre Gebrauchsfähigkeit zu überprüfen.

Abgas-Abluft-Verbundschornsteine sind dabei eingeschlossen.

Lüftungsanlagen im Sinne von Satz 1, die nach dem 1. Januar 1991 errichtet wurden, sind nur dann zu überprüfen, wenn sie der Lüftung von Küchen dienen und ohne Filter betrieben werden. Absatz 6 Satz 2 gilt entsprechend.

(8) Dunstabzugsanlagen sind jährlich einmal auf ihre Gebrauchsfähigkeit zu überprüfen.

(9) Die Überprüfung sind in möglichst gleichen Abständen durchzuführen.

§3 Ausnahmen von der Kehr- und Überprüfungspflicht

Von der Kehr- und Überprüfungspflicht ausgenommen sind

1. freistehende oder in Kesselhäuser eingebaute Schornsteine mit einem lichtenLicht
Licht ist der sichtbare Teil der Sonnenstrahlung und der künstlichen Beleuchtung. Weißes Licht setzt sich aus einem Gemisch von Strahlen verschiedener Wellenlängen zwischen 380 bis 780 nm (Nanometer) zusammen. Eine Lampe, die nicht alle Wellenlängen aussendet, gibt farbige Dinge verzerrt wieder. So fehlt dem Licht einer Leuchtstoffröhre bzw. einer Energiesparlampe häufig der gelb-rote Anteil.
Querschnitt von mehr als 10 000 cm² an der Sohle sowie zu ihnen gehörende Verbindungsstücke,

2. nicht benutzte Schornsteine und andere Abgasanlagen, deren Feuerstättenanschlußöffnungen bauartgerecht verschlossen sind,

3. Verbindungsstücke von Einzelfeuerstätten für feste und flüssige Brennstoffe,

4. Räucherkammern und deren Verbindungsstücke, wenn die Raucherzeugung außerhalb der Räucherkammer erfolgt und durch besondere technische Einrichtungen ein RußRuß
Ruß ist ein schwarzer, pulverförmiger Stoff, der nahezu vollständig aus Kohlenstoff besteht. Die Größe der Partikel liegt im Nanobereich. Ruß tritt bei unvollständiger Verbrennung als unerwünschtes Nebenprodukt auf und zeigt an, dass entweder Sauerstoffmangel herrschte oder die Temperatur zu niedrig war. An- und eingelagert sein können adsorbierte Pyrolyseprodukte, z.B. ölige Bestandteile aus unvollständiger Verbrennung von Heizöl (Derivate). Die rasche Abkühlung, heißer Abgase mit noch nicht vollständig verbrannten Inhaltstoffen führt zur Versottung von Schornsteinen (vor allem bei der Verbrennung von Festbrennstoffen, weshalb dafür genutzte Schornsteine eine Rußbrandbeständigkeit haben müssen).
- oder Fettansatz in der Räucherkammer nicht entstehen kann.

§4 Zusätzliche Kehrungen und Überprüfungen

Aus besonderen Gründen der Betriebs- und Brandsicherheit kann der Bezirksschornsteinfegemeister zusätzliche Kehrungen oder Überprüfungen festsetzen. Die Festsetzung ist schriftlich zu begründen. Wird über die Zahl der Kehrungen oder Überprüfungen zwischen dem Grundstückseigentümer und dem Bezirksschornsteinfegermeister keine Verständigung erzielt, so entscheidet die Bauaufsichtsbehörde nach Anhörung der Schornsteinfeger-Innung.

§5 Reinigung von Feuerungsanlagen durch Ausbrennen oder Austrocknen

(1) Eine Feuerungsanlage ist auszubrennen, wenn die Verbrennungsrückstände mit üblichen Kehrwerkzeugen nicht beseitigt werden können und der Zustand der Anlage oder sonstige Umstände dem Ausbrennen nicht entgegenstehen.

(2) Der Bezirksschornsteintegermeister, oder im Verhinderungsfall sein Vertreter haben die ArbeitArbeit
Arbeit im physikalischen Sinne stellt die in einem Vorgang verbrauchte Wärme- bzw. Energiemenge dar. Die physikalische Einheit ist die kiloWattstunde (kWh). Eine Energiemenge von einer kWh wird verbraucht, wenn z.B. ein Heizgerät mit einer Anschlussleistung von 1 kW eine Stunde ununterbrochen in Betrieb ist. 
selbst auszuführen oder ständig zu beaufsichtigen. Der Zeitpunkt des Ausbrennens ist dem Grundstückseigentümer oder dessen Beauftragten, den Hausbewohnern sowie der Gemeinde und der gemeinsamen Leitstelle der Feuerwehr und des Rettungsdienstes rechtzeitig vorher mitzuteilen. Gegebenenfalls ist eine Sicherheitswache zu stellen.

(3) Das Austrocknen erfolgt in gleicher Weise.

§6 Sonstige Pflichten des Bezirksschornsteinfegermeisters

(1) Der Bezirksschornsteinfegermeister hat jede Kehrung oder Überprüfung auf dem Grundstück ortsüblich bekanntzumachen.

(2) Der bei der Kehrung anfallende Ruß oder andere Verbrennungsrückstände sind vom Bezirksschornsteinfegermeister oder seinem Beauftragten aus der kehrpflichtigen Anlage zu entfernen und in geeignete Behälter zu entleeren. Dies gilt sinngemäß auch für Fremdkörper und ähnliches bei der Überprüfung von Abgasschornsteinen, Abgasanlagen und Lüftungsschächten.

(3) Vor der Errichtung oder wesentlichen Änderung einer Feuerungsanlage hat der Bezirksschornsteinfegermeister deren Anschlußmöglichkeit zu prüfen sowie nach der Errichtung bzw. wesentlichen Änderung und vor der Inbetriebnahme die sichere Benutzbarkeit der Feuerstätte zu bescheinigen.

§7 Pflichten der Eigentümer, Besitzer Hausverwalter und Betreiber

(1) Die Eigentümer, Besitzer, Hausverwalter und Betreiber von Feuerstätten und Lüftungsanlagen haben sich auf die Kehrung, Überprüfung und Messung einzurichten, damit insbesondere Gefahren und Durchstaubungen vermieden werden.

(2) Die Eigentümer, Besitzer, Hausverwalter und Betreiber haben dafür Sorge zu tragen, daß alle kehr-, überprüfungs- und meßpflichtigen Anlagen einschließlich der Reinigungsverschlüsse und Meßöffnungen am Tage der Kehrung, Überprüfung oder Messung ungehindert und unfallsicher zugänglich sind. Die Räume sind erforderlichenfalls zu beleuchten, gegebenenfalls sind Leitern bereitzustellen.

(3) Die Eigentümer, Besitzer, Hausverwalter und Betreiber haben bei der Überschreitung der Abgasmeßwerte nach §2 Abs. 4 unverzüglich die Instandsetzung der Anlage zu veranlassen.

(4) Feuerstätten sind auf Verlangen des Bezirksschornsteinfegermeisters oder seines Beauftragten in Betrieb zu setzen.

(5) Zur Aufnahme von Ruß, Flugasche, Fremdkörpern oder ähnlichem sind vom Grundstückseigentümer geeignete bruchsichere Behälter in ausreichender Zahl und Größe bereitzustellen.

(6) Die Grundstückseigentümer und Betreiber von Feuerungsanlagen haben vor der Errichtung, Aufstellung, Auswechselung und wesentlichen Änderung von kehr-, überprüfungs- und meßpflichtigen Anlagen oder einzelner Teile derselben den Bezirksschornsteinfegermeister zu benachrichtigen. Das gleiche gilt in Räumen mit Feuerstätten für den Einbau fugendichter Fenster und Türen oder das Abdichten vorhandener Fenster und Türen oder die Veränderung der Raumgröße.

(7) Von der beabsichtigten Wiederinbetriebnahme unbenutzter Schornsteine, Verbindungsstücke und Abgaswege haben die Grundstückseigentümer oder Besitzer von Grundstücken oder Räumen zum Zweck der Überprüfung und, falls erforderlich, zur Reinigung, den Bezirksschornsteinfegermeister zu benachrichtigen.

§8 Begriffe

Im Sinne dieser Verordnung sind:

1. Abgasanlage: Einrichtung zur Abgasabführung von Feuerstätten ins Freie.

Sie kann bestehen aus:

a) Verbindungsstück- und Schornstein, b) Abgasleitung

2. Abgasleitung: Leitung, die dazu bestimmt ist, RauchRauch
Rauch ist sichtbares Abgas und besteht zusätzlich zum Abgas (überwiegend Kohlendioxid und Wasserdampf) aus einer Dispersion fester oder flüssiger Partikel, die infolge unvollständig abgelaufener Verbrennung und/oder chemischer Reaktion entstehen. Bestandteile sind z.B. Ruß, Staub, Teer oder/und unverbrannte Kohlenwasserstoffe.
- oder Abgase von Feuerstätten ins Freie zu leiten.

3. Abgasweg: Strömungsstrecke der Heiz- bzw. Abgase einer Gasfeuerstätte vom Brenner bis zum Eintritt in den Schornstein, bei Gasfeuerstätten der C1, C3.2 und C3.3 nch DVGWDVGW
Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V.
TRGITRGI
TRGI ist die Abkürzung für Technische Regeln der Gas-Installation. Die Regeln gelten für die Planung, Erstellung, Änderung und Instandhaltung von Gasanlagen (außer Flüssiggas, eigene Regeln TRFG). Die Regeln werden bearbeitet und herausgegeben vom (Deutscher Verband des Gas- und Wasserfaches) DVGW.
(Deutscher Verein des Gas- und Wasserfachs, Technische Regeln für Gasinstallationen) 1986 Strömungsstrecke der Heiz- bzw. Abgase vom Brenner bis ins Freie;

4. Dunstabzugsanlage: Einrichtung, in der Dünste gewerblicher Koch-, Grill-, Brat- und Röstanlagen gesammelt und ins Freie abgeführt werden.

5. Feuerstätte: An einen Schornsteine oder eine Abgasanlage angeschlossene Einrichtung zur Erzeugung von Wärme durch Verbrennung fester, flüssiger oder gasförmiger Stoffe;

6. Lüftungsanlage: Be- und Entlüftungseinrichtung, die

a) wegen des Betriebs von Feuerstätten zur Be- und Entlüftung erforderlich ist oder

b) zur Be- und Entlüftung von Räumen aus lufthygienischen Gründen dient und Geschosse miteinander verbindet oder Brandabschnitte überwindet.

7. Raumluftunabhängige Gasfeuerstätte: Gasfeuerstätte mit abgeschlossenem Verbrennungsraum gegenüber dem Aufstellraum.

8. Schornstein: aufwärtsführender Schacht oder Rohr, der oder das Abgase von Feuerstätten ins Freie leitet:

a) Rauchgasschornstein: Schornstein, an den Feuerstätten angeschlossen sind, in denen feste oder flüssige Stoffe verbrannt werden.

b) Abgasschornstein: Schornstein, an dem nur Feuerstätten angeschlossen sind, in denen ausschließlich gasförmige Stoffe verbrannt werden. Dazu zählen auch Abgas-Abluft-Verbundschornsteine.

c) Luft-Abgas-Schornstein: Abgasschornstein, der Gasfeuerstätten mit geschlossener Verbrennungskammer VerbrennungsluftVerbrennungsluft
Verbrennungsluft muss zum Ingangsetzen und Aufrechterhalten einer wärmeerzeugenden Verbrennung von Brennstoffen an die Feuerstätte bzw. den Brenner herangeführt werden. Die Verbrennungsluft muss frei von korrosiven Bestandteilen und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen (vollständige Verbrennung). Man unterscheidet eine raumluftabhängige und eine raumluftunabhängige Betriebsweise. Die Sicherung ausreichender Verbrennungsluftversorgung ist Bestandteil der Kontrollpflichten des Schornsteinfegers.
zu- und gleichzeitig deren Abgase abführt.

9. Selten benutzte Feuerstätte: Feuerstätte, die nicht mehr als 30 Tage im Jahr genutzt wird;

10. Verbindungsstück: Leitung (Kanal, Rohr), die dazu bestimmt und geeignet ist, Rauch oder Abgase von der Feuerstätte in den Schornstein zu leiten;

11. Zugangsbereich von Menschen: Bereich bis 3 m Höhe über begehbaren Flächen oder bis 1 m horizontal oder vertikal von Fenstern, Türen oder Lüftungsöffnungen.

12. Zusatzfeuerstätte: Zeitweise zur Zentral- oder Etagenheizung benutzte Feuerstätte, die weder zur Brauchwasserbereitung dient, noch mit der Zentral- oder Etagenheizung in Verbindung steht.

§9 Inkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1996 in Kraft.

Dresden, den 19. Oktober 1995

Der Staatsminister des Innern Klaus Hardrath



© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 31.05.2005 | 33702 x gelesen


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