Auch die Abgasverluste≡Abgasverlust≡
Mit dem Abgasverlust ist die Wärmemenge gemeint, die mit den warmen Abgasen ungenutzt aus dem Wärmeerzeuger entweicht. Die Höhe des Abgasverlustes wird maßgeblich von der Abgastemperatur beeinflusst. Je höher die Temperatur ausfällt, umso schlechter ist der Ausnutzungsgrad des zugeführten Brennstoffes. Ein Abgasverlust tritt nur auf, wenn der Brenner arbeitet, also Brennstoff verbrannt wird. Die maximal zulässige Höhe des Abgasverlustes ist in der Kleinfeuerungsanlagenverordnung festgelegt. Der Wert wird vom Schornsteinfeger im Rahmen der Abgasverlustmessung ermittelt (ausgenommen Brennwerttechnik) und im Abgasprotokoll (Schornsteinfegerprotokoll) vermerkt. Der Abgasverlust wird in % angegeben. älterer Heizkessel können unter den geforderten Grenzwerten liegen, vor allem dann, wenn ein modernerer Brenner eingesetzt wurde. Das betrifft jedoch nur den Abgasverlust, einen Verlust also, der bei der Verbrennung entstehen.
Eine Verringerung des Betriebsbereitschaftsverlust≡Betriebsbereitschaftsverlust≡
Der Betriebsbereitschaftsverlust ist der Wärmeverlust eines Wärmeerzeugers (z. B. Heizkessel, Therme) oder eines Warmwasserspeichers durch Abkühlung während der Stillstandszeiten, also wenn der Brenner nicht arbeitet, der Kessel bzw. das Speicherwasser aber warm ("in Bereitschaft") ist. Der bei Kesseln auftretende Betriebsbereitschaftsverlust setzt sich zusammen aus dem Abstrahlungsverlust und dem inneren Auskühlverlust. Die Betriebsbereitschaftsverluste verringern sich bei optimal dimensionierten Wärmeerzeugern durch gleitende Betriebsweise (bedarfsgeführte Kesselwassertemperatur), durch Leistungsmodulation, sehr gute Wärmedämmung des Kessels und durch eine raumluftunabhängige Betriebsweise mit einem Luft-Abgas-System.(es), der im Stillstand des Brenners entsteht, ist mit dem Austausch des Brenners jedoch nicht verbunden. 20, 25 Jahre alte, meist auch überdimensionierte Heizkessel werden bauartbedingt mit konstant hohen Temperaturen zwischen 65 °C und 90 °C betrieben. Oft werden sie für die Warmwasserbereitung auch im Sommer nicht abgeschaltet. Die Folge: Der Heizraum ist dann über das ganze Jahr meist "angenehm" warm. Ursache dafür ist, dass der Heizkessel auch in den Heizpausen und Zeiten geringen Wärmebedarfs≡Wärmebedarf≡
Der Wärmebedarf ist jene Nettowärmemenge in kWh, die zur Beheizung eines Raumes bzw. eines Gebäudes oder/und zur Warmwasserbereitung benötigt wird. Der Wärmebedarf ergibt sich aus dem Produkt der Heizlast und der Zeitdauer der Beheizung. Der Wärmebedarf für die Raumheizung setzt sich aus dem Transmissionswärmebedarf und dem Lüftungswärmebedarf zusammen. immer gleich stark erwärmt ist. Die Wärme wird somit nicht nur an das Heizungswasser, sondern auch nach außen über die Heizkesselummantelung abgegeben. Außerdem wird der Kessel infolge Durchströmung (Schornsteinzug!) auch von innen ausgekühlt, sofern keine Luftabschlussklappen am Brenner oder Abgasklappen≡Abgasklappe≡
Die Abgasklappe ist eine Einrichtung im Abgasweg eines Heizkessels oder einer Therme zur Reduzierung der Auskühlungsverluste im Stillstand. Sie wird - meist elektromotorisch angetrieben - vor dem Start des Brenners geöffnet, um den Abgasweg freizugeben. im Rauchrohr eingebaut sind. Diese Betriebsbereitschaftsverluste verringern, über ein ganzes Jahr betrachtet, den Nutzungsgrad≡Nutzungsgrad≡
Mit dem Nutzungsgrad bezeichnet man das Verhältnis zwischen tatsächlich genutzter Wärme (Netto) und dafür eingesetzter Energie, Wärme oder Arbeit (Brutto) . Im Gegensatz zur Bezeichnung Wirkungsgrad ist der Nutzungsgrad um alle auftretenden Verluste bereinigt, wie z.B. den Abgasverlust, Abstrahlungsverlust, Betriebsbereitschaftsverlust. Der Nutzungsgrad bezieht sich auf einen Nutzungszeitraum (z.B. Jahresnutzungsgrad). der Wärmeerzeugung älterer Konstanttemperaturkessel um bis zu 50% !!!. Insbesondere Faktoren wie eine starke Überdimensionierung der Kesselleistung, defekte Wärmedämmung≡Wärmedämmung≡
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten., eingebaute Warmwasserbereiter und durchgängiger Sommerbetrieb beeinflussen den Jahresnutzungsgrad≡Jahresnutzungsgrad≡
Der Jahresnutzungsgrad eines Heizkessels bzw. einer Heizanlage berücksichtigt die während eines Jahres auftretenden Verluste, wie den Abstrahlungsverlust, den Betriebsbereitschaftsverlust, bei Anlagen auch den Verteilungsverlust und den Bereitschaftsverlust der Warmwasserbereitung. negativ. Einen Großteil der produzierten Wärme verbrauchen diese Kessel also praktisch zur Deckung eigener Verluste. Diese Wärme steht als nutzbare Wärme nicht zur Verfügung.
Eine Erneuerung älterer Konstanttemperaturkessel ist trotz Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Abgasverlustgrenzwerte nicht nur ökologisch, sondern meist auch ökonomisch sinnvoll.
Es gehört allerdings nicht zum Aufgabengebiet des Schornsteinfegers auf diesen Umstand hinzuweisen. Der Schornsteinfeger überprüft lediglich die Einhaltung der zulässigen Grenzwerte nach der BundesImmissionsSchutzVerordnung≡BundesImmissionsSchutzVerordnung≡
Die BundesImmissionsSchutzVerordnung, kurz BImSchVo, regelt die maximal zulässigen Emissionen von Luftschadstoffen aus Prozessen aller Art. Teil der Verordnung ist die Kleinfeuerungsanlagenverordnung, die die Verbrennung von Brennstoffen, den maximal zulässigen Schadstoffausstoß und die Höhe des maximal zulässigen Abgasverlustes von Heizkesseln, Thermen u. a. Wärmeerzeugern regelt.. Er wird Sie daher nur bei einer Überschreitung der dort festgelegten Werte auffordern den Kessel überprüfen zu lassen.
siehe auch:
»› Modernisierung einer Heizung mit Konstant-Temperatur- Heizkessel











Forum: