Innenraumtemperaturgeführte Heizungsregelungen ermitteln die notwendige Heizenergiezufuhr aus der Raumtemperatur. Ein Temperaturfühler, angebracht im Regelgerät, misst die Raumtemperatur und vergleicht Sie mit einem individuell einstellbaren Wunschwert. Liegt die gemessene Temperatur darunter, wird die Wärmezufuhr erhöht. Außenfühler sind nicht angeschlossen. Die Regelung lässt sich mit der »› Funktionsweise des Thermostatventils vergleichen. Im Gegensatz dazu wirkt jedoch die innenraumtemperaturgeführte Regelung auf das gesamte Heizungssystem. Das Regelgerät selbst ist in einem Referenzraum, z. B. der Wohnstube anzubringen. Man unterscheidet zwei Ausführungsarten der innenraumtemperaturgeführten Regelung,
»› mit Einfluss auf die Vorlauftemperatur, auch Stetigregelung »› ohne Einfluss auf die Vorlauftemperatur, auch Raumthermostatregelung.Vorteile
- ortgenaue und schnelle Reaktion auf unerwünschte oder erwünschte Störgrößen wie Sonneneinstrahlung, Abwärme von Personen und Geräten
- einfache Bedienung
- preiswert: ca. 175 bis 200 EUR
Nachteile
Die Wärmeversorgung anderer Räume wird von der Raumtemperatur im Referenzraum abhängig gemacht. Nicht zu empfehlen ist diese Regelungsart deshalb
- in größeren Wohnungen bzw. Häusern,
- bei Heizungsaufgaben mit stark unterschiedlichem Temperaturbedarf und verschiedenen Nutzungszeiträumen in den einzelnen Räumen,
- bei schlechter Wärmedämmung, großer Außenwandfläche und großen Fenstern,
- in Wohnungen bzw. Häusern mit normal genutzten Räumen in verschiedenen Himmelsrichtungen.
- Völlig ungeeignet ist diese Regelungsart als Zentralregelung in Mehrfamilienhäusern, Gasthäusern und Pensionen.
siehe auch
»› Praxisprobleme mit innenraumtemperaturgeführten Regelungen»› außentemperaturgeführte Regelung, Übersicht












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