Die Raumtemperatur ist niedriger (bzw. wird nicht erreicht) als die voreingestellte Wunschtemperatur am Regelgerät
- über Heizkörpern
- oder in der Nähe von wärmeabgebenden Elektrogeräten (Kühlschrank, Fernseher).
Die Raumtemperatur ist höher als die voreingestellte Wunschtemperatur am Regelgerät
Ursache: Regelgerät bzw. Raumfühler ist falsch montiert, z. B.:
- an einer Außenwand,
- in unmittelbarer Nähe von Fenstern und Türen,
- an bzw. auf Wärmebrücken≡Wärmebrücke≡
Die Wärmebrücke ist eine Teilfläche oder ein Bauteil im Haus, die bzw. das mehr Wärme nach außen ableitet (Transmission) als angrenzende Flächen bzw. Bauteile. Eine Wärmebrücke entsteht bauartbedingt oder wegen Mängeln in der Planung und Bauausführung. Beispiele für Wärmebrücken sind eingebundene Wände, ungedämmte Betonsturzträger oder aufgelegte Deckenelemente, Betonpfeiler, Ringanker, Balkonplatten, fehlerhafte Baustoffwahl usw. Die Folge der höheren Wärmeverluste solcher Wärmebrücken ist eine niedrigere Oberflächentemperatur auf der Rauminnenseite. Sie begünstigt das Auftreten von Kondenswasserschäden und von Schimmelpilzen. Wärmebrückenarmes Planen und Bauen ist eine Grundvoraussetzung für energiesparende und hygienisch einwandfreie Gebäude., - in schlecht belüfteten Ecken.
Einzelne Räume werden nicht ausreichend warm
Ursache: Regelgerät bzw. Raumfühler erfasst prinzipiell nur die Temperatur im Anbringungsraum.
Das Problem ist die Unterversorgung einzelner Räume mit Wärme. Es wird beklagt, dass es z. B. im Badezimmer oder im Kinderzimmer zu kalt bleibt, während es in der Stube (Anbringungsraum des Temperaturfühlers) ausreichend warm ist.
Die Situation ist meist folgende: der Raumfühler bzw. das Regelgerät einer solchen innenraumtemperaturgeführten Regelung ist im Wohnzimmer angebracht. Der Heizkörper in diesem Raum ist meist reichlich dimensioniert und das Thermostatventil≡Thermostatventil≡
Das Thermostatventil ist ein Heizkörperventil zur automatischen Konstanthaltung einer am Ventil voreinstellbaren Raumtemperatur. Im Inneren der Ventilkappe befindet sich ein Dehnstoff, der sich abhängig von der Umgebungstemperatur (Raumtemperatur) ausdeht oder zusammenzieht und dabei den Ventilstößel bewegt. Der sich bewegende Stößel führt zum Öffnen oder Verschließen des Spaltes, der eine mehr oder weniger große Menge Heizwasser für den Heizkörper freigibt. Thermostatventile gehören zur Pflichtausstattung von Heizungsanlagen. voll geöffnet. Dadurch wird ein schneller Temperaturanstieg erreicht. Der Temperaturfühler registriert diesen Temperaturanstieg, so dass die Vorlauftemperatur≡Vorlauftemperatur≡
Mit Vorlauftemperatur bezeichnet man die Temperatur des zum Heizkörper hinfließenden Heizungswasser. Sie liegt je nach Außentemperatur bei außentemperaturgeführten Heizungsregelungen zwischen 35 und 70°C. Anlagen mit reinen Flächenheizungen (Fußboden-, Wandheizungen) kommen mit 25 bis 40°C aus. Bei Heizungsanlagen ohne Heizungsmischer ist die Vorlauftemperatur gleich der Temperatur des Kesselwassers. sinkt bzw. sich das Heizgerät ganz abschaltet.
Folge: Andere Räume werden nicht ausreichend lang mit Wärme versorgt. Ähnlich reagiert die Heizungsanlage, wenn im Anbringungsraum des Fühlers durch zusätzliche Fremd-Wärme (Personen, Geräte, Sonneneinstrahlung) die Wunschtemperatur rascher erreicht wird.
Lösungsmöglichkeit 1
Sie verbessern die Situation, indem Sie das Thermostatventil im Anbringungsraum des Fühlers etwas zurückdrehen. Dieses sollte doch, so sagte der Heizungsbauer, immer ganz geöffnet sein, sonst würde die Regelung nicht richtig funktionieren. Nun, das ist zwar prinzipiell richtig, aber wir suchen jetzt nach einer Lösung, weil das installierte System nicht zur Zufriedenheit funktioniert.
Also, drehen Sie das Ventil ruhig einmal zurück. Bei einer Einstellung auf Stufe III (entspricht bei den meisten Thermostatventilen etwa 20 °C bis 21 °C Raumtemperatur) kann dann die am Raumregler vorgegebene Wunschtemperatur von z. B. 23 °C nicht erreicht werden. Es erfolgt also nicht der frühzeitige Befehl "Abschalten" sondern der Befehl "Weiterheizen". So "überlisten" Sie den Heizungsregler. Kaputtmachen kann man bei dieser Not-Manipulation eigentlich nichts, da eine zusätzliche Regelstrecke im Heizgerät eine Überhitzung vermeidet.
Lösungsmöglichkeit 2
Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Temperaturfühler in einem anderen Raum anzubringen - einen Raum der ggf. keinen Heizkörper hat oder immer etwas kühler ist. Dieser Raum wird dann ausschließlich oder zusätzlich infolge Wärmeübertragung≡Wärmeübertragung≡
Wärme wird von einem zum anderen Körper bzw. Medium übertragen durch Konvektion, Wärmeleitung und/oder Wärmestrahlung. durch die Wände bzw. den Luftaustausch erwärmt. Da die Aufheizzeit für diesen Raum länger ist als für die anderen Räume, wird das Wärmeangebot auch in den vorher unterversorgten Räumen vergrößert.
Energiesparend sind diese Vorschläge natürlich nicht, aber sie sorgen für mehr Behaglichkeit≡Behaglichkeit≡
Die Behaglichkeit ist ein sehr wichtiges Planungskriterium. Für die empfundene (thermische) Behaglichkeit sind mehrere Faktoren, u. a. die Oberflächentemperatur der Raumumschließungsflächen, die Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Luftbewegung (Strömungsgeschwindigkeit) ausschlaggebend. und besserer Regelfähigkeit bisher nicht optimal beheizter Räume.












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