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Anlage 3 der EnEV 2007 (zu den §§ 8, 9 Abs. 2 und 3, § 18 Abs. 2)

Die Wiedergabe von Rechtsvorschriften in heiz-tipp.de dient der Orientierung. Die Benutzung des Textes erfolgt auf eigene Gefahr. Bitte beachten Sie, dass der Text fehlerhaft oder veraltet sein kann. Eine Garantie für den Wortlaut und die Aktualität wird daher nicht übernommen. Gesetze und Verordnungen sind nur gültig und finden Anwendung entsprechend ihrer jeweils aktuellsten Fassung, die im einschlägigen amtlichen Verkündungsorgan (insbesondere Bundesgesetzblatt und Bundesanzeiger) veröffentlicht ist.
 
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Energieeinsparverordnung, EnEV 2007, Text , Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden
Inhaltsverzeichnis der EnEV 2007, Inhaltsübersicht der Energieeinsparverordnung 2007
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Anforderungen bei Änderung von Außenbauteilen und bei Errichtung kleiner Gebäude

Anlage 3 (zu den §§ 8, 9 Abs. 2 und 3, § 18 Abs. 2)

Anforderungen bei Änderung von Außenbauteilen und bei Errichtung kleiner GebäudeGebäude
Gebäude im Sinne der Energieeinsparverordnung sind bauliche Objekte mit mindestens einem eigenen Aufgang und einer Begrenzung des Volumens durch die wärmübertragende Umfassungsfläche.
; Randbedingungen und Maßgaben für die Bewertung bestehender Wohngebäude

1. Außenwände

Soweit bei beheizten oder gekühlten Räumen Außenwände

a) ersetzt, erstmalig eingebaut oder in der Weise erneuert werden, dass

b) Bekleidungen in Form von Platten oder plattenartigen Bauteilen oder Verschalungen sowie Mauerwerks-Vorsatzschalen angebracht werden,

c) auf der Innenseite Bekleidungen oder Verschalungen aufgebracht werden,

d) Dämmschichten eingebaut werden,

e) bei einer bestehenden Wand mit einem WärmedurchgangskoeffizientenWärmedurchgangskoeffizient
U-Wert, früher k-Wert, Einheit: W/(m²K), Watt pro Quadratmeter und Kelvin; Der Wärmedurchgangskoeffizient ist ein Maß für die Wärmemenge, die durch ein Bauteil von einem m² Fläche in Abhängigkeit von der Zeit und dem Temperaturunterschied von der warmen zur kalten Seite abfließt. Je kleiner der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils, desto besser ist das Wärmedämmvermögen. Kleine Wärmedurchgangskoeffizienten erreicht man mit Baustoffen geringer Wärmeleitfähigkeit bzw. durch Erhöhung ihrer Stärke.
größer 0,9 W/(m²·K) der Außenputz erneuert wird oder

f) neue Ausfachungen in Fachwerkwände eingesetzt werden,

sind die jeweiligen Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten nach Tabelle 1 Zeile 1 einzuhalten. Bei einer Kerndämmung von mehrschaligem Mauerwerk gemäß Buchstabe d gilt die Anforderung als erfüllt, wenn der bestehende Hohlraum zwischen den Schalen vollständig mit Dämmstoff ausgefüllt wird.

2. Fenster, Fenstertüren und Dachflächenfenster

Soweit bei beheizten oder gekühlten Räumen außen liegende Fenster, Fenstertüren oder Dachflächenfenster in der Weise erneuert werden, dass

a) das gesamte Bauteil ersetzt oder erstmalig eingebaut wird,

b) zusätzliche Vor- oder Innenfenster eingebaut werden oder

c) die Verglasung ersetzt wird,

sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 2 einzuhalten. Satz 1 gilt nicht für Schaufenster und Türanlagen aus Glas. Bei Maßnahmen gemäß Buchstabe c gilt Satz 1 nicht, wenn der vorhandene Rahmen zur Aufnahme der vorgeschriebenen Verglasung ungeeignet ist. Werden Maßnahmen nach Buchstabe c an Kasten- oder Verbundfenstern durchgeführt, so gelten die Anforderungen als erfüllt, wenn eine Glastafel mit einer infrarot-reflektierenden Beschichtung mit einer Emissivität εn = 0,2 eingebaut wird. Werden bei Maßnahmen nach Satz 1

  1. Schallschutzverglasungen mit einem bewerteten SchalldämmmaßSchalldämmmaß
    Das Schalldämmmaß charakterisiert die Dämpfung des Schalls durch ein Bauteil. Ein resultierendes Schalldämmmaß von Außenwand-Bauteilen ist nach DIN 4109 einzuhalten. Die Schalldämmung ist abhängig von der Frequenz des Schallereignisses und dem Einfallswinkel.
    der Verglasung von Rw,R ≥ 40 dBdB
    Kuzzeichen für deziBel; Die Angabe ist ein Verhältnismaß für die Lautstärke. Kleinere Werte stehen für einen als geringer empfundenen Lärmpegel.
    nach DIN EN ISO 717-1 : 1997-01 oder einer vergleichbaren Anforderung oder
  2. Isolierglas-Sonderaufbauten zur Durchschusshemmung, Durchbruchhemmung oder Sprengwirkungshemmung nach anerkannten Regeln der Technik oder
  3. Isolierglas-Sonderaufbauten als Brandschutzglas mit einer Einzelelementdicke von mindestens 18 mm nach DIN 4102-13 : 1990-05 oder einer vergleichbaren Anforderung

verwendet, sind abweichend von Satz 1 die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 3 einzuhalten.

3. Außentüren

Bei der Erneuerung von Außentüren dürfen nur Außentüren eingebaut werden, deren Türfläche einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 2,9 W/m²· K nicht überschreitet. Nr. 2 Satz 2 bleibt unberührt.

4. Decken, Dächer und Dachschrägen

4.1 Steildächer

Soweit bei Steildächern Decken unter nicht ausgebauten Dachräumen sowie Decken und Wände (einschließlich Dachschrägen), die beheizte oder gekühlte Räume nach oben gegen die Außenluft abgrenzen,

a) ersetzt, erstmalig eingebaut oder in der Weise erneuert werden, dass

b) die Dachhaut bzw. außenseitige Bekleidungen oder Verschalungen ersetzt oder neu aufgebaut werden,

c) innenseitige Bekleidungen oder Verschalungen aufgebracht oder erneuert werden,

d) Dämmschichten eingebaut werden,

e) zusätzliche Bekleidungen oder Dämmschichten an Wänden zum unbeheizten Dachraum eingebaut werden,

sind für die betroffenen Bauteile die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 4 a einzuhalten. Wird bei Maßnahmen nach Buchstabe b oder d der Wärmeschutz als Zwischensparrendämmung ausgeführt und ist die Dämmschichtdicke wegen einer innenseitigen Bekleidung und der Sparrenhöhe begrenzt, so gilt die Anforderung als erfüllt, wenn die nach anerkannten Regeln der Technik höchstmögliche Dämmschichtdicke eingebaut wird.

4.2 Flachdächer

Soweit bei beheizten oder gekühlten Räumen Flachdächer

a) ersetzt, erstmalig eingebaut oder in der Weise erneuert werden, dass

b) die Dachhaut bzw. außenseitige Bekleidungen oder Verschalungen ersetzt oder neu aufgebaut werden,

c) innenseitige Bekleidungen oder Verschalungen aufgebracht oder erneuert werden,

d) Dämmschichten eingebaut werden,

sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 4 b einzuhalten. Werden bei der Flachdacherneuerung Gefälledächer durch die keilförmige Anordnung einer Dämmschicht aufgebaut, so ist der Wärmedurchgangskoeffizient nach DIN EN ISO 6946 : 1996-11 Anhang C zu ermitteln. Der Bemessungswert des Wärmedurchgangswiderstandes am tiefsten Punkt der neuen Dämmschicht muss den Mindestwärmeschutz nach § 7 Abs. 1 gewährleisten.

5. Wände und Decken gegen unbeheizte Räume und gegen Erdreich

Soweit bei beheizten Räumen Decken und Wände, die an unbeheizte Räume oder an Erdreich grenzen,

a) ersetzt, erstmalig eingebaut oder in der Weise erneuert werden, dass

b) außenseitige Bekleidungen oder Verschalungen, Feuchtigkeitssperren oder DrainagenDrainage
Mit Drainage (Dränage) bezeichnet man die Anordnung von wasserdurchlässigen Schichten (Kies) und wasseraufnehmenden Rohren im Bereich der Kelleraußenwand zur Ableitung von Oberflächenwasser. Bei Gründächern wird ebenfalls ein System zur Drainage angewendet.
angebracht oder erneuert,

c) innenseitige Bekleidungen oder Verschalungen an Wände angebracht,

d) Fußbodenaufbauten auf der beheizten Seite aufgebaut oder erneuert,

e) Deckenbekleidungen auf der Kaltseite angebracht oder

f) Dämmschichten eingebaut werden,

sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 5 einzuhalten, wenn die Änderung nicht von Nr. 4.1 erfasst wird. Die Anforderungen nach Buchstabe d gelten als erfüllt, wenn ein Fußbodenaufbau mit der ohne Anpassung der Türhöhen höchstmöglichen Dämmschichtdicke (bei einem Bemessungswert der WärmeleitfähigkeitWärmeleitfähigkeit
(auch Wärmeleitzahl) Zeichen λ (Lambda); Einheit W/mK, Watt/pro Meter und Kelvin; Die Wärmeleitfähigkeit ist ein Materialkennwert, der für den trockenen Baustoff (Praxiswert) angegeben wird. Je kleiner der Lambda-Wert ist, umso schlechter wird Wärme weitergeleitet und umso besser ist die Wärmedämmung daraus hergestellter Konstruktionen. Baustoffe werden in Abhängigkeit ihrer Wärmeleitfähigkeit in Wärmeleitfähigkeitsgruppen eingeteilt. Bei gleicher Schichtdicke ist der Baustoff mit kleinerem Lambda-Wert vorzuziehen. Da Feuchtigkeit die Wärme gut leitet, ist die Wärmeleitfähigkeit in hohem Maße vom Feuchtegehalt und dem Entfeuchtungsverhalten der Baustoffe abhängig. Die Rechenwerte der Wärmeleitfähigkeit verschiedener Stoffe sind der DIN 4108 zu entnehmen, ergänzende Werte dem Bundesanzeiger
λ= 0,04 W/(m·K) ausgeführt wird.

6. VorhangfassadenVorhangfassade
Die Vorhangfassade ist eine witterungsbeständige, auf einer Unterkonstruktion angebrachte, vorgehängte Fassadenverkleidung eines Hauses, die z.B. aus Holz, Keramik, Blech, Glas, Schiefer o.ä. besteht. Eine Vorhangfassade wird in der Regel hinterlüftet (aber nur das Fassadenmaterial!). Es ist zweckmäßig vor dem Anbringen einer Vorhangfassade das Gebäude unmittelbar auf der Hauswand zu dämmen.

Soweit bei beheizten oder gekühlten Räumen Vorhangfassaden in der Weise erneuert werden, dass

a) das gesamte Bauteil ersetzt oder erstmalig eingebaut wird,

b) die Füllung (Verglasung oder Paneele) ersetzt wird,

sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 2 c einzuhalten. Werden bei Maßnahmen nach Satz 1 Sonderverglasungen entsprechend Nr. 2 Satz 2 verwendet, sind abweichend von Satz 1 die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 3 c einzuhalten.

7. Anforderungen

Tabelle 1

Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten bei erstmaligem Einbau, Ersatz und Erneuerung von Bauteilen

     Wohngebäude und Zonen von Nichtwohngebäuden mit Innentemperaturen ≥ 19°CZonen von Nichtwohngebäuden mit Innentemperaturen von 12 bis < 19°C
Zeile BauteilMaßnahme nachmaximaler Wärmedurchgangskoeffizient Umax 1) in W / (m²·K)
1 1234
a)Außenwändeallgemein0,450,75
b)AußenwändeNr. 1 b), d) und e) 0,350,75
2a)Außen liegende Fenster, Fenstertüren, DachflächenfensterNr. 2 a) und b)1,7 2)2,8 2)
b)VerglasungenNr. 2 c)1,5 3)keine Anforderung
c)Vorhangfassadenallgemein1,9 4)3,0 4)
3a)Außen liegende Fenster, Fenstertüren, Dachflächenfenster mit SonderverglasungenNr. 2 a) und b)2,0 2)2,8 2)
b)SonderverglasungenNr. 2 c)1,6 3)keine Anforderung
c)Vorhangfassaden mit SonderverglasungenNr. 6 Satz 22,3 4)3,0 4)
4a)Decken, Dächer und DachschrägenNr. 4.10,300,40
b)DächerNr. 4.20,250,40
5a)Decken und Wände gegen unbeheizte Räum oder ErdreichNr. 5 b) und e)0,40keine Anforderung
b)Decken und Wände gegen unbeheizte Räum oder ErdreichNr. 5 a), c), d) und f)0,50keine Anforderung

1) Wärmedurchgangskoeffizient des Bauteils unter Berücksichtigung der neuen und der vorhandenen Bauteilschichten; für die Berechnung opaker Bauteile ist DIN EN ISO 6946 : 1996-11 zu verwenden.

2) Bemessungswert des Wärmedurchgangskoeffizienten des Fensters; der Bemessungswert des Wärmedurchgangskoeffizienten des Fensters ist technischen Produkt-Spezifikationen zu entnehmen oder gemäß den nach den Landesbauordnungen bekannt gemachten energetischen Kennwerten für Bauprodukte zu bestimmen. Hierunter fallen insbesondere energetische Kennwerte aus europäischen technischen Zulassungen sowie energetische Kennwerte der Regelungen nach der Bauregelliste A Teil 1 und auf Grund von Festlegungen in allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen.

3) Bemessungswert des Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung; der Bemessungswert des Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung ist technischen Produkt-Spezifikationen zu entnehmen oder gemäß den nach den Landesbauordnungen bekannt gemachten energetischen Kennwerten für Bauprodukte zu bestimmen. Hierunter fallen insbesondere energetische Kennwerte aus europäischen technischen Zulassungen sowie energetische Kennwerte der Regelungen nach der Bauregelliste A Teil 1 und auf Grund von Festlegungen in allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen.

4) Wärmedurchgangskoeffizient der Vorhangfassade; er ist nach anerkannten Regeln der Technik zu ermitteln.

8. Randbedingungen und Maßgaben für die Bewertung bestehender Wohngebäude (zu § 9 Abs. 2)

8.1 Besondere Maßgaben zum Berechnungsverfahren nach Anlage 1 Nr. 2

Das Berechnungsverfahren nach Anlage 1 Nr. 2 ist bei bestehenden Wohngebäuden mit folgenden Maßgaben anzuwenden:

8.1.1 WärmebrückenWärmebrücke
Die Wärmebrücke ist eine Teilfläche oder ein Bauteil im Haus, die bzw. das mehr Wärme nach außen ableitet (Transmission) als angrenzende Flächen bzw. Bauteile. Eine Wärmebrücke entsteht bauartbedingt oder wegen Mängeln in der Planung und Bauausführung. Beispiele für Wärmebrücken sind eingebundene Wände, ungedämmte Betonsturzträger oder aufgelegte Deckenelemente, Betonpfeiler, Ringanker, Balkonplatten, fehlerhafte Baustoffwahl usw. Die Folge der höheren Wärmeverluste solcher Wärmebrücken ist eine niedrigere Oberflächentemperatur auf der Rauminnenseite. Sie begünstigt das Auftreten von Kondenswasserschäden und von Schimmelpilzen. Wärmebrückenarmes Planen und Bauen ist eine Grundvoraussetzung für energiesparende und hygienisch einwandfreie Gebäude.
sind bei der Ermittlung des Jahres-HeizwärmebedarfsJahres-Heizwärmebedarf
Der Jahres-Heizwärmebedarf entspricht nach EnEV dem berechneten jährlichen Nettobedarf für Heizwärme in kWh für das gesamte zu beheizende Haus. Der Jahres-Heizwärmebedarf ist nach DIN EN 832 unter Berücksichtigung der in DIN 4108 T.6 angegebenen Randbedingungen zu ermitteln.
abweichend von Anlage 1 Nr. 2.5 Satz 1 auf eine der folgenden Arten zu berücksichtigen:

a) im Regelfall durch Erhöhung der Wärmedurchgangskoeffizienten um ΔUWB = 0,10 W/(m²·K) für die gesamte wärmeübertragende Umfassungsflächewärmeübertragende Umfassungsfläche
Die wärmeübertragende Umfassungsfläche (A) wird auch Gebäudehüllfläche genannt. Sie bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, den nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen, Kellerdecke, oberster Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach Außen dringt.
,

b) wenn mehr als 50 vom Hundert der Außenwand mit einer innenliegenden Dämmschicht und einbindender Massivdecke versehen sind, durch Erhöhung der Wärmedurchgangskoeffizienten um ΔUWB = 0,15 W/(m²·K) für die gesamte wärmeübertragende Umfassungsfläche,

c) bei vollständiger energetischer Modernisierung aller zugänglichen Wärmebrücken unter Berücksichtigung von DIN 4108DIN 4108
In dieser DIN finden sich die allgemein anerkannten Grundlagen zur Einhaltung der Mindestanforderungen an den baulichen Wärmeschutz.
Beiblatt 2 : 2006-03 durch Erhöhung der Wärmedurchgangskoeffizienten um ΔUWB = 0,05 W/(m²·K) für die gesamte wärmeübertragende Umfassungsfläche,

d) durch genauen Nachweis der Wärmebrücken nach DIN V 4108-6 : 2003-06*) in Verbindung mit weiteren anerkannten Regeln der Technik.

8.1.2 Die LuftwechselrateLuftwechselrate
Die Luftwechselrate (oder Luftwechselzahl) beziffert, wie oft die Raumluft pro Stunde komplett gegen frische Außenluft ausgetauscht wird. Für eine hygienische Luftqualität ist eine Luftwechselrate von 0,5 bis 1 je nach Nutzung, Belastung und Raumgröße erforderlich.
ist bei der Berechnung abweichend von DIN V 4108-6 : 2003-06*) Tabelle D.3 Zeile 8 wie folgt anzusetzen:

*) Geändert durch DIN V 4108-6 Berichtigung 1 2004-03.

a) bei offensichtlichen Undichtheiten (z.B. bei Fenstern ohne funktionstüchtige Lippendichtung, bei beheizten Dachgeschossen mit Dachflächen ohne luftdichte Ebene): 1,0 h-1

b) in den übrigen Fällen ohne Dichtheitsnachweis: 0,7 h-1

c) bei Nachweis der Dichtheit nach Anlage 4 Nr. 2: 0,6 h-1

8.1.3 Bei der Ermittlung der solaren Gewinne nach DIN V 4108-6 : 2003-06*) Abschnitt 6.4.3 sind

*) Geändert durch DIN V 4108-6 Berichtigung 1 2004-03.  

a) der Verschattungsfaktor mit FS = 0,9 und

b) der Minderungsfaktor für den Rahmenanteil von Fenstern mit FF = 0,6 anzusetzen.

8.1.4 Bei der Berechnung des Jahres-PrimärenergiebedarfsJahres-Primärenergiebedarf
Der Jahres-Primärenergiebedarf entspricht nach EnEV der berechneten jährlichen Energiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist. Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2-Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudebeheizung einbezogen wird. Die Einhaltung eines maximalen Jahres-Primärenergiebedarfes ist eine Hauptanforderung der EnergieEinsparVerordnung (EnEV).
sind die klimatischen Randbedingungen des Referenzklimas nach DIN V 4108-6 : 2003-06*) Anhang D.5 zu verwenden.

*) Geändert durch DIN V 4108-6 Berichtigung 1 2004-03.  

8.2 Besondere Maßgaben zum vereinfachten Berechnungsverfahren nach Anlage 1 Nr. 3

Bei der Anwendung des vereinfachten Verfahrens nach Anlage 1 Nr. 3 auf bestehende Wohngebäude ist anstelle der Tabelle 2 in Anlage 1 Nr. 3 die folgende Tabelle 2 anzuwenden:

Tabelle 2

Vereinfachtes Verfahren zur Ermittlung des Jahres-Heizwärmebedarfs bei bestehenden Wohngebäuden

  Zu ermittelnde Größen  Gleichung Zu verwendende Randbedingung
  1 2 3
 1Jahresheizwärme- bedarf Qh Qh = FGT ·(HT +HV ) -η (Qs + Q)  [kWh/a] 
 (HT + HV)/AN FGTηHp 
 [W/(m²K]] [kKh/a][-]
 < 2 66 0,95
 2 bis 4  75 0,90
 > 4 82 0,85
 2Spezifischer Transmissions- wärmeverlust HT HT=∑(F x Ui x Ai)+A x ΔUWB [W/K] 1)2)

Wärmebrückenzuschlag ΔUWB nach Nr. 8.1.1 in W/(m²·K)

Temperatur-Korrekturfaktoren Fxi nach Anlage 1 Tabelle 3

 2bezogen auf die wärmeüber- tragende Umfassungsfläche  H'T =HT/A  [W/(m²K)] 2) 
 3Spezifischer Lüftungs-wärmeverlust Hv HV=0,270 x Ve W/Km³  [W/K] 3)bei offensichtlichen Undichtheiten
 3  HV=0,190 x Ve W/Km³  [W/K] 3)ohne Dichtheitsprüfung nach Anlage 4 Nr. 2
 3  HV=0,163 x Ve W/Km³  [W/K] 3)mit Dichtheitsprüfung nach Anlage 4 Nr. 2
 4 Solare Gewinne Qs

 Qs = ∑(Is)j,HP x ∑0,567 x gi x Ai

mit

I S,HP Solare Einstrahlung in der Heizperiode je Orientierung j

g GesamtenergiedurchlassgradGesamtenergiedurchlassgrad
Der Gesamtenergiedurchlassgrad (Energiedurchlassgrad, g-Wert) kennzeichnet die Durchlässigkeit von Verglasungen für von außen auftreffende Solarstrahlung. Der prozentuale Wert gibt an, wie viel der auftreffenden Strahlungsenergie durch das Fenster in das Gebäude gelangt.
[-] 4)

A Fläche der Fenster [m²]

j Zählindex für Orientierungen

i Zählindex für Gesamtenergiedurchlassgrad

Orientierung (HT+Hv)/A Is,HP
  [W/(m²K)] [kWh/(m²a)]
Südost bis Südwest

< 2 
 2 bis 4
 > 4

270
 410
 584

Nordwest bis Nordost
< 2 
 2 bis 4
 > 4
100 
 215
 400
übrige Richtungen
< 2 
 2 bis 4
 > 4
155
 300
 480
Dachflächen-fenster mit Neigung < 30° 5)
< 2 
 2 bis 4
 > 4
225 
455
745
 5 Interne Gewinne Qi
 (HT + HV)/AN 
 [W/(m²K]] [kWh/a]
 < 2Qi = 22 AN kWh/m²a
 2 bis 4  Qi = 29 AN kWh/m²a
 > 4 Qi = 36 AN kWh/m²a
AN: GebäudenutzflächeGebäudenutzfläche
Die Gebäudenutzfläche AN ist nach der EnEV eine reine Rechengröße, die die im beheiztem Gebäudevolumen zu beheizende Fläche darstellt. Sie wird (nach EnEV) aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und Außenbauteilen beanspruchten Fläche nach der Gleichung AN = 0,32 Ve ermittelt. Die Fläche ist in der Regel größer als die Wohnfläche nach Wohnflächenverordnung, da z.B. auch indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden. Sie kann für die Erstellung von Energieausweisen entsprechend den Regeln zur  Datenaufnahme  und  Datenverwendung  im Wohngebäudebestand (EnEV 2007) vereinfachend mit dem Faktor 1,2 aus der Wohnfläche errechnet werden. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern mit beheiztem Keller ergibt sich ein Faktor von 1,35.
nach Anlage 1 Nr. 1.4.4 in m²
1) Die Wärmedurchgangskoeffizienten der Bauteile Ui sind auf der Grundlage der nach den Landesbauordnungen bekannt gemachten energetischen Kennwerte für Bauprodukte zu ermitteln oder technischen Produkt-Spezifikationen (z.B. für Dachflächenfenster) zu entnehmen. Hierunter fallen insbesondere energetische Kennwerte aus europäischen technischen Zulassungen sowie energetische Kennwerte der Regelungen nach der Bauregelliste A Teil 1 und auf Grund von Festlegungen in allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen. Bei an das Erdreich grenzenden Bauteilen ist der äußere WärmeübergangswiderstandWärmeübergangswiderstand

Der Wärmeübergangswiderstand ist der Widerstand, der dem Wärmestrom beim Übergang von einem Medium zum anderen Medium entgegenwirkt. Ein Wärmeübergangswiderstand ist z.B. zu beachten, wenn man die Wärmeübertragung von einem Heizkörper an einen Heizkostenverteiler oder den Wärmeübergang bei Wärmetauschern betrachtet. Eine Außenwand hat z.B. einen inneren Wärmeübergangswiderstand (zur Innenluft) und einen äußeren Wärmeübergangswiderstand (zur Außenluft). Die Werte sind abhängig von der Luftgeschwindigkeit. Die Kenntnis über den Wärmeübergangswiderstand wird bei der präzisen Ermittlung des U-Wertes eines Bauteils benötigt (Zahlenwerte in der DIN EN 12831). Änderungen des Wärmeübergangswiderstandes, verursacht z.B. durch Vorhänge oder Mobiliar im Wohnraum, können Auslöser eines Befalls mit Schimmelpilzen sein.

gleich null zu setzen.

2) A in [m²] als wärmeübertragende Umfassungsfläche nach Anlage 1 Nr. 1.4.1.

3) Ve in [m³] als beheiztes Gebäudevolumenbeheiztes Gebäudevolumen
Das beheiztes Gebäudevolumen, kurz Ve, im Sinne der EnergieEinsparVerordnung (EnEV) ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen. Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
nach Anlage 1 Nr. 1.4.2.

4) Der Gesamtenergiedurchlassgrad gi (für senkrechte Einstrahlung) ist technischen Produkt-Spezifikationen zu entnehmen oder gemäß den nach den Landesbauordnungen bekannt gemachten energetischen Kennwerten für Bauprodukte zu bestimmen. Hierunter fallen insbesondere energetische Kennwerte aus europäischen technischen Zulassungen sowie energetische Kennwerte der Regelungen nach der Bauregelliste A Teil 1 und auf Grund von Festlegungen in allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen. Besondere energiegewinnende Systeme, wie z.B. Wintergärten oder transparente WärmedämmungWärmedämmung
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten.
, können im vereinfachten Verfahren keine Berücksichtigung finden.

5) Dachflächenfenster mit Neigungen = 30° sind hinsichtlich der Orientierung wie senkrechte Fenster zu behandeln.

9. Ermittlung der Gebäudenutzfläche bei bestehenden Wohngebäuden (zu § 18 Abs. 2)

Beträgt die durchschnittliche Geschosshöhe hG eines bestehenden Wohngebäudes, gemessen von der Oberfläche des Fußbodens zur Oberfläche des Fußbodens des darüber liegenden Geschosses, mehr als 3 m oder weniger als 2,5 m, so ist bei der Ausstellung eines es auf der Grundlage des berechneten Energiebedarfs die Fläche AN abweichend von Anlage 1 Nr. 1.4.4 wie folgt zu ermitteln:

AN [m²] = ((1/hG [m] ) - 0,04 [m-1]) · Ve [m³].



© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 13.12.2008 | 24034 x gelesen


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