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Anti-Schimmelmittel

Um Schimmelpilz zu bekämpfen, sucht der Betroffene nach einer möglichst einfachen, rasch und nachhaltig wirkenden Methode. Da liegt es nahe, für vergleichsweise wenig Geld auf Hausmittel zurückzugreifen oder ein handelsübliches Anti-Schimmelspray anzuwenden. Aber nicht alle Hausmittel sind angebracht und nicht alle im Handel erhältlichen Anti-Schimmelmittel sind ihr Geld wert. Einige, gegen Schimmelpilz durchaus wirksame Mittel, setzen bei ihrer Anwendung chemische Substanzen frei, die zum gesunden Wohnen eigentlich nicht dazugehören. Unabhängig davon aber kann man feststellen, dass es Mittel gibt, die den Pilz und seine Zellstruktur zerstören und mehr oder weniger lange wirksam sind. Eine langfristige und sichere Vemeidung von Schimmelpilz aber ist nur durch die Beseitigung der Ursachen möglich. 

 
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Chemische Anti-Schimmelmittel sind mit Vorsicht anzuwenden!

Gegen einen Schimmelpilzbefall werden in zahlreichen Veröffentlichungen ganz unterschiedliche Hausmittel wie Spiritus, Essigessenz, Salmiakgeist, Kalkmilch bzw. Kalkschlemme, Salzsäure, Alkalische Peressigsäure, Sodalösung, WasserstoffperoxidWasserstoffperoxid
Wasserstoffperoxid (H2O2) ist Hauptbestandteil zahlreicher handelsüblicher Schimmelpilz- (Fungizid) und Sporenvernichtungsmitttel (Sporizid). Es wird darin in einer Konzentration von 1 bis 5% verwendet, kann z.B. als 3 % Lösung auf destiliertem Wasser auch in der Apotheke gekauft werden. Es wirkt als Bleich- und Desinfektionsmittel durch Sauerstoffabspaltung und ist daher nicht giftig. Bei der Verarbeitung der verdünnten Lösung ist das Tragen einer Schutzbrille und von Gummihandschuhen jedoch ratsam. Die bleichende Wirkung von Wasserstoffperoxid führt auch zu einer Aufhellung der mit Schimmelpilz befallenen Flächen.
, koloidales Silber, BoraxBorax
Borax ist ein Salz der Borsäure mit der Formel Na2B4O7 (10 H2O). Das Salz bildet farblose, graue oder gelbe Kristalle. Borax gibt beim Erhitzen das gesamte Kristallwasser ab und dient daher unter anderem als Flammenschutzmittel, z.B. im Zellulosedämmstoff. Das Salz kommt u. a. in Boraxseen gelöst in Tibet, Nevada und Kalifornien vor. Es wird wegen der toxischen und konservierenden Wirkung auch als Holzschutzmittel gegen tierische Schädlinge und gegen Pilzwachstum eingesetzt. Borax ist grundwassergefährdend.
-Lösung u.a. angegeben. Daneben gibt es zahlreiche Anti-Schimmelmittel in Drogerie- und Baumärkten mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen.

Man darf Mitteln mit Inhaltsstoffen, die dem SchimmelpilzSchimmelpilz
SchimmelpilzBeim Schimmelpilz handelt es sich um Mikroorganismen, die kein Chlorophyll besitzen und daher auch keine Substanzen durch Photosynthese bilden. Die Existenz der Schimmelpilze beruht auf dem Abbau toter organischer Materie. Schimmelpilze bilden eine riesige Gruppe verschiedener Arten mit sowohl "guten" (u. a. Camembert-Käse) als "schlechten" (u. a. Allergieauslöser) Eigenschaften. Die Schimmelpilze und ihre Sporen findet man überall (Erdboden, auf abgestorbenen Pflanzen, Lebensmitteln, Wohnbereich). Bei Vorlage bestimmter Bedingungen (Feuchtigkeit, Nahrungsgrundlage) kommt es auch auf Baustoffen zum Wachstum spezifischer Arten.
als Nahrungsgrundlage dienen können, mit der nötigen Skepsis gegenübertreten. Dazu gehöhren Mittel mit organischen Bestandteilen (kohlenstoffhaltig), wie Zellulose oder Stärke. Ebenso ist Skepsis gegenüber Mitteln mit Inhaltsstoffen angebracht, die einen saueren bis schwach basischen pH-WertpH-Wert
Der Wert gibt an, wie sauer bzw. basisch eine Substanz, z.B. eine Flüssigkeit reagiert. pH-Werte über 7 zeigen eine basische Reaktion an, unter 7 ist die Lösung sauer. Kondensat aus Brennwertfeuerstätten ist immer sauer, weshalb in einigen Fällen eine Neutralisation gefordert wird. Oberflächen, auf denen Schimmelpilze wachsen, haben in der Regel einen ph-Wert unter 9. Schimmel lässt sich durch einen hohen ph-Wert des Putzes und des Anstriches über 10 (Kalkputz, Kalkanstrich) vermeiden.
(bis etwa 8) hinterlassen.

Hausmittel

  • Die vielfach empfohlene Behandlung mit Essigessenz oder einer Essiglösung ist nicht sinnvoll. Essigsäure begünstigt sogar langfristig die Schimmelbildung, weil sich infolge der Neutralisationsreaktionen mit dem meist basischen Untergrund der pH-Wert von zunächst etwa 2,5 auf bis zu 8 entwickelt - ein Bereich, der für das Schimmelwachstum optimal ist. Außerdem werden kalkhaltige Baustoffe durch die Essigsäure angelöst.
  • Unbestritten ist die sichere Wirksamkeit von Alkohol (Spiritus, Iosopropanol) in einer Konzentration von 70 bis 80%. Allerdings ist Alkohol leicht flüchtig und deshalb nur als direkt wirkendes Abtötungsmittel geeignet. Zu beachten ist ferner, dass hochprozentiger Alkohol und seine Dämpfe stark feuergefährlich sind, deshalb nur geringen Mengen (100ml) in den Raum bringen und gut lüften. Bedenkliche Rückstände bleiben keine.
  • Ebenso gut und wirksam ist Wasserstoffperoxid H2O2 (3 bis 10%ig), ein altbewährtes Deinfektionsmittel. Bei Wasserstoffperoxid ist allerdings das Haltbarkeitsdatum zu beachten. Ohne Stabilisatoren zersetzt sich H2O2 rasch und wird unbrauchbar. Mit Stabilisatoren kann man etwa von einer Haltbarkeit bis zu einem Jahr ausgehen. Stabilisiertes Wasserstoffperoxid erhält man als 10% Lösung in der Apotheke.
  • Alkohol und Wasserstoffperoxid nennt auch der Schimmelpilzratgeber des Umweltbundesamtes als geeignete Mittel. 
  • Einer Borax-Lösung wird eine befriedigende Wirkung als direktes Abtötungsmittel bescheinigt (Test), eine gute Wirkung wird Borax-Lösung als lanzeitwirkendes Mittel (nach einer Behandlung mit Wasserstoffperoxid) nachgesagt.

Gegen Schimmelpilz durchaus wirksame Mittel aus Drogerie und Baumarkt enthalten zum Teil gesundheitlich bedenkliche Substanzen, so z.B.

  1. Natriumhypochlorid (Chlorbleichlauge, Aktiv-Chlor); Natriumhypochlorid darf keinesfalls zusammen mit sauren Reinigern wie Essigreinigern oder Badreinigern verwendet werden, da es dabei zur Freisetzung von gesundheitsgefährdenden Chlor kommen kann. 
  2. Tenside, quartäre AmmoniumverbindungenQuartäre Ammoniumverbindungen
    Quartäre Ammoniumverbindungen sind organische Ammoniumverbindungen (kationische Tenside) mit grenzflächenaktiver, biozider Wirkung. Die Verbindungen werden in schimmel- und algenhemmenden Mitteln, in Holzschutzmitteln, Reinigern und Desinfektionsmitteln verwendet.  Anwendung finden die Verbindungen auch in Weichspülern und als Antistatikmittel in Kunststoffen. Es besteht Verdacht, das quartäre Ammoniumverbindungen sensibilisierend wirken.
    sollen die Zellwände von Schimmelpilzen zerstören (nach Oekotest). Die Substanzen sind häufig Haut und Augen reizend, zudem können sie sensibilisierend wirken. Aufgrund der Depotwirkung können sie einen erneuten Befall verzögern. Sie sollten nur in Ausnahmefallen in kritischen Räumen angewendet werden, die nicht zu Daueraufenthaltsbereichen zählen, aber besonders anfällig für Schimmelbefall sind.
  3. FormaldehydFormaldehyd
    Formaldehyd ist ein farbloses, brennbares, stechend riechendes Gas mit der Strukturformel H-CHO. Die wässrige Lösung wird als Formalin bezeichnet und als Desinfektionsmittel und Konservierungsmittel (Leime) genutzt. In der Natur kommt Formaldehyd im Holz vor. Formaldehyd wird technisch für die Produktion von Pheno- bzw. Aminokunststoffen eingesetzt. Nach Einatmung kommt es zu Reizungen der Schleimhäute, Narkosezuständen, evtl. Nierenschäden, bei Hautkontakt zu Entzündungen und Sensibilisierungen. Formaldehyd steht im Verdacht Krebs erregend zu sein.
    als Stabilisator bzw. Konservierungsstoff, krebserregend
  4. Carbendazim: im Verdacht, die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen
  5. Isothiazollinonederivate: allergieauslösend
  6. Benzalkoniumchlorid: starkes Desinfektionsmittel, allergieauslösend, Handschuhe!
  7. fungizidefungizid
    pilztötend
    Substanzen: die Sporen nehmen beim Keimen die Substanzen auf und werden am Wachstum gehindert; fungizide Zusätze (z.B. auch in SilikonenSilikon
    Silikon ist ein dauerelastisches Dichtungsmaterial mit guter Wärme- und Wasserbeständigkeit. Silikondichtringe werden z.B. in Abgsasystemen eingesetzt. Schüttfähige Dämmstoffe aus Perlite erhalten eine Umhüllung aus Silikonen, um deren Feuchtebeständigkeit zu sichern.
    für Fugendichtungen) haben wegen der langsamen Abgabe an die Umgebung keine Langzeitwirkung; werden so auch vom Menschen aufgenommen


© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 23.10.2006 | 38327 x gelesen


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