Brennstoffkosten≡Brennstoffkosten≡
Die Brennstoffkosten sind die jährlich anfallenden Kosten für den Kauf von Brennstoffen (Brennstoffbedarf, Energieträger), wie Gas, Öl, Kohlen, Holz, Strom oder Fernwärme. Brennstoffkosten sind in einer Heizkostenabrechnung voll umlagefähig. Unabhängig davon ist der Vermieter gehalten, wirtschaftliche Gesichtspunkte beim Kauf von Brennstoffen bzw. Wärme zu beachten (§ 556 Abs.3 BGB). entstehen für den Kauf von Brennstoffen oder anderer Energie≡Energie≡
Energie ist die Fähigkeit eines Energieträgers eine physikalische Arbeit zu verrichten. Sie kann die Wohnung oder Wasser erwärmen, Licht erzeugen, einen Motor drehen, einen Zug bewegen usw.. Angegeben wird die Energiemenge in kWh oder Joule. (z.B. Strom≡Strom≡
Strom ist der Fluss von Ladungsträgern in einem elektrischen Leiter. Durch einen eingeschalteten elektrischen Verbraucher, z.B. eine Glühlampe, fließt ein Strom. Der Strom wird angetrieben von der Spannung, die an den beiden Polen bzw. Kontakten des Verbrauchers anliegt. Die Höhe des Stromes (Stromstärke) ist abhängig von der Höhe der Spannung und des elektrischen Widerstandes des Leitungsnetzes und des elektrischen Verbrauchers. für eine Wärmepumpe≡Wärmepumpe≡
Die Wärmepumpe als Heizgerät nimmt auf der Eingangseite Wärme mit geringer Temperatur auf und gibt Wärme mit höherer Temperatur auf der Heizungsseite wieder ab. Ein Arbeitsmittel verdampft infolge der Aufnahme von Umweltwärme (Luft, Erdreich, Wasser). Das leicht erwärmte gasförmige Arbeitsmittel wird durch einen Kompressor komprimiert, wodurch es eine höhere Temperatur bekommt. Das in dieser Weise stark erwärmte Arbeitsmittel kann die Wärme an das Heizungswasser übertragen, kühlt sich dabei ab und wird erneut in den Kreislauf geschickt.). Sie sind direkt abhängig von
- dem Wärmebedarf≡Wärmebedarf≡
Der Wärmebedarf ist jene Nettowärmemenge in kWh, die zur Beheizung eines Raumes bzw. eines Gebäudes oder/und zur Warmwasserbereitung benötigt wird. Der Wärmebedarf ergibt sich aus dem Produkt der Heizlast und der Zeitdauer der Beheizung. Der Wärmebedarf für die Raumheizung setzt sich aus dem Transmissionswärmebedarf und dem Lüftungswärmebedarf zusammen. für die Beheizung des Hauses, - dem Wärmebedarf für die Warmwasserbereitung der Bewohner und
- dem Wirkungsgrad≡Wirkungsgrad≡
Der Wirkungsgrad stellt das Verhältnis von nutzbarer zu aufgewendeter Energie bzw. Arbeit oder Leistung dar. Bei Wärmeerzeugern, die Brennstoffe wie Öl, Gas, Holz oder Kohlen verbrennen, unterscheidet man: Feuerungswirkungsgrad, Normnutzungsgrad, Jahresnutzungsgrad. Bei Wärmepumpen wird der Wirkungsgrad mit der Leistungszahl ausgedrückt. der Heizungsanlage (Verluste)
Der Wärmebedarf des Hauses ist wiederum direkt abhängig von
- den gewünschten Temperaturen in den Räumen,
- dem Transmissionswärmebedarf≡Transmissionswärmebedarf≡
Der Transmissionswärmebedarf ist die Wärmemenge, die dem Raum zugeführt werden muss, um die Wärmeverluste infolge Wärmeleitung (Transmissionswärmeverlust) über die Bauteile auszugleichen. Außerdem muss dem Raum Wärme zugeführt werden, um den Lüftungswärmeverlust auszugleichen. Transmissionswärmebedarf und Lüftungswärmebedarf bilden die Heizlast., der die wärmtechnischen Qualität der Hülle (Wärmedämmung≡Wärmedämmung≡
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten. der Außenwände, Decken, Fußböden, Fenster) wiederspiegelt - dem Lüftungswärmebedarf≡Lüftungswärmebedarf≡
Der Lüftungswärmebedarf ist die Wärmemenge, die bei einem hygienisch notwendigen Luftwechsel zur Erwärmung der zugeführten Frischluft (Außenluft) erforderlich ist., der die Dichtheit des Gebäudes und die Lüftungsgewohnheiten der Bewohner wiederspiegelt sowie - dem Wärmegewinn (Abwärme≡Abwärme≡
Abwärme entsteht bei der Umwandlung von Energie, z.B. durch den Stoffwechsel im Menschen, bei elektrischen Geräten oder bei der Stromerzeugung (Kühltürme). Um den Wirkungsgrad zu verbessern und Wärme nicht ungenutzt in die Umwelt abzugeben ist es möglich und ratsam Abwärme zu nutzen bzw. zurückzugewinnen (Wärmerückgewinnung). In sehr gut gedämmten Häusern spielt die Abwärme, z.B. von elektrischen Geräten, eine so große Rolle, dass sie einen erheblichen Beitrag zur Deckung der Heizlast leistet. von Geräten und Personen, Zustrahlung der Sonne)
Der Wärmebedarf für die Warmwasserbereitung ist direkt abhängig von der verbrauchten Warmwassermenge pro Person. Die im Wasser enthaltene Energiemenge errechnet sich nach folgender Gleichung:
Qw=m*c*dt/1000
mit
Der Wärmebedarf für die Warmwasserbereitung ergibt sich nun aus der verbrauchten Wassermenge nach folgender Tabelle:
| Bedarfsmenge | Liter pro Person und Tag | c | dt (45°C-10°C | Q (kWh) |
| sparsam | 30 | 1,16 | 35 | 1,218 |
| durchschnittlich | 40 | 1,16 | 35 | 1,624 |
| hoch | 50 | 1,16 | 35 | 2,030 |
Warmes Wasser wird in einer Heizungsanlage jedoch nicht verlustfrei erzeugt und an die Zapfstellen herangeführt. Verluste werden im Nutzungsgrad≡Nutzungsgrad≡
Mit dem Nutzungsgrad bezeichnet man das Verhältnis zwischen tatsächlich genutzter Wärme (Netto) und dafür eingesetzter Energie, Wärme oder Arbeit (Brutto) . Im Gegensatz zur Bezeichnung Wirkungsgrad ist der Nutzungsgrad um alle auftretenden Verluste bereinigt, wie z.B. den Abgasverlust, Abstrahlungsverlust, Betriebsbereitschaftsverlust. Der Nutzungsgrad bezieht sich auf einen Nutzungszeitraum (z.B. Jahresnutzungsgrad). berücksichtigt, der in der Regel etwas schlechter ausfällt als bei der Heizwärmebereitstellung. Je nach Anzahl der mit Warmwasser zu versorgenden Personen ergibt sich also bei einer durchschnittlichen Bedarfsmenge (40 Liter pro Person) und Berücksichtigung des Nutzungsgrades ein Wärme- bzw. Brennstoffbedarf≡Brennstoffbedarf≡
Mit Brennstoffbedarf wird der jährliche Bedarf an einem Brennstoff (Energieträger) zur Beheizung (und zur Warmwasserbereitung) eines Hauses bezeichnet. Der Brennstoffbedarf ergibt sich aus dem Wärmebedarf unter Einbeziehung der praktisch auftretenden Verluste bei der Wärmeerzeugung, Wärmespeicherung und der Wärmeverteilung. im Jahr von:
| Brennstoff- bzw. Energiebedarf bei Nutzungsgrad | |||||
| Personen | kWh pro Tag | Wärmebedarf in kWh pro Jahr (Tag *365) | 60% | 70% | 80% |
| 1 | 1,624 | 593 | 988 | 847 | 741 |
| 2 | 3,248 | 1186 | 1977 | 1694 | 1483 |
| 3 | 4,872 | 1778 | 2963 | 2540 | 2223 |
| 4 | 6,496 | 2371 | 3952 | 3387 | 2964 |
| 5 | 8,12 | 2964 | 4940 | 4234 | 3705 |












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