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Hydraulischer Abgleich, Durchführung

 
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Wie wird ein einfacher hydraulischer Abgleich durchgeführt

Wenn Sie Eigentümer sind und die Gewährleistung abgelaufen ist, können Sie bei kleinen Anlagen (Ein- bis Zweifamilienhaus) natürlich auch selbst Hand anlegen, um den hydraulischen Abgleich durchzuführen. Dazu sollte es schon einigermaßen kalt sein.

  1. Drehen Sie zunächst alle Heizkörperthermostate voll auf (Anschlag).
  2. Ermitteln Sie nun nach einer Viertelstunde die Temperaturen am RücklaufRücklauf
    Mit Rücklauf bezeichnet man die Rohrleitung in einem Heizkreis, in dem das abgekühlte Heizungswasser vom Heizkörper weggehend zum Heizkessel zurück fließt. In Solaranlagen ist der Rücklauf die Rohrleitung vom Wärmetauscher des Speichers zum Solarkollektor in Strömungsrichtung der Solarflüssigkeit.
    und am VorlaufVorlauf
    Mit Vorlauf bezeichnet man die Rohrleitung eines Heizungssystems, in der das Heizungswasser vom Heizkessel weggehend zum Heizköper hinfließt oder, bei Solaranlagen, die Rohrleitung vom Solarkollektor zum Speicher in Strömungsrichtung der Solarflüssigkeit. Der Vorlauf hat im Regelfall eine höhere Temperatur als der Rücklauf. 
    mit der Hand (bei Ventilheizkörpern oben und unten am Heizkörper, sonst an den Rohren zum Heizkörper). Beginnen Sie bei dem Heizkörper, der der UmwälzpumpeUmwälzpumpe
    Die Umwälzpumpe ist eine elektrisch angetriebene Pumpe zum Transport von Heizungswasser, Sole- oder Solarflüssigkeit. Der Elektroenergieverbrauch einer Umwälzpumpe ist vor allem deshalb nicht zu unterschätzen, weil sie oft zu groß (Anschlussleistung) dimensioniert wird. Bei modernen Umwälzpumpen (Hocheffizienzpumpen) passt sich das Fördervolumen und damit die elektrische Leistung dem Wärmebedarf an. Voraussetzung für den Einsatz solcher optimierterPumpen ist ein hydraulischer Abgleich.
    am nächsten liegt (bezogen auf die Rohrführung, nicht Luftlinie).
  3. Ist bei einem Heizkörper kaum ein Temperaturunterschied feststellbar - das wird im Allgemeinen schon bei diesem ersten Heizkörper der Fall sein -, drosselt man den Heizwasserdurchsatz mit Hilfe der Rücklaufverschraubung ein wenig. Dazu müssen Sie die Kappe der Rücklaufverschraubung abdrehen und das dahinter befindliche Ventil mit einem Schraubendreher oder Sechskantschlüssel etwas zudrehen.
  4. Sind vorab einstellbare ThermostatventileThermostatventil
    Das Thermostatventil ist ein Heizkörperventil zur automatischen Konstanthaltung einer am Ventil voreinstellbaren Raumtemperatur. Im Inneren der Ventilkappe befindet sich ein Dehnstoff, der sich abhängig von der Umgebungstemperatur (Raumtemperatur) ausdeht oder zusammenzieht und dabei den Ventilstößel bewegt. Der sich bewegende Stößel führt zum Öffnen oder Verschließen des Spaltes, der eine mehr oder weniger große Menge Heizwasser für den Heizkörper freigibt. Thermostatventile gehören zur Pflichtausstattung von Heizungsanlagen.
    vorhanden, wird der Thermostatkopf entfernt und dann der meist vorhandene Stellring ein wenig zurückgedreht. Jetzt gönnen Sie sich eine Pause von einer halben Stunde und messen dann die Temperaturen erneut. Wiederholen Sie die Prozedur ggf. Bei schrittweisem Vorgehen erreicht man (mit ein wenig Geduld), dass alle Heizkörper etwa die gleiche Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf aufweisen.
  5. Überprüfen Sie, ob Sie die Umwälzpumpe nach dieser Einstellung auf die kleinste Stufe stellen können (Wird der Rücklauf bei allen Heizkörpern noch gleich warm?).

Erfühlen Sie bei den Temperaturmessungen jedoch, dass der Rücklauf sehr viel kälter ist als etwa 10 °C bis 20 °C unter der VorlauftemperaturVorlauftemperatur
Mit Vorlauftemperatur bezeichnet man die Temperatur des zum Heizkörper hinfließenden Heizungswasser. Sie liegt je nach Außentemperatur bei außentemperaturgeführten Heizungsregelungen zwischen 35 und 70°C. Anlagen mit reinen Flächenheizungen (Fußboden-, Wandheizungen) kommen mit 25 bis 40°C aus. Bei Heizungsanlagen ohne Heizungsmischer ist die Vorlauftemperatur gleich der Temperatur des Kesselwassers.
, fließt zuwenig Heizwasser durch den Heizkörper. Überprüfen Sie, ob die Rücklaufverschraubung nicht zugedreht ist, bzw. ob die Voreinstellung am Thermostatventil aufgedreht werden muss. Erst wenn beide Möglichkeiten ausgeschlossen sind, erhöhen Sie die Pumpenleistung.

Bemerkt man bei dieser Gelegenheit, dass ein Heizkörper in der Länge (oben) nicht gleichmäßig warm wird, so ist Luft im Heizkörper. Mit einem kleinen Vierkant-Schlüssel, den man im Baumarkt bekommt, kann man den Heizkörper am Entlüftungsstopfen entlüften. Dazu muss man aber das Thermostatventil schließen! Kontrollieren Sie anschließend den Anlagendruck. Gegebenenfalls müssen Sie etwas Wasser auffüllen, bis das Instrument (Manometer) ca. 1,5 barbar

Manometer mit Druckangabe in barDas Bar ist eine Maßeinheit für den Druck. Andere gebräuchliche Einheiten sind Newton pro Quadratmeter (N/m²) bzw. Pascal. Etwa ein Druck von einem bar ensteht durch eine 10 Meter hohe Wassersäule. Diese Art der Druckangabe wird häufig in der Heiztechnik verwendet. Ein 1000stel bar entspricht 1 mbar.

anzeigt. Nehmen Sie dazu einen möglichst kurzen, druckfesten Schlauch und lassen Sie die Luft im Schlauch erst einmal entweichen, bevor Sie ihn an den Kesselfüll- und Entleerungshahn anschließen.

Vorgehensweise eines Heizungsbauunternehmens beim hydraulischen Abgleich einer Altanlage

Abbildung: Energieagentur NRW

Vorgehensweise eines Heizungsbauunternehmens beim hydraulischen Abgleich einer Neuanlage

Abbildung: Energieagentur NRW



© by f.nowotka | zuletzt geändert am: 15.05.2005 | 174207 x gelesen


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