(dmb) Die Energieverbräuche in Deutschland sind im Kalenderjahr 2007 durchschnittlich um 7 Prozent und die Heizkosten zwischen 3 und 6 Prozent gesunken. „Gründe hierfür sind sparsames Heizverhalten, wärmere Temperaturen und relativ stabile Preise bei Öl und Gas“, erklärten Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), und Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer von co2online gemeinnützige GmbH, anlässlich der Veröffentlichung des neuen bundesweiten Heizspiegels.
Der aktuelle Bundesweite Heizspiegel weist aus, dass im Kalenderjahr 2007 die Heizkosten≡Heizkosten≡
Zu den Heizkosten im Sinne der Heizkostenabrechnung gehören die Kosten der verbrauchten Brennstoffe und ihrer Lieferung, die Kosten für den Betriebsstrom, die Kosten für Bedienung, Überwachung und Pflege der Anlage, der regelmäßigen Wartung (Prüfung der Betriebbereitschaft, Einstellungen), die Kosten für den Schornsteinfeger sowie die Kosten für die Verbrauchserfassung sowie für die dafür erforderlichen Gerate.
Zu den Heizkosten im Sinne der Betrachtung der entstehenden Kostenbelastung für den Eigentümer einer Heizungsanlage im eigenen Haus gehören neben den Verbrauchskosten (verbrauchsgebundene Kosten) und den Betriebskosten (betriebsgebundene Kosten) auch die Kapitalkosten (kapitalgebundene Kosten) für die Anschaffung und Instandhaltung der Technik dazu. für Mieter und Verbraucher bei mit Erdgas≡Erdgas≡
Erdgas besteht überwiegend aus Methan (CH4). Infolge des hohen Anteils von Wasserstoffatomen (H) ist Erdgas besonders gut geeignet für die Brennwerttechnik und als Wasserstofflieferant für Brennstoffzellen.
Erdgas ist der emissionsärmste fossile Brennstoff. Bei der Verbrennung entsteht so gut wie kein Schwefeldioxid, Ruß oder Feinstaub. beheizten Wohnungen durchschnittlich um 5,6 Prozent, bei mit Heizöl beheizten Wohnungen um 4,9 Prozent und bei Wohnungen mit Fernwärme≡Fernwärme≡
Als Fernwärme bezeichnet man Wärme mit einem Temperaturniveau zwischen etwa 60 und 110°C, die über eine Fernwärmeleitung verteilt wird. Größere Wohngebiete können z.B. meist kostengünstig und umweltfreundlich durch die Abwärme eines Kraftwerkes mit Wärme für Heizung und Warmwasserbereitung versorgt werden. Die Abwärmenutzung verbessert den Wirkungsgrad der Stromerzeugung des Kraftwerkes erheblich. Für kleinere Gebiete eignet sich die bei der Kraft-Wärme-Kopplung anfallende Abwärme, eingespeist in einen Nahwärmeverbund. um 3,2 Prozent gesunken sind. Der Heizenergieverbrauch≡Heizenergieverbrauch≡
Der Heizenergieverbrauch entspricht dem tatsächlichen Brennstoff- bzw. Elektroenergieverbrauch der Heizungsanlage zur Deckung des Heizwärmebedarfs eines Raumes, einer Gebäudezone oder eines ganzen Gebäudes einschließlich der Warmwasserbereitung. Der Heizenergieverbrauch unterscheidet sich meist vom errechneten Heizenergiebedarf. Wird der Heizenergieverbrauch für ein ganzes Jahr angegeben spricht man vom Jahres-Heizenergieverauch. Dieser Wert stellt die Grundlage für die Erstellung eiens so genannten Verbrauchausweises dar. ging sogar um rund 7 Prozent zurück. Ursachen hierfür sind deutlich sparsameres Heizverhalten der Mieter und Verbraucher, der milde Winter 2007 mit höheren Durchschnittstemperaturen und relativ stabile Energiepreise. Im Jahresdurchschnitt 2007 wurde Gas um 2,9 Prozent teurer, der Ölpreis sank um 1,4 Prozent.
„Die Freude über die aktuellen Zahlen des Bundesweiten Heizspiegels kann aber nur von kurzer Dauer sein. 2008 wird drastisch teurer“, warnten Siebenkotten und Hengstenberg. „Die Preise für Öl und Gas sind um 20 bis 30 Prozent gestiegen. Das wird sich in der Heizkostenabrechnung≡Heizkostenabrechnung≡
Eine Heizkostenabrechnung erhalten Mieter bzw. Wohnungseigentümer auf der Grundlage der Heizkostenverordnung, wenn die Wohnanlage mit einer zentralen Heizungsanlage ausgestattet ist. Nach der Heizkostenverordnung ist der Vermieter bzw. Betreiber der Heizanlage verpflichtet, dem Mieter bzw. Eigentümer spätestens ein Jahr nach dem Ende der Abrechnungsperiode eine nachvollziehbare Abrechnung der umlagefähigen Betriebskosten vorzulegen. 2008 niederschlagen. Mieter müssen dann mit höheren Nachzahlungen rechnen“, erklärte Lukas Siebenkotten.
Ob die zuletzt gezahlten Heizkosten im Durchschnitt lagen oder überhöht waren bzw. wo und in welchem Umfang Sanierungsbedarf bestehen könnte, zeigen der Heizspiegel und das kostenlose Heizgutachten auf. Der Bundesweite Heizspiegel basiert auf bundesweit erhobenen Heizdaten von 63.000 zentral beheizten Wohngebäuden. Mieter und Eigentümer können die Zahlen ihrer aktuellen Heizkostenabrechnung des Jahres 2008 mit den Werten des Heizspiegels vergleichen und so ihr Gebäude≡Gebäude≡
Gebäude im Sinne der Energieeinsparverordnung sind bauliche Objekte mit mindestens einem eigenen Aufgang und einer Begrenzung des Volumens durch die wärmübertragende Umfassungsfläche. einstufen. Der Heizspiegel bewertet den Heizenergieverbrauch und die Heizkosten von Wohngebäuden in vier Klassen: optimal, durchschnittlich, erhöht und extrem hoch. Hierbei wird zwischen Erdgas, Heizöl und Fernwärme unterschieden. Darüber hinaus werden die jeweils angefallenen CO2≡CO2≡
chemisches Kurzzeichen für Kohlendioxid-Emissionen aufgeführt.
Zusammen mit dem Heizspiegel erhalten alle Verbraucher, die sich detaillierter über ihre Heizkosten- und verbräuche informieren möchten, einen Gutschein für ein kostenloses Heizgutachten. Innerhalb von 8-10 Wochen erstellt co2online eine schriftliche Auswertung mit Empfehlungen für die nächsten Schritte. Mieter erhalten außerdem eine fachliche Stellungnahme. Damit können sie ihre Vermieter über das Ergebnis der Heizkostenanalyse informieren. Eine aktuelle Nutzerbefragung hat ergeben, dass über 70 Prozent der Mieter das Heizgutachten an ihren Vermieter weiterleiten. Jeder vierte Vermieter reagiert daraufhin mit mindestens einer wärmetechnischen Modernisierungsmaßnahme.
Der Heizspiegel kann kostenlos von den Internetseiten der co2online (www.heizspiegel.de) und des Deutschen Mieterbundes (www.mieterbund.de) heruntergeladen werden.